Bahnstrecke zwischen Lüdenscheid und Hagen

Anschlag auf Regionalbahn: Betonblock und Baumstamm auf Gleisen!

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Ein Monteur kümmert sich am Dienstagmittag um den Schaden.

[Update] Anschlag auf die Regionalbahn im Sauerland: Unbekannte haben einen Betonblock und einen Baumstamm auf Bahngleise zwischen Lüdenscheid und Hagen im Sauerland gelegt. Ein Zug der RB52 überfuhr die Hindernisse und wurde stark beschädigt. 

Lüdenscheid - Laut Bundespolizei ereignete sich der Vorfall am Montag um 18.18 Uhr. Zu dieser Zeit fuhr eine Regionalbahn über die auf den Gleisen liegenden Gegenstände. Der Betonblock und der Baumstamm hatten jeweils eine Länge von etwa 40 Zentimeter, teilte die Polizei mit. 

Die Gegenstände befanden sich etwa 600 Meter vom Bahnhof Brügge entfernt - in Richtung Schalksmühle. "Bei der Kollision mit den Hindernissen wurde der Zug so stark beschädigt, dass er seine Fahrt nicht fortsetzen konnte und nur mit geringer Geschwindigkeit zurück nach Brügge gezogen werden musste", erklärte die Bundespolizei. Die Schäden entstanden vor allem unter dem Zug. Dort wurde unter anderem ein Hydraulikschlauch beschädigt.

Nach derzeitigen Informationen seien bei dem Aufprall keine Reisenden verletzt worden. Die Bundespolizei sucht nun Zeugen, die Hinweise zur Tat geben können.

Die Gegenstände beschädigten unter anderem Hydraulikschlauch.

Die Beamten weisen außerdem darauf hin, dass bei solchen Taten Lebensgefahr besteht. Beim Überfahren der Betonteile durch Züge splittert der Stein, dadurch können sich einzelne Teile lösen, wie Geschosse wirken und Personen treffen, so die Behörde. 

Die Bundespolizei ermittelt nun wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Der entstandene Sachschaden kann noch nicht beziffert werden.

Hinweise nimmt die Bundespolizei unter der Telefonnummer 0800/6888 000 entgegen. Auch Personen, die sich bei dem Vorfall verletzt haben werden gebeten, unmittelbar mit der Bundespolizei Kontakt aufzunehmen. -eB

Bereits im April hatte eine Gullydeckel-Attacke auf einen Zug für Aufsehen gesorgt. Später geriet der Zugführer selbst unter Verdacht

Quelle: wa.de

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