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Nachfolger von Laschet: Er soll neuer NRW-Ministerpräsident werden - so ist der Fahrplan

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Von: Marcel Guboff

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Armin Laschet hat am Dienstag seinen Nachfolger als Parteichef und Ministerpräsidenten in NRW bekannt gegeben. Er soll Ende Oktober gewählt werden.

Update vom 5. Oktober, 19.21 Uhr: Nach der gemeinsamen Sitzung von CDU-Landesvorstand und -Landtagsfraktion haben sich am Dienstagabend Ministerpräsident Armin Laschet, der Fraktionsvorsitzende Bodo Löttgen und Verkehrsminister Hendrik Wüst zu den Ergebnissen geäußert. Laschet bestätigte, dass Wüst sein Nachfolger als Regierungschef und CDU-Landesvorsitzender werden soll.

PolitikerHendrik Wüst
Geboren19. Juli 1975, Rhede
ParteiChristlich Demokratische Union Deutschlands

Der Fahrplan sieht demnach so aus: Beim Landesparteitag der CDU am 23. Oktober in Bielefeld soll Hendrik Wüst zum neuen Landes-Parteichef gewählt werden. Am 27. Oktober soll der Landtag dann den neuen Ministerpräsidenten wählen, wie der Fraktionsvorsitzende Bodo Löttgen am Dienstag sagte. Einen Tag vorher wird Armin Laschet bei der konstituierenden Sitzung „offiziell“ zum Bundestagsabgeordneten und muss dann sein bisheriges Amt in Nordrhein-Westfalen niederlegen. Laschet sprach sich unterdessen dafür aus, dass sein Nachfolger die CDU auch als Spitzenkandidat in die Landtagswahl 2022 führen soll.

NRW: Hendrik Wüst soll Nachfolger von Armin Laschet werden - „ein Macher“

Update vom 5. Oktober, 18.14 Uhr: Verkehrsminister Hendrik Wüst soll Armin Laschet als NRW-Ministerpräsident und CDU-Landesvorsitzenden beerben. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) hat Laschet den entsprechenden Personalvorschlag am Dienstag dem Landesvorstand der Christdemokraten unterbreitet. Den neuen Regierungschef wählt schlussendlich der Landtag, über ihren neuen Vorsitzenden entscheidet die NRW-CDU am 23. Oktober beim Landesparteitag in Bielefeld.

Armin Laschet habe Hendrik Wüst als vorausschauend denkenden, klug handelnden Politiker empfohlen, erfuhr die dpa aus Teilnehmerkreisen. Demnach sagte Laschet: „Gefragt ist jetzt ein Macher. Das ist er.“ Für den Personalvorschlag habe es viel Zustimmung gegeben.

Armin Laschet hat sich auf Nachfolger in NRW festgelegt: Hendrik Wüst soll Ministerpräsident werden

[Erstmeldung] Hamm - Der Nachfolger von Armin Laschet* (CDU) steht offenbar fest. Der noch amtierende Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen will am Dienstagabend seinen Personalvorschlag unterbreiten, wer das Amt des Ministerpräsidenten in NRW sowie den Landesparteivorsitz seiner Partei bekleiden soll. Das soll Hendrik Wüst werden, wie mehrere Medien sowie die Deutsche Presse-Agentur aus Parteikreisen erfuhren.

Armin Laschet hatte vor der Bundestagswahl 2021*, bei der er als Kanzlerkandidat für die Union ins Rennen gegangen war, erklärt, dass er „ohne Rückfahrkarte“ nach Berlin gehe. Auch für den Fall, dass er nicht Kanzler werde. Deshalb muss für diese Spitzenämter in Nordrhein-Westfalen die Nachfolge geklärt werden.

Schon seit Tagen kristallisiert sich CDU-Landesverkehrsminister Hendrik Wüst als Favorit heraus. In den vergangenen Wochen hatten sich mehrere namhafte CDU-Landespolitiker dafür ausgesprochen, das Regierungsamt und den CDU-Landesvorsitz in einer Hand zu belassen. Der Landesvorstand der NRW-CDU hatte sich bereits in einer Sitzung für Hendrik Wüst als Nachfolger von Armin Laschet ausgesprochen.

Dabei richtet sich der Blick der CDU auch schon auf die Landtagswahl 2022* in Nordrhein-Westfalen im kommenden Mai. Bei der Bundestagswahl hatte die CDU auch im bevölkerungsreichsten Bundesland deutliche Verluste hinnehmen müssen.

Hendrik Wüst soll Nachfolger von Armin Laschet in NRW werden - Ina Scharrenbach hat wohl das Nachsehen

Karl-Josef Laumann, Arbeits- und Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen, hatte sich am Wochenende öffentlich hinter seinen Kabinettskollegen gestellt. Hendrik Wüst solle „der zukünftige Mann der CDU in Nordrhein-Westfalen“ werden, erklärte Laumann in einem Video-Grußwort bei der Landesdelegiertenkonferenz der Mittelstands- und Wirtschaftsunion in Rheine. Die Posten des CDU-Landesvorsitzenden, des Ministerpräsidenten und des Spitzenkandidaten bei der NRW-Landtagswahl gehörten in eine Hand.

Hendrik Wüst (CDU), Verkehrsminister des Landes Nordrhein-Westfalen, zeigt mit den Daumen nach oben nach seiner Wiederwahl zum Landesvorsitzenden bei der 23. Landesdelegiertenversammlung der Mittelstands- und Wirtschaftsunion Nordrhein-Westfalen. Wüst wird derzeit als Nachfolger von Ministerpräsident Laschet als Regierungschef von Nordrhein-Westfalen gehandelt
Hendrik Wüst (CDU) soll Nachfolger von Armin Laschet in NRW und damit Ministerpräsident wie auch Chef der NRW-CDU werden. © Friso Gentsch/dpa

Hendrik Wüst selbst rief die CDU bei dem Treffen in Rheine am Wochenende auf, mehr eigenes Profil zu entwickeln. „Wir müssen uns wieder zutrauen, dem Zeitgeist nicht nur hinterherzulaufen, sondern ihn auch zu prägen“, sagte er. Die Wähler wollten bei der CDU Richtung und Haltung erkennen. Die gesellschaftliche Mitte müsse ihre Werte verteidigen, „gegen die Hetze von rechts genauso wie gegen die Verbote von links“. Er rief die CDU außerdem zu Geschlossenheit auf. „Nur wenn wir einig sind, können wir gemeinsam durchstarten“, meinte er.

Hendrik Wüst hat auch deshalb die besten Karten, direkt Nachfolger von Armin Laschet in NRW zu werden, weil der 46-Jährige aus Rhede im westlichen Münsterland bereits Landtagsabgeordneter ist. Ein Landtagsmandat ist Voraussetzung für die Wahl zum Ministerpräsidenten in NRW. Die ebenfalls als Anwärterin für die Nachfolge von Armin Laschet geltende Bauministerin Ina Scharrenbach hat dagegen kein Landtagsmandat. Dennoch sendete Ina Scharrenbach jüngst eine klare Botschaft: Sie will deshalb nicht aufgeben. (dpa/mg) *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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