Nach sonnigem Wochenende

Ausflüge trotz Corona? NRW-Städte reagieren auf Besuchermassen mit harten Maßnahmen

Sonne und warmes Wetter verführte viele zu Ausflügen - sie kamen in Massen. Abstand und Corona-Maskenpflicht wurden nicht immer eingehalten. Das hat nun drastische Folgen.

NRW - Ausflüge sorgen für Besuchermassen an vielen Orten in Nordrhein-Westfalen. Beim Sonnenschein waren viele an der Rheinpromenade in Düsseldorf, am Phoenixsee in Dortmund oder etwa am Möhnesee im Kreis Soest. Die hohen Besucherzahlen haben nun Konsequenzen. Wegen der Corona-Pandemie und den geltenden Abstandsregeln soll es am kommenden Wochenende vielerorts starke Einschränkungen geben. (News zum Coronavirus)

BundeslandNordrhein-Westfalen
HauptstadtDüsseldorf
Einwohner17,93 Millionen (2019)

Corona-Regeln in NRW-Städten verschärft - Harte Maßnahmen wegen Besuchermassen

Der Deutsche Städtetag kündigte für das kommende Wochenende schärfere Kontrollen auf beliebten öffentlichen Plätzen an, nachdem die Corona-Regeln nicht immer eingehalten wurden. „Wenn wir leichtsinnig werden, verspielen wir die Erfolge der vergangenen Wochen“, sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy gegenüber der Rheinischen Post.

Doch Kontrollen sind nicht die einzige Maßnahme, um die Menschen in Deutschland und NRW dazu zu bewegen, Abstand zu halten und Masken zu tragen. Ausflüge werden wieder schwieriger. Wie 24rhein.de* berichtet, wird in Düsseldorf gleich an mehreren Besucher-Hotspots ein sogenanntes Verweilverbot erlassen. Demnach dürfen die Menschen an belebteren Orten wie der Altstadt, der Rheinpromenade und dem Mannesmannufer nur gehen, sich allerdings nicht niederlassen. Diese Corona-Regelung in Düsseldorf, die insbesondere in den Sozialen Medien kritisiert wird, soll überall dort in Kraft treten, wo bereits eine Maskenpflicht gilt. Außerdem wird die Maskenpflicht ausgeweitet. Bis dato musste nur in der Altstadt eine Corona-Maske getragen werden.

Daneben bleibt die Freitreppe am Burgplatz in Düsseldorf vorerst gesperrt. Gleiches gilt für die Autozufahrt zum Mannesmannufer. Am vergangenen Wochenende hätten viele auswärtige Besucher ihre Autos an der Promenade abgestellt. Auch hier soll es Polizeipräsenz und verschärfte Kontrollen geben.

Corona-Regeln in NRW-Städten verschärft: Viele Besucher am Phoenixsee am Wochenende

Nicht nur in Düsseldorf nutzten die Menschen am vergangenen Wochenende das gute Wetter für einen Ausflug aus. Auch in Dortmund war es teilweise sehr voll - insbesondere am Phoenix-See. Wie die RuhrNachrichten berichten, blieb teilweise deutlich zu wenig Platz, um entlang des Sees an den übrigen Menschen vorbeizugehen und dabei noch den nötigen Corona-Abstand zu wahren.

Ein deutlich erschreckenderes Bild gab demgegenüber der Westfalenpark ab. Dort wurde den Regeln in der Corona-Pandemie oftmals getrotzt. Die Menschen hielten kaum Abstand und trugen zudem in vielen Fällen keinen Mundschutz.

Corona-Regeln in NRW-Städten: Dortmund verschärft Maskenpflicht - jetzt auch auf Freizeit- und Parkanlagen

Die Stadt Dortmund hat deshalb am Donnerstag, 25. Februar, reagiert - und weitet die Maskenpflicht ab Samstag, 27. Februar, auf Freizeit- und Parkanlagen aus. Konkret heißt das, dass an mehreren Orten in Dortmund samstags, sonntags und feiertags von 12 bis 18 Uhr auf sämtlichen Wegeflächen die Maskenpflicht gilt. An folgenden Orten: Phoenix-See (Wege rund um den See), Fredenbaumpark, Westpark, Rombergpark, Revierpark Wischlingen, Hoeschpark, Westfalenpark (Kontrolle bereits beim Einlass).

Abseits der Wege, zum Beispiel auf Wiesen, darf die Maske abgenommen werden - unter der Bedingung, dass die Abstandsregeln eingehalten werden.

Härtere Maßnahmen in NRW-Städten: „Corona kennt keine Schönwetter-Pause“

Dass nicht an jeder Ecke kontrolliert werden kann, ist den NRW-Städten aber wohl auch bewusst. Der Kölner Polizeipräsident Uwe Jacob appelliert deshalb auch vor allem an die Vernunft der Bevölkerung in der Millionenstadt. Diese solle beliebte „Sonnen-Spots“ meiden und das Wetter lieber dezentral genießen. „Wenn wir die Sehnsucht nach sozialem Leben und Gemeinschaft über die Vernunft stellen, wird uns das den nächsten Rückschlag einbringen. Corona kennt keine Schönwetter-Pause“, erklärte Jacob.

Besucher, die es zu beliebten Orten nach draußen zieht, müssen aber nicht nur mit Kontrollen, sondern auch mit Staus rechnen. Zum Möhnesee trieb es am Wochenende hunderte Motorradfahrer* und Radfahrer. Lange Staus bildeten sich am Kreisverkehr an der B229 in Delecke. Auch der Parkplatz war komplett überfüllt.

Sonnige Temperaturen locken die Menschen nach draußen - auch am Rheinufer in Düsseldorf. Wegen der Besuchermassen trotz Corona soll nun härter durchgegriffen werden.

Wer das schöne Wetter in diesen Tagen für sportliche Aktivitäten nutzen will, kann das in Nordrhein-Westfalen seit Montag wieder tun - wenn auch nur in Maßen. Diverse Sportangebote sind in NRW wieder möglich, weil die Sportanlagen nach eigenem Ermessen wieder öffnen dürfen. Allerdings gibt es viele Einschränkungen.

Ob es überhaupt sonnig bleibt oder der Winter noch einmal zurückkommt, ist ohnehin noch ungewiss. Prognosen zeigen, dass es in NRW vorerst warm bleibt, doch dass der März wieder mit kälteren Temperaturen starten könnte. - *24rhein.de und *soester-anzeiger.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © David Young/dpa

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