Todesopfer (18) war nicht angeschnallt / Ermittlungen laufen weiter

Auto in der Bigge versunken: Mängel am Fahrzeug festgestellt

Mehr als zwei Wochen ist es her, dass ein Auto in den Biggesee gerollt und versunken ist. Im Inneren war tags drauf die Leiche eines jungen Mannes gefunden worden.

  • Ein Auto ist am Montag, 9. März in den Biggesee gerollt.
  • Der Wagen wurde am Dienstag geborgen, darin befand sich eine Leiche.
  • Ein 18-jähriger Mann aus Olpe war in dem versunkenen Auto ertrunken.

Update, 24. März, 16.57 Uhr: Weiterhin wird bei den Ermittlungen zum Tod des 18-jährigen Olpers, der am 10. März tot in seinem Fahrzeug in der Bigge gefunden worden war, von einem tragischen Unglücksgeschehen ausgegangen. 

Auch wenn das toxikologische Gutachten noch aussteht, wird weiterhin von einer natürlichen Todesursache ohne Fremdverschulden ausgegangen. Das hatte bereits die Obduktion ergeben, nachdem Polizeitaucher das Auto entdeckt und geborgen hatten. 

"Wir gehen weiterhin von einem tragischen Unglücksfall aus. Im Zuge der weiteren Ermittlungen haben die Ermittler am Fahrzeug technische Mängel gefunden", erklärte Oberstaatsanwalt Baron von Grotthuss auf Anfrage für die  Staatsanwaltschaft Siegen. Weitere Details wollte er dazu nicht nennen.

Während Zeugen gegenüber der Polizei noch von einer geflüchteten Person gesprochen hatten, sei ist diese Aussage mittlerweile revidiert worden, so von Grotthuss. 

Der tote junge Mann war auf dem Rücksitz des Autos gefunden worden. Viele Spekulationen hatte es danach in der Bevölkerung gegeben. Angeschnallt war der 18-Jährige nicht, als er am 9. März mit seinem silbernen Auto in den Biggesee in Olpe-Stade gerollt war.

Möglicherweise sei er beim Versuch, irgendwie noch das Auto zu verlassen, auf den Rücksitz geklettert, erklärte Oberstaatsanwalt Baron von Grotthuss.

Auto in der Bigge versunken: Toter erst 18 Jahre jung

Update, 11. März, 12.39 Uhr: Nach der Obduktion vom Mittwochmorgen steht fest, woran die Person, die sich im versunkenen Auto in der Bigge befand, gestorben ist. Das teilen Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Demnach ist der Mann ertrunken. Auch die Identität des Mannes konnte geklärt werden: "Es handelt es sich um einen 18-Jährigen aus der Region." Derzeit gibt es keine Hinweise auf ein Fremdverschulden. Die Ermittlungen dauern jedoch an

Update, 10. März, 17.51 Uhr: Jetzt haben sich Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Erklärung zu Wort gemeldet. Der Wagen sei "spurenschonend geborgen und sichergestellt" worden. "In dem Wagen befand sich eine männliche Leiche. Die Identifizierung steht noch aus", hieß es. Eine Mordkommission übernahm unter Führung der Staatsanwaltschaft Siegen die weiteren Ermittlungen. Warum der Mann mit dem Wagen in den See geriet, ist unklar. Die Klärung des Sachverhaltes ist Teil der Ermittlungen. Am Mittwoch findet zur Klärung der Todesursache eine Obduktion statt.

Versunkenes Auto aus der Bigge geborgen: Ein Toter

Update, 10. März, 17.04 Uhr: Das Auto, das am Montagabend in die Bigge gerollt ist, ist geborgen. Die Bergungsarbeiten haben sich verzögert, weil der Wagen zunächst an eine Stelle des Sees gezogen werden musste, an der der Kran der Polizei besser heran kam, und weil die Feuerwehr eine Ölsperre in der Bigge einrichten musste.

Auto in Bigge: Keine konkreten Hinweise auf Fremdverschulden

Wie die Taucher der Polizei bereits vorher entdeckt hatten, befand sich auf der Rückbank des silberfarbenen Autos, an dem ein Olper Kennzeichen angebracht war, eine Leiche. Diese wird nun an Ort und Stelle erkennungsdienstlich behandelt, die Kriminaltechnische Untersuchungsstelle der Polizei Hagen hat dazu ein Zelt an der Bigge aufgebaut. Bei der Leiche handelt es sich offenbar um einen Mann, es liegen aber noch keine gesicherten Erkenntnisse dazu vor. 

Eine Obduktion, die entweder am Dienstagabend oder Mittwochmorgen vorgenommen werden soll, soll Klarheit über die Todesursache bringen. Laut Polizei gebe es momentan keine konkreten Hinweise auf ein Fremdverschulden

Eine wichtige Rolle bei der Aufklärung des Todesfalls könnten zwei Personen spielen: Zeugen haben gegenüber der Polizei davon gesprochen, dass die am Montag an der Bigge gesehen hätten, wie sich zwei Personen von dem Auto entfernt hätten. Es sei aber momentan noch unklar, ob sie in Zusammenhang mit dem versunkenen Wagen stünden. 

Auto in Bigge: Mordkommission ermittelt

Update, 10. März, 13.50 Uhr: Die Kriminaltechnische Untersuchungsstelle (KTU) und die Mordkommission der Polizei Hagen haben ihre Arbeit am Biggesee aufgenommen. Als nächstes soll geklärt werden, wann und wie das versunkene Auto aus der Bigge geborgen werden soll. 

Auto rollt in Bigge: Die Kriminaltechnische Untersuchungsstelle (KTU) der Polizei Hagen ist vor Ort.

Update, 10. März, 12.50 Uhr: Eine Mordkommission der Polizei Hagen ist auf dem Weg zur Bigge, wie unser Reporter vor Ort erfuhr. Bereits für den Nachmittag ist eine Obduktion der Leiche aus dem Biggesee angeordnet. Dabei soll zum einen die Identität der toten Person festgestellt werden und zum anderen soll es Erkenntnisse zur Todesursache geben. 

Für die weiteren Ermittlungen wird momentan das Kennzeichen des Autos, das momentan immer noch auf dem Grund der Bigge steht, ausgewertet. Wann genau die Bergung erfolgen soll, ist noch unklar. Die Polizei ermittelt nach eigenen Angaben in alle Richtungen

Update, 10. März, 11.54 Uhr: Was lange ungewiss war, ist nun klar: Die Einsatzkräfte haben vor wenigen Minuten ein Auto auf dem Grund der Bigge entdeckt. Besonders schlimm: Im Wagen entdeckten Taucher eine tote Person

Die Hintergründe sind momentan noch völlig unklar. Die Staatsanwaltschaft wurde eingeschaltet. Das Auto, das sich in etwa elf Metern Tiefe auf dem Grund der Bigge an der Schiffsanlegestelle in Olpe-Stade befindet, soll zeitnah mit einem Unimog der Polizei geborgen werden. 

Auto in Bigge: Verdachtsstelle mit Boje markiert

Update, 10. März, 10.58 Uhr: Die Einsatzkräfte prüfen bei der Suche nach einem offenbar versunkenen Auto in der Bigge eine konkrete Verdachtsstelle, die mit einer Boje markiert wurde. Der Verdachtspunkt wird zunächst mit einer Unterwasserdrohne überprüft, danach gehen Taucher auf die Suche nach dem Auto. 

Auto rollt in Bigge: Mit einer Boje wurde eine Verdachtsstelle markiert.

Update, 10. März, 10.25 Uhr: Die Suchmaßnahmen nach dem mutmaßlich versunkenen Auto in der Bigge laufen am Dienstag wieder an. Wie Polizeisprecherin Esther Schöttke auf Nachfrage erklärte, seien Taucher der Polizei aus Wuppertal mittlerweile vor Ort, um nach dem Wagen, der Zeugenaussagen zufolge am Montagabend in die Bigge gerollt sein soll, zu suchen. 

Bei der Suche in der Bigge kommt laut Polizei auch eine Unterwasserdrohne der DLRG zum Einsatz. Es gebe keine konkreten Hinweise, dass Menschen in dem Auto seien. "Wir können es aber auch nicht ausschließen", hieß es von der Polizei.

Auto in Bigge: So berichteten wir am Montag

Olpe - Große Suchaktion am Montagabend in der Bigge: Laut Zeugen ist in Olpe-Stade ein Auto ins Wasser gerollt. Es ist ungewiss, ob Menschen darin saßen. 

Auto rollt in Bigge - Große Suche nach möglichen Insassen.

Polizei und Rettungskräfte von Feuerwehr und DLRG suchten am Montagabend (9. März) vergeblich nach einem Auto, das nach Angaben von Zeugen bei Olpe-Stade in die Bigge gerollt war.

Ein junges Pärchen, das gegen 19.25 Uhr in der Nähe des Schiffsanlegers in Stade Spazieren ging, schlug Alarm. Es hatte gesehen, wie ein helles Auto - weiß oder silber - in die Bigge gerollt war, dort einige Momente an der Oberfläche getrieben und schließlich untergegangen sei. Die Bigge soll in diesem Bereich bis zu zehn Meter tief sein, hieß es aus Feuerwehr-Kreisen.

Auto rollt in Bigge - Große Suche nach möglichen Insassen.

Auto in Bigge: Waren Menschen im Pkw?

Es ist unklar, ob sich Menschen in dem Pkw befunden haben. Bis etwa 21.15 Uhr lief eine große Suche von Feuerwehr und DLRG, die etwa die Hälfte der 100 Rettungskräfte stellte. Zum Einsatz kamen mehrere Boote, Taucher, eine Unterwasser-Drohne sowie ein Sonargerät.

Sie mussten die Suche nach dem Auto und ggf. nach Personen im Wasser am Abend aus Sicherheitsgründen abbrechen. Sie soll am Dienstagvormittag fortgesetzt werden. Die weiteren Suchmaßnahmen werden durch die Polizei organisiert.

Etwa 100 Einsatzkräfte waren am Montagabend in Olpe im Einsatz.

Neben den Feuerwehren aus Olpe und Attendorn waren die DLRG Bezirk Südsauerland, der Rettungsdienst des Kreises Olpe und die Polizei im Einsatz.

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © Markus Klümper

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