An Wochenenden und Feiertagen

Lärm, Unfälle und illegale Rennen: Beliebte Strecke im Sauerland ab sofort für Motorräder gesperrt

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Symbolfoto

Eine kurze Pressemitteilung der Stadt Schmallenberg sorgt vor allem bei Bikern für Aufsehen: Eine beliebte Strecke wird ab sofort an Wochenenden und Feiertagen für Motorräder gesperrt.

Schmallenberg - Die Stadtverwaltung begründet diese Maßnahme mit "erheblichen Lärmbelästigungen, einer Reihe von Unfällen und Bauarbeiten". Daher habe man "verkehrsrechtliche Regelungen" für den Sommer 2019 getroffen. 

Die sehen wie folgt aus: Die B 236 wird an Wochenenden und Feiertagen zwischen dem Schmallenberger Ortsteil Oberkirchen und dem Albrechtsplatz bei Winterberg-Hoheleye für sämtliche Motorräder gesperrt. Allerdings schränkt die Stadt ein: "Diese Sperrung gilt nur in Fahrtrichtung Albrechtsplatz."

Empfehlung der Polizei gefolgt

Die kurvige Strecke im oberen Lennetal ist bei Bikern sehr beliebt. Allerdings kommt es dort auch immer wieder zu schweren Unfällen. Laut Polizei waren es in diesem Jahr bereits vier, Ende März wurden bei einem Unfall zwei Motorradfahrer schwer verletzt. Mit der Sperrung will die Stadt Schmallenberg auch gegen illegale Rennen vorgehen, die es in dem Streckenabschnitt immer wieder gebe, wie ein Sprecher dem WDR sagte.

Die Stadtverwaltung folgt mit der Sperrung einer Empfehlung der Polizei, die angeregt hatte, das Fahrverbot zunächst eine Saison lang zu testen und anschließend die Ergebnisse zu prüfen.

Diese Strecken sind in Südwestfalen für Biker gesperrt

Damit ist die B236 die nächste Straße im Sauerland, die für Motorräder gesperrt ist. So dürfen beispielsweise auf dem "Ochsenkopf" (L685) zwischen Arnsberg und Sundern seit einigen Jahren an Wochenenden und Feiertagen keine Biker fahren. 

Andere Streckensperrungen beschäftigen Gerichte

Größere Diskussionen hatte Anfang 2018 die Sperrung der "Nordhelle" (L707) zwischen Herscheid und Meinerzhagen. Diese ebenfalls sehr beliebte Biker-Strecke hatte der Märkische Kreis für Motorräder gesperrt, nachdem es dort auch viele Unfälle und Anwohnerbeschwerden über Lärm gegeben hatte. 

Gegen diese Entscheidung gab es große Proteste, so hatten sich beispielsweise rund 1800 Biker zu einem zehn Kilometer langen Korso versammelt, um ihrem Unmut Luft zu machen. Mit Erfolg: Ende Mai gab das Verwaltungsgericht Arnsberg einem Eilantrag statt, sodass die Strecke kurzfristig wieder freigegeben werden musste. Mittlerweile liegt der Fall beim Oberverwaltungsgericht Münster, das nun entscheiden muss, ob die "Nordhelle" zukünftig von Motorradfahrern befahren werden darf oder nicht

Quelle: wa.de

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