Ramponierter Oberbau ist schuld

Darum bleibt die Bahnstrecke zwischen Dortmund und Münster viel länger gesperrt

Die Sanierung der Bahnstrecke zwischen Dortmund und Münster dauert deutlich länger als ursprünglich geplant, weil auch der Oberbau erneuert werden muss.
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Die Sanierung der Bahnstrecke zwischen Dortmund und Münster dauert deutlich länger als ursprünglich geplant, weil auch der Oberbau erneuert werden muss.

Die Sanierung der Bahnstrecke zwischen Dortmund und Münster dauert deutlich länger als ursprünglich geplant.

Hamm/Werne - Erst nach den Herbstferien, am 26. Oktober sollen hier wieder Züge fahren, teilte die Deutsche Bahn am Mittwoch mit. Nach bisheriger Planung hatte die Strecke Mitte August wieder freigegeben werden sollen.

Die Bahn baut seit Anfang Januar zwischen Ascheberg und Werne auf einer Länge von fünf Kilometern Spundwände, um den Bahndamm zu stützen. Mit diesen Arbeiten sei man im Plan, teilte der Staatskonzern am Mittwoch (17. Juni) mit.

Zwischenzeitlich sei aber deutlich geworden, dass auch der Oberbau erneuert werden müsse. Weil das Schotterbett unterschiedlich dick sei und wellenförmig verlaufe, müsse der gesamte Oberbau abgetragen und neu aufgebaut werden.

Sanierung der Bahnstrecke: Fernverkehr wird umgeleitet

Die Strecke bleibt deshalb zwischen Lünen und Münster weiterhin gesperrt. Im Nahverkehr fahren Ersatzbusse. Der Fernverkehr wird bereits seit 2018 umgeleitet.

In beiden Bauabschnitten Ascheberg und Werne sind inzwischen jeweils bereits 80 Prozent der Rammarbeiten abgeschlossen.

Die 1928 eröffnete einspurige Strecke gilt seit Jahren als problematisch. Sie soll teilweise, aber nicht vollständig zweigleisig ausgebaut werden. Einen Zeitpunkt dafür gibt es noch nicht.

Bahndamm Münster - Lünen: Alles zu den Sanierungsarbeiten

  • In den Teilabschnitten Ascheberg und Werne waren Setzrisse seitlich der Gleise im Bahndamm festgestellt worden.
  • Um die Bereiche zu stabilisieren, baut die Deutsche Bahn seit Januar auf einer Länge von mehr als fünf Kilometern ein Stützbauwerk in den Dammkörper ein. Der Bau der Stützwand soll planmäßig im August abgeschlossen werden.
  • Insgesamt werden mehr als 8.500 Stahlwände auf einer Gesamtstrecke von rund fünf Kilometern beidseitig in den Dammkörper gerammt.
  • Um möglichst effizient zu arbeiten, hat die Bahn parallel in den beiden Bauabschnitten gearbeitet.
  • In beiden Bauabschnitten Ascheberg und Werne sind inzwischen jeweils bereits 80 Prozent der Rammarbeiten abgeschlossen.
  • Zur Stabilisierung müssen die Spundwände beidseitig miteinander verspannt werden - im Abstand von rund 3,6 Metern mit insgesamt rund 1.500 Ankerstangen. Dies geschieht nach den Rammarbeiten abschnittsweise direkt horizontal. Die Hälfte der Arbeiten sind abgeschlossen.

Quelle: wa.de

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