Polizei stoppt Fröndenberger mit Warnbaken und Blitzleuchten

Betrunkener Geisterfahrer (60) nachts gefühlte Ewigkeit auf der A45 unterwegs

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Lüdenscheid - Beamte der Autobahnpolizei haben in der Nacht zu Sonntag auf der A 45 einen Falschfahrer gestoppt. „Der offenbar alkoholisierte Mann brauchte jedoch einige Zeit, um seinen Fehler zu bemerken“, teilte die Polizei mit.

Die erste Meldung traf gegen 2.10 Uhr ein, wonach ein Fahrer in Lüdenscheid auf die A 45 in Richtung Dortmund aufgefahren sei, aber in Richtung Frankfurt fahre. 

Ein Richtung Frankfurt fahrender Streifenwagen sichtete den Wagen erstmals zwischen den Anschlussstellen Lüdenscheid-Süd und Meinerzhagen. 

Fahrer reagiert zunächst nicht

Unter anderem mit Blaulicht, Warnblinkanlage und Lautsprecherdurchsagen hätten die Beamten versucht, den Fahrer auf seinen Fehler aufmerksam zu machen und ihn zu stoppen. Der habe jedoch trotz mehrerer entgegenkommender Autos nicht reagiert. „Glücklicherweise“, schreibt die Polizei, „kam es zu keinem Unfall.“

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Der Streifenwagen sei daraufhin auf der Gegenfahrbahn versetzt vor dem Falschfahrer gefahren und habe mittels Blaulicht und Lichthupe entgegenkommende Verkehrsteilnehmer gewarnt. Ein erster Versuch einer weiteren Streife, den Pkw an der Anschlussstelle Drolshagen anzuhalten, blieb ohne Erfolg. 

Sperrung mittels Warnbaken und Blitzleuchten

Mit einer Sperrung mittels Warnbaken und Blitzleuchten hätten die Beamten ihn an der Anschlussstelle Olpe stoppen können. Sie nahmen den 60-Jährigen aus Fröndenberg fest; ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von rund einem Promille. Führerschein und Fahrzeug des 60-Jährigen wurden sichergestellt, eine Blutprobe angeordnet. Ein Rettungswagen brachte ihn vorsorglich in ein Krankenhaus. 

Das rät die Polizei 

Die Polizei nimmt das zum Anlass für Verhaltenstipps: „Kommt Ihnen tatsächlich ein Geisterfahrer entgegen, versuchen Sie auf keinen Fall, ihn auf eigene Faust aufzuhalten! Bringen Sie sich nicht in Gefahr und bleiben Sie stattdessen ruhig. Drosseln Sie deutlich das Tempo und machen Sie den Geisterfahrer durch „Lichthupe“ und Warnblinklicht auf sich aufmerksam.“ 

Sobald möglich, solle man die Polizei über die Notrufnummer 110 informieren. Wer merke, dass er selbst auf der falschen Fahrbahn unterwegs ist, müsse ruhig bleiben, langsamer fahren und andere mit Lichthupe und Warnblinklicht aufmerksam machen, dann am nächstgelegenen Fahrbahnrand halten und den Notruf wählen. - eB

Quelle: wa.de

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