Am Montagabend

Bewohner im Urlaub: Rohrbruch macht Haus in Werl unbewohnbar

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[Update 22.10 Uhr] Werl - Nach einem Rohrbruch ist ein Haus im Steinergraben in Werl zunächst unbewohnbar. Teile der Innendecke stürzten herunter, nachdem die Lehmdecke sich voll Wasser gesogen hatte.

Die Bewohner waren wegen eines Urlaubs nicht zu Hause, der Sohn wollte wie üblich nach dem Rechten schauen und bemerkte das Malheur. Er alarmierte die Feuerwehr. Gegen 19.45 Uhr rückten die Kräfte aus. 

Da war aber vieles im Innern des alten Fachwerkhauses bereits durchnässt oder zerstört. Im Küchenbereich hatte sich die Decke gelöst und war mitsamt Verkleidung heruntergestürzt. Das drohte auch in anderen Räumen. 

Auch im Keller stand das Wasser hoch; aus der Außenfassade drang ebenfalls Wasser, Putzteile lösten sich. Da zunächst unklar war, ob das Haus sogar einsturzgefährdet ist, sperrte es die Feuerwehr vorsorglich, bis Fachleute des Technischen Hilfswerk gegen 21 Uhr anrückten, um das zu überprüfen. 

Das Ergebnis gegen 22 Uhr: Ein direkter Einsturz ist nicht zu befürchten, aber es gibt neben den Zwischendecken auch „kritische Balken“ im Keller; daher wurde das Haus gesperrt. Heute wird sich die Wehr mit dem Bauamt in dem Haus umsehen und das weitere Vorgehen abstimmen. Wahrscheinlich ist, dass abgestützt werden muss. So oder so ist der Gebäudeschaden immens. 

Zwei Undichtigkeiten in Rohren wurden festgestellt: Im Dachgeschoss und im Obergeschoss. Die Löschzüge Stadtmitte der Feuerwehr waren mit drei Fahrzeugen und 15 Mann vor Ort. Sie sperrten das Teilstück des Steinergrabens, leuchteten den Bereich aus und begannen mit dem Abpumpen der Wassermassen. Auch das Nachbarhaus war betroffen. Hier sammelte sich Wasser im Keller, wenn auch nicht so viel. 

Mit Rohrbrüchen als Frostschaden hatte die Wehr in den vergangenen Tagen vermehrt zu kämpfen – so auch in Holtum. 

Nach dem Ansteigen der Temperaturen können Rohre bersten, wenn sie nicht ausreichend isoliert sind. Die Stadtwerke sperrten Strom und Wasser in dem Haus am Steinergraben, auch das Ordnungsamt war vor Ort. 

Die Angehörigen der Bewohner zeigen sich schwer betroffen von dem Vorfall.

Quelle: wa.de

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