Zwei Tage nach großer Suche

Tragischer Badeunfall am Biggesee - für Mann (56) kommt jede Hilfe zu spät

Im Bereich des Schnüttgenhofes in Attendorn hat sich am Sonntag (9. August) ein Badeunfall mit tödlichem Ausgang ereignet.
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Im Bereich des Schnüttgenhofes in Attendorn hat sich am Sonntag (9. August) ein Badeunfall mit tödlichem Ausgang ereignet.

[Update, 21.03 Uhr] Zwei Tage nach der großen Suche nach zwei vermissten Schwimmern, die erfolglos abgebrochen worden war, hat es am Sonntag im Biggesee einen tödlichen Badeunfall gegeben.

  • Am Sonntag (9. August) hat es am Biggesee bei Attendorn einen tödlichen Badeunfall gegeben.
  • Erst zwei Tage zuvor hatte dort eine große Suche nach zwei vermissten Schwimmern stattgefunden.
  • Zahlreiche Kräfte von Polizei, Feuerwehr und DLRG sowie Notfallseelsorger waren im Einsatz.

Attendorn - War am Freitag die Waldenburger Badebucht der Biggetalsperre der Einsatzort, so spielten sich die dramatischen Szenen diesmal im Bereich des Schnüttgenhofes in Attendorn ab.

Kurz nach 13.30 Uhr war eine Person im Wasser vermisst und daraufhin Alarm für die Rettungskräfte ausgelöst worden. Noch vor Eintreffen der Feuerwehr hatten andere Badegäste den vermissten Mann bereits wenige Meter vom Ufer entfernt gefunden und aus dem Wasser ans Ufer gebracht. 

Wie die Polizei bestätigte, hatte der Mann offenbar massive Herzprobleme und wurde von Rettungskräften sehr lange reanimiert. Doch für den 56-Jährigen gab es keine Rettung mehr. Kurz nach 15 Uhr konnte nur noch der Tod des Mannes festgestellt werden.

Der DRK-Ortsverein Attendorn war mit sechs Einsatzkräften vor Ort war, um den Einsatz der Feuerwehr zu unterstützen sowie die Einsatzkräfte der Feuerwehr, des DLRG, der Polizei, der Notfallseelsorge und des Rettungsdienstes mit Getränken zu versorgen.

Aufgrund der enormen Hitze war der DRK Ortsverein Attendorn mit der mobilen Unfallhilfsstelle vor Ort, welche die Möglichkeit eines klimatisierten Raumes bietet. In eben dieser wurde durch die Notfallseelsorge die Betreuung der Angehörigen mit Unterstützung der DRK Einsatzkräfte vorgenommen.

Vermisstensuche im Biggesee: Zwei Jugendliche wieder aufgetaucht

Update, 7. August, 20.06 Uhr: Am Biggesee bei Attendorn lief am Freitag eine große Vermisstensuche. Während zwei vermisste Jugendliche wieder aufgetaucht waren, suchten die Einsatzkräfte lange nach zwei Senioren. Am frühen Abend wurde die Suche abgebrochen. Noch immer ist unklar, ob die Vermissten nicht vielleicht unbemerkt und unbeschadet an Land gekommen sind. 

Mit mehreren Booten suchen die Einsatzkräfte auf dem Biggesee nach zwei Vermissten.

Nach Angaben von Polizeisprecherin Esther Schöttke seien am Nachmittag im Bereich der Waldenburger Badebucht am Biggesee bei Attendorn insgesamt vier Personen als vermisst gemeldet worden. Daraufhin wurde ein Großeinsatz ausgelöst und zahlreiche Kräfte von Polizei, Feuerwehr, DRK und DLRG eilten zum beliebten Stausee im Sauerland.

Zwei Jugendliche seien aber schell wieder aufgetaucht, sodass die Einsatzkräfte die Suchmaßnahmen nach ihnen einstellen konnten. Zwei Senioren würden allerdings nach wie vor vermisst. Die beiden seien beim Schwimmen im Biggesee plötzlich verschwunden, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. 

Biggesee: Hubschrauber bei Vermisstensuche im Einsatz

Mitglieder der DLRG, die direkt an der Waldenburger Bucht ein Gebäude hat, hatten die Lage im Wasser des Biggesees beobachtet, als die beiden Schwimmer plötzlich aus ihrem Blickfeld verschwunden waren. Daraufhin hatten die Rettungsschwimmer Alarm geschlagen.

Die Waldenburger Badebucht am Biggesee ist am Freitag sehr gut besucht.

Die Polizei forderte für die Vermisstensuche am Bigeesee einen Hubschrauber aus Dortmund an, der die Kollegen am Boden aus der Luft unterstützt. Auch Taucher wurden verständigt, um im Wasser zu suchen. Eine Sichtweite von etwa zwei Metern und rund 20 Meter Wassertiefe in der Waldenburger Bucht stellten schwierige Einsatzbedingungen dar. Auf dem Wasser waren fünf Boote unterwegs, um nach den Vermissten Ausschau zu halten.

Biggesee: Vermisstensuche wird am frühen Abend abgebrochen

Es sei nicht auszuschließen, dass die Senioren einfach unbemerkt an Land oder auf ein Boot geklettert seien und sich bester Gesundheit erfreuten, sagte der Feuerwehrsprecher. Am frühen Abend brachen die Einsatzkräfte die Suche dann ab - die Senioren wurden nicht gefunden.

Am Biggesee in Attendorn läuft eine große Vermisstensuche.

Wie die Feuerwehr Attendorn auf ihrer Facebook-Seite berichtete, waren bei der Vermisstensuche neben heimischen Kräften auch Einheiten aus Hagen und Köln im Einsatz. Die Feuerwehr Köln rückte gegen 16 Uhr ab. Die Brandschützer appellierten an die Besucher des Bigeesees: "Bitte meiden Sie den Bereich der Waldenburger Bucht und behindern Sie nicht die Einsatzkräfte."

Auch der DRK-Ortsverein Attendorn war mit 16 Einsatzkräften vor Ort, um den Einsatz der Feuerwehr durch einen Rettungswagen abzusichern und die Einsatzkräfte mit Getränken und Snacks zu versorgen. "Aufgrund der enormen Hitze war der DRK Ortsverein Attendorn mit der mobilen Unfallhilfsstelle vor Ort. Diese bietet die Möglichkeit, in einem klimatisierten Raum, sich gegebenenfalls abzukühlen", teilte Pressesprecher Julian Halbe mit. 

Das DRK unterstützte Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei bei dem Einsatz. Sie versorgten die Einsatzkräfte mit Getränken und Snacks und sicherten den Einsatz ab.

Erst vor zwei Wochen hatte es am Biggesee einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr gegeben: Ein Ehepaar, dass sich am Sonderner Kopf ein Boot ausgeliehen hatte, wurde vermisst. Schnell folgte aber die Entwarnung

Tragisch endete eine Vermisstensuche im vergangenen Jahr: Ein buddhistischer Mönch wurde tot aus dem Biggesee geborgen.

Quelle: wa.de

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