Für Menschen ungefährlich / Verzehr von Milch, Fleisch und Honig unbedenklich

Rinderkrankheit und Bienenseuche in NRW: Das müssen Sie wissen!

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Ein Tierarzt hält auf einem Bauernhof eine Spritze mit dem Impfstoff gegen die Blauzungenkrankheit in der Hand.

Düsseldorf - Nach einem weiteren bestätigten Fall der Blauzungenkrankheit bei Rindern in Rheinland-Pfalz ist das Sperrgebiet in Nordrhein-Westfalen vergrößert worden. Es umfasst nun unter anderem auch weite Teile des Sauerlands (Kreis Siegen-Wittgenstein, Hochsauerlandkreis, Kreis Olpe, Märkischer Kreis). Erst am Dienstag war außerdem vom Ausbruch der Bienenseuche "Amerikanische Faulbrut" in Aachen berichtet worden. Wir fassen hier zusammen, was Sie jetzt wissen müssen.

Blauzungenkrankheit bei Rindern

Halter von Rindern, Schafen und Ziegen müssen mindestens zwei Jahre lang erhebliche Einschränkungen beim Handel und Transport von Tieren in Kauf nehmen. 

In der vergangenen Woche waren bereits Teile des Rheinlands zum Sperrbezirk erklärt worden. In NRW ist die Seuche bislang nicht ausgebrochen. 

Die Krankheit wird über kleine blutsaugende Mücken von Tier zu Tier übertragen und kann Schafe, Rinder und andere Wiederkäuer befallen. Ein typisches Symptom ist eine geschwollene, blau gefärbte Zunge. 

Eine regelmäßige Impfung könne die Tiere schützen, betonte das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv)

Nachdem Deutschland mehrere Jahre lang als frei von der Blauzungenkrankheit galt, trat das Virus vom Serotyp 8 (BTV-8) im Dezember erstmals wieder in Baden-Württemberg auf. 

Mittlerweile gibt es auch bestätigte Fälle im Saarland und in Rheinland-Pfalz, dort nach Ministeriumsangaben zuletzt im Kreis Bad Kreuznach. Um den jeweiligen Ausbruchsort müssen die Behörden eine Sperrzone von 150 Kilometern einrichten.

Das Sperrgebiet umfasst diese Städte und Kreise: 

  • Rhein-Kreis Neuss
  • Kreis Siegen-Wittgenstein
  • Hochsauerlandkreis
  • Kreis Olpe
  • Märkischer Kreis
  • Hagen
  • Wuppertal
  • Ennepe-Ruhr-Kreis
  • Kreis Mettmann
  • Düsseldorf
  • Leverkusen
  • Remscheid
  • Solingen
  • Oberbergischer Kreis
  • Rheinisch-Bergischer Kreis 
  • Kreis Euskirchen
  • Städteregion Aachen
  • Kreis Düren
  • Bonn
  • Köln
  • Rhein-Sieg-Kreis
  • Übach-Palenberg
  • Geilenkirchen

Amerikanische Faulbrut bei Bienen

Bei Bienen in Aachen ist die hochansteckende Amerikanische Faulbrut ausgebrochen, die für Bienennachwuchs gefährlich ist. 

Das betroffene Bienenvolk wird derart dezimiert, dass es nicht mehr stark genug ist, um zu überwintern. Für Menschen ist die Krankheit ungefährlich. Auch der Honig kann gegessen werden. 

Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, richtete das Veterinäramt der Städteregion einen Sperrbezirk im Radius von einem Kilometer um den Ausbruchsort im Stadtteil Haaren ein. Darin müssen Bienenhalter nun bestimmte Vorkehrungen treffen. - dpa

Quelle: wa.de

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