"Störung des öffentlichen Friedens durch Androhen einer Straftat"

Das wird teuer! Polizei schickt dicke Rechnung an Moviepark-Bombendroher

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Der Movie Park in Bottrop musste vor zwei Wochen evakuiert werden.

[Update] Bottrop - Nach der Bombendrohung gegen den Moviepark hat die Polizei dem Täter nun eine saftige Rechnung geschickt. 

+++ Update, 27. März

Fünf Monate nach einer Bombendrohung gegen einen Freizeitpark in Bottrop hat die Polizei eine saftige Rechnung an einen 19-Jährigen geschickt. 

Der junge Mann soll für den Polizeieinsatz 22.156,75 Euro zahlen, wie ein Polizeisprecher am Mittwoch sagte. Zudem hat die Staatsanwaltschaft Essen Anklage gegen den 19-Jährigen erhoben. 

Die Ermittler werfen ihm Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten vor. Die "Bild"-Zeitung hatte zuerst berichtet. 

Der 19-Jährige soll im Oktober vergangenen Jahres dem Bottroper "Movie Park" telefonisch mit eine Bombe gedroht haben. Etwa 10 000 Menschen mussten das Parkgelände daraufhin verlassen. 

Die Polizei konnte schnell Entwarnung geben. Die Inhalte des Anrufs seien "frei erfunden", hatten die Ermittler mitgeteilt. Hintergrund der Drohung sei ein privater Streit gewesen. 

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Auch die Betreiber des Freizeitparks wollen den 19-Jährigen möglicherweise zur Kasse bitten. "Unser Anwalt hat Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft beantragt. Wir befinden uns derzeit in der rechtlichen Prüfung, um dann gegebenenfalls zivilrechtliche Schritte einzuleiten", teilte eine Sprecherin mit.

+++Update, 26. März: Die Bombendrohung wird den 19-jährigen Essener wohl teuer zu stehen kommen. Allein die Rechnung, die die Polizei dem jungen Mann jetzt geschickt haben soll, beläuft sich nach Informationen von bild.de auf mehr als 22.000 Euro. 

Die Polizei ermittelte einen 19-Jährigen in Essen und stellte sein Smartphone sicher. Er habe mit dem Droh-Anruf einem Bekannten den Spaß am Parkbesuch zunichte machen wollen, teilte die Polizei am Freitag mit. 

Hintergrund war ein schwelender Streit. Der Mann habe die Tat bereits eingeräumt, heißt es von der Polizei.

Am 26. Oktober hatte sich ein Anrufer am späten Nachmittag beim Movie Park gemeldet und von Hinweisen auf eine Bedrohung gesprochen.  Rund 11 000 Besucher mussten daraufhin den Park verlassen. Sie hatten dort eigentlich ein "Halloween Horror Festival" feiern wollen. Schon kurz nach der Tat hatte die Polizei vermutet, dass ein privater Streit zu dem Droh-Anruf geführt hat.

Wegen "Störung des öffentlichen Friedens durch Androhen einer Straftat" war ein Strafverfahren eingeleitet worden. Die Tat könnte mit bis zu drei Jahren Haft geahndet werden. - dpa/lnw

Quelle: wa.de

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