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Booster-Impfung in NRW: Mit welchem Impfstoff und wer sie bekommt

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Von: Kristina Köller

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Die Booster-Impfung gegen Corona wird in NRW ein immer größeres Thema. Was Sie wissen müssen: Wer sie bekommt - und welcher Impfstoff sich in welchem Fall empfiehlt.

Hamm - Mittlerweile liegen die Corona-Impfungen bei vielen Menschen bereits ein halbes Jahr oder länger zurück. Ein spezieller Personenkreis wird auch in NRW* nun zur Booster-Impfung gebeten. Doch welchen Impfstoff sollte man sich verabreichen lassen? Darf oder muss es sogar ein anderer sein als bei der Erstimpfung? Insbesondere wenn die erste Immunisierung mit Astrazeneca oder Johnson & Johnson erfolgt ist, drängen sich viele Fragen auf. Ein Überblick. (News zum Coronavirus*)

BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
Bevölkerung17,93 Millionen (2019)
Fläche34.098 km²

Booster-Impfung gegen Corona in NRW: Empfehlung für diese Gruppe

Zunächst werden in Nordrhein-Westfalen Menschen ab 70 Jahren zur Booster-Impfung gebeten, deren letzte Corona-Impfung mindestens sechs Monate zurückliegt. Es handelt sich um rund 2,8 Millionen Bürger dieser Altersgruppe, die dem NRW-Gesundheitsministerium zufolge in der kommenden Woche per Post informiert werden sollen. Gleichzeitig betonte das Ministerium von Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU), der Brief sei keine Voraussetzung für den erneut kostenlosen Piks beim Hausarzt.

Doch auch viele Menschen, die jünger sind als 70 Jahre, fragen sich, ob sie eine Booster-Impfung bekommen können - und ob sie das überhaupt wollen. Für die Unter-70-Jährigen gibt es bislang keine grundsätzliche Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) beim Robert Koch-Institut.

Booster-Impfung gegen Corona in NRW: Welcher Impfstoff für Johnson & Johnson-Geimpfte?

Es gibt allerdings Ausnahmen. Denn die Gesundheitsministerkonferenz empfiehlt jenen Menschen, die beide Impfungen mit Astrazeneca oder nur das Vakzin von Johnson & Johnson erhalten haben, eine Auffrischung mit einem mRNA-Impfstoff - unabhängig vom Alter.

Für Menschen, bei denen die Grundimmunisierung mit einem mRNA-Impfstoff - Biontech oder Moderna - vorgenommen wurde, sollte möglichst auch dieser erneut verwendet werden. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet, kann aber im Falle eines Mangels auch der jeweils andere Impfstoff gespritzt werden.

Booster-Impfung gegen Corona in NRW: Empfehlung für Menschen mit Immunschwäche

Die Stiko empfiehlt die Booster-Impfung darüber hinaus Bewohnern von Pflegeeinrichtungen sowie dem Personal in pflegerischen und medizinischen Berufen mit direktem Kontakt zu alten Menschen und Patienten. Auch für Personen mit Immunschwäche gilt die Empfehlung zur Auffrischung bereits.

Die Booster-Impfungen nehmen auch in NRW an Fahrt auf. An eine Personengruppe wird besonders appelliert. Viele fragen sich, welcher Impfstoff der richtige für sie ist.
Die Booster-Impfungen nehmen auch in NRW an Fahrt auf. An eine Personengruppe wird besonders appelliert. Viele fragen sich, welcher Impfstoff der richtige für sie ist. (Symbolfoto) © Christoph Schmidt/dpa

Doch warum muss eine Booster-Impfung überhaupt sein? Das NRW-Gesundheitsministerium berichtet zur Bedeutung der Auffrischungsimpfung, dass nach jetzigem Wissensstand die Wirksamkeit der Corona-Impfung etwa ein halbes Jahr nach der zweiten Impfung nachlasse - gerade bei älteren Menschen. Trotzdem sei weiterhin „ein vergleichsweiser guter Impfschutz vorhanden“.

Booster-Impfung gegen Corona in NRW: Wegen Delta-Variante ratsam

Ein Punkt, der die Auffrischung der Schutzimpfung dennoch ratsam macht, ist laut RND, dass die Delta-Variante den eigentlich erwarteten Schutz vor einer Infektion mindert. Auch bei Menschen mit Immunschwäche falle die Immunantwort geringer aus. Zudem könne die Zahl neutralisierender Antikörper mit der Zeit abnehmen - und damit auch der Schutz vor der Krankheit. Die Booster-Impfung kann die Immunantwort demnach aber erneut anregen.

Zum Zeitplan in NRW heißt es, dass bis Ende Oktober die bereits laufenden Auffrischungsimpfungen in Pflegeheimen abgeschlossen sein sollen. Auch in Demenz-WGs oder Werkstätten für Behinderte seien die Booster-Impfungen bereits im Gange.

Corona-Impfung in NRW: Gesundheitsminister appelliert an alle Ungeimpften

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) appellierte erneut auch an alle, die sich bislang noch zu gar keiner Corona-Schutzimpfung entschieden hätten, sich einen Ruck zu geben.

In Hessen haben Supermärkte nun die Option auf die 2G-Regel. Dürfen auch in Nordrhein-Westfalen bald nur noch gegen Corona-Geimpfte oder Genesene einkaufen? wa.de* erklärt, was das Land plant. Noch immer werden täglich Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet - wa.de* blickt täglich auf Inzidenz und Hospitalisierungsrate. - *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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