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Borghorster Stiftskreuz wieder da

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Gestohlenes Borghorster Stiftskreuz wieder da

Münster - Ein vor mehr als drei Jahren im Münsterland gestohlenes wertvolles Reliquienkreuz - das Borghorster Stiftskreuz - ist wieder da. Der Bischof von Münster, Felix Genn, präsentierte das rund 40 Zentimeter hohe Kunstwerk aus dem 11. Jahrhundert.

"Das Borghorster Stiftskreuz ist heil und unversehrt zurück", sagte Genn. Das Kunstwerk war im Oktober 2013 aus der katholischen Pfarrkirche St. Nikomedes in Steinfurt-Borghorst gestohlen worden. 

Geld sei für die Rückgabe des Reliquiars nicht geflossen, versicherte das Bistum. An der Rückgabe des Kreuzes war ein Mann beteiligt, der sich demnächst als Mittäter bei dem Diebstahl vor Gericht verantworten muss und in Untersuchungshaft saß. 

Der 42-Jährige kann im Falle einer Verurteilung mit einem Nachlass beim Strafmaß rechnen, wie das Landgericht Münster mitteilte. Das Gericht begründete dies mit "der herausgehobenen historisch-religiösen Bedeutung des Stiftskreuzes". Der Haftbefehl gegen den Mann, der die Beteiligung an dem Diebstahl bestreitet, wurde außer Kraft gesetzt. Er hatte gegenüber Gericht und Staatsanwaltschaft erklärt, den aktuellen Besitzer des Stiftskreuzes zu kennen, und in Aussicht gestellt, das Kreuz an die Kirche zurückführen zu können. 

Die Übergabe erfolgte nach Angaben des Bistums am vergangenen Dienstag in einer Anwaltskanzlei in Bremen. Die "Westfälischen Nachrichten" hatten zuerst über das Wiederauftauchen des Kunstwerks berichtet. Nach dem spektakulären Fall sind bereits drei Männer vom Landgericht Münster im Oktober 2015 zu Haftstrafen von viereinhalb und fünf Jahren verurteilt worden. 

Dem vierten Angeklagten, der ab dem 8. März vor Gericht kommt, wirft die Staatsanwaltschaft vor, den Diebstahl mit den drei Männern verabredet und das Kreuz gegen Bezahlung von ihnen erhalten zu haben. Das Kreuz soll jetzt wieder zurück in die Kirche in Borghorst. Wann ist aber noch offen. Zunächst müssten die Sicherheitsmaßnahmen überprüft werden, hieß es in Münster. - dpa

Quelle: wa.de

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