Maßnahmen im Lockdown

Corona: Alkoholverbot in NRW – welche Regeln an Silvester gelten

Mit Beginn des Lockdowns in NRW gilt ab Mittwoch (16. Dezember) auch ein Alkoholverbot. Wir fassen zusammen, was bis zum 10. Januar noch erlaubt ist - und was nicht.

Dortmund - Der Corona-Lockdown ab Mittwoch (16. Dezember) hat nicht nur Auswirkungen auf Geschäfte und Schulen in NRW, sondern auch auf unsere Freizeitgestaltung - jedenfalls in der Öffentlichkeit. Denn dort, also im sogenannten „öffentlichen Raum“, ist von Mittwoch bis zum 10. Januar 2021 (Sonntag) der Verzehr von alkoholischen Getränken untersagt. RUHR24.de* fasst die Regeln zusammen.

Corona-RegelVerbot des Verzehrs von Alkohol in der Öffentlichkeit
Inkrafttreten der Maßnahme16. Dezember 2020
Vorläufiges Ende der Maßnahme10. Januar 2021

Alkoholverbot in NRW: Corona-Regel gilt 24 Stunden am Tag

Zunächst einmal ist zu klären, was der „öffentliche Raum“ eigentlich ist. Laut der aktuellen Coronaschutzverordnung von NRW* vom 15. Dezember sind das alle Bereiche mit Ausnahme des nach Artikel 13 Absatz 1 des Grundgesetzes geschützten Bereichs. Sprich: die private Wohnung.

Zwar darf in den Supermärkten, Tankstellen und Co. - die ja nach wie vor geöffnet bleiben - Alkohol verkauft werden. Er darf nur nicht auf dem Weg zur Wohnung, im Park oder sonst wo in der Öffentlichkeit getrunken werden. Das Alkoholverbot gilt durchgehend für 24 Stunden.

Wegen Corona: Alkoholverbot und Verbot von Verkauf von Alkohol in der Nacht gilt in NRW

Zusätzlich zum Verbot für den Verzehr von Alkohol im öffentlichen Raum gilt in NRW - schon seit längerem - ein zeitlich beschränktes Alkoholverkaufsverbot. Händler dürfen in NRW zwischen 23 Uhr und 6 Uhr am Folgetag keinen Alkohol verkaufen.

Die NRW-Landesregierung will damit verhindern, dass es alkoholbedingt zu Ansammlungen kommt. Die Wirkung des Alkohols auf die Einhaltung der Corona-Regeln dürfte auch nicht zu unterschätzen sein. Die Logik hinter der Regel: Wo weniger Alkohol fließt, werden die Corona-Regeln besser eingehalten.

Mit der neuen Regelung des Verzehrverbots von Alkohol in der Öffentlichkeit haben die zuletzt oft kritisierten Glühweinstände keine Chance mehr, ihre Ware an die Frau oder den Mann zu bringen. Theoretisch wäre es möglich, Getränke zwar weiterhin zu verkaufen, es müsste dann aber daheim getrunken werden. Das Alkoholverbot ist de facto also auch ein Glühwein-Verbot durch die Hintertür.

Corona/NRW: Gastronomie darf Alkohol für den Verzehr daheim weiterhin verkaufen - aber nicht nachts

Selbige Corona-Regel gilt für Restaurants und Imbisse, die zu ihren Speisen alkoholische Getränke anbieten. Bier, Wein und Co. dürfen zwar weiterhin verkauft werden, müssen aber zu Hause verzehrt werden. Und auch hier gilt: Von 23 bis 6 Uhr gilt ein Verkaufsverbot.

Glühweinstände verlieren mit dem Alkoholverbot in NRW im Lockdown praktisch ihren Sinn. Der Verzehr des Getränks ist in der Öffentlichkeit nicht mehr gestattet.

Wer gegen das Verbot verstößt, sei es verkaufende Händler oder verzehrende Konsumenten, begehen eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld geahndet werden kann (Lest hier weitere Corona-News aus NRW* auf RUHR24.de).

NRW/Corona: Polizei und Ordnungsamt kontrolliert Einhaltung des Alkoholverbots

Fraglich bleibt, wie der Staat die Einhaltung der Regel kontrollieren will. Gut möglich, dass - wie bereits bei Maskenkontrollen - Stichproben durch Ordnungsamt und Polizei durchgeführt werden.

Mit dem Alkoholverbot in der Öffentlichkeit ist jetzt auch klar: Auf das neue Jahr darf beim Knallen auf der Straße in diesem Jahr nicht angestoßen werden. Die Landesregierung rät in diesem Jahr ohnehin vom Neujahrs-Feuerwerk ab - zudem herrscht an Silvester und Neujahr ein An- und Versammlungsverbot* auf den Straßen. *RUHR24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Bernd von Jutrczenka/dpa

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