Weitere Infektionen bei Westphal in Herzebrock-Clarholz

Kein Lockdown mehr: Gute Nachrichten für Urlauber aus dem Kreis Gütersloh

Im Kreis Gütersloh wurde der Lockdown nach dem Corona-Ausbruch von einem Gericht gekippt. Es gibt aber neue Infektionen im Fleischbetrieb Westphal in Herzebrock-Clarholz. Dafür gibt es gute Nachrichten für Urlauber.

  • Im Kreis Warendorf ist der Lockdown vor dem Kreis Gütersloh aufgehoben worden (siehe Update, 29. Juni, 15.19 Uhr).
  • Grund für die Einschränkungen war ein Coronavirus*-Ausbruch beim Schlachtkonzern Tönnies.
  • Es gibt Corona-Infektionen im Fleischbetrieb Westphal in Herzebrock-Clarholz (siehe Update, 9. Juli, 12.14 Uhr).

Fast zwei Wochen lang war der Kreis Gütersloh aufgrund eines Corona-Massenausbruchs beim Schlachtbetrieb Tönnies im Lockdown. Während im Rest von NRW bereits zahlreiche Lockerungen das öffentliche Leben in Gang brachten, galten im Kreis Gütersloh wieder strenge Corona-Beschränkungen. Am Montag, 6. Juli, dann die überraschende Wendung: Ein Gericht hat den Lockdown vorzeitig gekippt. 

Kreis Gütersloh/NRW

Einwohner

364.938 

Kreisstadt

Gütersloh

Fläche

969,21 km2

Landrat

Sven-Georg Adenauer

Update, 13. Juli, 13.41 Uhr: Die Menschen in den Kreisen Gütersloh und Warendorf haben ein großes Stück Nomalität zurückgewonnen, nachdem der Lockdown in beiden Kreisen aufgehoben ist. Über Reisepläne müssen sie sich allerdings - wie alle anderen auch - weiterhin Gedanken machen. Etwa in Kroatien, dem beliebten Urlaubsland, steigt die Zahl der Fälle wieder an. Ist ein Urlaub 2020 dort gefahrlos möglich?

Update, 10. Juli, 16.23 Uhr: Menschen aus dem Kreis Gütersloh sollen bald wieder ohne Einschränkungen nach Österreich einreisen können. Mit einer Aufhebung der Restriktionen sei in absehbarer Zeit zu rechnen, sagte Sprecherin des Gesundheitsministeriums in Wien. Seit dem 29. Juni müssen Einreisende aus dem Kreis Gütersloh ein ärztliches Attest für einen negativen Corona-Test vorweisen, wenn sie nach Österreich wollen.

Guten Nachrichten auch aus dem hohen Norden: Reisende aus dem Kreis Gütersloh dürfen von Samstag an auch ohne einen negativen Test und ohne Quarantäneverpflichtung nach Schleswig-Holstein kommen. Dies ergibt sich aus einer Änderung der Quarantäneverordnung, wie die Landesregierung am Freitag mitteilte.

Kreis Gütersloh (NRW): Bewohner dürfen wieder nach Österreich

Update, 10. Juli, 12.57 Uhr: Der Schlachtbetrieb Tönnies und weitere Subunternehmer wollen sich Geld vom Land NRW zurückholen. Sie haben beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) Anträge auf Erstattung von Lohnkosten gestellt. Hintergrund sind Quarantäne-Maßnahmen nach dem massenhaften Fund von positiven Corona-Infektionen bei Tönnies-Arbeitern.

Update, 9. Juli, 17.14 Uhr: In den Besprechungen über das Hygienekonzept bei dem Werk von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück (NRW) sind die Experten noch zu keinem Entschluss gekommen. Für eine Gesamtbewertung sei es noch zu früh, sagte die Detmolder Regierungspräsidentin Judith Pirscher (FDP). Die Polizikerin benennt aber eine klare Richtung: "Wir haben alle ein großes gemeinsames Ziel: Sicherheit vor Schnelligkeit".

Update, 9. Juli, 11.29 Uhr: In einem weiteren Kreis in NRW werden jetzt Massentests durchgeführt: In Euskirchen sollen heute um 13.30 Uhr in einer Pressekonferenz die ersten Ergebnisse zu den Proben auf dasCoronavirus bekannt gegeben werden. 

Update, 8. Juli, 17.56 Uhr: Den Kreis Euskirchen in NRW plagen große Sorgen: Nach der Corona-Infektion von 13 Familienmitgliedern einer freikirchlichen Gemeinde haben heute die Massentests von rund 1000 Personen einer Mennoniten-Gemeinde begonnen. 

Das Virus könnte sich bei einem Gottesdienst verbreitet haben - und von dem gibt es entgegen der Coronaschutz-Regeln keine Teilnehmerliste. Alle Mitglieder sind in Quarantäne. Schlimmstenfalls könnten erneute Einschränkungen des öffentlichen Lebens kommen - der Lockdown droht.

Kreis Gütersloh (NRW): Kommt die Hotspot-Strategie?

Update, 8. Juli, 17.26 Uhr:

Die Bundesregierung hat zurückhaltend auf die gerichtliche Aufhebung der Corona-Beschränkungen für den Kreis Gütersloh reagiert. Bund und Länder hätten weiterhin das Ziel, erreichten Fortschritt bei der Bekämpfung der Pandemie nicht zu gefährden, betonte eine Regierungssprecherin heute. 

Da die Herausforderungen aber regional sehr unterschiedlich sein könnten, könnten sie oft vor Ort am besten gelöst werden. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) setzt sich für eine neue Strategie im Kampf gegen die Pandemie ein. In der CDU-Spitze hatte er für mehr regionale Differenzierung geworben. 

Wenn wegen eines lokalen Ausbruchs in einer Gegend wieder strengere Maßnahmen eingeführt würden, sollten sich diese nicht zwingend an Kreisgrenzen orientieren. Nach Informationen des "Tagesspiegel" arbeiten Bund und Länder an einer solchen Hotspot-Strategie

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will demnach in der kommenden Woche mit den Ministerpräsidenten der Länder darüber sprechen. 

Für den Kreis Gütersloh waren nach dem massiven Corona-Ausbruch beim Fleischunternehmen Tönnies Beschränkungen des öffentlichen Lebens verhängt worden. 

Kreis Gütersloh (NRW): Niedersachsen lenkt ein

Update, 8. Juli, 17.21 Uhr: Niedersachsen lässt Urlauber aus dem Kreis Gütersloh nun doch schon von diesem Samstag (11. Juli) an wieder ins Land einreisen. Das sagte eine Regierungssprecherin der Deutschen Presse-Agentur. In NRW sind derzeit Schulferien. Viele Menschen von dort verbringen ihren Urlaub gerne an der Nordseeküste in Niedersachsen, Bettenwechsel in der Hochsaison ist in der Regel samstags. 

"Im Interesse der Menschen aus Gütersloh werden wir die Einreise nach Niedersachsen ab Samstag wieder ermöglichen", sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen. 

Zuvor hatte sich Güterslohs Landrat Sven-Georg Adenauer bei Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil (SPD) für die Aufhebung der Reisebeschränkungen eingesetzt. Die Gütersloher hätten "die Ausgrenzung und Stigmatisierung satt", schrieb der CDU-Politiker. 

Kreis Gütersloh (NRW): Minister Pinkwart rechtfertigt Lockdown

Update, 8. Juli, 13.29 Uhr: Der Wirtschaftsminister von NRW, Andreas Pinkwart, rechtfertigt den Lockdown für den Kreis Gütersloh, nach Ausbruch des Coronavirus im Schlachtbetrieb Tönnies.  "Wir mussten sofort handeln", sagte der FDP-Politiker. Man habe nicht ausschließen können, dass der Corona-Ausbruch im Fleischbetrieb Tönnies mit über 1 000 infizierten Mitarbeitern auf andere Teile der Gesellschaft überspringe. "Wir hatten Glück, dass das nicht der Fall gewesen ist."

Update, 8. Juli, 12.14 Uhr: Nachdem der Lockdown im Kreis Gütersloh, der durch den Corona-Massenausbruch beim Fleisch-Riesen Tönnies ausgelöst worden war, überstanden ist, gibt es jetzt in einem weiteren Schlachtbetrieb im Kreis Gütersloh Corona-Infektionen. Der betroffene Betrieb Westphal in Herzebrock-Clarholz hat die Schlachtung vorläufig eingestellt.

Kreis Gütersloh (NRW): Lockdown beendet - nun hunderte Menschen in Euskirchen unter Quarantäne

Update, 7. Juli, 18.02 Uhr: Für den Kreis Gütersloh ist der Lockdown seit heute beendet - und prompt kommt die nächste Hiobs-Botschaft aus NRW: In Euskirchen haben die Behörden hunderte Menschen einer Mennoniten-Gemeinde unter Quarantäne gesetzt. Rund 1000 Menschen müssen auf das Coronavirus getestet werden, nachdem eine Familie mit 13 Mitglieder positiv getestet worden war. 

Die Familie war bereits infiziert ins Bethaus und die Kinder in eine Schule der freikirchlichen Gemeinde gegangen. 

Update, 7. Juli, 16.12 Uhr: Der Gütersloher Landrat Sven-Georg Adenauer will Tönnies für die entstandenen Kosten durch den massiven Corona-Ausbruch in die Pflicht nehmen. Immerhin habe das Unternehmen von Clemens Tönnies viele Kosten im Kreis Gütersloh verursacht. "Irgendwann wird ihm diese Rechnung auch präsentiert werden, zumindest das, was wir als Kreisverwaltung an Kosten hatten", sagte der CDU-Politiker ohne eine Summe zu beziffern am Dienstag.

"Herr Tönnies hat sich ja bereit erklärt, die Kosten für die Testungen zu übernehmen. Der Deckel wird mit Sicherheit größer werden", sagte Adenauer. Auch eine gerichtliche Auseinandersetzung über die Kostenübernahme schloss der Landrat nicht aus.

Kreis Gütersloh (NRW): Reisebeschränkungen in Niedersachsen bleiben vorerst

Update, 7. Juli, 12.15 Uhr: Trotz gerichtlicher Aufhebung der strengeren Corona-Beschränkungen sowie der sinkenden Infektionszahlen im Kreis Gütersloh brauchen Niedersachsen-Reisende von dort laut eines Medienberichts noch bis einschließlich zum Wochenende einen negativen Corona-Test.

Die bestehenden Reisebeschränkungen für Menschen aus dem Kreisgebiet will das Land Niedersachsen "bei bis dahin unverändert positiver Infektionslage" dann am Montag, 13. Juli mit einer neuen Verordnung aufheben, sagte eine Sprecherin der Landesregierung am Dienstag der "Rheinischen Post".

Touristen aus demKreis Gütersloh mit Reiseziel Mecklenburg-Vorpommern oder Bayern können dagegen schon wieder Auflagen-frei reisen, da die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner am Dienstag unter den Grenzwert von 50 binnen der vergangenen sieben Tage gesunken ist. 

Kreis Gütersloh (NRW): So war der erste Tag nach Lockdown-Aufhebung

Update, 7. Juli, 11.49 Uhr: Am ersten Tag nach der Aufhebung der strengeren Corona-Einschränkungen im Kreisgebiet durch das Oberverwaltungsgericht (OVG) herrscht Erleichterung in der Innenstadt von Gütersloh. "Es ist gut, dass sich alles wieder normalisiert", sagte Fleischverkäuferin Christel Röer heute Morgen auf dem Markt in Gütersloh. 

Allerdings sei die Innenstadt jetzt wegen der Ferien in NRW relativ leer. Auf die Fahrten in den Urlaub habe ja auch kaum einer verzichten wollen. "Auch wenn es anfangs hieß, die Gütersloher seien nicht willkommen. Das Thema war ja schnell vom Tisch."

Lockdown im Kreis Gütersloh (NRW): Lob an die Bürger

"Das Leben geht weiter", sagte Klaus Ziegler. "Die kaufen bald auch alle wieder bei Tönnies ein", zeigte er sich überzeugt. Sauer auf das Unternehmen beziehungsweise Clemens Tönnies sei er zumindest nicht: "Wenn Tönnies es nicht macht, macht es ein anderer." 

Der Bürgermeister der Kreisstadt, Henning Schulz (CDU), hatte in einer ersten Reaktion nach dem OVG-Beschluss am Montag die Einstellung der Gütersloher gelobt: "Für unsere Bürger und Bürgerinnen ist entscheidend, dass die verschärften Einschränkungen, die sie sehr diszipliniert ausgehalten haben, jetzt Vergangenheit sind." 

Das OVG-Urteil zeige, dass die Regeln und Abstimmungen, die zur Bewältigung der Corona-Krise getroffen werden, kontinuierlich im Fluss sind und weiterentwickelt werden. "So gesehen kann hat der "Fall Gütersloh" einen Lerneffekt."

Lockdown im Kreis Gütersloh (NRW): Zahl der Neuinfektionen sinkt

Update, 7. Juli, 08.16 Uhr: Kaum ist der Lockdown aufgehoben, ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner im Kreis Gütersloh deutlich unter den Grenzwert gesunken.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz mittlerweile bei 35,4. Als Grenzwert gilt der Wert 50. Am Vortag lag diese Infektions-Kennziffer noch bei 50,5 und damit knapp über der Grenze. Zum Höhepunkt des Corona-Ausbruchs bei Tönnies lag der Wert bei 270,2, das berichtet dpa.

Update, 6. Juli, 22.39 Uhr: Nachdem ein Gericht am Montagabend den Lockdown im Kreis Gütersloh gekippt hat, will die Landesregierung in Düsseldorf keine gesonderten neuen Maßnahmen gegen das Coronavirus für den Kreis verfügen - auch nicht für einzelne Gemeinden. Die Maßnahmen im Kreis Gütersloh könnten nun vollständig auf die bereits verhängte Quarantäne für die von der Infektion betroffenen Mitarbeiter des Fleischwerkes von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück sowie im Bedarfsfall ihre Familien begrenzt werden.

Weiterhin werden allerdings Corona-Tests bei Tönnies-Mitarbeitern und deren Familien durchgeführt - der Krisenstab des Kreises teilte am Montagabend mit, dass die mobilen Test-Teams zu ihrer zweiten Runde gestartet seien. "Dort werden diese Personen und ihre Haushaltsmitglieder erneut abgestrichen. Die Rede ist dabei von rund 7000 Personen und 1100 Adressen", hieß es.

Lockdown im Kreis Gütersloh (NRW): Regierung fordert Aufhebung des Beherbergungsverbot 

Update, 6. Juli, 20.28 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann machte am Montagabend deutlich, dass die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen nach der gerichtlichen Aufhebung der strengen Auflagen zur Eindämmung des Coronavirus für den Kreis Gütersloh keine gesonderten neuen Maßnahmen verfügen wird - auch nicht für einzelne Gemeinden. Es sei nicht zu einem Übertritt der Infektionen auf die übrige Bevölkerung des Kreises Gütersloh gekommen. Angesichts dessen erwartet die Regierung auch, "dass nunmehr auch alle Beherbergungsverbote in Urlaubsorten aufgehoben werden".

Update, 6. Juli, 19.01 Uhr: „Die aktuellen Zahlen belegen, dass es nach Coesfeld auch in Gütersloh gelungen ist, einen größeren Ausbruch durch konsequente und schnelle Maßnahmen einzudämmen“, sagt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann in einer Pressemitteilung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales in NRW. „Die aktuell in Gütersloh verordneten Maßnahmen waren Vorsichtsmaßnahmen, die solange gelten sollten, bis ein möglicher flächendeckender Eintrag in die Gesamtbevölkerung ausgeschlossen werden kann."

In der Mitteilung spricht die Landesregierung von NRW den Bewohnern im Kreis Gütersloh "ihren Dank aus für die breite Akzeptanz der Vorsichtsmaßnahmen und die überwältigende Beteiligung an den flächendeckenden Testungen". Auch der Landrat vom Kreis Gütersloh, Sven-Georg Adenauer, zeigt sich erfreut: „Die Zeit der Stigmatisierung ist nun hoffentlich vorbei. Die Menschen im Kreis Gütersloh haben sich in Disziplin und Geduld geübt, dafür bedanke ich mich ausdrücklich.“

Lockdown im Kreis Gütersloh (NRW): Hygienekonzept bei Tönnies nach Ausbruch des Coronavirus

Update, 6. Juli, 18.18 Uhr: Gegen den Lockdown im Kreis Gütersloh hat eine Firma mit Sitz in Oelde im Kreis Warendorf, die im Kreis Gütersloh unter anderem in Schloß Holte-Stukenbrock und Versmold Spielhallen betreibt, geklagt. In diesen Städten gab es kaum Corona-Infizierte, die in Kontakt zur Fleischfabrik bei Tönnies standen - am Montagnachmittag hat ein Gericht dem Unternehmen Recht gegeben und den Lockdown als "nicht mehr verhältnismäßig" bezeichnet.

Update, 6. Juli, 17.54 Uhr: Nach der Aufhebung des Lockdowns im Kreis Gütersloh gibt es Neuigkeiten von Tönnies: Die Beratungen über ein Hygienekonzept für die schrittweise Wiederaufnahme des Betriebs nach dem Corona-Ausbruch sollen zeitnah fortgesetzt werden. Die bisherigen Gespräche seien konstruktiv verlaufen, sagte ein Sprecher der Bezirksregierung Detmold am Montag

Update, 6. Juli, 16.22 Uhr: Bis in die Nacht zum Mittwoch sollten die strengen Corona-Auflagen für die Menschen im Kreis Gütersloh gelten. Eigentlich. Jetzt hat ein Gericht die Regel gekippt.

Lockdown im Kreis Gütersloh (NRW): Gericht kippt Corona-Beschränkungen

Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht hat die Corona-Beschränkungen für das öffentliche Leben im Kreis Gütersloh vorläufig außer Vollzug gesetzt. Das Land NRW hätte nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies inzwischen eine differenziertere Regelung erlassen müssen - ein Lockdown für den ganzen Kreis sei nicht mehr verhältnismäßig, teilte das Gericht am Montag mit. Die Entscheidung ist rechtskräftig.

Die regionale Verordnung der Landesregierung zum Lockdown wäre in der Nacht zum Mittwoch um 00.00 Uhr ausgelaufen. Bislang war es ungewiss, ob die Landesregierung den Lockdown noch einmal verlängern würde oder nicht. Die Entscheidung des Gerichts hat der Regierung dies nun abgenommen.

Coronavirus im Kreis Gütersloh (NRW): Laschet wirbt für gezielte Hotspot-Strategie

Update, 6. Juli, 14 Uhr: Ministerpräsident Armin Laschet hat in der CDU-Spitze für eine gezielte Hotspot-Strategie im Kampf gegen das Coronavirus geworben, wie sie nach dem Massenausbruch bei Tönnies im Kreis Gütersloh Anwendung fand. Es solle mehr regionale Differenzierung bei möglichen Maßnahmen gegen das Auftreten von Infektionen an Hotspots geben, sagte Laschet nach Informationen aus Teilnehmerkreisen in einer letzten Videoschalte vor der Sommerpause.

Update, 6. Juli, 13.45 Uhr: Wie geht es im Kreis Gütersloh weiter? Noch bis Dienstag gelten dort die wiederverschärften Lockdown-Regeln. Die Infektionszahlen sprechen für ein Ende des regionalen Lockdowns

Im Kreishaus in Gütersloh tagen seit dem Morgen Vertreter des Unternehmens Tönnies und der zuständigen Fachbehörden. Beraten wird ein Hygienekonzept, das der Fleischkonzern vorgelegt hat und dasVoraussetzung für die schrittweise Wiederaufnahme des Betriebes ist. Der Kreis Gütersloh teilte mit, dass es sich bei dem Treffen um einen internen Termin handele; eine Pressekonferenz werde es im Anschluss nicht geben. Vorab hatte der Landrat des Kreises Gütersloh, Sven-Georg Adenauer, dem WDR gesagt, das Konzept beantworte "bei Weitem nicht alle Fragen, die geklärt werden müssen." Er rechne nicht damit, dass der Betrieb schnell wieder anlaufe. Die Stadt Rheda-Wiedenbrück hatte die Schließungsverfügung für die Fleischfabrik bis zum 17. Juli verlängert. 

Update, 6. Juli, 12.36 Uhr: Steht das Ende des Lockdowns im Kreis Gütersloh bevor? Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner im Kreis Gütersloh weiter gesunken.

Coronavirus im Kreis Gütersloh (NRW): Fällt jetzt die Entscheidung zur Aufhebung des Lockdowns?

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Montag liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz mittlerweile bei 50,5. Am Vortag lag diese Infektions-Kennziffer noch bei 56,0 und am Freitag bei 76,6. Zum Höhepunkt des Corona-Ausbruchs bei Tönnies lag der Wert bei 270,2. Als Grenzwert für das Ende der regionalen Kontaktbeschränkungen im Kreis gilt der Wert 50.

Nach der Ausbreitung des Coronavirus bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück hatte es die ersten regionalen Einschränkungen des öffentlichen Lebens in den Kreisen Gütersloh und Warendorf gegeben. Im Kreis Gütersloh gelten sie bis einschließlich 7. Juli.

Im Kreis Warendorf, in dem ebenfalls viele Tönnies-Mitarbeiter wohnen, war die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage bereits unter den Grenzwert von 50 gefallen. 

Coronavirus in Kreis Gütersloh (NRW): Zahl der Neuinfektionen sinkt

Update, 2. Juli, 12.28 Uhr: Nach dem Corona-Ausbruch bei Tönnies ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner im Kreis Gütersloh zuletzt weiter gesunken. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Donnerstag liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz nun bei 76,4. Am Vortag lag dieser Wert bei 78,0, am Dienstag bei 86,0 und am Dienstag vergangener Woche noch bei 270,2. Demnach sank diese Infektions-Kennziffer zuletzt etwas langsamer.

Die Einschränkungen im Kreis Gütersloh gelten noch bis zum 7. Juli. Im Kreis Warendorf, in dem ebenfalls viele Tönnies-Mitarbeiter wohnen, war die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage bereits am Freitag unter den Grenzwert von 50 gefallen.

Coronavirus im Kreis Gütersloh (NRW): Weitere Strafanzeigen gegen Tönnies

Update, 1. Juli, 15.25 Uhr: Dass der Schlachtbetrieb von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück im Kreis Gütersloh (NRW) weiter geschlossen bleibt, sorgt für große Probleme bei den Schweinemästern.

Update, 1. Juli, 15.03 Uhr: Nach dem Corona-Ausbruch in Deutschlands größtem Schlachtbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück (Kreis Gütersloh/NRW) sind bei der Staatsanwaltschaft Bielefeld weitere Strafanzeigen eingegangen. "Wir liegen jetzt im zweistelligen Bereich", sagte Oberstaatsanwalt Martin Temmen am Mittwoch. "Tendenz steigend." 

Bereits Mitte Juni direkt nach dem Ausbruch lagen fünf Anzeigen vor. Darunter war auch eine der Bielefelder Bundestagsabgeordneten Britta Haßelmann (Grüne). Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Unbekannt wegen des Anfangsverdachts auf fahrlässige Körperverletzung und Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

Coronavirus im Kreis Gütersloh (NRW): Landrat wirbt um Verständnis für Lockdown-Verlängerung

Update, 30. Juni, 20.16 Uhr: Angesichts der Verlängerung des regionalen Lockdowns im Kreis Gütersloh um eine Woche hat Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) um Verständnis geworben. "Wir brauchen noch ein bisschen Geduld", sagte Adenauer am Dienstag in Gütersloh. 

Der Kreis Gütersloh hat etwa 362.000 Einwohner. Der Landrat verwies darauf, dass die wichtige Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage von sehr hohen Werten auf nunmehr 86 am Dienstag zurückgegangen ist. Dies verdeutliche, dass der am vergangenen Mittwoch in Kraft getretene Lockdown Ergebnisse gebracht habe. Die Einschränkungen seien noch etwas verlängert worden, weil der Grenzwert von 50 bei dieser sogenannten Sieben-Tages-Inzidenz noch nicht erreicht ist. 

Der Kreis kritisierte zudem in einer Mitteilung vom späten Dienstagnachmittag Subunternehmer in der Fleischindustrie für eine unzureichende Versorgung von Beschäftigen, die in Quarantäne sind. Diese müsse besser werden, sagte Adenauer (CDU) laut Mitteilung. Die Subunternehmer seien für die Versorgung der Beschäftigten zuständig und hätten diese zugesagt. Doch nun seien 60 Einsatzkräfte vom Deutschen Roten Kreuz, den Maltesern, den Johannitern und des THWs deshalb im Dauereinsatz. 

Coronavirus im Kreis Gütersloh (NRW): Zweimal wöchentlich Tests für Schlachthof-Mitarbeiter

Update, 30. Juni, 19.42 Uhr: Ab Mittwoch müssen die Betriebe in der Fleischindustrie in NRW ihre Mitarbeiter zweimal in der Woche auf das Corona-Virus testen lassen. Das schreibt eine Allgemeinverfügung des Landes Nordrhein-Westfalen vor. Von der Vorgabe des Landesgesundheits- und -Arbeitsministeriums, die ab dem 1. Juli gilt, sind Betriebe mit mehr als 100 Beschäftigten betroffen. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Unternehmen nur eigene Arbeiter unter Vertrag hat oder Werksarbeiter

Grund für die Anordnung sind die erhöhten Corona-Infektionszahlen bei Beschäftigen in einem Schlachtbetrieb der Firma Westfleisch in Coesfeld und zuletzt bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück. Die Infektionsherde hatten zu Einschränkungen des öffentlichen Lebens in den Kreisen Coesfeld, Gütersloh und Warendorf geführt.

Coronavirus im Kreis Gütersloh (NRW): So kontrolliert Österreich Touristen

Update, 30. Juni, 18.33 Uhr: Österreich hat das Verfahren zur Kontrolle von Reisenden aus dem Kreis Gütersloh in NRW präzisiert. Die regionalen Gesundheitsbehörden kontrollierten gemeinsam mit der Polizei in Grenznähe und an Flughäfen die Einhaltung der Einreisebestimmungen, teilte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums mit. 

Für die Einreise nach Österreich ist für Menschen aus dem Kreis Gütersloh derzeit ein negativer Corona-Test vorgeschrieben. In Grenznähe werde stichprobenartig durch mobile Teams kontrolliert. Liege kein Gesundheitszeugnis vor, müsse die Person in 14-tägige selbstüberwachte Quarantäne, die selbst zu organisieren sei und deren Kosten selbst zu tragen seien, hieß es. Wenn jemand keine Möglichkeit zur selbstüberwachten Quarantäne in einer geeigneten Unterkunft habe, dürfe er nicht einreisen

Coronavirus im Kreis Gütersloh (NRW): Schalke-Klub-Boss Tönnies tritt zurück

Update, 30. Juni, 15.43 Uhr: Nach dem Massenausbruch des Coronavirus im Kreis Gütersloh ist Schalke-Klub-Boss Clemens Tönnies von seinen Ämtern bei Königsblau zurückgetreten. Tönnies war auch bei den Fans des Fußballvereins massiv in Kritik geraten.

Seit 1994 war Tönnies Mitglied des Schalker Aufsichtsrats. Seit 2001 wurde er zu dessen Vorsitzenden befördert. Im vergangenen Jahr sorgte Tönnies mit rassistischen Äußerungen für Aufsehen. 

Update, 30. Juni, 15.11 Uhr: Ministerpräsident Armin Laschet sagt, dass NRW bisher gut durch die C orona-Krise gekommen sei. 

Für die Zukunft äußerte sich Laschet auch mit Blick auf den lokalen Corona-Ausbruch beim Fleischerzeuger Tönnies in Rheda-Wiedenbrück im Kreis Gütersloh zurückhaltend: "Wir werden noch viele Ausbrüche wie Gütersloh erleben, die man nicht kalkulieren kann. Wir müssen mit dieser Pandemie leben, bis ein Impfstoff oder ein Medikament gefunden wurde." Das mahne zur Vorsicht, sagt dpa.

Update, 30. Juni, 11.14 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Gütersloh ist erstmals seit mehreren Wochen wieder zweistellig. Er beträgt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts am Dienstag 86,0 pro 100.000 Einwohner. Vor noch einer Woche lag der Wert im Kreis Gütersloh (NRW) bei 270,2.

Mit 86 liegt der Wert aber immer noch weit über dem Grenzwert von 50, der bundesweit in der Diskussion um zusätzliche Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie eine Rolle spielt.

Coronavirus im Kreis Gütersloh (NRW): Neue Regeln für den Lockdown?

Update, 30. Juni, 10.58 Uhr:  NRW-Ministerpräsident Armin Laschet kritisiert die Fleischindustrie scharf: Der Tierschutz werde eingehalten, der Menschenschutz jedoch nicht. 

Die schwierige Nachverfolgung, welche Mitarbeiter von Tönnies wo wohnen, hatte die Situation in den beiden Lockdown-Kreisen Gütersloh und Warendorf verschärft. Auch die benachbarten Kreise wie Unna und Soest, sowie die Großstädte Hamm und Bielefeld verfügten erst spät über die wichtigen Informationen.

Update, 30. Juni, 6.55 Uhr: Laschet hat gestern den Lockdown für der Kreis Gütersloh verlängert - Kreis Warendorf kann aufatmen. Allerdings kündigte der Ministerpräsident von NRW auch an, in Zukunft mit seinen Landes-Kollegen noch einmal darüber zu sprechen, bei einem Lockdown nicht ganze Kreise "heraus zu nehmen", sondern "die Orte, wo wirklich Gefahr besteht". Dieser Schritt soll folgen, wenn die aktuelle Krise in der Region vorüber ist.

Zuspruch dafür erhielt er von dem Landrat des Kreises Warendorf (NRW), Olaf Gericke: "Bund und Land müssen darüber nachdenken, ob es nicht Sinn macht, die Regelungen zu präzisieren, wo genau ein Lockdown verhängt werden soll." Sein Kreis umfasse 13 Städte und Gemeinden - "und in fünf gibt es keine einzige Infektion", sagte Gericke. Eine Präzisierung der Maßnahmen im Lockdown würde seiner Ansicht nach auch zu mehr Akzeptanz bei der Bevölkerung führen.

Corona-Lockdown im Kreis Gütersloh: Bald neue Regelungen?

Auch die Opposition in NRW unterstützt das Vorhaben von Armin Laschet: Thomas Kutschaty (SPD) stellte in der "Neuen Westfälischen die Frage, "ob es wirklich sinnvoll ist, solche Maßnahmen gleich in einem ganzen Kreisgebiet in Kraft zu setzen, wenn man weiß, dass Teile der beiden ausgedehnten Kreise überhaupt nicht betroffen sind."In diesem Zusammenhang forderte er, in Zukunft "deutlich flexibler" bei einem Ausbruch des Coronavirus zu reagieren. "Das kann man aber nur, wenn mehr getestet wird, um zu wissen, wo Infizierungen stattfinden."

Update, 29. Juni, 18.38 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, die von Bund und Ländern abgesprochene Regelung für einen sogenannten Lockdown zu verändern. 

Man müsse noch einmal darüber sprechen, nicht ganze Kreise "heraus zu nehmen", sondern "die Orte, wo wirklich Gefahr besteht", sagte Laschet am Montag in Düsseldorf. "Das werden wir einmal mit den anderen Ländern, wenn die Krise vorbei ist, erörtern", sagte er mit Blick auf die Lage in Gütersloh

Corona-Lockdown: Im Kreis Warendorf nur einzelne Städte und Gemeidenen mit Infizierten

Laschet bezog sich konkret auf Städte und Gemeinden im Kreis Warendorf, die aktuell keine Infektionen haben - und dennoch vom Lockdown betroffen waren. Auch der Landrat des Kreises Warendorf, Olaf Gericke, sagte: "Bund und Land müssen darüber nachdenken, ob es nicht Sinn macht, die Regelungen zu präzisieren, wo genau ein Lockdown verhängt werden soll." 

Sein Kreis umfasse 13 Städte und Gemeinden - "und in fünf gibt es keine einzige Infektion." Eine Präzisierung würde seiner Ansicht nach auch zu mehr Akzeptanz bei der Bevölkerung führen.

Update, 29. Juni, 16.40 Uhr: Es sind die Nachrichten des Tages für NRW: Der Lockdown wird im Kreis Gütersloh um eine Woche verlängert. Der Lockdown für den Kreis Warendorf läuft in der Nacht zu Mittwoch (um Mitternacht) aus. 

In der Pressekonferenz zur Corona-Situation in NRW und insbesondere in den Kreisen Gütersloh und Warendorf hat NRW-Arbeitsminister Kar-Josef Laumann (CDU) sich auch zur Zukunft der Arbeit in Schlachthöfen geäußert.

Corona-Hotspots Gütersloh und Warendorf: Laumann will Arbeitsschutz-Kontrollen in Schlachthöfen

Er will große Schlachthöfe ständig durch den Arbeitsschutz kontrollieren lassen. Bei den Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in den Schlachthöfen müssten die gleichen Regeln wie beim Tierschutz gelten, sagte Laumann am Montag in Düsseldorf. 

Für den Tierschutz und andere wichtige Aufgaben seien Tiermediziner zuständig, die nicht beim Unternehmen angestellt seien. Für ihre Arbeit müssten die Firmen Gebühren an den Staat zahlen. Er wolle, dass dies auch beim Arbeitsschutz eingeführt werde und die Schachthöfe "ständig den Arbeitsschutz in der Bude haben", sagte Laumann. 

Der Arbeitsschutz hat in den Schlachthöfen nach Laumanns Darstellung Probleme bei den Kontrollen. Wenn die Kontrolleure in einen großen Betrieb wollten, dann dauere das fast eine Stunde, bis sie in der Produktion seien. Das müsse sich ändern. Er lasse gerade prüfen, ob dazu eine landesrechtliche Regelung möglich sei oder der Bundesgesetzgeber aktiv werden müsse.

Corona-Hotspots: Lockdown im Kreis Gütersloh verlängert, im Kreis Warendorf nicht

Update, 16.14 Uhr: Ein Termin für die Wiedereröffnung des Tönnies-Schlachthofs ist noch nicht absehbar. Das machte der Gütersloher Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) am Montag in einer Pressekonferenz deutlich. 

Man werde den Betrieb erst wieder erlauben, wenn keine Gefährdung für die Bevölkerung mehr ausgehe. Die Firma Tönnies habe bis dahin noch "viele Hausaufgaben zu erledigen", sagte Adenauer in Düsseldorf. Auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hatte zu Beginn der Pressekonferenz gesagt, dass der Betrieb geschlossen bleibe (siehe Update, 15.07 Uhr).

Warendorfs Landrat Olaf Gericke antwortete auf die Frage, ob er die Rechnung für die Corona-Tests an Clemens Tönnies schicken werde, oder der Steuerzahler dafür aufkommen müsse: "Alle Kosten, die nicht von Dritten übernommen werden und die sonst bei der Kreisverwaltung hängen bleiben würden, die packe ich in einen großen Umschlag und schicke ihn nach Rheda-Wiedenbrück."

Olaf Gericke (CDU), Landrat des Kreises Warendorf, spricht auf einer Pressekonferenz. Die Landesregierung berichtet über die aktuelle Lage und Maßnahmen im Rahmen der Corona-Virus-Pandemie.

Corona-Hotspots: Lockdown wird für Kreis Gütersloh verlängert, für Kreis Warendorf aufgehoben

Update, 15.54 Uhr: Der Lockdown wird im Kreis Gütersloh verlängert. Im Kreis Warendorf wird er aufgehoben. Wir fassen hier das Wichtigste aus der Pressekonferenz von Armin Laschet, NRW-Ministerpräsident, Karl-Josef Laumann, NRW-Gesundheitsminister, Sven-Georg Adenauer, Landrat des Kreises Gütersloh, sowie Olaf Gericke, Landrat des Kreises Warendorf, zusammen: 

Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies bleibt das öffentliche Leben im Kreis Gütersloh für eine weitere Woche bis zum 7. Juli eingeschränkt. Für den Nachbarkreis Warendorf dagegen laufen Einschränkungen um 0 Uhr in der Nacht zu Mittwoch aus.

Corona-Hotpots: Diese Zahlen teilte das Robert-Koch-Institut für Kreise Gütersloh und Warendorf mit

Das Robert Koch-Institut hatte in der Nacht zu Montag neue Zahlen zur sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz veröffentlicht. Demnach liegt die im Kreis Gütersloh die Kennziffer der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage noch deutlich über der Marke von 50

Demnach setzte sich nach sehr hohen Werten durch den Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies der Abwärtstrend fort. Laut den jüngsten RKI-Daten gab es im Kreis Gütersloh nun 112,6 solche Fälle innerhalb der vergangenen sieben Tage nach zuvor 132,9 am Sonntag und 164,2 am Samstag. Am Dienstag hatte dieser Wert noch 270,2 betragen. Der Kreis Gütersloh ist nach den RKI-Zahlen weiterhin der einzige Kreis in ganz Deutschland oberhalb der wichtigen Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage. 

Corona-Hotspots: Das ist die Sieben-Tage-Inzidenz für den Kreis Warendorf

Im Kreis Warendorf, in dem ebenfalls viele Tönnies-Mitarbeiter wohnen, war die wichtige Kennziffer für die Pandemie-Bekämpfung schon am Freitag mit 47,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen unter die wichtige Marke von 50 gefallen. Nach Daten von Montag liegt der Wert aktuell bei 22,0 Fällen.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hatte den Lockdown für den Kreis Gürtersloh vor einer Woche noch einmal verlängert. Die regionalen Beschränkungen gelten bis zum 7. Juli. Noch steht nicht fest, ob das Ende des Lockdowns bevorsteht.

Update, 15.34 Uhr: Laschet äußert sich auf Journalisten-Nachfrage noch einmal. Das Virus sei allgemein im Kreis Gütersloh nicht verbreitet. Sein Appell geht an alle, die Stigmatisierung der Bürger aus dem Kreis Gütersloh einzustellen. Menschen aus Gütersloh sollen in deutschen Urlaubsregionen willkommen sein, sofern sie einen negativen Corona-Test vorlegen können, fordert Laschet erneut.

Corona-Hotspots: Lockdown im Kreis Gütersloh verlängert - im Kreis Warendorf wird er aufgehoben

Update, 15.28 Uhr: Auch der NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann äußert sich im Pressebriefing zur Lage der Region in Sachen Corona. Das Infektionsgeschehen sei "äußerst optimistisch", wenn man Tönnies ausklammere. Deswegen werde er dem Kabinett vorschlagen, dass die Corona-Schutzverordnung für das gesamte Land um zwei Wochen (bis zum 15. Juli) verlängert werden soll - mit allen geltenden Regeln zur Maskenpflich t, zum Abstandhalten und zur Hygiene.

Update, 15.21 Uhr: Der Landrat des Kreises Gütersloh betont, dass man sich der Verantwortung bewusst sei. Die Verlängerung des Lockdowns im Kreis Gütersloh sei richtig. Er dankt der Bevölkerung für das Verständnis. 

Sven-Georg Adenauer (CDU), Landrat des Kreises Gütersloh, während der Pressekonferenz. Die Landesregierung berichtet über die aktuelle Lage und Maßnahmen im Rahmen der Corona-Virus-Pandemie. Adenauer sagte, die Verlängerung des Lockdowns für seinen Landkreis sei verantwortungsvoll und richtig.

Der Landrat des Kreises Warendorf, Olaf Gericke, zeigt sich erleichtert darüber, dass der Lockdown für seinen Kreis aufgehoben wird. Auch er dankt allen Beteiligten - der Bevölkerung für Verständnis und Geduld, sowie allen Helfern für ihren Einsatz. 

Corona-Hotspots Kreise Gütersloh und Warendorf: Entscheidung über Lockdown

Update, 15.19 Uhr: Die Lockdown-Maßnahmen im Kreis Warendorf werden nicht verlängert. Im Kreis Gütersloh wird der Lockdown um eine Woche verlängert - "aus Vorsicht", so Laschet.

Update, 15.17 Uhr: Das Infektionsgeschehen konnte laut Laschet gut eindämmt werden. Im Kreis Warendorf sei kein Übersprung des Virus aus dem Tönnies-Umkreis auf die Bevölkerung festzustellen - in Gütersloh sei nur ein leichter Eintrag in die Bevölkerung festzustellen gewesen.

Corona-Hotspots Kreise Gütersloh und Warendorf: Tests eine "logistische Meisterleistung"

Update, 15.15 Uhr: 14.321 Tests sind im Kreis Gütersloh durchgeführt worden. 3007 Befunde stehen noch aus.

Update, 15.12 Uhr: "Ein solches Bild hat es in Deutschland noch nicht gegeben", so Laschet über die beispiellose Testreihe der vergangenen Tage in den Kreisen Gütersloh und Warendorf. "Das war eine logistische Meisterleistung", so Laschet.

Update, 15.10 Uhr: Es bleibt laut Laschet bei der Linie des Landes NRW: Es werde nicht in Schnellschüssen entschieden, wenn für so viele Menschen die Grundrechte eingeschränkt werden. Es werde mit zahlreichen Wissenschaftlern und Institutionen gesprochen und dann über Maßnahmen entschieden. 

Corona-Hotspots: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet fasst Maßnahmen zusammen

Update, 15.07 Uhr: Laut Armin Laschet wird der Betrieb von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück weiterhin geschlossen bleiben. Laschet blickt in seinem Statement auch auf alle Maßnahmen zurück, die nach dem massenhaften Corona-Ausbruch ergriffen wurden - inklusive Lockdown für die Kreise Gütersloh und Warendorf.

Update, 15.06 Uhr: Wird der Lockdown für die Kreise Gütersloh und Warendorf verlängert oder aufgehoben? Die Pressekonferenz dazu beginnt jetzt.

Update, 14.46 Uhr: Endet der Corona-Lockdown in den NRW-Kreisen Gütersloh und Warendorf heute? Die gemeinsame Pressekonferenz von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, Landrat des Kreises Gütersloh, Sven-Georg Adenauer, und Landrat des Kreises Warendorf, Olaf Gericke, beginnt gleich um 15 Uhr. 

Erwartet wird eine Entscheidung, ob der Lockdown in den Kreisen Gütersloh und Warendorf beendet oder verlängert wird. Wir berichten hier fortlaufend aktuell.

Corona-Hotspots Kreise Gütersloh und Warendorf: Lockdown rechtmäßig

Übrigens ist der derzeit eingeschränkt geltende Lockdown im Kreis Gütersloh rechtmäßig. Das hat das Oberverwaltungsgericht des Landes NRW am Montag in Münster entschieden. 

Ein Bewohner der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock hatte die Überprüfung einer Landesverordnung verlangt. Die Regionalverordnung ist nach dem Corona-Ausbruch in einem Schlachtbetrieb der Firma Tönnies in Rheda-Wiedenbrück in Kraft getreten und gilt im ganzen Kreisgebiet bis zum 30. Juni. 

Corona-Hotspots: Antragsteller übt Kritik an Lockdown für Kreis Gütersloh

Der Antragsteller kritisiert, dass auch Städte wie sein Wohnort und Versmold, Borgholzhausen oder Halle in Westfalen betroffen sind, obwohl es dort keine oder kaum Infizierte gibt. Diese Ansicht teilt das OVG nicht. 

Wegen der Vielzahl der positiven Corona-Tests unter Mitarbeitern im Schlachtbetrieb bei Tönnies bestehe eine hinreichend konkrete Gefahr des Überspringens auf die übrige Bevölkerung. Das Land habe daher seinen Ermessensspielraum mit Schutzmaßnahmen für den gesamten Kreis nicht überschritten. 

Corona-Hotspots: Lockdown-Lockerungen in Gütersloh und Warendorf?

Gütersloh/Warendorf - Endet der Corona-Lockdown in den NRW-Kreisen Gütersloh und Warendorf schon heute?

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann sowie die Landräte der beiden betroffenen Kreise wollen sich um 15 Uhr in Düsseldorf zur Lage in der Region äußern. Es wird eine Entscheidung erwartet, wie es nach dem Coronavirus-Massenausbruch beim Schlachtkonzern Tönnies* in den beiden Kreisen weitergeht, schreibt WA.de*.

Corona-Hotspots: Wird der Lockdown in den Kreisen Gütersloh und Warendorf verlängert?

Bis Dienstag (30. Juni) muss eine Entscheidung fallen, ob der regionale Lockdown in den Kreisen Gütersloh und Warendorf* mit erneuten Einschränkungen im öffentlichen Leben ausläuft oder verlängert wird.

Der seit Mittwoch (24. Juni) geltende regionale Lockdown ist bis zum 30. Juni befristet.

Corona in Gütersloh: RKI-Zahlen machen wenig Hoffnung auf Lockerungen

Kurz vor der Entscheidung über das Auslaufen oder Verlängern des regionalen Lockdowns gibt es Lichtblicke in der Region. Allerdings liegt der besonders stark vom Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies betroffene Kreis Gütersloh bei einer wichtigen Kennziffer in der Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie noch zu hoch - trotz einer weiter sinkenden Tendenz.

Deshalb scheint bisher für den Kreis Gütersloh auch eine Verlängerung des regionalen Lockdowns um einige wenige Tage nicht ausgeschlossen zu sein. Nach Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) von Montag gab es im Kreis Gütersloh 112,6 solche Fälle innerhalb der vergangenen sieben Tage nach zuvor 132,9 am Sonntag und 164,2 am Samstag. Am Dienstag hatte dieser Wert noch 270,2 betragen.

Coronavirus: Kreis Warendorf seit Tagen unter Grenzwert

Im benachbarten Kreis Warendorf bewegt sich die sogenannte Sieben Tage-Inzidenz hingegen schon seit Tagen deutlich unter der entscheidenden Marke von 50, die in der Diskussion um Schutzmaßnahmen sowie der Bundesländern eine Rolle spielt.

Mit Mundschutz besucht NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) ein Corona-Testzentrum in Oelde (Kreis Warendorf).

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte am Samstag erklärt, dass nach der Auswertung von erwarteten weiteren Tausenden Testergebnissen eine Entscheidung zu den Einschränkungen in der Region getroffen werden solle.

Corona-Hotspots in NRW: 640.000 Menschen betroffen

Die erneuten Einschränkungen waren in den Kreisen Gütersloh und Warendorf am Mittwoch (24. Juni) in Kraft getreten. Betroffen sind rund 640.000 Einwohner. Im öffentlichen Raum dürfen nur noch zwei Menschen oder Menschen aus einem Familien- oder Haushaltsverbund zusammentreffen.

Eine Reihe von Freizeitaktivitäten soll unterbleiben. Museen, Kinos, Fitnessstudios und Hallenschwimmbäder müssen geschlossen bleiben. Kitas ebenfalls. Vertreter der Kreise sprachen von einem "Lockdown light", da Geschäfte und Restaurants weiter öffnen dürften.

Coronavirus im Kreis Gütersloh: Mehr Infektionen ohne Tönnies-Bezug

Nach dem großen Corona-Ausbruch in einem Tönnies-Fleischbetrieb im Kreis Gütersloh (Aldi, Lidl, Rewe: In diesen Produkten steckt Fleisch von Tönnies)* sehen die Behörden in NRW bisher keine Anzeichen dafür, dass sich das Coronavirus in größerem Umfang in der Bevölkerung verbreitet hat.

Der Kreis Gütersloh berichtete am Samstagabend, die Zahl der nachweislich mit Sars-Cov-2 Infizierten, die keinen direkten Bezug zur Tönnies-Belegschaft haben, sei zuletzt zwar merklich angestiegen. Der Grund seien aber wohl vor allem die deutlich umfangreicheren Tests. Viele der Infizierten zeigten keine Symptome.

Coronavirus in NRW: Hoffnung im Kreis Warendorf

Vom 21. bis 27. Juni sind demnach 107 Fälle in der übrigen Bevölkerung des Kreises Gütersloh bekannt geworden. Das sind 32 mehr als am Vortag berichtet. Ein gutes Zeichen sei, dass es kein Anstieg der Erkrankten gebe, erläuterte der Kreis in einer Mitteilung vom Sonntag.

Der Kreis Warendorf sieht nach dem Ausbruch bei Tönnies bisher keine Anzeichen für eine Ausbreitung des Virus unter der übrigen Bevölkerung.

Coronavirus bei Tönnies: Mehr als 1500 Mitarbeiter infiziert

Mehr als 1500 Tönnies-Mitarbeiter waren nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Das hatte umfangreiche Schutzmaßnahmen von einer Quarantäne für Tausende Menschen bis hin zur Schließung von Schulen und Kitas in der Region geführt. Es gab einen großen Andrang auf die Corona-Testungen.

Im Kreis Gütersloh gab es einen großen Andrang auf die Corona-Testungen.

Viele Menschen, die in den Urlaub fahren wollen, standen stundenlang Schlange, um ein Testergebnis wegen möglicher Vorgaben in einigen deutschen Urlaubsregionen vorweisen zu können. - *WA.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © David Inderlied/dpa

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