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Booster-Impfung: Probleme beim Nachweis mit der App? Das können Sie tun

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Von: Daniel Schinzig

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Wer geboostert ist, braucht bei 2G-plus keinen Test vorzuweisen. Als Nachweis der dritten Corona-Impfung wird häufig die App genutzt. Doch es gibt Probleme.

Hamm - Das Leben ist so einfach, wenn man geboostert ist. Orte, an denen in NRW 2G-plus gilt, können nach der Auffrischungsimpfung ohne negativen Corona-Test betreten werden. Und da man es sich ja gerne so einfach wie möglich macht, kann man seinen Impfstatus ja auch schnell per App nachweisen. Das Smartphone hat man ja schließlich eh immer dabei. Aber bei einigen Geboosterten könnte die App nun Probleme bereiten. Doch auch dafür gibt es eine Lösung.

BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
HauptstadtDüsseldorf
Einwohner17,93 Millionen

Booster-Impfung: Nachweis per App bereitet Probleme

Aber erst einmal: Unter welchen Umständen kann es zu Zickereien beim digitalen Booster-Nachweis kommen? Nicht jeder Geboosterte hat den klassischen Weg hinter sich und wirklich eine dritte Spritze bekommen. Denn bei einigen Menschen galt schon Spritze Nummer 2 als Auffrischung.

Wer eine Infektion mit dem Coronavirus überstanden hat und als Genesen gilt, brauchte nur eine Impfung für die Grundimmunisierung. Dementsprechend war die zweite Impfung bereits der Booster. Gleiches gilt für alle, die bei ihrer Impfung mit dem Janssen-Impfstoff versorgt wurden. Denn von dem war nur eine Dosis notwendig.

Diese beiden Szenarien machen der App CovPass und der Corona-Warn-App nun Probleme. Während bei vielen Geboosterten angezeigt wird, dass sie drei von drei Impfungen erhalten haben, sind es bei Genesenen und Janssen-Geimpften „nur“ zwei von zwei. Somit ist bei dieser Gruppe kein Unterschied zu erkennen zu all jenen, die zwei Impfungen für die Grundimmunisierung brauchten und noch nicht geboostert sind.

Probleme bei App-Nachweis der Booster-Impfung: Was man tun kann

Der Apothekerverband Westfalen-Lippe e.V. hat Lösungen für diese Problematik parat: So soll man als Geimpfter, der zunächst mit dem Janssen-Vakzin versorgt und dann mit einem mRNA-Impfstoff geboostert wurde, in der App einfach auch die erste Impfung vorzeigen. Dazu einfach auf den QR-Code tippen, damit der Impfstatus angezeigt wird. Hier findet sich der Hinweis, dass es sich bei der ersten Injektion um „Impfung 1 von 1“ handelt. Damit ist klar, dass mit nur einer Dosis die Grundimmunisierung erreicht wurde und die zweite Dosis bereits der Booster war.

Genesenen rät der Apothekerverband wiederum, zusätzlich zum Impfzertifikat auch das Genesenenzertifikat vorzulegen. Somit sollte die Sache schnell geklärt sein. Aber hier gilt zu beachten: Die Covid-Erkrankung muss in dem Fall nach einer vollständigen Impfung erfolgt und darf nicht älter als drei Monate her sein. Aktuell wird an einer Lösung gearbeitet, damit auch in diesen beiden Fällen der Booster-Nachweis direkt in der App erkennbar ist.

Das Logo der CovPass-App ist neben einem Impfbuch auf einem Smartphone zu sehen.
Mitunter kann die CovPass-App bei Geboosterten Probleme machen. © Oliver Berg / dpa

Erst kürzlich wurden die Corona-Regeln in NRW verschärft. Jetzt fragen sich viele Menschen, wo überhaupt welche Maßnahmen gelten und an welchen Orten zusätzlich zur Impfung noch ein Test notwendig ist. Eine neue Studie aus England könnte neuen Schwung in den Kampf gegen die Pandemie bringen und vielleicht sogar für neue Impfstoffe sorgen. *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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