Endlich wieder ins Stadion?

Corona-Pandemie: Stufenplan soll Sport-Events und Konzerte ermöglichen

Die Veranstaltungsbranche ist besonders stark von der Pandemie betroffen. Vertreter von Sport und Kultur wollen Veranstaltungen jetzt wieder ermöglichen.

Deutschland – Viele Menschen sehnen sich danach, endlich mal wieder in ein Konzert zu gehen oder den Lieblingsverein im Stadion anzufeuern. Wenn es nach den Veranstaltern geht, soll das bald wieder möglich sein. Vertreter von Sport und Kultur haben einen Stufenplan entwickelt, der Besuche von Großveranstaltungen während der Corona-Pandemie* sicherer machen könnte, berichtet RUHR24.de*.

Großevents trotz Corona: Wissenschaft, Sport und Kultur wollen wieder Zuschauer zulassen

Der entsprechende Drei-Stufen-Plan wurde als gemeinsames Papier von Wissenschaft, Sport und Kultur verfasst. Er soll es möglich machen, dass Zuschauer trotz der Corona-Krise an Großveranstaltungen teilnehmen können (alle Infos zum Coronavirus in NRW auf RUHR24.de*).

Von zahlreichen Wissenschaftlern aus den Bereichen Infektiologie und Virologie sowie vielen Verbänden und Veranstaltern wird das Papier unterstützt. Auch der Deutscher Fußball-Bund (DFB) wirkt dabei mit. Ebenso wird der Plan auch von Festivals wie Wacken oder Rock am Ring mitgetragen.

Rock am Ring 2019, ein Jahr vor Corona: Veranstalter aus Sport und Kultur legen jetzt Stufenplan zur Öffnung von Events vor. (Symbolbild)

Ziel des Leitfadens: Veranstaltungen während der Pandemie ermöglichen – nicht erst danach

Das Konzept soll erst am Montag vorgestellt werden, liege der Deutschen Presseagentur aber bereits vor, wie die Zeit berichtet. Als Ziel soll darin definiert sein, Breitenveranstaltungen und Spitzenveranstaltungen „unter relevanten Zusatzinvestitionen wieder zu den Zuschauern und Gästen zu transportieren“.

Denn, so soll es im Papier heißen, sei trotz der Impfungen „kein zeitnahes Ende der Verbreitung des Erregers in Sicht“. Wenn die Krankenhäuser weiter entlastet werden, sei aber eine weitere Einschränkung des öffentlichen Lebens und der Freiheit nicht gerechtfertigt.

Großveranstaltungen im Freien und in geschlossenen Räumen mit verschiedenen Hygienebedingungen

Wie die Zeit berichtet, geht der Leitfaden davon aus, dass in geschlossenen Räumen wie Sporthallen oder Theatern rund 25 bis 30 Prozent der Zuschauer wieder an den Veranstaltungen teilnehmen können. Neben Hygieneregeln wie dem Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und dem Einhalten von Mindestabständen soll es dazu auch Ausweiskontrollen und personalisierte Tickets geben. Zusätzlich sei auch ein Lüftungskonzept geplant.

An Veranstaltungen im Freien sollen hingegen sogar rund 40 Prozent der Zuschauer teilnehmen können. Die Maskenpflicht soll hier nicht an den Plätzen gelten. Alkohol soll bei größeren Veranstaltungen aber verboten werden. Auch für die An- und Abreise zu den Events soll es spezielle Konzepte geben, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren.

Veranstaltungen mit voller Auslastung: Stufe drei sieht Corona-Tests für Zuschauer vor

Um noch mehr Zuschauer zuzulassen (Stufe drei) wären laut Plan Antigen-Tests vor jedem einzelnen Event verpflichtend. Geplant ist dabei, dass Personen mit positivem Coronatests nicht eingelassen werden. Dazu soll es digitale Teststrategien geben.

Unter diesen Voraussetzungen sehen die Planer sogar die Möglichkeit, die Veranstaltungsorte voll auszulasten. Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) hat bereits angekündigt, dass es ab März mehr Selbsttests und Schnelltests* auch im freien Handel geben soll.

Zuschauer von Veranstaltungen während der Pandemie: keine Sonderrechte für Geimpfte

Weiter berichtet die Zeit, dass es bei keiner der Stufen geplant sei, zwischen geimpften und nicht geimpften Teilnehmern zu unterscheiden. Eine entsprechende Äußerung des Eventim-Chefs hatte im Vorfeld für Diskussionen* gesorgt.

Für den Amateursport sind grundsätzlich weniger strenge Vorgaben vorgesehen. Voraussetzung dafür ist aber, dass ausreichend Platz zu Verfügung steht, um Abstände eingehalten werden können. *RUHR24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Thomas Frey/dpa

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