Schutzverordnung geändert

Corona-Regeln in NRW: Diese Lockerungen gelten für Geimpfte und Genesene

Für Geimpfte und Genesene in Nordrhein-Westfalen gelten seit dem 3. Mai erste Lockerungen der Corona-Regeln. Ein Überblick:

Hamm - Wer in Nordrhein-Westfalen bereits seine Corona-Impfung erhalten hat oder eine Infektion mit dem Virus überstanden hat, kann sich über gelockerte Corona-Regeln freuen. Wie die Landesregierung jetzt mitgeteilt hat, gelten für Geimpfte und Genesene seit Montag, 3. Mai, erste Lockerungen. (News zum Coronavirus)

BundeslandNordrhein-Westfalen
HauptstadtDüsseldorf
Einwohner17,9 Millionen

Corona-Regeln in NRW: Diese Lockerungen gelten für Geimpfte und Genesene

Dafür hat das Land NRW seine Corona-Schutzverordnung überarbeitet. Das gilt jetzt für Geimpfte und Genesene:

  • Gleichstellung mit Getesteten (etwa bei „Click and Meet“, beim Friseur oder in Zoos);
  • keine Quarantäne-Pflicht nach Einreise aus einem Risikogebiet;
  • keine Testpflicht in Schulen.

Im Klartext heißt das: Im Einzelhandel, beim Friseur oder etwa in Zoos und Botanischen Gärten müssen Geimpfte und Genesene keinen negativen Schnelltest mehr vorweisen. Eigentlich besteht dort durch die Notbremse aktuell nur Zutritt mit einem höchstens 24 Stunden alten negativen Testergebnis.

Auch die Quarantäne für Reisende, die aus Corona-Risikogebieten nach NRW kommen, kann demnach für Geimpfte und bereits Infizierte entfallen. In den Schulen entfällt für diese Personengruppe die Testpflicht - allerdings werden Schüler bislang kaum geimpft.

Corona-Regeln in NRW: Lockerungen für Geimpfte und Genesene - der Nachweis

Doch was heißt „Geimpfte“ und „Genesene“ konkret - und wie funktioniert der Nachweis? Die Testpflicht entfällt für diejenigen, die seit 14 Tagen einen vollständigen Impfschutz haben oder durch einen mindestens 28 Tage alten positiven PCR-Test nachweisen können, dass sie bereits eine Corona-Infektion überstanden haben.

In der geänderten und ab Montag (3. Mai) gültigen Fassung der Coronaschutzverordnung des Landes NRW steht, wie eine Immunisierung nachgewiesen werden kann. Und zwar durch:

  • 1. den Nachweis einer vor mindestens 14 Tagen abgeschlossenen vollständigen Impfung gegen Covid-19 mit einem in der EU zugelassenen Impfstoff,
  • 2. den Nachweis eines positiven Testergebnisses, das auf einer Labordiagnostik mittels Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden) beruht und mindestens 28 Tage sowie maximal 6 Monate zurückliegt, oder
  • 3. den Nachweis eines positiven Testergebnisses nach Nummer 2 in Verbindung mit dem Nachweis der mindestens 14 Tage zurückliegenden Verabreichung mindestens einer Impfstoffdosis gegen Covid-19.

Bis zum Wochenende waren laut RKI bereits 1,3 Millionen Menschen in NRW zweimal geimpft, 5 Millionen hatten zumindest die erste Impfung erhalten. 650.000 Menschen galten als genesen.

Lockerungen für Geimpfte und Genesene - NRW prescht vor

Mit den Lockerungen ist die NRW-Landesregierung vorgeprescht und hat nicht auf einen Beschluss des Bundes gewartet. Auch andere Bundesländer sind diesen Schritt bereits gegangen. Das Bundesjustizministerium hatte jüngst einen Entwurf für eine bundesweite Verordnung mit Erleichterungen für Geimpfte und Genesene vorgelegt. Bundestag und Bundesrat müssen aber noch zustimmen. Wie 24hamburg.de* berichtet, ist vor allem SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz auf Lockerungen für Geimpfte aus.

Darauf wollte Nordrhein-Westfalen anscheinend nicht warten. „Es ist ein erster Schritt, Geimpfte und Genesene mit negativ Getesteten gleichzustellen“, sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). „Die Beschränkungen galten und gelten der Gefahrenabwehr. Von geimpften und genesenen Menschen geht keine größere Gefahr aus als von negativ getesteten Personen. Deshalb nehmen wir für diese Personengruppe Grundrechtseingriffe insoweit wieder zurück.“ - *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. (mit dpa-Material)

Rubriklistenbild: © Christopher Neundorf/dpa

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