Die Lage heute im News-Ticker

Corona in NRW: Astrazeneca-Stopp für unter 60-Jährige

Die Corona-Zahlen in NRW steigen weiter an. Das Land hat eine neue Coronaschutzverordnung veröffentlicht. News und Inzidenzen von heute, 30. März, im Ticker.

+++ Unsere Berichterstattung endet hier: Die News von heute finden Sie im neuen Corona-Ticker für NRW. +++

Update vom 30. März, 17.22 Uhr: Das Land NRW stoppt ab sofort die Corona-Impfungen mit Astrazeneca. für Männer und Frauen unter 60 Jahre.

Update vom 30. März, 14.09 Uhr: Der Städte- und Gemeindebund NRW fordert eine rechtsverbindliche Corona-Testpflicht an den Schulen in Nordrhein-Westfalen. Da der Selbsttest mit keinerlei gesundheitlichen Risiken verbunden sei, sei eine Teilnahmepflicht auch zumutbar, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands, Christof Sommer. Bislang sind alle Tests an den Schulen freiwillig. „In einer Situation wie dieser mit Zehntausenden von Toten und steigenden Fallzahlen darf das Interesse an der Geheimhaltung des eigenen Gesundheitszustandes nicht höher gewichtet werden als der Infektionsschutz.“

Update vom 30. März, 13.32 Uhr: Die Leiter von fünf der sechs Uni-Kliniken in Nordrhein-Westfalen sprechen sich für einen vorläufigen Stopp von Impfungen jüngerer Frauen mit dem Wirkstoff von Astrazeneca aus. Das Risiko von weiteren Todesfällen sei zu hoch, heißt es in einem gemeinsamen Brief an den Bundes- und Landesgesundheitsminister, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Corona in NRW: Minister erklärt Modellregionen - „Antwort kann nicht dauerhaft Lockdown heißen“

Update vom 30. März, 13.27 Uhr: Mehr als 40 Kommunen in NRW wollen bei den Modellprojekten für Öffnungen des gesellschaftlichen Lebens mit strengen Schutz- und Testkonzepten mitmachen. In der Woche nach Ostern sollten sechs bis acht ausgewählte Kommunen bekannt gegeben werden, sagte Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Dienstag. Erste Ergebnisse sollen Ende April vorliegen. „Wir können nicht nur auf reinen Lockdown setzen zwölf Monate nach Ausbruch der Pandemie“, sagte Pinkwart. Generell könne die Antwort auf das Coronavirus bei aller gebotenen Vorsicht nicht dauerhaft Lockdown heißen.

Für die Teilnahme an den Modellprojekten in NRW gelten laut Pinkwart strenge Kriterien. Es gehe nicht darum, flächendeckende Öffnungen aller gesellschaftlichen Lebensbereiche oder ganzer Innenstädte zugleich zu ermöglichen, betonte der FDP-Politiker. Vielmehr sollten die Projekte aus einzelnen Bereichen wie Sport, Jugend und Freizeit, Theater und Kultur, Handel oder Außengastronomie ausgewählt werden. Bei der Auswahl der Kommunen würden verschiedene Bereiche berücksichtigt. Einen Grenzwert der Corona-Inzidenz als Teilnahmebedingung gebe es nicht.

Corona in NRW: Nur noch acht von 53 Kreisen und Städten unter Inzidenz von 100

Update vom 30. März, 12 Uhr: Vize-Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) hat eine rasche Änderung des Infektionsschutzgesetzes durch das Parlament gefordert. Anstatt in die Osterpause zu gehen, sollten Bundestag und Bundesrat den „Rahmen für das Infektionsschutzgesetz“ beschließen, den Länder und Kommunen dann vor Ort in die Praxis umsetzten, sagte der NRW-Familienminister im Hörfunksender WDR 5. Das Ergebnis wären dann nicht „Schnellschüsse“ wie die von Bund und Ländern vereinbarte und dann von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wieder gekippte Osterruhe. „Sondern dann würde das vernünftig besprochen und könnte Grundlage sein für nächsten zehn schwierigen Wochen.“

Update vom 30. März, 8.19 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in NRW steigt weiter an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Dienstag kletterte die landesweite Inzidenz pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen auf 132,3. Am Vortag hatte die wichtige Kennziffer noch bei 129,6 gelegen und eine Woche zuvor bei etwa 109. Innerhalb von 24 Stunden wurden landesweit 2441 Neuinfektionen gemeldet. 38 weitere Todesfälle wurden gezählt.

Nur acht von 53 Kreisen und kreisfreien Städten liegen am Dienstag noch unter dem Inzidenzwert von 100. Die niedrigsten Wocheninzidenzen weisen Höxter (65,6) und Münster (67,2) auf. Spitzenreiter ist laut come-on.de weiterhin der Märkische Kreis mit einem Wert von 232,6.

Corona in NRW: Impf-Stopp für Astrazeneca im Kreis Euskirchen

Update vom 30. März, 6.54 Uhr: Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie gibt es eine Einigung auf einen neuen Tarifvertrag. Arbeitgeber und IG Metall vereinbarten am Dienstagmorgen für die Betriebe in Nordrhein-Westfalen eine Corona-Prämie sowie jährlich wiederkehrende Sonderzahlungen, wie beide Seiten mitteilten. Die Einigung gilt als Pilotabschluss, dessen Kernbestandteile voraussichtlich in den anderen Regionen übernommen werden.

Update vom 29. März, 17.30 Uhr: Der Kreis Euskirchen hat die Corona-Impfungen von Frauen unter 55 mit dem Impfstoff von Astrazeneca vorläufig gestoppt. Nachdem eine geimpfte Frau (47) vergangene Woche gestorben war, sei dem Kreis nun der Verdacht auf „eine schwerwiegende Erkrankung“ einer 28-Jährigen nach der Impfung mit Astrazeneca gemeldet worden. Beide hatten laut Kreis eine Sinusvenenthrombose erlitten.

Update vom 29. März, 11.46 Uhr: Im Kreis Euskirchen ist eine 47-jährige Frau gestorben, nachdem sie mit dem Impfstoff AstraZeneca gegen Corona geimpft worden ist. Der Fall wurde nun dem Paul-Ehrlich-Institut gemeldet, um einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Tod und der Corona-Impfung untersuchen zu lassen. Erste Ergebnisse machten nach Angaben der Kreisverwaltung eine Sperrung der kompletten Impfstoffcharge nicht erforderlich, da nichts auf eine Verunreinigung oder fehlerhafte Zusammensetzung des Impfstoffs hindeute. Es gebe auch keinen Verdacht auf eine fehlerhafte Anwendung. Die Impfungen im Kreis werden fortgesetzt.

Update vom 29. März, 8 Uhr: 41 von 53 Kreise und kreisfreie Städte in Nordrhein-Westfalen liegen inzwischen über der Marke von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Der landesweite Wochenwert stieg auf 129,6. Am Tag zuvor hatte er bei 128,8 gelegen. Innerhalb von 24 Stunden sind landesweit 1511 Neuinfektionen gemeldet worden. Ein weiterer Todesfall wurde gezählt.

Beim Infektionsgeschehen gibt es große regionale Unterschiede: Nach RKI-Angaben weisen fünf Kreise und kreisfreie Städte eine Inzidenz von mehr als 200 auf. Die höchsten Werte hatten der Märkische Kreis mit 235,0 und der Kreis Lippe mit 214,7. Insgesamt lagen nur 12 Kreise und kreisfreie Städte in NRW unter der 100er Marke. Die niedrigsten Inzidenzen wurden in Münster (58,0) und dem Kreis Höxter (69,2) registriert.

Corona in NRW: Sechs weitere Kreise und Städte auf der Notbremsen-Liste

Update vom 28. März, 17.04 Uhr: Das Landesgesundheitsministerium hat die Liste der Städte und Kreise, in denen in der kommenden Woche die Notbremse greift, erweitert. Auch in Bielefeld, Bottrop, den Kreisen Gütersloh, Hochsauerlandkreis, Olpe und Steinfurt gelten ab Dienstag die Regeln wieder, die vor dem 8. März Gültigkeit hatten.

Das Ministerium teilte am Sonntag auch mit, dass 25 der 31 Städte und Kreise, für die die Notbremse zuerst angeordnet worden war, die Test-Option ziehen und den Zugang zu Handel und Dienstleistung mit einem tagesaktuellen negativen Testergebnis weiter ermöglichen wollen.

Update vom 28. März, 10.09 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in NRW bleibt weiter hoch. Sie ist vielerorts angestiegen. Inzwischen befinden sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Sonntag 40 von 53 Kreisen und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen über der Marke von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Der landesweite Wochenwert stieg damit auf 128,8. Am Tag zuvor hatte er noch bei 123,8 gelegen. Binnen 24 Stunden sind damit landesweit 3544 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. 14 weitere Todesfälle wurden gezählt.

Update vom 27. März, 12.14 Uhr: Mehrere große Städte wollen mit Hilfe von Schnelltests trotz anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen von der Notbremse abweichen. So kündigten Duisburg, Herne und die Städteregion Aachen am Samstag an, dass Bürger mit tagesaktuellem negativem Schnelltest weiter mit Termin einkaufen oder etwa Museen besuchen dürfen. Der Kreis Mettmann und die Stadt Mülheim an der Ruhr haben ebenfalls beantragt, von der neuen Testoption Gebrauch zu machen. Auch Wuppertal und Essen gehörten zu den Großstädten mit hoher Inzidenz, die Handel und Museen für Negativ-Getestete offen halten wollen.

Corona in NRW: Inzidenz am Samstag weiter gestiegen

Update vom 27. März, 9.27 Uhr: Die 7-Tage-Inzidenz in NRW ist am Samstag erneut gestiegen - von 121,6 auf 123,7. Nach Angaben des Landeszentrums Gesundheit NRW weisen fünf Kreise und kreisfreie Städte eine Inzidenz von mehr als 200 auf. Die höchsten Werte hatten der Märkische Kreis mit 231,6 und der Kreis Lippe mit 230,2. Insgesamt lagen nur noch 14 der 53 Kreise und Städte in NRW unter der 100er Marke. Die niedrigsten Inzidenzen wurden in Münster (60,9) und im Kreis Höxter (62,7) registriert.

Update vom 26. März, 21.30 Uhr: Nach positiven Corona-Tests in der Belegschaft sind 800 Mitarbeiter eines Verteilzentrums der Drogeriemarktkette dm im Kreis Euskirchen in Quarantäne. Das teilten der Kreis und das Unternehmen am Freitag mit. Nach einer „Neubewertung der Lage“ sei entschieden worden, weitere 600 Mitarbeiter des Standorts in Weilerswist in Quarantäne zu schicken, erklärte der Kreis. 200 waren bereits zuvor von der Maßnahme betroffen. Hintergrund sei das Infektionscluster, das sich bei der Aufschlüsselung der mittlerweile bekannten 94 Corona-Fällen gezeigt habe, das berichete der Kölner Stadt-Anzeiger.

Corona in NRW: Notbremse in 31 Kreisen und Städten

Update vom 26. März, 20.15 Uhr: Die Corona-Notbremse gilt von Montag an in 31 Kreisen und kreisfreien Städten in NRW. Das NRW-Gesundheitsministerium hat entsprechende Anordnungen getroffen und mit den betroffenen Kreisen und Städten entsprechende Allgemeinverfügungen abgestimmt. Die Liste umfasst etwa den Märkischen Kreis, Köln, Dortmund, die Städteregion Aachen, der Kreis Mettmann und der Kreis Siegen-Wittgenstein.

Erste Kommunen wollen eine Ausnahme von der Corona-Notbremse beantragen und Menschen mit negativem Schnelltest etwa den Zutritt in Läden erlauben - darunter der Rhein-Erft-Kreis und Wuppertal. Es gebe ein flächendeckendes Angebot an Corona-Tests, hieß es dort, man könne es daher verantworten, in Wuppertal Geschäfte und Museen geöffnet zu lassen.

Update vom 26. März, 15.19 Uhr: Die Landesregierung NRW lässt trotz der steigenden Corona-Zahlen Schwimmunterricht für Kinder unter Auflagen wieder zu. Ab Montag dürfen Kurse für Schwimm-Anfänger und Kleinkinder wieder stattfinden - allerdings mit höchstens fünf Kindern pro Gruppe. Das geht aus der am Freitag veröffentlichten Corona-Schutzverordnung hervor.

Corona in NRW: Schutzverordnung erlaubt Betrieb von Sonnenstudios

Update vom 26. März, 12.58 Uhr: Die neue Corona-Schutzverordnung erlaubt ab dem 29. März wieder den Betrieb von Sonnenstudios in Nordrhein-Westfalen. Das bisherige Verbot wurde aus dem Regelwerk gestrichen. Wie bei anderen körpernahen Dienstleistungen müssen allerdings bestimmte Vorgaben beachtet werden. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) begründete die Änderung am Freitag mit entsprechenden Gerichtsurteilen.

Update vom 26. März, 12.47 Uhr: Die Corona-Notbremse greift in NRW ab Montag, 29. März - allerdings nicht landesweit, sondern nur in Städten und Kreisen mit Inzidenz über 100. Das sagte Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann in Düsseldorf. Auch in Sachen Osterwochenende gibt es Neuigkeiten in der neuen Coronaschutzverordnung

Update vom 26. März, 11.29 Uhr: Der neue Impferlass ermöglicht es auch Menschen unter 70 Jahren, ab dem 8. April in NRW gegen Corona geimpft zu werden: Die 79-Jährigen, die nach Ostern als nächste dran sind, können einen Termin für ihren Lebenspartner oder ihre Lebenspartnerin mit ausmachen - egal wie alt diese sind. Das hat das Gesundheitsministerium klar gestellt. Wie man belegt, dass man verpartnert ist, wenn man nicht verheiratet ist, überlässt das Gesundheitsministerium den Kreisen und kreisfreien Städten.

Corona in NRW: Inzidenz steigt deutlich - Modellprojekte für Öffnungen starten nach Ostern

Update vom 26. März, 7.16 Uhr: Die 7-Tage-Inzidenz in NRW ist am Freitag deutlich gestiegen - von 113,4 auf 121,6. Laut Robert Koch-Institut hatte der Wert zuletzt am 17. Januar mit 123,0 höher gelegen. Nach Angaben des Landeszentrums Gesundheit NRW weisen mittlerweile fünf Kreise und kreisfreie Städte eine Inzidenz von mehr als 200 auf. Die höchsten Werte hatten der Märkische Kreis mit 233,0 und der Kreis Lippe mit 229,9. Insgesamt lagen nur noch 16 der 53 Kreise und Städte in NRW unter der 100er Marke. Die niedrigsten Inzidenzen wurden in Höxter (58,5) und Münster (59,6) registriert.

Update vom 26. März, 6.30 Uhr: Es soll schon sehr bald losgehen mit den Modellprojekten für Öffnungen in NRW. Wie der Kölner Stadtanzeiger aus Regierungskreisen erfuhr, sollen die Pilotversuche ab dem 6. April aufgebaut werden. Weiter heißt es, dass der Kreis Warendorf, Winterberg, Aachen und Köln zu den ausgewählten Modellkommunen gehöre.

Corona in NRW: Mehr als 300 Infizierte nach Ausbrauch in Baptistengemeinde

Update vom 25. März, 20.38 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten aus einer Baptistengemeinde in Lage im Kreis Lippe ist auf mehr als 300 geklettert. Inzwischen sei ein Großteil der mehr als 1100 seit dem Wochenende unter Quarantäne gesetzten Gemeindemitglieder getestet, sagte eine Sprecherin des Kreises.

Demnach lagen am Donnerstag mehr als 980 Testergebnisse vor. Bislang sei weiter unklar, ob die Menschen sich bei Präsenzgottesdiensten oder im Familienverbund angesteckt hätten.
Unter anderem der Ausbruch in der Evangeliums-Christen Baptistengemeinde in Lage hat den Sieben-Tage-Inzidenz-Wert des Kreises seit der vergangenen Woche auf zuletzt 199,7 steigen lassen.

Corona in NRW: Entscheidung zu Schulen

Update vom 25. März, 20.30 Uhr: Trotz der hohen Zahl an Corona-Neuinfektionen könnte es in manchen Städten in NRW bald wieder erste Möglichkeiten zum Ausgehen oder zum umfassenderen Einkaufen geben. Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) sagte am Donnerstag in Düsseldorf, dass sein Ministerium und das Gesundheitsressort an Kriterien arbeiteten, nach denen beispielhafte Kommunen ihr öffentliches Leben teilweise wieder öffnen könnten. Man wolle „sehr schnell nach Ostern die Modellkommunen benennen können“. Dann entscheidet sich, welche der zahlreichen Bewerbungen aus den Städten und Kreise erfolgreich waren.

Update vom 25. März, 18.38 Uhr: Die Schulen in NRW werden auch nach den Osterferien vorerst nicht zum Regelbetrieb zurückkehren. Eine entsprechende Schulmail ist am Donnerstagabend an die Schulen im Land versandt worden. Es gelten die bisherigen Regeln weiter, zweimal die Woche sollen Schüler dann getestet werden. 

Corona in NRW: Stadt Soest bekommt Offerte vom Land, Corona-Modellkommune zu werden

Update vom 25. März, 11.42 Uhr: Die Stadt Soest hat die Offerte vom Land bekommen, Corona-Modellkommune in Nordrhein-Westfalen zu werden, berichtet soester-anzeiger.de*. „Wir würden das gern“, heißt es dazu aus der Stadtverwaltung. Vor einer Zusage aber müssten Details geklärt werden, vor allem die Frage, ob man die neue Aufgabe schaffen könne.

Update vom 25. März, 10.05 Uhr: Die ersten Menschen unter 80 Jahren sollen in NRW regulär ab dem 8. April geimpft werden. Das geht aus einem neuen Erlass des Gesundheitsministeriums hervor. Demnach sollen ab dem 6. April die ersten Einladungen zum Impfen an 79-Jährige herausgehen. Danach ist der nächste Jahrgang dran. Bis dahin ist es den Kreisen und kreisfreien Städten nun auch erlaubt, mit übrig gebliebenen Impfdosen zum Beispiel Menschen unter 80 zu impfen, wenn sie eine Vorerkrankung haben. Der Nachweis hat mittels Attest zu erfolgen.

Mit den gestaffelten Einladungen zunächst für 79-Jährige soll laut Erlass eine Überlastung der Terminsysteme ausgeschlossen werden. Als die Menschen über 80 alle auf einmal eingeladen worden waren, hatte es Probleme unter anderem in den Call-Centern gegeben.

Corona in NRW: Inzidenz steigt weiter an

Update vom 25. März, 7.55 Uhr: Der Corona-Inzidenzwert in NRW ist erneut gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab am Donnerstag für das bevölkerungsreichste Bundesland einen Wert von 113,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen an. Am Mittwoch hatte die Kennziffer noch bei 111,2 gelegen. Die Gesundheitsämter meldeten zudem 4564 Neuinfektionen binnen 24 Stunden und 35 neue Todesfälle. Den höchsten Inzidenzwert in NRW hat nach wie vor der Märkischen Kreis (220,4), wobei der Inzidenzwert im Vergleich zum Vortag (224,8) leicht sank.

Update vom 24. März, 19.53 Uhr: Der Kreis Siegen-Wittgenstein darf den Wechselunterricht an den weiterführenden Schulen von diesem Donnerstag an aussetzen. Dem habe die Landesregierung zugestimmt, wie sie am Mittwoch mitteilte. Der Kreis Siegen-Wittgenstein hatte am Mittwoch mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 178 einen der höchsten Werte in NRW.

Der Kreis habe nun ein stimmiges Gesamtkonzept vorgelegt und damit angemessen auf das Infektionsgeschehen vor Ort reagiert, so die Landesregierung. Neben der Aussetzung des Präsenzunterrichts seien weitere Kontaktbeschränkungen wie eine Maskenpflicht für Fahrgemeinschaften, Regularien für den Einzelhandel und den eingeschränkten Pandemiebetrieb in der Kindertagesbetreuung beschlossen worden. An die Eltern wird appelliert, wann immer möglich, die Kinder selbst zu betreuen.

Update vom 24. März, 13.44 Uhr: Das Land NRW will bei den Corona-Impfungen das Tempo erhöhen. Die Impfreihenfolge soll laut Ministerpräsident Armin Laschet flexibler werden. Mancherorts könnte somit eine neue Altersgruppe drankommen. 

Corona in NRW: Landtag stimmt für neues Pandemiegesetz

Update vom 24. März, 13.11 Uhr: Nordrhein-Westfalen hat ein neues Pandemie-Gesetz. Wie schon das bisherige Infektionsschutzgesetz ermächtigt es die Landesregierung, schnell und kurzfristig mit besonderen Befugnissen auf Herausforderungen der Pandemie zu reagieren. Die Regierungsfraktionen von CDU und FDP stimmten im Düsseldorfer Landtag ebenso für die Novelle wie die Oppositionsfraktionen von SPD und Grünen. Die Neuregelung wird notwendig, weil das bisherige sogenannte Infektionsschutz- und Befugnisgesetz Ende März außer Kraft tritt. Das neue Gesetz soll bis Ende 2022 gültig sein soll.

Update vom 24. März, 11.15 Uhr: Armin Laschet hat in einer phasenweise emotionalen Rede vor dem Landtag in Düsseldorf die Corona-Politik verteidigt. Mit den Worten „Wir brauchen Tübingen überall“ kündigte der NRW-Ministerpräsident Öffnungs-Projekte in mehreren Modellregionen in Nordrhein-Westfalen an. Direkt danach ging es für Laschet in den überraschend einberufenen nächsten Corona-Gipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Corona in NRW: Impfzentren auch über Ostern geöffnet

Update vom 24. März, 11.12 Uhr: Die Impfzentren in NRW bleiben über die Oster-Feiertage geöffnet. Die Einrichtungen blieben „wie gehabt geöffnet“, sagte eine Sprecherin des NRW-Gesundheitsministeriums. Geimpft werde von 8.00 bis 20.00 Uhr an sieben Tagen in der Woche.

Update vom 24. März, 8.14 Uhr: Der Inzidenzwert in Nordrhein-Westfalen ist am Mittwoch leicht gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) wies 111,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche aus (Vortag 109,2). Vor einer Woche hatte die wichtige Kennziffer bei 85,1 gelegen. Die Gesundheitsämter meldeten 3455 Fälle von Neuinfektionen innerhalb eines Tages und 34 weitere Todesfälle. Trauriger Spitzenreiter in NRW bleibt der Märkische Kreis (224,8). Im Kreis Lippe lag der Wert am Mittwoch bei 190,2.

Corona in NRW: Armin Laschet spricht im Landtag über Lockdown-Maßnahmen

Update vom 24. März, 7.07 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet ist unter Erklärungsdruck. Heute (10 Uhr) wird er den Landtag über die Beschlüsse des Corona-Gipfels unterrichten. Auch in Nordrhein-Westfalen wird der Lockdown bis zum 18. April verlängert - und Laschet will die Notbremse ziehen. Die Verschärfungen sollen ab dem 29. März gelten. Allerdings gibt es neue keine neue Corona-Schutzverordnung. Daher sind noch keine Einzelheiten zu der Umsetzung der Notbremse bekannt.

Update vom 23. März, 22:45 Uhr: Der CDU-Bundesvorsitzende und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat die jüngsten Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern verteidigt und vor parteipolitischen Erwägungen bei solchen Entscheidungen gewarnt. Es gehe darum, das Land gut durch die Pandemie zu führen und aus der Pandemie keine Parteipolitik zu machen, sagte er am Dienstagabend nach einer Videokonferenz mit dem CDU-Kreisverband Dresden. Niemand interessiere die Frage, ob die Beschlüsse der Union nutzten. Es gehe nur darum, ob Intensivstationen überlastet sind oder nicht: „Das ist die Kernfrage.“

Corona in NRW: Korruptionsverdacht nach Luftfilterkauf

Update vom 23. März, 18 Uhr: Beim millionenschweren Ankauf von mehr als 4000 UV-Luftfiltern für Düsseldorfer Grundschulen prüft die Staatsanwaltschaft einen Korruptionsverdacht. Eine Strafanzeige wegen Bestechung und Bestechlichkeit liege vor, sagte eine Sprecherin am Dienstag und bestätigte entsprechende Medienberichte. Nun werde geprüft, ob genügend Verdachtsmomente für die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens vorhanden sind.

Die Stadt Düsseldorf hatte selbst rechtliche Schritte eingeleitet und einen Beamten freigestellt, wie die Stadtverwaltung vor einer Woche mitgeteilt hatte. Inzwischen wurde dem Mitarbeiter gekündigt, wie eine Sprecherin am Dienstag Medienberichte bestätigte. Nach bisherigen Untersuchungen habe es einen Interessenskonflikt, einen Verstoß gegen die Compliance-Richtlinien und möglicherweise auch Straftaten gegeben, hatte die Stadt mitgeteilt. Der Einbau der Luftfilter, die das Coronavirus aus der Raumluft filtern sollen, war gestoppt worden.

Corona in NRW: Land erhält nur einen Bruchteil der geplanten Impfstoff-Dosen

Update vom 23. März, 17.37 Uhr: Die bundesweit deutlich geringeren Auslieferungen des Astrazeneca-Impfstoffs bremsen das Impftempo in Nordrhein-Westfalen. In dieser Woche wird NRW statt der geplanten 144 000 nur 43 200 Dosen bekommen. Das habe der Bund mitgeteilt, erklärte eine Sprecherin des NRW-Gesundheitsministeriums am Dienstag. Impfstoff für die Impfzentren werde deshalb nur "in verminderter Form" bereitgestellt. Die Impfzentren würden rechtzeitig informiert.

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein teilte mit, dass sich der geplante Impfstart in den Arztpraxen wegen der Impfstoff-Verknappung bis nach Ostern verschiebe. Der Start sei jetzt nicht mehr für den kommenden Montag (29.3.), sondern für den 6. April vorgesehen, teilte die KV in einem Schreiben an niedergelassene Ärzte mit. Das NRW-Gesundheitsministerium habe die KV zuvor über die Liefereinschränkungen informiert.

Vergangene Woche hatte das Land angekündigt, 150 000 Impfdosen aus der Landesreserve bereitzustellen. Hierbei handele es sich um Biontech- und Moderna-Impfstoff, der eigentlich für die notwendigen Zweitimpfungen zurückgehalten worden sei, erklärte die Sprecherin. Dieser Stoff könne nun für eine Beschleunigung des Impfvorgangs eingesetzt werden, da der Bund für den April größere Biontec- und Moderna-Lieferungen angekündigt habe. Die zusätzlichen Impfdosen aus den Rücklagen würden für über-80-Jährige verwendet.

Update vom 23. März, 14.15 Uhr: Die Märkische Kreis ist weiterhin ein Hotspot und NRW und hat weitere Maßnahmen getroffen. Nach Abstimmung mit dem NRW-Gesundheitsministerium bleiben die Schulen im MK ab Mittwoch geschlossen - die Schüler wechseln in den Distanzunterricht*.

Auch für den Besuch beim Friseur, der nicht von der ab Montag greifenden Notbremse betroffen ist, gibt es im Märkischen Kreis neue Corona-Regeln. Bereits ab Samstag müssen Kunden einen negativen Schnelltest vorweisen.

Auch in Hagen wird der Schul- und Kita-Betrieb ab Mittwoch eingeschränkt. Das Land habe dem Antrag des Hagener Krisenstabes zugestimmt, teilte die Stadt auf Twitter mit.

Corona in NRW - Minister Stamp appelliert an Bevölkerung: „Über Ostern zu Hause bleiben“

Update vom 23. März, 10.39 Uhr: NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) hat an die Bevölkerung appelliert, geplante Urlaubsreisen zu verschieben. Es gelte die „dringende Bitte, dass alle Bürgerinnen und Bürger nochmal prüfen müssen, ob man eine solche Reise nicht verschieben kann“, sagte Stamp am Dienstagmorgen in einem Interview mit WDR2. Er rief dazu auf, „möglichst Reisen auch beispielsweise nach Mallorca zu unterlassen, zumal es dort jetzt auch das Auftauchen der brasilianischen Mutation gibt“. Diese sei „viel, viel schlimmer“ als die englische Variante. „Deswegen kann ich nur dringend die Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen bitten, über Ostern zu Hause zu bleiben“, so Stamp, der auch stellvertretender Ministerpräsident ist.

Der Lockdown in NRW wird verlängert. Ministerpräsident Armin Laschet will die beim Corona-Gipfel beschlossenen Maßnahmen inklusive Notbremse umsetzen.

Corona in NRW: Inzidenz gestiegen und weiter über 100

Update vom 23. März, 7.39 Uhr: Die Corona-Inzidenz ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) in NRW am Dienstag auf 109,2 angestiegen. Am Montag hatte der Wert noch 106,6 betragen. Die wichtige Kennziffer, welche die Zahl der Corona-Neuinfektionen binnen einer Woche pro 100.000 Einwohner angibt, steigt in Nordrhein-Westfalen stetig an.

Der höchste Wert wurde am Dienstag laut Landeszentrum Gesundheit mit 215,2 erneut im Märkischen Kreis registriert (Vortag: 202,3). Insgesamt 30 der 53 Kreise und kreisfreien Städte liegen mittlerweile über 100.

Corona in NRW: Massenausbruch in Kirchengemeinde - über 1000 in Quarantäne

Update vom 22. März, 18.30 Uhr: Nach einem massiven Corona-Ausbruch in einer Baptistengemeinde in Lage im Kreis Lippe ist die Zahl der nachgewiesenen Infektionen auf 120 geklettert. Seit dem Wochenende befinden sich 1100 Gemeindemitglieder in vorsorglicher Quarantäne, nachdem aus den Reihen der Gläubigen immer mehr positive Coronafälle gemeldet worden waren.

Inzwischen liegen insgesamt rund 350 Testergebnisse vor. Der Kreis rechnete damit, die Tests der isolierten Personen der Evangeliums-Christen Baptistengemeinde erst Ende der Woche abschließen zu können, wie es am Mittwoch in einer Mitteilung hieß. Am Montag wies das Robert Koch-Institut für den Kreis Lippe einen Wert von 160 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen aus. Nach dem Märkischen Kreis sowie dem Kreis Siegen-Wittgenstein liegt Lippe damit NRW-weit an der Spitze der Sieben-Tages-Inzidenz-Werte.

Update vom 22. März, 17.25 Uhr: Beim Corona-Gipfel geht es um Regeln für Ostern, Schulen und Urlaubsreisen. Welche Folgen haben die Beschlüsse für NRW? Dazu nimmt Ministerpräsident Armin Laschet Stellung.

Update vom 22. März, 14.16 Uhr: Das Land NRW hat eine neue Corona-Schutzverordnung erlassen. Sie ist eine Reaktion auf die erfolgreiche Klage verschiedener Einzelhändler. Dementsprechend sind die Regeln für den gesamten Einzelhandel strenger geworden - Termine müssen jetzt überall gebucht werden.

Corona in NRW: Strengere Regeln für Einzelhandel - Landesregierung reagiert auf Gerichtsurteil

Update vom 22. März, 12.51 Uhr: Die SPD fordert noch heute eine Aktuelle Stunde im NRW-Landtag nach dem Gerichtsurteil über die Shopping-Beschränkungen. Die Landesregierung solle eine neue Corona-Schutzverordnung erstellen - ebenfalls noch heute.

Update vom 22. März, 11.06 Uhr: Das Oberverwaltungsgericht hat am Montag viele coronabedingte Beschränkungen im Einzelhandel für NRW mit sofortiger Wirkung außer Kraft gesetzt. Das teilte ein Sprecher des Gerichts in Münster mit. Dies bezieht sich auf das Terminshopping und die Kundenbegrenzung.

Update vom 22. März, 9.22 Uhr: Das Land NRW weitet bei der Corona-Impfung den Kreis pflegebedürftiger Menschen aus, die zuhause geimpft werden. So können jetzt bettlägerige Menschen über 80 Jahre und Patienten mit Pflegegrad 4 in ihrer Wohnung geimpft werden. Das teilte das Gesundheitsministerium mit. Diese Menschen sollten sich für ein Impfangebot an ihren Hausarzt wenden. Sie dürften außerdem bis zu zwei Kontaktpersonen benennen, die mitgeimpft werden könnten.

Geplant sei zudem, dass sich Personen mit Vorerkrankungen in Arztpraxen impfen lassen könnten. Hierzu befänden sich die Länder derzeit mit dem Bundesministerium für Gesundheit im Austausch. In Einzelfällen könnten Menschen mit sogenannten Härtefällen, bei denen aufgrund einer besonderen Erkrankungssituation eine sofortige Corona-Impfung angezeigt sei, bereits jetzt in den Impfzentren ein Impfangebot erhalten.

Update vom 22. März, 8.33 Uhr: Die Inzidenz in NRW ist gestiegen. Laut RKI liegt die Zahl bei 106,6. Damit überstieg der Wochenwert am zweiten Tag in Folge die 100er-Marke. Der Märkische Kreis bleibt Spitzenreiter mit einer Inzidenz von 202,3, der Kreis Höxter hat die niedrigsten Werte von 47,1.

Corona in NRW: Heute Corona-Gipfel - Plan für Verschärfungen in Hotspots

Update vom 21. März, 20.32 Uhr: Ein Beschlussentwurf aus dem Kanzleramt zum Corona-Gipfel am Montag (22. März) sieht eine Verlängerung des Lockdowns bis Mitte April sowie die Anwendung der Notbremse und Verschärfungen in Hotspots vor. Das Papier hatte den Stand 21. März, 17.30 Uhr.

Update vom 21. März, 9.31 Uhr: Nach fast zwei Monaten liegt die Corona-Wocheninzidenz in NRW wieder über der Schwelle von 100. Pro 100.000 Einwohner haben sich binnen sieben Tagen 103,5 Menschen nachweislich mit dem Virus angesteckt, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Sonntagmorgen hervorgeht. Ähnlich hoch war das Infektionsgeschehen zuletzt am 26. Januar, als ein Wert von 102,4 ermittelt worden war.

Der 100er-Wert ist symbolisch wichtig und war beim letzten Corona-Gipfel von Bund und Ländern als Grenzwert für eine Notbremse definiert worden - unmittelbare Folgen aus der Landesverordnung ergeben sich daraus zunächst aber nicht. Am Montag beraten Bund und Länder über das weitere Vorgehen. Im Bundesschnitt ist die Inzidenz etwa so hoch wie in NRW.

Update vom 20. März, 19.45 Uhr: Eine weitere Stadt schließt ab Dienstag alle weiterführenden Schulen. In Wuppertal dürfen kurz vor den Osterferien nur noch die Abschluss-Schüler zum Unterricht gehen.

Inzidenz in NRW knapp vor Notbremsen-Regelung - Corona-Zahlen steigen

Update vom 20. März, 16.41 Uhr: NRW-weit ist die Inzidenz nur noch haarscharf von der 100er-Marke entfernt. Das Landeszentrum Gesundheit meldet für heute einen Wert von 99,6. Die Zahlen steigen, die Inzidenz lag am Freitagmorgen bei 96,4, am Donnerstag bei 92,1. Sollte der Wert länger als drei Tage über 100 liegt, hat Armin Laschet die Notbremse angekündigt - dann können Lockerungen wieder zurückgenommen werden.

Update vom 20. März, 16.39 Uhr: Thomas Westphal, Bürgermeister von Dortmund hat die NRW-Landesregierung scharf kritisiert, nachdem Dortmund untersagt wurde, die Schulen und Kitas ab Montag zu schließen. „Die Landesregierung scheint noch immer nicht bereit zu sein, auf die veränderte Dynamik der Pandemie zu reagieren“, erklärte Westphal am Samstag. „Wir werden in einen rechtlichen Rahmen gepresst, der längst nicht mehr zum Infektionsgeschehen passt.“ Dortmund hat eine Sieben-Tages-Inzidenz von 82,4.

Schulen in NRW: Dortmund darf

Update vom 19. März, 18.13 Uhr: Die Entscheidung im Fall Dortmund ist gefallen: Das NRW-Gesundheitsministerium hat der Stadt mitgeteilt, dass ihrem Antrag auf Schließung der Schulen und Kitas nicht entsprochen werden kann. Damit finden der Wechsel-Präsenzunterricht in den Schulen ab Montag ebenso wie die Kindertagesbetreuung statt.

Update vom 19. März, 15.48 Uhr: Die Stadt Duisburg hat den Kampf gegen die NRW-Landesregierung vorerst verloren: Die Kitas der Ruhrgebietsstadt bleiben in der kommenden Woche grundsätzlich geöffnet. Eine neue Allgemeinverfügung der Stadt sieht allerdings einen sogenannten „eingeschränkten Pandemiebetrieb“ vor. „Damit verbunden ist der dringende Appell an alle Eltern, die Kindertagesbetreuung nur dann zu nutzen, wenn es dafür zwingende berufliche Gründe und familiäre Überlastungssituationen gibt“. Ursprünglich wollte die Stadt nur noch eine Notbetreuung anbieten.

Corona in NRW: Hausärzte sollen bald mit Corona-Impfungen starten

Update vom 19. März, 14.53 Uhr: Die Hausärzte in Nordrhein-Westfalen sollen bald in die Corona-Impfungen mit einbezogen werden. NRW-Chef Armin Laschet geht davon aus, dass dies ab Mitte April der Fall sein wird. Das werde zunächst nur mit kleinen Dosen beginnen können, sagte er in einer Sondersitzung des Düsseldorfer Landtags. Danach werde der Anteil aber anwachsen und mit 11.000 Praxen in NRW letztlich zu einem zweiten starken Standbein bei der Impf-Strategie werden. Ein genauer Startzeitpunkt werde am Nachmittag beim „Impf-Gipfel“ von Bund und Ländern beschlossen, sagte Laschet.

Update vom 19. März, 14.37 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat in einer Sondersitzung des Landtags noch einmal betont: „Es kann ab dem 22. März keine weiteren Öffnungen geben.“ Laschet machte klar, dass die von Bund und Ländern vereinbarte Notbremse im Fall stark steigender Infektionszahlen in NRW landesweit angewendet werde. Das gesamte Land werde als Maßstab genommen. Wenn die Inzidenz landesweit mehr als drei Tage in Folge über 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tage liege, greife die „Notbremse“, die wieder strengere Lockdown-Regeln vorsieht.

Corona in NRW: Inzidenzwert nähert sich 100

Update vom 19. März, 9.33 Uhr: Der Inzidenzwert in NRW nimmt weiter Kurs auf die 100: Er lag am Freitagmorgen laut Robert-Koch-Institut (RKI) bei 96,4 (Donnerstag: 92,1) Die Gesundheitsämter meldeten 3474 Fälle von Neuinfektionen innerhalb eines Tages und 35 weitere Todesfälle.

Mittlerweile haben 21 Kreise und kreisfreie Städte in NRW bei der Sieben-Tage-Inzidenz die kritische Marke von 100 überschritten. Am höchsten war der Wert im Märkischen Kreis (188,7), gefolgt von Herne (160,4) und Wuppertal (143,3). Unter der Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern lagen nur Bielefeld (45,8) und Höxter (47,8).

Corona in NRW: Mehr kostenlose Schnelltests in Nordrhein-Westfalen

Update vom 19. März, 9.30 Uhr: 2622 Teststellen bieten in Nordrhein-Westfalen inzwischen kostenlose Schnelltests für Bürger an. Damit stünden nun in allen Kreisen und kreisfreien Städten ortsnahe Testangebote zur Verfügung, teilte das Gesundheitsministerium NRW am Freitag mit. Es sei davon auszugehen, dass in den nächsten Wochen weitere Stellen hinzukämen. Seit dem 8. März seien dem Land rund 194 000 Testungen gemeldet worden. Etwas mehr als 2000 Befunde seien positiv ausgefallen, was einer Quote von 1,07 Prozent entspreche.

Update vom 19. März, 07.06 Uhr: Wegen der wieder steigenden Zahl der Corona-Neuinfektionen haben SPD und Grüne eine Sondersitzung des NRW-Landtags beantragt. Die Parlamentarier kommen um 14 Uhr in Düsseldorf zusammen. Die Opppsition wirft der Landesregierung vor, ihr entgleite das Corona-Management. SPD und Grüne fordern, dass sich das Land an die Beschlüsse von Bund und Ländern von Anfang März hält. Demnach soll eine Notbremse greifen, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100 liegt. Auch die Corona-Schutzverordnung für NRW sieht vor, dass Regionen mit einer Inzidenz „nachhaltig und signifikant“ über einem Wert 100 eine Verschärfung der Eindämmungsmaßnahmen prüfen und mit dem Ministerium abstimmen sollen.

Corona in NRW: Ab Freitag wieder Impfungen mit Astrazeneca

Update vom 18. März, 23.02 Uhr: Der Impfstopp von Astrazeneca ist vorbei - auch in Nordrhein-Westfalen. Wie das Gesundheitsministerium am späten Donnerstagabend mitteilte, können die Corona-Impfungen mit dem Vakzin ab Freitagmorgen umgehend wieder aufgenommen. Die Kommunen sind sofort informiert worden, die Stadt Hamm hat noch am Abend mitgeteilt, dass vor dem Stopp vereinabrte Termine am Freitag wahrgenommen werden können*.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann erklärte: „Ich bin froh, dass wir die Impfungen mit Astrazeneca nun wieder aufnehmen können. Die Unterbrechung war wichtig und richtig, um vertrauensvoll weiterimpfen zu können. Wir werden genau da weitermachen, wo wir aufgehört haben: Astrazeneca wird den Berufsgruppen zur Verfügung gestellt, bei denen die Impfungen bereits angelaufen sind. Wir setzen jetzt alles daran, die abgesagten Impftermine schnell neu zu vergeben.“

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hatte am Donnerstag verkündet, dass sie den Impfstoff von Astrazeneca als sicher einstufen. Die Vorteile würden weiterhin gegenüber dem Risiko von Nebenwirkungen überwiegen. Es soll aber einen extra Warnhinweis und neue Aufklärungsunterlagen geben. Bis die Unterlagen überarbeitet worden sind, kann die Aufklärung laut Land NRW übergangsweise handschriftlich von dem aufklärenden Arzt vermerkt werden. „So soll keine weitere Zeit in der Impfkampagne verloren gehen. Alle zu impfenden Personen werden ausdrücklich über mögliche Risiken aufgeklärt“, teilte das NRW-Gesundheitsamt mit.

Corona in NRW: Erster Landkreis darf die Schulen wieder schließen

Update vom 18. März, 20.14 Uhr: Der Kreis Düren darf seine Schulen schließen. Erstmals hat das Land NRW in der dritten Corona-Welle zugestimmt, den Präsenzunterricht wieder einzuschränken. Im Kreis Düren kehren die weiterführenden Schulen mit Ausnahme der Abschlussklassen in der kommenden Woche zum Distanzunterricht zurück, teilten der Kreis und die Staatskanzlei am Donnerstagabend mit. Die Landesregierung habe einen entsprechenden Antrag des Kreises genehmigt.

Update vom 18. März, 18.17 Uhr: Das Zerren um Schulschließungen in NRW geht weiter. Nachdem der Kreis Düren mit seinem Versuch, wieder in den Distanzunterricht zu gehen, zunächst gescheitert ist, hat Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) einen neuen Antrag bei der Landesregierung gestellt. Trotz einer Allgemeinverfügung vom 5. März für bestimmte Gebiete der Stadt Düren liege die Inzidenz im Kreis seit mehr als drei Wochen bei etwa 130 und im Stadtgebiet aktuell jenseits der 200.

Der Landrat kündigte in einem Video an, dass die weiterführenden Schulen im Kreisgebiet am kommenden Montag wieder zum Distanzunterricht zurückkehren sollen und die Allgemeinverfügung zunächst um eine Woche bis zum 28. März verlängert wird. „Wir meinen unseren neuerlichen Antrag sehr ernst und erwarten, dass das Land zustimmt“, betonte Spelthahn. „Die hohen Ansteckungsraten lassen uns keine Wahl.“

Corona in NRW: Am 22. März gibt es keine Öffnungen - Warten auf Bund-Länder-Gipfel

Update vom 18. März, 17.10 Uhr: Keine weiteren Öffnungen in nächster Zeit in NRW, das hat das Gesundheitsministerium heute mitgeteilt. Zum 22. März 2021 wären eigentlich weitere Öffnungen etwa in der Außengastronomie, von Theatern, Konzert- und Opernhäusern und Kinos sowie im Sport möglich gewesen, wenn die 7-Tages-Inzidenz stabil oder sinkend unter 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern pro Woche liegen würde. Die landesweite Inzidenz lag heute aber bei 92,1 (+7,0 zum Vortag). Es könne weder von einer Unterschreitung der gegebenen Marke am 22. März ausgegangen werden noch sei eine stabile Infektionslage gegeben, teilte das Ministerium am Donnerstag mit.

Daher wird es zum Montag keine neue Corona-Schutzverordnung geben, sondern die Fortschreibung der Coronaschutzverordnung erst im Lichte der Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz erfolgen.

Update vom 18. März, 13.59 Uhr: Die Zahlen im Märkischen Kreis explodieren, die Inzidenz nähert sich der 200. Jetzt hat der NRW-Hotspot die erste Notbremse gezogen und die Regeln verschärft. Verstärkte Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen treten ab morgen in Kraft.

Corona in NRW: Weitere Stadt will Schulen schließen

Update vom 18. März, 12.02 Uhr: Auch die Stadt Wuppertal fordert nun eine umgehende Schließung der Schulen in der Stadt. Die Schulen sollten für den Präsenzunterricht geschlossen werden, um bis zu einem Neustart nach den Osterferien eine verlässlich funktionierende Test- und Impf-Strategie umzusetzen, teilte die Stadt am Donnerstag mit. Die Forderung zähle zu einem vom Krisenstab verabschiedeten Maßnahmenpaket, das nun mit dem Land abgestimmt werden müsse. Der Inzidenzwert sei innerhalb von einer Woche von 93 auf 141 gestiegen. Auch gebe es eine zunehmende Belegung von Krankenhausbetten.

Rund um das Thema Schulen gab es am Mittwoch auch Zoff im TV: ARD-Moderatorin Sandra Maischberger fuhr im Talk mit Ministerpräsident Armin Laschet förmlich aus der Haut.

Update vom 18. März, 11.35 Uhr: Nordrhein-Westfalens Familienminister Joachim Stamp (FDP) hofft auf eine rasche Wiederaufnahme der Impfungen mit dem Astrazeneca-Vakzin. Sein Ziel sei weiterhin, dass den rund 168.000 Beschäftigten im Kita-Bereich bis Ostermontag ein Impfangebot gemacht werden könne, sagte Stamp am Donnerstag im Familienausschuss des Landtags. Er hoffe, dass die Impfungen kommende Woche fortgesetzt werden könnten.

Update vom 18. März, 10.04 Uhr: Die Inzidenz in NRW ist im landesweiten Schnitt am Donnerstag deutlich gestiegen. Nach Angaben des Landeszentrums Gesundheit NRW (LZG) lag sie bei 92,1 (Vortag: 85,1). Der höchste Wert wurde am Donnerstag mit 180,9 im Märkischen Kreis registriert (Vortag: 158,5). Dort waren innerhalb von 24 Stunden 224 neue Infektionen festgestellt worden. In Herne lag der Wert am Donnerstag bei 160,4 (Vortag: 158,5). Die wenigsten Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner wurden in Höxter gezählt: 43,5 (Vortag: 38,5). In Bielefeld lag der Wert am Donnerstag bei 45,2 (Vortag: 39,5). Alle anderen Kommunen lagen über der 50er-Marke. Insgesamt 19 der 53 Städte und Kreise in NRW weisen mittlerweile eine Inzidenz von über 100 auf. Den Behörden wurden den Angaben zufolge insgesamt 4.142 neue Infektionen bekannt. Im Zusammenhang mit Corona starben weitere 42 Menschen. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit dem Virus in NRW gestorbenen Menschen erhöhte sich damit auf 13.803.

Corona in NRW: Landesrechungshof prüft Verwendung von Rettungsschirm-Geldern

Update vom 18. März, 9.47 Uhr: Der Landesrechnungshof prüft den Umgang des Gesundheitsministeriums mit den Geldern des NRW-Rettungsschirms. Dazu gehöre auch die Überprüfung der Beschaffung von Schutzausrüstung, wie der Staatssekretär des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS), Edmund Heller, am Mittwoch im Düsseldorfer Landtag erklärte. Das Ministerium unterstütze die Überprüfung „nach Kräften“.

Update vom 18. März, 9.44 Uhr:  Bei einer Schnelltest-Aktion an Schulen in Bergisch Gladbach waren von 6000 Selbsttests bislang 32 positiv. Davon seien bei einer anschließenden PCR-Test-Überprüfung bisher nur zwei tatsächlich positiv und zwölf negativ ausgefallen, 18 Ergebnisse der PCR-Tests stünden noch aus, teilte Bürgermeister Frank Stein (SPD) am Donnerstag mit.
75 Prozent der anwesenden Schüler an den weiterführenden Schulen hätten sich 75 Prozent testen lassen.

Corona in NRW: Neuer Anbieter für Impftermin-Buchungsplattform

Update vom 17. März, 22.26 Uhr: Das Land NRW wechselt bei der Buchungsplattform für Corona-Impfungen den technischen Anbieter. Eine bislang zuständige Tochterfirma der Kassenärztlichen Bundesvereinigung soll Ende März von einer Firma der Telekom abgelöst werden. Das NRW-Gesundheitsministerium bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht der Neuen Westfälischen. Am Zugang ändere sich nichts: Die Nutzer kämen weiterhin über die 116117 zum Buchungsportal, die Internetadresse bleibe ebenfalls unverändert, hieß es in dem Bericht. Der Anmeldevorgang solle aber einfacher und komfortabler werden.

Update vom 17. März, 21.41 Uhr: In einer zweckentfremdeten Unterkunft einer Firma in der Stadt Billerbeck (Kreis Coesfeld) hat sich ein Großteil der untergebrachten 25 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte der Kreis am Mittwoch mit. Nach Tests stehe fest, dass 21 Mitarbeiter positiv seien. Landrat Christian Schulze Pellengahr kritisierte die Firma scharf: „Es ist mir völlig unverständlich, dass einzelne Unternehmer aus dem Ausbruchsgeschehen in fleischverarbeitenden Betrieben offensichtlich nichts bis wenig gelernt haben.“ In einem Gewerbegebiet sei ein Verwaltungsgebäude illegal zu Wohnzwecken für ausländische Leiharbeitern genutzt worden.

Corona in NRW: Landtag verschärft Maskenpflicht in Parlamentsgebäuden

Update vom 17. März, 17.41 Uhr: Das Krankenhaus-Personal ist laut Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) durch viele Impfungen jetzt deutlich besser vor Corona geschützt als im vergangenen Jahr. Rund 80 Prozent der Krankenhausbediensteten seien mittlerweile geimpft, sagte Laumann im Gesundheitsausschuss des Landtages. Damit könne es nicht zu solchen Ausfällen beim Personal in den Krankenhäusern durch Quarantäne und Infektionen kommen, wie man es noch im November und Dezember erlebt habe.

Update vom 17. März, 16.01 Uhr: Angesichts der wieder steigenden Corona-Neuinfektionszahlen hat der Landtag die Maskenpflicht in den Gebäuden des Parlaments verschärft. Vom 1. April an bis zunächst 17. August müssen Personen im Landtag eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung oder FFP2-Maske tragen.

Corona in NRW: Duisburg will Kitas schließen - Land grätscht dazwischen

Update vom 17. März, 13.25 Uhr: Duisburg zieht erste Konsequenzen aus den steigenden Corona-Zahlen: Die Großstadt hat angekündigt, die Betreuung der Kita-Kinder drastisch einzuschränken und wieder in den Notfallbetrieb zu gehen. Außerdem sollen die Kontaktregeln verschärft werden. So sollen die Treffen in der Öffentlichkeit statt auf maximal fünf Personen aus zwei Haushalten wieder auf einen Haushalt mit einer weiteren Person beschränkt werden.

NRW-Familienminister Joachim Stamp wurde von der Ankündigung überrascht. Er lehnte ab. „Das ist mit dem Land nicht abgestimmt“, sagte er. Es könne jetzt nicht jeder Oberbürgermeister „nach Gutdünken“ Maßnahmen verkünden. Am Dienstag hatte das Land Dortmunder Pläne, die Schulen zu schließen, abgelehnt.

Corona in NRW: Inzidenz steigt - Bund und Länder planen wohl „Notbremse“

Update vom 17. März, 11.22 Uhr: Bund und die Länderchefs um NRW-Ministerpräsident Armin Laschet wollen beim Corona-Gipfel am Montag wohl einen Öffnungsschritt kippen. Dazu sei ein Notfallplan im Gespräch - wegen des Astrazeneca-Impfstoffs.

Update vom 17. März, 07.19 Uhr: Die Sieben-Tages-Inzidenz ist wieder gestiegen: Heute beträgt sie in Nordrhein-Westfalen 85,1. Innerhalb von einer Woche kletterte die Inzidenz um fast 20 Punkte. Ein neuer Lockdown wird immer wahrscheinlicher. Denn ab einer Inzidenz von 100 müsste Ministerpräsident Armin Laschet eigentlich die Notbremse ziehen.

Corona-Impfungen mit Astrazeneca gestoppt: NRW will Impf-Tempo trotzdem hoch halten

Update vom 16. März, 16.18 Uhr: Die Corona-Impfungen mit Astrazeneca pausieren. Nun bedient sich NRW aus seiner Reserve, der bei den Impfstoffen von Biontech und Moderna gebildet worden ist. Damit wolle das Land das Impftempo weiter hochhalten beziehungsweise beschleunigen, sagte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU).

Bisher wurden bei Biontech und Moderna rund 50 Prozent der Dosen für die notwendigen Zweitimpfungen zurückgelegt. Daraus sollen 150.000 Dosen entnommen werden. Laut Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sollen sie Eingliederungseinrichtungen und über 80-Jährigen zugutekommen. Die Zweitimpfungen, die im April starten, seien dadurch nicht gefährdet.

Update vom 16. März. 16.07 Uhr: Dortmund darf trotz steigender Infektionszahlen die Schulen nicht ab Mittwoch schließen. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) erteilte dem Vorstoß der drittgrößten NRW-Stadt eine klare Abfuhr und sagte: „Wenn eine Stadt wie Dortmund bei einer Inzidenz von 72 als einzige Maßnahme das Schließen von Schulen einfällt, wird das von meinem Ministerium heute noch abgelehnt.“ Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD) hatte die geplanten sofortigen Schließungen auch mit dem vorläufigen Impfstopp des Astrazeneca-Vakzins begründet.

Corona in NRW: Dortmund will Schulen wieder schließen - Klare Absage von Karl-Josef Laumann

Update vom 16. März, 14.05 Uhr: Im Streit um Schulöffnungen in der Corona-Pandemie hat der nordrhein-westfälische SPD-Chef Thomas Kutschaty Entscheidungsfreiheit für die Kommunen gefordert. Wenn die Neuinfektionsraten in einzelnen Regionen zu hoch seien, könne der Schulbetrieb nicht aufgenommen werden, sagte Kutschaty. Das gelte umso mehr, als kein ausreichendes Test-Angebot aufgebaut, sondern lediglich ein Selbsttest für jeden Schüler der weiterführenden Schulen bis zu den Osterferien zugesagt worden sei, kritisierte der Oppositionsführer. Dringend korrekturbedürftig sei die Anweisung, in den Schulen sozusagen „im Stuhlkreis“ zu testen. 

Update vom 16. März, 13,30 Uhr: Dortmund will die Schulen nach nur zwei Tagen schon wieder schließen. Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD) will den Schulbetrieb in Dortmund ab Mittwoch schon wieder einstellen - abgestimmt mit der Landesregierung ist die Entscheidung nicht. „Wir sind der festen Überzeugung, dass es in diesem Moment überhaupt keinen Sinn hat, die Schulen zu öffnen. Deswegen haben wir den dringenden Appell an die Schulministerin, die Schulöffnungen und das Hochfahren des Präsenzunterrichts sofort zu beenden“, sagte Westphal.

Update vom 16. März, 10.15 Uhr: Wegen des Lockdowns ist die Zahl der Übernachtungen in nordrhein-westfälischen Beherbergungsbetrieben im Januar massiv eingebrochen. Mit knapp 884.000 Übernachtungen habe die Zahl um 75,6 Prozent niedriger gelegen als ein Jahr zuvor, teilte das Landesamt für Statistik (IT.NRW) am Dienstag mit. Allein der Rückgang bei Übernachtungsgästen aus dem Ausland lag bei gut 89 Prozent. Die Gesamtzahl der Gäste sank um fast 87 Prozent auf 214 829.
Die prozentual höchsten Rückgänge mit bis zu 98 Prozent verzeichneten Hütten und Jugendherbergen, gefolgt von Campingplätzen mit einem Minus von 95,6 Prozent. Moderatere Einbußen hatten die Vorsorge- und Reha-Kliniken mit 33 Prozent weniger Ankünften. 

Corona in NRW: Inzidenz steigt weiter

Update vom 16. März, 8.28 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in NRW steigt weiter und liegt am Dienstagmorgen laut Robert Koch-Institut (RKI) bei 82,9 (Vortag 81,2). Zuletzt meldeten die Gesundheitsämter in NRW 1256 Neuinfektionen binnen eines Tages, 50 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Spitzenreiter bei der Wocheninzidenz ist weiter Herne (157,9), gefolgt vom Märkischen Kreis (150,4) und dem Kreis Düren (126,2). Insgesamt überschritten am Dienstag 15 Kreise und kreisfreie Städte in NRW den Inzidenz-Wert von 100. Die niedrigsten Inzidenzen wiesen Höxter (36,4) und Euskirchen (39,2) auf.

Update vom 15. März, 21.14 Uhr: Das vorübergehende Aussetzen von Covid-19-Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca wird nach Einschätzung des NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet die Impfpläne durcheinander bringen. „Das wird viele Strategien wieder verändern“, sagte der CDU-Bundesvorsitzende am Montag in der ZDF-Sendung „Was nun, Herr Laschet?“. „Wir haben darauf gesetzt, dass wir jetzt sehr schnell, sehr breit impfen, den Stoff sogar zu den Hausärzten geben. Und jetzt ist er gar nicht mehr da, jedenfalls nicht die nächsten Tage.“ Auf den Astrazeneca-Impfstopp müsse Politik wieder reagieren.

Corona in NRW: Nur ein Selbsttest pro Schüler bis zum Osterferien-Beginn

Update vom 15. März, 19.02 Uhr: Für die Schüler der weiterführenden Schulen in Nordrhein-Westfalen ist bis zum Beginn der Osterferien am 29. März zunächst nur ein einziger Corona-Selbsttest pro Kopf vorgesehen. Das teilte das Schulministerium am Montag mit. Die Schulen sollen demnach die Tage, an denen vor den Ferien getestet wird, selbst festlegen. Das schulische Personal soll dann die Durchführung der Selbsttests beaufsichtigen. Eigentlich sahen die bisherigen Planungen vor, dass die Schüler sich einmal pro Woche freiwillig unter Aufsicht in der Schule selbst testen können. Die weiterführenden Schulen sollen ab Dienstag die ersten von 1,8 Millionen Selbsttests erhalten, die in den beiden Wochen bis zu den Osterferien verteilt werden.

Corona in NRW: Gesundheitsministerium äußert sich zu Astrazeneca-Impfstopp

Update vom 15. März, 17 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium teilte nach Bekanntgabe des Impf-Stopps mit dem Vakzin Astrazeneca mit, dass alle bereits vereinbarte Termine mit diesem Impfstoff in Nordrhein-Westfalen nicht stattfinden können und von den zuständigen Stellen abgesagt werden. Die Nachricht schlug am Montagnachmittag ein wie eine Bombe. Im Impfzentrum im Kreis Soest zum Beispiel können mehr als die Hälfte der geplanten Impfungen nicht durchgeführt werden*, hieß es nach eigenen Angaben. Kalt erwischt wurde auch das Impfzentrum im Märkischen Kreis*, die sofort die Impfungen mit Astrazeneca gestoppt haben.

Update vom 15. März, 16.16 Uhr: Die ersten Städte haben bereits reagiert: Hamm meldet, dass die Impfungen mit Astrazeneca ab sofort gestoppt sind. Alle, die bereits zu ihrem Impftermin erhalten haben, sollen informiert werden, wenn der Termin abgesagt wird.

Corona in NRW: Astrazeneca-Impfungen gestoppt - Notbremse droht

Update vom 15. März, 16.09 Uhr: In Nordrhein-Westfalen wie auch in ganz Deutschland steigen die Corona-Zahlen. Dennoch öffnete NRW heute seine Schulen nun auch wieder für alle Jahrgänge. An den weiterführenden Schulen wird dort nun auch für die Schüler der Klassenstufen 5 bis 10 in einer eingeschränkten Form in den Klassenräumen unterrichtet. Wir haben beim Schulministerium nachgefragt, wie es weitergehen soll.

Update vom 15. März, 15.48 Uhr: Deutschland hat die Impfungen mit Astrazeneca gestoppt. Es wird laut Ministerium weitere Untersuchungen des Impfstoffs geben. Es gab europaweit einige Fälle von Thrombosen der Hirnvenen, die in einem zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung stehen.

Update vom 15. März, 12.43 Uhr: Die Bundesregierung hat die Ministerpräsidenten der Bundesländer aufgefordert, die beschlossene Notbremse auch umzusetzen. In NRW liegt die Inzidenz unter der Regierung von CDU-Chef Armin Laschet heute auf 81,2, Tendenz steigend. In Nordrhein-Westfalen gilt die Durchschnittsinzidenz des Landes für die Öffnungsschritte. Das bedeutet noch Aufatmen für viele Kreise und Städte, die bereits Werte von über 100 haben. Sie müssen ihre Lockerungen (noch nicht) zurücknehmen.

Corona in NRW: Größte Großstadt wird heute zum Hotspot - Inzidenz steigt weiter

Update vom 15. März, 12.09 Uhr: Herne hat die höchste Inzidenz in NRW. Heute meldet die Stadt einen Massenausbruch in einer Einrichtung der Behindertenhilfe. Mehr als 100 Personen seien in einer Werkstatt und mehreren Wohnstätten zuletzt positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Einrichtungen wurden unter Quarantäne gesetzt. Die Zahl der Neuinfektionen binnen einer Woche pro 100 000 Einwohner lag in Herne laut Robert Koch-Institut am Montag bei 171,9. Danach folgt NRW-weit der Märkische Kreis mit einer Inzidenz von 152,4 - zwei der betroffenen Städte haben Inzidenz-Werte von über 200.

Update vom 15. März, 10.55 Uhr: Die größte Stadt von NRW ist jetzt zum Hotspot geworden. Köln hat eine Inzidenz von über 100. Laut RKI stieg die Sieben-Tages-Inzidenz am Montag auf 100,7. Ein Sprecher von Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) sagte, man wolle nun erst einmal abwarten, ob der Wert in den nächsten Tagen stabil und signifikant über der Marke bleibe. Wenn das der Fall sein sollte, wolle die Stadt Mitte der Woche Kontakt mit der Landesregierung aufnehmen.

Update vom 15. März, 7.45 Uhr: Es haben sich binnen einer Woche in NRW wieder deutlich mehr Menschen mit Corona angesteckt. Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz stieg auf 81,2 (Vortag: 78,9), wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilte. Zum Vergleich: Vor einer Woche meldeten die Gesundheitsämter in NRW einen Inzidenzwert von 65,8. Die Lage ist dabei regional unterschiedlich. In Herne liegt die Wocheninzidenz mit 171,9 besonders hoch, im Märkischen Kreis ist es mit 152,4 Corona-Neuinfektionen* je 100.000 Einwohner in sieben Tagen kaum besser aus. Vergleichsweise gut ist die Lage in den Kreisen Coesfeld (35,8) und Höxter (37,1). - *wa.de, soester-anzeiger.de und come-on.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

+++ Hier lesen Sie was in den vergangenen Tagen der Corona-Pandemie in NRW geschehen ist +++

Rubriklistenbild: © Robert Michael/dpa

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