Heinrich-Heine-Universität

Prüfungen an der Uni trotz Corona: Pilotprojekt soll Studenten wieder an den Campus bringen

Aufgrund des Corona-Lockdowns heißt es für Studenten: Homeoffice statt Uni-Campus. Mit einem Pilotprojekt hofft die HHU bald wieder auf Prüfungen in Präsenzform.

Hamm - Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sind besonders hart vom Coronavirus betroffen. Denn seit über einem Jahr kommen Erziehung und Bildung zu kurz, es gibt aufgrund der strengen Corona-Maßnahmen erhebliche Einschnitte in Kitas, Schulen - aber eben auch an den Universitäten in Nordrhein-Westfalen. (News zum Coronavirus)

HochschuleHeinrich-Heine-Universität Düsseldorf
AdresseUniversitätsstraße 1, 40225 Düsseldorf
Studierende36.464 (WS 2018/19)
Gründung1965

Prüfungen an der Uni trotz Corona: Pilotprojekt soll Studenten wieder an den Campus bringen

Studierende gehen mittlerweile in ihr drittes Corona-Semester - sprich Hochschulen und Unis sind weitgehend dicht. Aufgrund der Pandemie gilt: Studium aus dem Homeoffice. Auch Prüfungen und Klausuren fanden in den meisten Einrichtungen zum größten Teil in Online-Form statt. Präsenzprüfungen - wenn es welche gab - waren in Zeiten des Lockdowns, den Kanzlerin Angela Merkel weiter verschärfen will, eher die Ausnahme. Dies könnte sich bald ändern - sofern der Versuch positiv ausfällt.

Die Heinrich-Heine-Universität im Düsseldorf startete nun ein Pilotprojekt mit der Frage, wie Corona-Selbsttests dort ablaufen können. Schließlich gibt es auch Studienformate oder Abschlussarbeiten, die nur vor Ort durchgeführt werden können - etwa in den Bereichen der Naturwissenschaften und Medizin.

Daher stehen bei dem Pilotprojekt an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf alle Mitglieder von Arbeitsgruppen im Fokus, in denen Abschlussarbeiten von Studierenden im Labor durchgeführt werden. Nach Angaben des WDR handelt es sich dabei um bis zu 1.000 Studenten, die demzufolge seit fünf Monaten auf ihre Abschlussprüfung warten.

Prüfungen an der Uni in Präsenzform: Zweimal pro Woche Corona-Selbsttests

Jede Arbeitsgruppe aus Studenten und Mitarbeitern bekommt im Rahmen des Pilotprojektes in Düsseldorf Corona-Selbsttests für zwei Testungen pro Woche und Person. Um dabei eine möglichst hohe Zahl an Infektionen festzustellen, rät die Uni dazu, den Corona-Test jeweils am Montag und Donnerstag durchzuführen – und zwar zu Hause vor der Arbeit und nicht erst am Campus in Düsseldorf.

Ist das Ergebnis des Corona-Tests positiv, bleibt die oder der Betroffene daheim - und die Person habe umgehend die Leitung des Arbeitskreises zu informieren. Das positive Test-Ergebnis soll dann durch einen PCR-Test für SARS-CoV-2 bestätigt werden.

Pilotprojekt mit Corona-Selbsttests in Düsseldorf: Uni hofft auf Rückschlüsse

Die Zielgruppe des Pilotprojektes sei aufgrund der „Einschränkungen durch die Corona-Regelungen im Hinblick auf ihre Abschlussarbeiten und der relativ kleinen Zahl geschuldet“, erläutert Dr. Martin Goch, Kanzler der Heinrich-Heine-Universität. „Sie ist dennoch ausreichend, um Rückschlüsse zum Ablauf solcher Tests zu ziehen.“

Sofern das Pilotprojekt an der Uni in Düsseldorf mit den Corona-Selbsttests gut läuft, sollen bald auch mehrere Studierende wieder auf den Campus dürfen. „Mit den Pilottests wollen wir die Zahl der falsch-positiven Ergebnisse ermitteln. Dies dient der Evaluierung der Selbsttests, um sie hoffentlich im nächsten Schritt für einen größeren Personenkreis an der Universität zur Verfügung zu stellen“, sagt Prof. Dr. Lutz Schmitt vom Institut für Biochemie, der das Pilotprojekt leitet. Zusammen mit den AHA-Regeln sollen die Tests das Risiko einer Corona-Infektion senken.

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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