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Freitesten nach Corona-Quarantäne: Aktuelle Regeln in NRW

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Von: Daniel Großert

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Fällt der Corona-Test positiv aus, muss ich in Quarantäne oder Isolation. Aber ab wann und wie kann ich mich freitesten? Die aktuell geltenden Regeln in NRW.

Hamm - Die Corona-Zahlen steigen in Deutschland und Nordrhein-Westfalen wieder deutlich an. Es gibt viele Infizierte. Entsprechend befinden sich auch wieder weit mehr Menschen in Isolation bzw. Quarantäne. Aber wie lange muss man sich eigentlich isolieren? Und ab wann darf man sich freitesten? Ein Überblick über die Regeln in NRW.

BundeslandNordrhein-Westfalen
Bevölkerung17,93 Millionen (2019)
HauptstadtDüsseldorf

Corona: Freitesten nach Quarantäne - Übersicht der Regeln in NRW

Lange galt: Infizierte und deren enge Kontaktpersonen müssen zehn Tage lang in Quarantäne. Das waren immerhin schon vier Tage weniger als zu Beginn der Pandemie. Doch die Corona-Test-und-Quarantäne-Verordnung für NRW räumte Infizierten die Möglichkeit ein, sich vorzeitig aus der Isolation freizutesten. Wer keine Symptome mehr hat und ein negatives Testergebnis nachweisen kann, kann bereits nach fünf Tagen das Haus wieder verlassen.

Neue Corona-Regeln: NRW hält am Freitesten fest - schon nach fünf Tagen möglich

Wer nach fünf Tagen die Isolation beenden will, benötigt einen offiziellen negativen Testnachweis - also einen Bürgertest oder einen PCR-Test. Bei letzterem reicht es auch aus, wenn der CT-Wert über 30 liegt. Der sogenannte CT-Wert gibt an, wie viel Erbgut des Virus in einer Probe vorhanden ist. Ein Corona-Selbsttest ist zum Freitesten übrigens nicht ausreichend.

Die Isolierungszeit beginnt am Tag der ersten Symptome oder des positiven Testergebnisses. Ohne Freitesten endet die Isolation weiterhin nach zehn Tagen automatisch und ohne weiteren Test. Wie lange ist man als Corona-Infizierter überhaupt ansteckend? Forscher haben es herausgefunden.

Etwas strengere Regeln gelten für Mitarbeiter von Krankenhäusern, Pflegeheimen oder anderen „vulnerablen Einrichtungen“: Wenn sie mit Corona infiziert sind, gilt für sie ein Tätigkeitsverbot. Bevor sie wieder zur Arbeit zurückkehren und sich freitesten, müssen sie mindestens 48 Stunden lang ohne jegliche Symptome sein. Zudem müssen sie ihrem Arbeitgeber ein negatives Ergebnis eines Bürger- oder PCR-Tests (CT-Wert über 30) vorlegen.

Freitesten in NRW: Kontaktpersonen müssen nicht mehr in Quarantäne

Weiterhin gilt: Eine behördliche Anordnung für den Beginn bzw. das Ende der Isolation ist nicht erforderlich. Bei einem positiven Test muss das Gesundheitsamt also Infizierte nicht erst offiziell in Quarantäne schicken. Ebenso wenig muss es das mögliche Freitesten überwachen.

Eine Mitarbeiterin steht mit einem Teststäbchen für einen Abstrich in der von einer Arztpraxis betriebenen Corona-Teststelle Hannover-Laatzen in der Region Hannover. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut angestiegen.
Mit einem negativen Corona-Test kann man sich freitesten. © Julian Stratenschulte/dpa

Enge Kontaktpersonen von Corona-Infizierten müssen in NRW nicht mehr zwangsläufig in Quarantäne. Stattdessen sollen diese Personen gemäß einer Empfehlung des Robert-Koch-Instituts eigenverantwortlich ihre Kontakte reduzieren und nach Möglichkeit im Homeoffice arbeiten. Geimpfte oder genesene Beschäftigte aus der Pflege müssen sich als enge Kontaktperson von Corona-Infizierten zudem fünf Tage lang täglich vor Dienstbeginn testen.

Die Corona-Variante BA.5 dominiert derzeit in Deutschland. Was sie zu Verlauf und Symptomen bei BA.5 wissen müssen. Forscher blicken aber auch mit Sorge auf eine neu entdeckte Corona-Variante. Könnte Omikron BA.2.75 für eine weitere Welle sorgen? 

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