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Corona-Regeln in der Schule: NRW-Ministerin schließt Maskenpflicht nicht aus

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Von: Simon Stock

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Das neue Schuljahr in NRW ist mit recht lockeren Corona-Regeln gestartet. Doch schon im Herbst könnte es deutliche Verschärfungen bei der Maskenpflicht geben.

Hamm - Das neue Schuljahr in Nordrhein-Westfalen hat begonnen. Millionen Kinder und Jugendliche sitzen seit Mittwoch (10. August) wieder im Unterricht. Auch im Sommer 2022 geht es an Schulen in NRW nicht ohne Corona-Regeln. Aktuell sind sie recht locker, doch bereits im Herbst könnten sie verschärft werden - und zwar deutlich.

BundeslandNordrhein-Westfalen
Bevölkerung17,9 Millionen
HauptstadtDüsseldorf

Schule und Corona-Regeln: NRW-Ministerin bezieht Stellung zu Maskenpflicht

Die neue NRW-Schulministerin Dorothee Feller (CDU) schloss für den Herbst und Winter die Rückkehr zur Maskenpflicht an einzelnen Schulen oder sogar flächendeckend nicht aus.

Angesichts der derzeitigen Corona-Infektionszahlen sei eine Pflicht zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes zwar nicht erforderlich, sagte Feller am Mittwoch dem WDR. Es gäbe auch gar keine gesetzliche Grundlage dafür. Allerdings werde die Landesregierung die weitere Entwicklung der Corona-Lage beobachten „und bundesgesetzliche Regelungen abwarten, dass wir in bestimmten Fällen eine Maskenpflicht vorsehen“, sagte Feller.

Laut Dorothee Feller wäre es möglich, dass es an einzelnen Schulen, an denen die Inzidenz sehr hoch ist, eine Maskenpflicht geben könnte. Ob das Land NRW auch generell eine Maskenpflicht an Schulen verhängen würde, hänge davon ab, welche Regelungen das neue Bundesinfektionsschutzgesetz biete. Aus dem von Karl Lauterbach vorgestellten Entwurf wird deutlich, dass ab Oktober in Deutschland wieder strengere Corona-Regeln gelten, vor allem in puncto Maskenpflicht.

Corona-Regeln an Schulen in NRW: Änderung vor den Herbstferien

Klar sei aber, dass es noch vor den Herbstferien in NRW „eine klare und verlässliche Regelung“ geben solle, damit Schulen, Eltern und Schüler „Bescheid wissen, wie es in den Winter hineingeht“. Eltern, Lehrer und Schüler haben seit Beginn der Pandemie eine Achterbahnfahrt der Regelungen hinter sich. Kurzfristige Änderungen der Corona-Regeln hatten für großen Ärger gesorgt. Schulschließungen wie bei den ersten Corona-Wellen soll es nicht mehr geben, hatte Feller bereits früher betont.

Aktuell gilt an Schulen in NRW nur noch eine Empfehlung, in den Innenräumen eine medizinische Maske oder eine FFP2-Maske zu tragen. Außerdem wird nur noch anlassbezogen auf das Coronavirus getestet. Dafür lässt das Land über die Schulen Antigenselbsttests für Schüler sowie das Personal austeilen.

Die Tests sollen vor dem Weg in die Schule zu Hause durchgeführt werden bei Fieber, Husten, Halsweh, Schnupfen, oder anderen einschlägigen Symptomen. Das Ministerium geht von einem monatlichen Bedarf von fünf Tests pro Person aus. (mit dpa)

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