News-Ticker / Profisportler dürfen zurück ins Training

Coronavirus in NRW: So viele Infektionen drohen bis Ende April

NRW wird massiv vom Coronavirus heimgesucht: 16.344 Menschen haben sich infiziert. Die Fallzahlen steigen weiter. Bis Ende April könnten bis zu 150.000 Personen betroffen sein.

  • In NRW sind 16.344 Menschen mit dem Coronavirus infiziert (Stand: Mittwoch, 16 Uhr)
  • 180 Menschen sind im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung gestorben.
  • Wir fassen die Entwicklung rund um Covid-19 in NRW in diesem News-Ticker zusammen.

Corona-Virus in NRW: News-Ticker hier aktualisieren

+++ Coronavirus in NRW: Alle Verbote und Beschränkungen +++

+++ Coronavirus in NRW: Alle Regeln des Kontaktverbotes +++

+++ Coronavirus in NRW: Alles zur Studie im Kreis Heinsberg +++

+++ Coronavirus in NRW: Bußgeldkatalag regelt Straftaten und Ordnungswidrigkeiten +++

Update, 21 Uhr: Die Luftwaffe hat am Mittwoch vier weitere schwer an Covid-19 erkrankte Italiener zur Behandlung nach Deutschland geflogen. Zwei der für den Flug mit dem Airbus A310 MedEvac vorgesehene Patienten seien nicht transportfähig gewesen, sagte ein Sprecher dere Luftwaffe der Deutschen Presse-Agentur. Ursprünglich sollten sechs Intensiv-Patienten nach Köln gebracht werden. Die Erkrankten wurden zur weiteren Behandlung in katholische Krankenhäuser der Erzbistums Köln gebracht. Schnell und unbürokratisch zu helfen, sei ein Akt der Nächstenliebe, sagte der Kölner Erzbischof, Kardinal Rainer Maria Woelki, laut einer Erklärung. "Wir dürfen diese besonders betroffenen Länder jetzt nicht allein lassen." Der Spezial-Airbus ist die fliegende Intensivstation der Bundeswehr und wird eingesetzt, um wegen der dramatischen Notlage in den Krankenhäusern Norditaliens zu helfen. Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer erklärte dazu am Mittwoch über Twitter: "ITA braucht weiter unsere Hilfe. Wir stehen fest an der Seite unserer Partner und fliegen für Sie mit unserem A310 MedEvac."

Update, 18 Uhr: Kinder, denen wegen der Kontaktsperren in der Corona-Krise zuhause Gewalt droht, sollen auch in Kitas oder Schulen notbetreut werden können. Familienminister Joachim Stamp (FDP) kündigte am Mittwoch im Landtag an, dass die Landesregierung mit Kommunen, Trägern und Einrichtungen dazu im Gespräch sei. "Wir möchten eine passgenaue Regelung bekommen." Noch am Mittwoch oder am Donnerstag hoffe er auf ein "finales Ergebnis" der Gespräche. Die betroffenen Kinder dürften aber nicht mit einem "automatischen Stigma" behaftet sein, wenn sie dann in Einrichtungen aufgenommen würden. Das werde auch mit den Jugendämtern besprochen. "

Coronavirus in NRW: Galeria Karstadt Kaufhof sucht Rettung

Update, 17.01 Uhr: Der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof sucht angesichts der Umsatzeinbrüche durch die Corona-Pandemie Rettung in einem Schutzschirmverfahren. Dem Antrag sei vom Amtsgericht Essen bereits stattgegeben worden, teilte der Konzern mit, der bundesweit mehr als 28.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Das Schutzschirmverfahren schützt in die Krise geratene Unternehmen vor dem Zugriff der Gläubiger, ohne dass die Betriebe bereits Insolvenz anmelden müssen. Die Geschäftsführung kann das Unternehmen weiter verantwortlich lenken und selbstständig sanieren.

Der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof hat angesichts der Umsatzausfälle infolge der Corona-Pandemie beim Amtsgericht Essen ein Schutzschirmverfahren beantragt.

Nach eigenen Angaben verliert Galeria Karstadt Kaufhof durch die Schließung der Warenhäuser seit dem 18. März jede Woche mehr als 80 Millionen Euro Umsatz. Die Krise trifft das Unternehmen noch mitten im Restrukturierungsprozess. Die Warenhäuser kämpfen schon seit Jahren mit Umsatzrückgängen und roten Zahlen.

Update, 16.33 Uhr: Der Dortmund Airport hat jetzt die Passagierzahlen für das erste Quartal veröffentlicht, die die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie eindrucksvoll unter Beweis stellen. Stagnierten die Zahlen zu Beginn des Monats März noch auf Vorjahresniveau, so ging es ab dem 9. März bergab. An diesem Tag hätten erstmals weniger Passagiere den Flughafen genutzt. 

"Seitdem sanken die Fluggastzahlen von Tag zu Tag. Im gesamten Monat März flogen 93.985 Passagiere zum oder vom Dortmund Airport. Das sind 52,6 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. In der letzten vollständigen März-Woche sank die Anzahl der Fluggäste sogar um 95 Prozent", so der Airport.

Update, 16.28 Uhr: Hier gibt es wieder den exakten Überblick für alle 53 Städte und Landkreise in NRW:

Stadt/Kreis

bestätigte
Fälle

Todesfälle

Aachen und Region

980

16

Bielefeld

177

-

Bochum

275

7

Bonn

294

1

Borken (Kreis)

497

7

Bottrop

44

1

Coesfeld (Kreis)

339

6

Dortmund

304

-

Duisburg

330

2

Düren (Kreis)

272

4

Düsseldorf

455

4

Ennepe-Ruhr-Kreis

210

1

Essen

420

7

Euskirchen (Kreis)

133

2

Gelsenkirchen

119

1

Gütersloh (Kreis)

401

1

Hagen

82

2

Hamm

171

2

Heinsberg (Kreis)

1.331

39

Herford (Kreis)

176

1

Herne

58

-

Hochsauerlandkreis

286

1

Höxter (Kreis)

72

-

Kleve (Kreis)

242

2

Köln

1.405

15

Krefeld

225

1

Leverkusen

127

-

Lippe (Kreis)

347

3

Märkischer Kreis

146

1

Mettmann (Kreis)

379

6

Minden-Lüb. (Kreis)

340

-

Mönchengladbach

204

1

Mülheim / Ruhr

79

2

Münster

487

2

Oberbergischer Kreis

258

2

Oberhausen

69

-

Olpe (Kreis)

147

1

Paderborn (Kreis)

275

4

Recklinghausen

402

1

Remscheid

67

1

Rhein-Erft-Kreis

393

2

Rheinisch-Berg. Kreis

220

3

Rhein-Neuss-Kreis

364

6

Rhein-Sieg-Kreis

552

2

Siegen-Wittg. (Kreis)

107

1

Soest (Kreis)

209

1

Solingen

107

1

Steinfurt (Kreis)

453

3

Unna (Kreis)

235

3

Viersen (Kreis)

284

3

Warendorf (Kreis)

314

2

Wesel (Kreis)

243

2

Wuppertal

238

4

Gesamt

16.344

180

Update, 16.10 Uhr: Die Zahl der Landkreise und kreisfreien Städte in NRW, in denen es noch keine Todesopfer im Zusammenhang mit dem Coronavirus gibt, wird immer kleiner. Denn jetzt hat auch der Kreis Soest bestätigt, dass eine Person an den Folgen der Infektion gestorben ist - ein 82-jähriger Mann aus Warstein mit diversen Vorerkankungen. Die Details dazu gibt es hier im News-Blog von soester-anzeiger.de.

Aktuell meldet das NRW-Gesundheitsministerium - Stand 16 Uhr - 16.344 bestätigte Infektions- und 180 Todesfälle. Von Todesfällen verschont geblieben sind bisher nur noch die fünf Städte Bielefeld, Dortmund, Herne, Leverkusen, Oberhausen sowie die beiden Kreise Höxter und Minden-Lübbecke. 

Coronavirus in NRW: Plätze und Hallen sind jetzt "Betriebsgelände"

Update, 15.19 Uhr: DFL-Präsidiumsmitglied Alexander Wehrle hat eine Ausnahmeregelung für die Profisportler in NRW bestätigt. Die Landesregierung genehmigte unter den allgemeingültigen Hygienevorschriften, dass Berufssportler in der Corona-Krise trainieren dürfen. Dazu gehören unter anderem auch die Vereine der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga, die nach und nach an ihren Übungsstätten unter strengen Auflagen ins Training zurückkehren.

Der Lockerung durch das Gesundheitsministerium liegt die Ansicht zugrunde, "dass Profisportler nicht an der Ausübung ihres Berufes gehindert werden dürfen". Um das zu ermöglichen, werden Sportplätze oder Trainingshallen der Profi-Teams als "Betriebsgelände" betrachtet. Die Ausnahmeregelung gilt nicht für Hobbysportler, aber beispielsweise auch für Leistungssportler, die an den Olympia-Stützpunkten oder in Leistungszentren trainieren. 

Bereits am Montag hatte Borussia Dortmund in Zweiergruppen das Training im Stadtteil Brackel nach wochenlanger Zwangspause wieder aufgenommen, dabei mussten aber die vorgeschriebenen Abstände zueinander gewahrt werden. Weitere Clubs wollen mit diesem kleinen ersten Schritt zurück in die Normalität folgen.

Update, 15.15 Uhr: Auch die Fußball-Profis des Bundesligisten Bayer Leverkusen leisten ihren Beitrag in der Corona-Krise. Die Spieler stimmten Gehaltskürzungen zu, wie der Werksclub mitteilte. Rudi Völler (59) bezeichnete die Bereitschaft der Mannschaft als "Geste, die uns nach den Gesprächen der letzten Wochen nicht überrascht" habe. "Der komplette Trainerstab, die Geschäftsführung und das Management schließen sich dem natürlich an", sagte der Sport-Geschäftsführer.

Coronavirus in NRW: Zahl der Infizierten verdoppelt sich zu schnell

Update, 15.04 Uhr: Bei einem weiteren Anstieg der Infektionszahlen in der derzeitigen Geschwindigkeit könnten nach Berechnungen bis Ende April 150.000 Menschen in NRW mit dem Coronavirus infiziert sein. Das sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) in einer Aktuellen Stunde des Landtags.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann

Zehn Prozent der Infizierten, also rund 15.000, müssten Schätzungen zufolge dann in Krankenhäusern behandelt werden. Die Ausbreitung müsse verlangsamt werden, um Zeit zu gewinnen, das Gesundheitssystem auf die Belastungen vorzubereiten, sagte Laumann. 

Derzeit verdoppele sich die Zahl der Infizierten in NRW alle 8,9 Tage, so Laumann. "Wir müssen aber auf zehn bis zwölf Tage kommen." In dem Fall wären es dann nach Schätzungen Ende April 75.000 Infizierte.

Coronavirus in NRW:

Update, 15.01 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie verzichtet die Ruhr-Universität Bochum in der kommenden Vorlesungszeit bis Juli komplett auf Präsenzveranstaltungen. Ziel sei es aber, den 72.900 eingeschriebenen Studierenden ein vollwertiges Sommersemester anzubieten, teilte die Uni mit.

Um die Ausbreitung des Coronavirus auszubremsen, war unter anderem der Start des Sommersemesters an NRW-Hochschulen auf den 20. April verschoben worden.

Coronavirus in NRW: Fördermittel für Krankenhäuser fließen

Update, 14.50 Uhr:

Mit einer

vorgezogenen Auszahlung der Fördermittel

reagiert das Land NRW auf die besondere Situation der Krankenhäuser in der Coronavirus-Pandemie. 81 Bescheide für die Gewährung pauschaler Fördermittel zur Wiederbeschaffung kurzfristiger Anlagegüter und die Gewährung einer Baupauschale wurden am Dienstag (31. März) von der

Bezirksregierung Arnsberg

erstellt und den Krankenhausträgern vorab per E-Mail zugestellt.

"Insgesamt werden damit Fördermittel für die Wiederbeschaffung kurzfristiger Anlagegüter in Höhe von 84.002.664 Euro und für die Baupauschale in Höhe von 53.444.848 Euro bewilligt. In den vergangenen Jahren wurden Fördermittel pro Quartal (kurzfristige Anlagegüter) bzw. in der Jahresmitte (Baupauschale) ausgezahlt. In diesem Jahr wird die gesamte Auszahlung der Fördermittel auf den Beginn des zweiten Quartals vorgezogen", heißt es in einer Mitteilung.

Damit würden die Krankenhäuser in diesem Jahr in die Lage versetzt, die Pauschalfördermittel ausnahmsweise zur Zwischenfinanzierung von Ausgaben, die infolge der Coronavirus-Pandemie entstehen, sowie zur Sicherstellung der Liquidität einzusetzen.

Coronavirus in NRW: 32 Tote in Pflegeheimen, über 250 Mitarbeiter infiziert

Update, 14.26 Uhr: Die Zahl der Infizierten in NRW-Pflegeheimen ist auf 316 Bewohner angestiegen. Ebenfalls bis Dienstagabend registrierte das Gesundheitsministerium drei weitere Todesfälle. Es seien nun insgesamt 32 Bewohner mit Coronavirus-Infektionen in 21 stationären Pflegeeinrichtungen gestorben.

Deutlich mehr Pflegeheime haben Personal, dass positiv auf das Virus getestet wurde: 107 Einrichtungen melden insgesamt 266 infizierte Mitarbeiterinnen. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, gelten in den mehr als 2800 Pflegeheimen Besuchsverbote. 

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes leben dort rund 191.800 Pflegebedürftige (letzte Erhebung Dezember 2017). 175.900 Menschen seien dort beschäftigt. Pfleger und Träger der Einrichtungen klagen seit Wochen über fehlende Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel.

Coronavirus in NRW: Zahl der Intensivpatienten wichtig

Update, 14.06 Uhr: Bei der Corona-Bekämpfung sieht ein Intensivmediziner eine zu starke Fixierung auf die Infektionszahlen. "Die Zahlen helfen einem nicht besonders weiter", sagte Prof. Christian Karagiannidis von der Lungenklinik Köln-Merheim in einem Interview. "Die sagen einem zwar was über die Dynamik, aber die helfen uns im Krankenhaus nicht." 

Das Entscheidende sei die Belastung des Gesundheitswesens. "Und die Belastung entsteht in erster Linie durch Patienten, die auf der Intensivstation landen. An der Zahl der Intensivpatienten kann man messen, wie viel wir wirklich schaffen können und wann es kritisch wird." 

Normale Krankenhausbetten gebe es genug, es gehe um die Betten auf den Intensivstationen. "Wenn man jetzt die Maßnahmen vernünftig steuern will, dann sollte man das meines Erachtens anhand der Zahl der Intensivpatienten machen."

Coronavirus in NRW: Deshalb finanziert das Land die Studie in Gangelt

Update, 13.20 Uhr: Der Virologe als Detektiv: Prof. Dr. Hendrik Streeck ist derzeit als Experte in vielen TV-Sendungen - unter anderem bei Stern TV (RTL) und Markus Lanz (ZDF) - gefragt. Jetzt leitet er die vom Land finanzierte Studie in der Gemeinde Gangelt im Kreis Heinsberg - dem Epizentrum der Coronakrise in NRW. Er und seine Kollegen wollen herausfinden, wer sich wann und warum ansteckte - und wer nicht. Daraus lassen sich im besten Fall Schlüsse für den Umgang mit der Pandemie, für die Zeit nach der Krise und ein Ende des Shutdowns ziehen. 

Professor Hendrik Streeck, Direktor des Institut für Virologie an der Uniklinik in Bonn wird erforschen, wie die Corona-Krise am besten überwunden werden kann - mit einer Studie in Gangelt im Kreis Heinsberg, dem Epizentrum in NRW.

Update, 13.10 Uhr: Das Bistum Münster wird seine Ostergottesdienste in der Karwoche und an Ostern live im Internet streamen. Gläubige können die Messfeiern auf der Internetseite des Bistums, auf seiner Facebook-Seite und dem eigenen Youtube-Kanal mitverfolgen. Eine Übersich hat das Bistum ebenfalls auf seinen Internetseiten veröffentlicht. Besonders wird auf die Übertragung am Ostersonntag, 12. April, 11 Uhr hingewiesen, die in die Deutsche Gebärdensprache übersetzt wird. 

Update, 12.50 Uhr: Fußball-Bundesligist Schalke 04 hat für einen großen Teil seiner 600 Mitarbeiter Kurzarbeitergeld beantragt. Mediendirektor Thomas Spiegel bestätigte am Mittwoch entsprechende Berichte. Die Differenz bei den Geldeinbußen gleiche der Verein auf 100 Prozent aus. Möglich wurde die Regelung durch den teilweisen Gehaltsverzicht der Fußball-Profis, Betreuerteams, des Vorstands sowie weiterer gut bezahlter Mitarbeiter. 

Update, 12.40 Uhr: Die Debatte um dasEpidemie-Gesetz der Landesregierung wird kontrovers geführt. Während Ministerpräsident Laschet zur Eile mahnt und bis Ostern Klarheit fordert, hat SPD-Fraktionschef Kutschaty im Landtag seine verfassungsrechtlichen Bedenken erneuert. Kutschaty sagte, der Ministerpräsident habe mit dem Gesetzentwurf das Gespür für "Maß und Mitte" verloren. Dennoch zeigte er sich optimistisch, dass es eine Einigung geben werde. "Regierung und Opposition sollten jetzt intensiv zusammenarbeiten, um unser Land so gut es geht durch diese Krise zu führen." Auch die Grünen sehen den Entwurf kritisch. Das Parlament dürfe in Krisenzeiten der Regierung keine "Blankovollmachen" ausstellen, sondern müsse Verantwortung übernehmen, sagte Fraktionschefin Monika Düker. Die Eingriffe seien so gravierend, dass sie nur befristet gelten dürften, so Düker weiter. Auch den geplanten Expertenrat für die Exit-Strategie kritisierte die Grünen-Politikerin. Die Debatte darüber, wie es nach der Krise weitergehe, gehöre eigentlich in den Landtag. 

Update, 12.10 Uhr: Die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof hat die Mietzahlungen für alle Warenhäuser, Sporthäuser, Reisebüros und Logistikimmobilien gestoppt. In einem Brief an die Vermieter schrieb das Unternehmen, die wegen der Corona-Pandemie staatlich angeordnete Schließung der Geschäfte lasse dem Unternehmen "keine andere Wahl". Das berichtete der Spiegel. Ein Unternehmenssprecher wollte sich am Mittwoch nicht dazu äußern.

Update, 12 Uhr: Ein "Expertenrat Corona" soll eine Strategie erarbeiten, wie es nach der Krise weitergeht. Armin Laschet will dafür Virologen, Soziologen, Ethiker, Juristen und Experten aus vielen anderen Fachdisziplinen zusammenbringen. Der Rat solle seine Arbeit noch in dieser Woche aufnehmen, kündigte der NRW-Ministerpräsident an. Die Politik könne nicht Ende April einfach verkünden, aus den Beschränkungen auszusteigen und alles wieder zu öffnen, so Laschet, das Gremium sei nötig, um nachvollziehbar zu machen, warum man das mache und was abgewogen werde. 

Update, 11.55 Uhr: In der JVA Euskirchen ist der erste Coronavirus-Nachweis im Strafvollzug erbracht: Ein Häftling des Offenen Vollzugs habe sich infiziert, teilte das NRW-Justizvollzugsamt in Düsseldorf mit. Der Mann mittleren Alters stehe nun in seiner Privatwohnung unter Quarantäne. Vier weitere Gefangene, zu denen er im Gefängnis Kontakt hatte, seien dort im Quarantäne-Bereich untergebracht worden. 

Update, 11.25 Uhr: Betrüger versuchen, mit einer neuen Masche an das Geld ihrer Opfer zu kommen. Laut Bezirksregierung Münster rufen derzeit vermehrtfalsche Behördenmitarbeiter der Bezirksregierung bei Unternehmen an, die einen Antrag auf Soforthilfe gestellt haben könnten - und verlangen von den Antragstellern eine Zahlung von 150 Euro innerhalb von 48 Stunden, um den Zuschuss zu bekommen. Die Bezirksregierung betont: die Anträge können kostenlos gestellt werden, es gibt kein Vorschuss-System, es wird keine Bearbeitungsgebühr erhoben. Wer einen zweifelhaften Anruf erhält, kann sich an die Hotline der Bezirksregierung wenden: 0251/411-3400 oder eine E-Mail senden

Update, 10.15 Uhr: Die neuen offiziellen Zahlen des NRW-Gesundheitsministeriums (Stand 10 Uhr) weisen einen Anstieg der nachgewiesenen Infektionen auf landesweit 15.999 aus, 168 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 wurden registriert.  

Wie sich die Zahlen auf die Landkreise und Städte aufteilen, führen wir hier in Tabellenform auf:

Stadt/Kreis

bestätigte
Fälle

Todesfälle

Aachen und Region

953

16

Bielefeld

169

-

Bochum

269

7

Bonn

294

1

Borken (Kreis)

480

7

Bottrop

44

1

Coesfeld (Kreis)

334

6

Dortmund

304

-

Duisburg

317

2

Düren (Kreis)

269

4

Düsseldorf

455

4

Ennepe-Ruhr-Kreis

210

1

Essen

420

7

Euskirchen (Kreis)

133

2

Gelsenkirchen

114

1

Gütersloh (Kreis)

387

1

Hagen

82

2

Hamm

171

2

Heinsberg (Kreis)

1.305

37

Herford (Kreis)

152

-

Herne

58

-

Hochsauerlandkreis

286

1

Höxter (Kreis)

71

-

Kleve (Kreis)

242

2

Köln

1.405

11

Krefeld

225

1

Leverkusen

127

-

Lippe (Kreis)

325

3

Märkischer Kreis

146

1

Mettmann (Kreis)

379

6

Minden-Lüb. (Kreis)

294

-

Mönchengladbach

204

1

Mülheim / Ruhr

79

1

Münster

487

2

Oberbergischer Kreis

258

2

Oberhausen

69

-

Olpe (Kreis)

136

1

Paderborn (Kreis)

252

3

Recklinghausen

385

1

Remscheid

67

1

Rhein-Erft-Kreis

393

2

Rheinisch-Berg. Kreis

212

2

Rhein-Neuss-Kreis

362

6

Rhein-Sieg-Kreis

552

2

Siegen-Wittg. (Kreis)

106

1

Soest (Kreis)

205

-

Solingen

107

1

Steinfurt (Kreis)

430

2

Unna (Kreis)

200

3

Viersen (Kreis)

284

3

Warendorf (Kreis)

310

2

Wesel (Kreis)

243

2

Wuppertal

238

4

Gesamt

15.999

168

Update, 9.36 Uhr: Die Niederlande haben ihre Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie bis zum 28. April verlängert. Die Bürger sollen weitgehend zuhause bleiben, Schulen, Museen, Restaurants und Cafés haben geschlossen. In den Niederlanden sind fast 12.600 Infizierte offiziell erfasst, 1.039 Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Die Regelungen haben auch Auswirkungen auf (deutsche) Touristen - ein Überblick: 

  • Urlaub: Die Provinz Zeeland ist für Touristen tabu. Übernachtungen - auch in der eigenen Ferienwohnung - sind verboten. Ferien in den anderen Regionen, etwa Noordholland oder Friesland sind im Prinzip noch möglich. Aber: Die Regierung hat dringend von Urlaubsreisen nach Holland abgeraten - auch zu Ostern. 
  • Einkaufen: Die Kommunen in den Grenzregionen raten von Shoppingbesuchen ab. Viele Geschäfte sind wegen der Auswirkungen der Krise ohnehin geschlossen - das gerade bei Kunden aus NRW populäre Outlet-Center in Roermond wurde auf Anordnung der Behörden geschlossen. 
  • Ausflüge: Die Einschränkungen sind groß. Gruppen dürfen sich nicht in der Öffentlichkeit aufhalten, ein Abstand von 1,5 Metern ist einzuhalten. Es drohen Geldbußen bis 400 Euro. Der Zugang zu populären Naturgebieten ist stark eingeschränkt, Zugänge zu Stränden und Parkplätzen geschlossen. 

Update, Mittwoch, 1. April, 7.45 Uhr: Guten Morgen! Wir setzen unsere Coronavirus-Berichterstattung mit allen wichtigen Informationen aus NRW und darüber hinaus am 1. April weiter fort. 

Den größten Teil der Anträge auf Soforthilfe wegen der Coronakrise haben die Bezirksregierungen in NRW bewilligt. Bis Dienstagnachmittag waren rund 285.000 Anträge eingegangen, mehr als 256.000 wurden bewilligt, sagte ein Sprecher des Landeswirtschaftsministeriums. Die Auszahlung soll ab Ende der Woche erfolgen. 

Alleinerziehende sind in der Corona-Krise besonders belastet. "In so einer Zeit der sozialen Isolation kommt noch das Gefühl dazu, alles alleine schultern zu müssen, und die ganze Unsicherheit mit sich selbst ausmachen zu müssen", sagt Nicola Stroop vom Verband Alleinerziehender Mütter und Väter in NRW. Unterstützung will der Verband über eine Hotline bieten: Unter 0201/82774799 können Alleinerziehende Hilfe finden. Die psycho-soziale Beratungsstelle wird vom NRW-Familienministerium unterstützt.

Update, 22.21 Uhr: Wir fassen die Lage in Sachen Coronavirus am Dienstagabend folgendermaßen zusammen: 15.251 Menschen sind in NRW nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte das Gesundheitsministerium am Nachmittag mit (Stand 16 Uhr). Damit ist die Zahl der Infizierten innerhalb eines Tages um 800 gestiegen. Der Dienstag ist damit der dritte Tag in Folge, an dem die Zahl der Neuinfektionen unter der Tausender-Marke blieb. Von Freitag auf Samstag hatte sich Zahl noch um gut 1200 erhöht. Seitdem steigt die Zahl der Corona-Infizierten weniger schnell. Inzwischen sind darüber hinaus 148 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus bekannt. 

Coronavirus in NRW: Große Ungewissheit bei beliebter Messe Gamescom 

Update, 20.46 Uhr: Auf die Video- und Computspielmesse Gamescom in Köln kommt eine harte Entscheidung wegen des Coronavirus zu. Die Koelnmesse und der Branchenverband Game teilten mit, eine Verschiebung des für den 25. bis 29. August geplanten Events schließe man aus. Offen ist aber noch, in welcher Form die viel besuchte und beliebte Veranstaltung stattfinden kann. Eine Entscheidung darüber soll es im Mai nach einer Bewertung der Lage geben. Denkbar ist etwa eine Fokussierung auf die digitalen Formate der Messe. Game-Geschäftsführer Felix Falk erklärte: "Angesichts der Corona-Krise bauen wir jetzt alle digitalen Formate mit Hochdruck weiter aus, damit die Gamescom 2020 in jedem Fall zumindest digital stattfinden kann." 

Sollte die Messe nicht in Köln vor Ort stattfinden, würden bereits bezahlte Tickets und auch Zahlungen von Ausstellern rückerstattet, so die Veranstalter.  

Coronavirus in NRW: Deutsches Fußballmuseum schickt Kernbelegschaft in Kurzarbeit

Update, 19 Uhr: Eigentlich sollten Jürgen Klinsmann und Oliver Kahn kurz vor der EM feierlich in die "Hall of Fame" des deutschen Fußballs aufgenommen werden - doch das muss nun warten. Wie das Deutsche Fußballmuseum mitteilte, wurde die Gala, die kurz vor der ebenfalls verschobenen EM stattfinden sollte, wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt. Neben Klinsmann und Kahn sollten auch Wolfgang Overath, Hans-Jürgen Dörner und posthum der ehemalige Bundestrainer Helmut Schön aufgenommen werden. Die Zeremonie soll im kommenden Jahr nachgeholt werden. 

Auch das Fußballmuseum hat seine Kernbelegschaft von 40 Mitarbeitern in Kurzarbeit geschickt. Wie Direktor Manuel Neukirchner am Dienstag der dpa bestätigte, gehen dem Museum nach der von den Behörden angeordneten Schließung bis zum 21. April wöchentlich rund 40.000 Euro allein im Ticketverkauf verloren. 

Coronavirus in NRW: Keine Besuche bei alten und kranken Angehörigen über Ostern

Update, 17.22 Uhr: Es war keine leichte Entscheidung - aber eine, die Armin Laschet, NRW-Ministerpräsident, verteidigt hat: Es gibt wegen des Coronavirus Besuchseinschränkungen um die Osterfeiertage. So können Ältere und Kranke in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern nicht von Enkeln oder eigenen Kindern besucht werden. Man werde darauf achten, dass er weiter eingehalten werde, "dass diese Besuche nicht stattfinden sollen", sagte Laschet. Die Landesregierung habe einen "sehr strengen Erlass" herausgegeben, dessen Notwendigkeit sich jetzt beweise, sagte er. 

Update, 17.14 Uhr: Die französische Armee hat schwer an Covid-19 erkrankte Patienten von Ostfrankreich nach Essen gebracht. Ein Hubschrauber des Militärs habe Patienten aus Metz in der Region Lothringen nach Essen geflogen, teilte Frankreichs Verteidigungsministerin Florence Parly am Dienstag auf Twitter mit. Zudem sollten sechs Coronavirus-Patienten aus der süd-elsässischen Stadt Mülhausen (Mulhouse) in einem Militärflugzeug nach Hamburg transportiert werden. Durch die Patienten-Transporte sollen die Intensivstationen in der Region Grand Est entlastet werden. Mehrere deutsche Städte haben bereits französische Patienten aufgenommen.

Coronavirus in NRW: So viele Menschen sind mit dem Coronavirus infiziert

Update, 16.48 Uhr: 15.251 Personen sind laut NRW-Gesundheitsministerium mit dem Coronavirus infiziert - und 148 Menschen sind demnach im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben (Stand Dienstag, 16 Uhr). 

Das Gesundheitsministerium betont in seiner Mitteilung, dass die aufgelisteten Zahlen auf behördlichen Meldungen basieren, die das Ministerium erreichen. Das könne dazu führen, dass vor Ort bereits bestätigte Fälle bekannt sind, bevor diese offiziell dem Gesundheitsministerium vorliegen. 

Coronavirus in NRW: Land will Kommunen bei finanzieller Bewältigung der Corona-Krise helfen

Update, 16.25 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium hat neue Zahlen veröffentlicht. Demnach sind in Nordrhein-Westfalen 15.251 Menschen (Stand 16 Uhr) mit dem Coronavirus infiziert. 148 Menschen sind im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben.

Update, 15.20 Uhr: Das Land will auch seinen Kommunen bei der finanziellen Bewältigung der Corona-Krise helfen. Das Landeskabinett hat deshalb nach dpa-Inforamtionen am Dienstag ein "Kommunalschutzpaket" beschlossen. Gemeinden und Gemeindeverbände sollen demnach Mittel aus dem 25-Milliarden-Euro-Rettungsschirm des Landes erhalten können. Weitere Hilfen für Krankenhäuser und Verkehrsgesellschaften in öffentlicher Hand sollen geprüft werden. Finanzschwache Kommunen im Landesprogramm "Stärkungspakt" sollen besonders unterstützt werden, damit konjunkturelle Einbrüche infolge der Corona-Krise nicht bisher erreichte Haushaltskonsolidierungen gefährden oder sogar zunichte machen.

Coronavirus in NRW: Infizierte in Pflegeheimen in NRW

Update, 15.15 Uhr: In Pflegeheimen in NRW sind derzeit nach Angaben des Gesundheitsministeriums 268 Coronavirus-Infizierte registriert, mindestens 29 Menschen sollen bereits gestorben sein. Infektionen gebe es in insgesamt 53 vollstationären Pflegeheimen, 20 davon mussten Todesfälle verzeichnen. Wie viele Menschen die Krankheit überstanden haben, sei unklar. Allein fünf Corona-Tote vermeldete etwa das Heinrich-König-Seniorenzentrum in Bochum bislang. Die Awo-Einrichtung befindet sich nach Angaben einer Sprecherin komplett unter Quarantäne und betreut zehn weitere positiv getestete Bewohner.

Update, 15.12 Uhr: Bei einem Besuch in der Uniklinik Düsseldorf hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn eine konsequente Suche nach Kontaktpersonen von Infizierten gefordert. Diese Suche sei "digital einfacher" zu leisten. Seit der vergangenen Woche wird über den Einsatz von Handydaten diskutiert, um mögliche Kontaktpersonen von Infizierten zu finden und zu warnen. 

Update, 15 Uhr: Wegen des Coronavirus und der Beschränkungen der Landesregierung stehen auch viele private Feiern auf der Kippe. Die Rechtsgrundlagen für eine Stornierung sind unterschiedlich. Nicht in jedem Fall können Gastgeber davon ausgehen, dass sie Geld zurückbekommen. 

Update, 14 Uhr: Einen generellen Aufnahmestopp gefährdeter Senioren in Altenheimen lehnt der Pflegerat Nordrhein-Westfalen ab. In einzelnen Einrichtungen könne ein Aufnahmestopp helfen, es gelte aber, Augenmaß walten zu lassen. Dem insgesamt unter Druck stehenden Pflegesystem sei nicht geholfen, wenn Patienten aus den Krankenhäusern nicht entlassen werden können, weil ihre pflegerische Versorgung im Anschluss nicht gewährleistet sei. Nach 17 Todesfällen im Zusammenhang mit Covid-19 hatte das Land Niedersachsen einen Aufnahmestopp für ein Pflegeheim in Wolfsburg verhängt. 

Update, 13.30 Uhr: Gangelt im Kreis Heinsberg gilt als das Epizentrum des Coronavirus-Ausbruchs. Hier wurde die erste Infektion in NRW bestätigt. Virologen der Uni Bonn richten nun in Gangelt einStudienzentrum ein und wollen anhand der Daten von 500 Familien, die repräsentativ ausgesucht wurden, Fakten sammeln. Anhand von rund 1000 Probanden soll ein Bild entstehen, wer mit dem neuartigen Coronavirus infiziert wurde und wer nicht - und warum. Es geht darum, die wohl hohe Dunkelziffer der Infizierten aufzuhellen und letztlich Schlüsse für den weiteren Umgang mit der Epidemie zu ziehen. 

Coronavirus in NRW: Virtueller Protest statt Ostermarsch

Update, 12.40 Uhr: Angesichts der Absage von Ostermärschen rufen die Veranstalter der Friedens- und Antiatombewegung an Rhein und Ruhr zu virtuellem Protest auf. Plakate und Flyer sollen im Internet verbreitet, in Fenstern und Autos aufgehängt werden. Ostermärsche finden traditionell von Samstag bis Montag am Osterwochenende statt.

Update, 12.30 Uhr: Der Bürgermeister von Attendorn, Christian Pospischil, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Verwaltungschef berichtet von einem leichten Verlauf. Wo er sich angesteckt haben könnte, weiß er nach eigenen Angaben nicht. 

Update, 12.20 Uhr: "Wir bleiben zuhause" heißt für die meisten Menschen, in Zeiten der Corona-Krise viel Zeit mit der Familie zu verbringen. Aber nicht für alle: In Wohngemeinschaften kommen sich die Bewohner in diesen Tagen noch näher als sonst. Wie so ein Alltag aussehen kann,erzählt unser Autor am Beispiel einer Studenten-WG im Dortmunder Union-Viertel

Update, 12 Uhr: Nach einem Covid-19-Ausbruch in einer Lungenklinik in Hemer haben die Behörden einen Aufnahmestopp für Patienten angeordnet - Ausnahme: Covid-19-Erkrankte. Mehrere Mitarbeiter der Klinik, darunter Ärzte und Krankenpfleger, sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. 

Coronavirus in NRW: Fallzahlen wieder gestiegen, jetzt 145 Todesfälle

Update, 10.55 Uhr: Die neuen offiziellen Fallzahlen sind da: Demnach sind bisher 14.901 Menschen in NRW positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Land zählt im Zusammenhang mit einer Infektion bisher 145 Todesfälle (Stand: 10 Uhr)

So verteilen sich die Coronavirus-Fälle auf die Städte und Kreise in NRW:

Stadt/Kreis

bestätigte
Fälle

Todesfälle

Aachen und Region

890

15

Bielefeld

169

-

Bochum

245

5

Bonn

272

1

Borken (Kreis)

448

5

Bottrop

40

1

Coesfeld (Kreis)

310

3

Dortmund

275

-

Duisburg

292

2

Düren (Kreis)

246

2

Düsseldorf

410

4

Ennepe-Ruhr-Kreis

192

1

Essen

399

6

Euskirchen (Kreis)

126

2

Gelsenkirchen

101

1

Gütersloh (Kreis)

372

1

Hagen

80

2

Hamm

157

2

Heinsberg (Kreis)

1.266

35

Herford (Kreis)

148

-

Herne

57

-

Hochsauerlandkreis

253

-

Höxter (Kreis)

67

-

Kleve (Kreis)

237

2

Köln

1.343

11

Krefeld

208

1

Leverkusen

113

-

Lippe (Kreis)

302

3

Märkischer Kreis

127

-

Mettmann (Kreis)

361

5

Minden-Lüb. (Kreis)

268

-

Mönchengladbach

178

1

Mülheim / Ruhr

76

1

Münster

468

2

Oberbergischer Kreis

234

2

Oberhausen

68

-

Olpe (Kreis)

127

1

Paderborn (Kreis)

201

1

Recklinghausen

357

1

Remscheid

59

1

Rhein-Erft-Kreis

349

1

Rheinisch-Berg. Kreis

200

2

Rhein-Neuss-Kreis

349

6

Rhein-Sieg-Kreis

543

2

Siegen-Wittg. (Kreis)

100

1

Soest (Kreis)

199

-

Solingen

102

1

Steinfurt (Kreis)

395

1

Unna (Kreis)

189

3

Viersen (Kreis)

275

2

Warendorf (Kreis)

303

1

Wesel (Kreis)

237

2

Wuppertal

197

3

Gesamt

14.975

145

Update, 10.20 Uhr: Die Speditionsbranche klagt über schlechte hygienische Bedingungen entlang der Fernfahrer-Routen. "Manche Firmen behandeln die Fahrer wie Aussätzige", sagte der Chef des Bundesverbands Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung, Dirk Engelhardt. Die Unternehmen müssten auf ihren Firmenhöfen entweder Waschräume nur für die Fernfahrer öffnen oder vernünftige Sanitärcontainer mit Duschen aufstellen. An den Autobahnen habe sich die Lage inzwischen entspannt, nachdem Lkw-Fahrer nach Inkrafttreten der Corona-Sperren vor allem abends teils vor verschlossenen Sanitäranlagen auf Raststätten gestanden hatten. 

Durch die Coronakrise haben sich die Arbeitsbedingungen für die Fernfahrer drastisch verschlechtert, Rasthöfe und damit auch sanitäre Anlagen sind geschlossen.

Coronavirus in NRW: Laschet und Spahn besuchen Uniklinik

Update, 10.05 Uhr: Ministerpräsident Armin Laschet und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn besuchen heute die Uniklinik Düsseldorf. Am Mittag wollen sie sich dort über die aktuelle Situation in der Corona-Krise informieren. Geplant sind Treffen mit Beschäftigten und Studierenden, die sich dort freiwillig zur Unterstützung gemeldet haben. Am Nachmittag wollen Spahn und Laschet nach einer Sitzung des Landeskabinetts über die Lage und die Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern informieren. 

Thema dürfte dabei auch ein Entwurf der Landesregierung für ein Epidemie-Gesetz sein. Die SPD im NRW-Landtag hat Bedenken angemeldet; ihr Fraktionsvorsitzender Thomas Kutschaty geht nach eigenem Bekunden nicht davon aus, dass das Gesetz am Mittwoch verabschiedet werden wird: "Wir brauchen bei solchen weitgreifenden Maßnahmen und Einschnitten in die Freiheitsrechte der Bevölkerung ein vernünftiges parlamentarisches Verfahren."

Update, 9.35 Uhr: Die Vereinigung der Spargelbauern sagt die Saisoneröffnung ab. Die für den 8. April in Greven geplante Veranstaltung fällt aus. Auch eine Spargelkönigin wird es im Angesicht des Coronavirus in diesem Jahr nicht geben. 

Coronavirus in NRW: Absatz von Blumen geht massiv zurück

Upate, 9.15 Uhr: Die Nachfrage nach Blume n ist massiv zurückgegangen - auf nur noch etwa 20 Prozent vom Normalzustand, wie der Verband des Deutschen Blumen-Großhandels mitteilt. Viele Blumenzüchter müssen ihre Ware wegen der Corona-Krise entsorgen. Tulpen, Primeln und Ranunkeln landen massenhaft im Müll. Selbst Zimmerpflanzen werden mangels Nachfrage vernichtet. Es fehlen die Anlässe, zu denen man Blumen schenke, außerdem hätten in einigen Bundesländern Blumenläden und Baumärkte geschlossen. In Supermärkten bleiben Blumenstände leer, weil dort häufig Schnittblumen aus Afrika verkauft werden, für die die Transportwege abgeschnitten sind. Der niederländische Blumenhandel beklagt einen Rückgang von mehr als 70 Prozent. 

Update, 8.36 Uhr: Weil wegen der Corona-Pandemie Übernachtungsgäste ausbleiben, bieten mehrere Hotels in NRW inzwischen tagsüber Arbeitszimmer für Home-Office-Geplagte an. "Raus aus dem Home-Office und rein in das Hotel-Office" wirbt beispielsweise das Hotel am "Düsseldorfer Platz" in Ratingen für Zimmer mit großzügigem Arbeitsbereich - auch frisch gepresster Orangensaft für das Immunsystem werde gereicht. Das Mercure-Hotel in Lüdenscheid preist auf Facebook Tageszimmer für alle an, "die stressfrei arbeiten möchten". Nachgefragt werde das Angebot bislang jedoch nicht, wie es aus Lüdenscheid heißt.

Coronavirus: NRW-Hotels bieten "Hotel Office" statt Home Office an

Auch der Mülheimer Hotelier Moncef Mahmoudi setzt in der Corona-Krise auf Tagesgäste, die zum Arbeiten einen Schreibtisch, WLan und Ruhe von der Familie brauchen: "Ich höre immer wieder, dass zuhause das Arbeiten gar nicht so leicht ist, wenn vielleicht die Kinder auch zuhause sind oder es einfach an Rückzugsmöglichkeiten fehlt", sagte der Hoteldirektor des Best Western Hotels im Forum Mülheim.

Update, 8.04 Uhr: Fußball-Fans warten auf Nachricht, ob, wann und wie es in der Bundesliga weitergeht. Heute könnte es Antworten geben, denn für die Bosse der 36 Profivereine beraten sich heute (ab10.30 Uhr) per Videokonferenz bei einer Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL). In erster Linie geht es um die wirtschaftlichen Folgen. Für viele Vereine - vor allem aus der 2. Liga - könnte sich die Coronavirus-Pandemie dramatisch auswirken. Aber auch die Großen müssen den Gürtel enger schnallen. Schon jetzt steht fest, dass eine Fortsetzung des vorerst bis 30. April ausgesetzten Spielbetriebs - ein entsprechender Beschluss auf der Mitgliederversammlung gilt als Formsache - nur ohne Zuschauer möglich sein wird.

Coronavirus in NRW: Laschet reagiert mit Twitter-Video auf Internet-Spott

Update, 7.37 Uhr: Das wollte er nicht auf sich sitzen lassen: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat souverän auf den Spott im Internet reagiert, nachdem ihn am Montag Fotos aus der Uniklinik Aachen mit falsch aufgesetztem Mundschutz gezeigt hatten. Er postete mit den Hashtags "#ausgruenden", "#sogehtsrichtig", "#nrwkanndas" und "#ichkanndasauch" ein kurzes Twitter-Video, wie er sich den Schutz richtig aufsetzt:

Update, Dienstag, 31. März, 7.27 Uhr: Zur Versorgung Obdachloser in der Coronavirus-Krise stellt das Land NRW 500.000 Euro bereit. Die freien Träger der Wohnungslosenhilfe könnten damit Menschen, die auf der Straße leben, mit dem Lebensnotwendigsten wie Lebensmitteln, Essensgutscheinen, Hygieneartikeln oder Kleidung versorgen, teilte das Sozialministerium mit.

Wohnungslose sind von der Corona-Pandemie besonders betroffen, weil ihnen ein Rückzugsraum fehlt. Tafeln, Essensausgaben und Beratungsstellen haben teilweise geschlossen oder arbeiten nur eingeschränkt. Dazu kommt, dass Obdachlose oft immungeschwächt sind und deshalb besonders anfällig für eine Infizierung.

Update, 22.45 Uhr: Wir fassen den Montag kompakt zusammen: +++ 14.442 Menschen haben sich nach offiziellen Angaben in NRW infiziert, 130 Menschen sind im Zusammenhang mit einer Erkrankung an Covid-19 gestorben. Erstmals meldet Köln (1.290) mehr Fälle als der Kreis Heinsberg (1.265). +++ NRW plant ein neues Gesetz als Reaktion auf die Coronavirus-Pandemie, aber auch in Vorbereitung auf künftige Krankheitswellen. Es könnte zum Beispiel regeln, dass Pflegepersonal zwangsverpflichtet werden kann. Auch der Zugriff des Landes auf medizinisches Material soll ermöglicht werden oder der Zwang für Krankenhäuser, Behandlungskapazitäten zu schaffen. Die SPD hält den Entwuf teilweise für verfassungswidrig. +++ Die Menschen in NRW halten sich offenbar überwiegend an das Kontaktverbot. Bis zu 87 Prozent weniger Menschen sollen auf den Straßen unterwegs gewesen sein. +++ Der Verkehr ist in NRW massiv zurückgegangen, laut Verkehrszentrale des Landesbetriebs Straßen.NRW in den Ballungsräumen um gut 40 Prozent. +++ Tausende Selbstständige und Kleinunternehmen haben seit Freitag bereits Anträge auf Soforthilfen gestellt. +++

Coronavirus in NRW: Bisher offenbar keine Zunahme häuslicher Gewalt

Update,22.30 Uhr: Entgegen der Befürchtungen gibt es bisher offenbar keine Zunahme von häuslicher Gewalt in Zeiten der Coronakrise. Im Gegenteil sind die Zahlen im März im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres in NRW sogar zurückgegangen. Demnnach wurden in NRW im März 2019 (1. bis 29.) insgesamt 3003 Polizeieinsätze wegen häuslicher Gewalt gezählt, im gleichen Zeitraum 2020 nur 2112. Allerdings betont eine Sprecherin des NRW-Innenministeriums, dass die Zahlen nur vorläufig sind, ein Verfahren wegen häuslicher Gewalt werden häufig erst als Körperverletzung geführt. 

Update, 21.15 Uhr:  700 Einsätze im Zusammenhang mit den Regelungen in der Coronakrise hat die nordrhein-westfälische Polize i am Wochenende absolviert. Das ist nach Ansicht von Innenminister Herbert Reul eine positive Bilanz. 95 Prozent der Menschen im Land würden das Kontaktverbot akzeptieren, sagte Reul. 

Der Modekonzern Esprit hat für mehrere seiner Tochterunternehmen ein Schutzschirmverfahren beantragt. Damit wolle man eine drohende Zahlungsunfähigkeit vermeiden, hieß es zur Begründung am Montag. Im Rahmen des Verfahrens sollen Verbindlichkeiten und Mietverträge "neu strukturiert" werden. Um die Gehälter der Mitarbeiter sicherzustellen, sollen demnach auch staatliche Hilfsgelder zum Einsatz kommen. 

Coronavirus in NRW: So verteilen sich die Fälle auf die Städte und Kreise

Update, 17.12 Uhr: So verteilen sich die Coronavirus-Fälle auf die Städte und Kreise in NRW:

Stadt/Kreis

bestätigte
Fälle

Todesfälle

Aachen und Region

824

14

Bielefeld

169

-

Bochum

245

5

Bonn

268

1

Borken (Kreis)

443

5

Bottrop

38

1

Coesfeld (Kreis)

304

1

Dortmund

256

-

Duisburg

286

1

Düren (Kreis)

246

1

Düsseldorf

363

2

Ennepe-Ruhr-Kreis

175

1

Essen

399

6

Euskirchen (Kreis)

120

2

Gelsenkirchen

94

-

Gütersloh (Kreis)

372

1

Hagen

80

2

Hamm

153

1

Heinsberg (Kreis)

1.265

33

Herford (Kreis)

148

-

Herne

55

-

Hochsauerlandkreis

244

-

Höxter (Kreis)

66

-

Kleve (Kreis)

233

2

Köln

1.290

9

Krefeld

208

1

Leverkusen

102

-

Lippe (Kreis)

302

3

Märkischer Kreis

115

-

Mettmann (Kreis)

306

5

Minden-Lüb. (Kreis)

268

-

Mönchengladbach

174

1

Mülheim / Ruhr

68

1

Münster

448

2

Oberbergischer Kreis

215

2

Oberhausen

66

-

Olpe (Kreis)

127

1

Paderborn (Kreis)

201

1

Recklinghausen

331

1

Remscheid

58

1

Rhein-Erft-Kreis

341

1

Rheinisch-Berg. Kreis

197

2

Rhein-Neuss-Kreis

328

6

Rhein-Sieg-Kreis

525

2

Siegen-Wittg. (Kreis)

98

1

Soest (Kreis)

193

-

Solingen

87

-

Steinfurt (Kreis)

395

1

Unna (Kreis)

189

2

Viersen (Kreis)

262

2

Warendorf (Kreis)

297

1

Wesel (Kreis)

219

2

Wuppertal

186

2

Gesamt

14.442

130

Quelle: NRW-Gesundheitsministerium, 30. März, 16 Uhr

Update, 16.34 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium hat am Nachmittag neue Zahlen veröffentlicht: Demnach sind aktuell 14.442 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 130 Menschen sind an den Folge der Erkrankung gestorben. Der Kreis Olpe betrauert seinen ersten Corona-Toten. Ein Mann aus Finnentrop starb in einem Attendorner Krankenhaus.

Coronavirus in NRW: Lachen über Laschet

Update, 16.22 Uhr: Auch wenn der Name Mundschutz es anders vermuten lässt, muss man ihn für seine Wirkung auch über die Nase ziehen: Dass NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) genau dies bei einem Termin am Montag in Aachen nicht machte, sorgte prompt für Spott im Internet. In Twitter-Beiträgen wunderten sich Benutzer unter anderem darüber, dass die anwesenden Ärzte in der Uniklinik Aachen ihn offenbar nicht auf das falsche Tragen aufmerksam machten.

Coronavirus-Newsticker NRW: Ministerpräsident Armin Laschet hat den Mundschutz falsch angelegt

Update, 15.45 Uhr: Tausende Selbstständige und Kleinunternehmen haben seit Freitag in Nordrhein-Westfalen bereits Anträge auf Soforthilfen in der Corona-Krise gestellt. Bis Sonntagabend seien mehr als 180.000 Anträge zu dem Hilfsprogramm eingegangen, sagte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums am Montag. Rund zwei Drittel davon seien bereits bewilligt worden. Die Auszahlung soll ab Ende der Woche erfolgen. In den zuständigen Bezirksregierungen hatten Mitarbeiter am Wochenende dafür Extraschichten eingelegt.

Coronavirus in NRW: Run auf Hilfsprogamm

Sowohl der Bund als auch das Land haben direkte Zuschüsse für Unternehmen beschlossen, deren Geschäft angesichts der Corona-Pandemie leidet oder ganz ausfällt. Betriebe mit bis zu fünf Angestellten können 9000 Euro beantragen, Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten 15.000 Euro. Mittelgroße Betriebe mit bis zu 50 Mitarbeitern haben Anspruch auf 25.000 Euro. Die Unternehmen müssen dabei nachweisen, dass sie auf behördliche Anordnung bis auf Weiteres geschlossen bleiben müssen, ihr Umsatz extrem rückläufig ist oder ihre vorhandenen Mittel nicht ausreichen, um die Kosten zu decken.

Update, 15.16 Uhr: Zu einer handfesten Auseinandersetzung zwischen zwei Männern kam es am Sonntagabend (29. März) in einem Schnellrestaurant am Hauptbahnhof Dortmund. Grund soll unter anderem ein unterschrittener Sicherheitsabstand in der Wartschlange gewesen sein. Die Bundespolizei NRW schreibt von einem Faustschlag ins Gesicht mit anschließendem Handgemenge.

Mit den Worten "Ich hab' Corona!" soll ein 20-Jähriger aus dem Risikogebiet Kreis Heinsberg einen Polizisten angespuckt haben. Er habe in einer Gruppe Alkohol getrunken und die Aufforderung der Polizei, das Gelage aufzulösen, ignoriert, berichtete ein Polizeisprecher am Montag. Ein Polizist sei mehrfach vom Speichel des 20-Jährigen getroffen worden.

Coronavirus in NRW: Hilfe für Krankenhaus-Ärzte

Update, 14.55 Uhr: Die 200 Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen können bei der intensivmedizinischen Behandlung von Corona-Patienten künftig die Expertise der Unikliniken Aachen und Münster in Anspruch nehmen. Bei dem am Montag gestarteten Projekt "Virtuelles Krankenhaus" haben Mediziner durch den Einsatz der Tele-Intensivmedizin per Liveübertragung die Möglichkeit, die weitere Behandlung von Schwerkranken mit Experten in den Unikliniken zu besprechen. Durch den Rückgriff auf das Wissen in den Unikliniken Aachen und Münster soll die Zahl der Intensivbetten mit angemessener medizinischer Expertise gesteigert werden. Die Behandlung schwer kranker Corona-Patienten gilt als sehr komplex.

Update, 14.33 Uhr: Sky-Kommentator Hansi Küpper aus Werne (Kreis Unna) ist wegen der Corona-Pandemie derzeit ein Fußball-Fachmann ohne Tätigkeitsbereich. Im Interview erzählt Hansi Küpper, wie seltsam es war, das letzte Zweitliga-Spiel vor dem Shutdown zu kommentieren, wie es mit dem Fußball weitergehen könnte - und wie Corona seine privaten Umzugspläne stört.

Coronavirus in NRW: Viel weniger Straßenverkehr

Update, 14.14 Uhr: Wer in Zeiten des Kontaktverbots im Auto unterwegs ist, hat oft freie Fahrt. Von Montag bis Freitag (23. bis 27. März) der vergangenen Woche hat die Verkehrszentrale des Landesbetriebs Straßen.NRW in den Ballungsräumen einen Rückgang des Verkehrs von bis zu 40 Prozent verzeichnet. Am Wochenende davor (21./22. März) waren es sogar 70 Prozent weniger Verkehr als im Vergleichszeitraum 2019. Für das nun zurückliegende Wochenende – mit Kontaktsperre – dürften die Zahlen noch höher liegen.

Auffallend bei den Transitstrecken ist ein deutlicher Rückgang des Verkehrs aus Polen in Richtung Niederlande. „Und mit Blick auf die Ballungsräume ist die Verkehrsbelastung auf der A3 zwischen Köln und Düsseldorf am stärksten gesunken.“

Update, 13.55 Uhr: Trotz der Drohung mit Corona-Ansteckung hat ein Rentner in Soest einen mutmaßlichen Ladendieb gestellt und festgehalten.

Spaßvögel haben dem Denkmal des Chemikers und Naturwissenschaftler Friedrich August Kekulé in Bonn einen Mundschutz angelegt. Derzeit leidet das öffentliche Leben unter den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Coronavirus in NRW: BAP ehrt "Helden des Alltags"

Update, 13.36 Uhr: BAP-Sänger Wolfgang Niedecken ehrt die "Helden des Alltags" in der Corona-Krise mit einem Lied. "Es ist eine tiefe Verbeugung vor all jenen, die uns jetzt den Arsch retten", sagte der Kölsch-Rocker über den BAP-Song "Huh die Jläser, huh die Tasse" (Hoch die Gläser, hoch die Tassen). Das Video soll laut Niedecken in den kommenden Wochen durch eins ersetzt werden, das die vielen Helden des Krisenalltags würdige. "Also schickt uns gerne von überall her Fotos im Querformat von diesen Menschen. Wir möchten in unserem finalen Video möglichst vielen, die uns mit ihrem Einsatz oft bis zum Rand der Erschöpfung durch diese schwierige Zeit begleiten, ein Gesicht geben", so Niedecken.

Update, 13.20 Uhr: Die SPD im NRW-Landtag lehnt das geplante Epidemie-Gesetz der Landesregierung ab und hält es in mehreren Punkten für verfassungswidrig. SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty sagte, dass das geplante Gesetz "massiv in Grundrechte" eingreifen würde. Seine Fraktion sei von dem Gesetzentwurf und dem Plan der Regierung, es bereits am Mittwoch in den Landtag einzubringen, überrascht worden. Der Entwurf der Regierung sieht unter anderem vor, im Fall einer landesweiten Epidemie Ärzte und Pfleger zur Arbeit zu verpflichten. Kutschaty - Rechtsanwalt und ehemaliger NRW-Justizminister - sprach von einem der "drastischsten Gesetze", das ihm in seiner juristischen und politischen Tätigkeit begegnet sei. Der Entwurf verstoße mehrfach gegen die Verfassung.

Update, 12.53 Uhr: Albtraum- statt Traumschiff: Ein Ehepaar aus Hamm in Westfalen ist auf dem Kreuzfahrtschiff MS Zaandam gefangen. Das Coronavirus ist an Bord. Es gab schon Tote. Die ganze, unfassbare Geschichte zum Corona-Drama auf dem Kreuzfahrtschiff MS Zaandam im Südpazifik lesen Sie hier.

Coronavirus in NRW: Menschen zieht es in die Wälder

Update, 12.11 Uhr: Das sonnige Wetter und die Enge durch die Einschränkungen im täglichen Leben treibt viele NRW-Bürger in die Wälder. Die Besucherzählungen im Nationalpark Eifel und im Kottenforst bei Bonn belegen nach Angaben des vom Wald und Holz NRW einen auffälligen Besucheranstieg auf vielen Wanderwegen. Teilweise habe sich die Zahl der Erholungssuchenden verdoppelt. Allerdings weist der Landesbetrieb darauf hin, dass das Kontaktverbot (nicht mehr als zwei Personen, Ausnahme: enger Familienkreis) auch im Wald gilt. Auch seien im Wald derzeit keine Wandergruppen zugelassen. Lauftreffs und gemeinsames Radfahren mit mehr als zwei Personen aus unterschiedlichen Haushalten sind nicht erlaubt.

Update, 11.51 Uhr: Nach einer Datenanalyse haben sich die Einwohner von NRW bislang an das Kontaktverbot zur Bekämpfung des Coronavirus gehalten. Bis zu 87 Prozent weniger Menschen seien in der erste Woche auf den Straßen in NRW unterwegs gewesen. Die Daten zeigen laut WDR, dass die Menschen Bahnhöfe, Innenstädte und Straßen meiden.

Coronavirus in NRW: Erstmals mehr Fälle in Köln als im Kreis Heinsberg

Update, 11.41 Uhr: Die Stadt Köln hat zum ersten Mal den Kreis Heinsberg bei der Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle übertroffen. Hier die Übersicht über alle Städte und Kreise in NRW:

Stadt/Kreis

bestätigte
Fälle

Todesfälle

Aachen und Region

824

14

Bielefeld

146

-

Bochum

237

5

Bonn

268

1

Borken (Kreis)

438

5

Bottrop

38

1

Coesfeld (Kreis)

303

1

Dortmund

256

-

Duisburg

276

1

Düren (Kreis)

243

1

Düsseldorf

363

2

Ennepe-Ruhr-Kreis

175

1

Essen

380

6

Euskirchen (Kreis)

120

2

Gelsenkirchen

92

-

Gütersloh (Kreis)

362

1

Hagen

62

2

Hamm

153

1

Heinsberg (Kreis)

1.258

32

Herford (Kreis)

144

-

Herne

55

-

Hochsauerlandkreis

244

-

Höxter (Kreis)

65

-

Kleve (Kreis)

233

2

Köln

1.290

9

Krefeld

208

1

Leverkusen

102

-

Lippe (Kreis)

289

2

Märkischer Kreis

118

-

Mettmann (Kreis)

306

5

Minden-Lüb. (Kreis)

256

-

Mönchengladbach

174

1

Mülheim / Ruhr

68

1

Münster

443

2

Oberbergischer Kreis

215

2

Oberhausen

66

-

Olpe (Kreis)

123

-

Paderborn (Kreis)

194

1

Recklinghausen

328

-

Remscheid

58

1

Rhein-Erft-Kreis

340

1

Rheinisch-Berg. Kreis

187

2

Rhein-Neuss-Kreis

282

5

Rhein-Sieg-Kreis

525

2

Siegen-Wittg. (Kreis)

97

1

Soest (Kreis)

193

-

Solingen

87

-

Steinfurt (Kreis)

392

1

Unna (Kreis)

185

2

Viersen (Kreis)

262

2

Warendorf (Kreis)

291

1

Wesel (Kreis)

219

2

Wuppertal

186

2

Gesamt

14.129

125

Quelle: NRW-Gesundheitsministerium, 30. März, 10 Uhr

Update, 11.03 Uhr: Die bei Reisenden aus NRW beliebte niederländische Küstenprovinz Zeeland hat Übernachtungen von Touristen verboten. Alle Besucher mussten am Montag bis 12 Uhr ihre Unterkünfte verlassen haben. Die Behörden hatten im Zusammenhang mit der Corona-Krise am Wochenende eine Notverordnung erlassen, die vorerst bis zum 10. Mai gilt. Die Provinz befürchtet eine Überlastung des Gesundheitssystems. "Bei einem Zustrom von Touristen, die medizinische Hilfe brauchen, können wir nicht helfen", hieß es auf ihrer Homepage. Das Übernachtungsverbot gilt für Bungalowparks, Campings und Hotels, aber auch für Unterkünfte bei Privatleuten und Jachthafen. Touristen dürfen zudem nicht in ihren eigenen Ferienwohnungen übernachten.

Update, 10 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium hat neue Zahlen veröffentlicht: Demnach sind aktuell 14.219 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 125 Menschen sind an den Folge der Erkrankung gestorben. Die vergangenen Wochen zeigen jedoch, dass vor allem am Montag die Zahlen noch mit Vorsicht zu genießen sind, da manche Städte und Kreise ihre Zahlen wegen des Wochenendes noch nachmelden müssen. 

Update, 30. März, 7.30 Uhr:Als Reaktion auf die aktuelle Coronavirus-Pandemie und als Vorbereitung für weitere Krankheitswellen plant die Landesregierung Nordrhein-Westfalens ein außergewöhnliches Gesetz. In dem Entwurf, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, wird unter anderem das Verpflichten von Ärzten thematisiert. Außerdem sollen die Behörden berechtigt werden, medizinisches Material sicherzustellen. An Haupt- und Realschulen könnten die Abschlussprüfungen dieses Jahr laut dem Gesetzentwurf ausfallen.

Das geplante Gesetz bezieht sich auf die aktuelle Corona-Krise, aber auch eventuell folgende Epidemien. In einem solchen Fall soll es den Behörden unter anderem erlaubt sein, Krankenhäuser zur Schaffung von Behandlungskapazitäten zu zwingen. Das Gesetz würde die Behörden zudem berechtigen, medizinisches Material und Geräte bei Firmen sicherzustellen - und zu einem normalen Preis abzukaufen. Ärzte, Pfleger und Rettungskräfte könnte man verpflichten, mit gegen die Epidemie zu kämpfen - sollte es einen erheblichen Mangel an Personal geben.

Das Kabinett hat den Entwurf des Gesetzes am Samstag beschlossen, ein 47-seitiges Schreiben samt Begründung ging sofort an die Fraktionen. Nach dpa-Informationen will Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Mittwoch den Landtag über die geplanten Maßnahmen unterrichten. Das Gesetz könnte im beschleunigten Verfahren verabschiedet werden. Mehrere Medien hatten über den Gesetzentwurf berichtet.

Coronavirus in NRW: Sonntag, 29. März

Update, 19 Uhr: Nach dem Corona-Verdacht bei 46 Menschen auf einem deutschen Kreuzfahrtschiff vor Australien hat am Sonntag (Ortszeit) die Rückholaktion für Hunderte Passagiere begonnen. Die westaustralische Regionalregierung berichtete unterdessen von 29 neu bestätigten Infektionen - zuvor war bereits bei neun Menschen an Bord des Schiffes mit insgesamt 832 Passagieren eine Covid-19-Infektion bestätigt worden. Die Betroffenen werden in Krankenhäusern in Perth behandelt. Drei der Erkrankten seien im kritischen Zustand auf der Intensivstation, hatte der Gesundheitsminister des Bundesstaats von Westaustralien, Roger Cook, mitgeteilt. Auf dem Schiff sei ein "Krisenpunkt" erreicht worden, als zahlreiche Passagiere am Freitag über Corona-Symptome geklagt hätten. Das Kreuzfahrtschiff "Artania" - bekannt aus der ARD-Dokuserie "Verrückt nach Meer" - befindet sich seit Donnerstag in Freemantle südlich von Perth. Die meisten Passagiere sind Deutsche. An Bord sind mehr als 230 Besatzungsmitglieder. Alle, die nicht positiv getestet wurden und keine Krankheitssymptome zeigten, durften nach Angaben des Bonner Reiseveranstalters Phoenix nach Hause fliegen. In den dafür vier gecharterten Maschinen sollten auch 40 wegen der Corona-Krise gestrandete deutsche Urlauber nach Frankfurt gebracht werden.

Update, 17 Uhr: Auf auf die Sportwelt hat das Coronavirus Auswirkungen: Gina Lückenkemper erklärt, wie ihr Trainingsalltag aktuell aussieht.

Coronavirus in NRW: Feuerwehr und Polizei helfen bei Kinder-Bespaßung

Update, 15 Uhr: Die Polizei in NRW bietet Kindern in der Coronavirus-Krise online kreative Ideen für zu Hause an. Darunter sind einfache Bastelanleitungen für Polizeiautos und Hubschrauber. Polizeimützen und -kellen gibt es zum Ausschneiden. Außerdem sollen Mal- und Rätselhefte und ein Quartett mit Fahrzeugen der Polizei die Langeweile vertreiben. Ein Puppenspielvideo erklärt Kindern zudem, warum es wichtig ist, zu Hause zu bleiben und sich und andere vor dem Coronavirus zu schützen. Die Aktionen sind auf dieser Seite zu finden. Ähnliche Aktionen gibt es auch von den Feuerwehren in NRW. Beispielsweise hat die Feuerwehr Warstein mehrere Bilder aus dem eigenen Fundus zum Ausmalen zur Verfügung gestellt. Die Feuerwehr Paderborn hat einen Bastelbogen veröffentlicht, mit dem ein Nagelneues Fahrzeug direkt "nachgebaut" werden kann.

Update, 13.51 Uhr: Die Deutsche Post bereitet sich wegen der Corona-Pandemie auf "weitere Einschränkungen" ihrer Dienstleistungen vor. "Der Umgang mit solchen Einschränkungen ist uns in besonderen lokalen Quarantäne-Gebieten bereits vertraut", teilte die Post am Sonntag mit. Bisher gebe es keine wesentlichen Einschränkungen der Brief- und Paketversorgung in Deutschland. Nach Informationen der Welt am Sonntag sieht eine Notfall-Planung vor, dass in extremen Situationen in "geschlossenen Gebieten" lediglich Einschreibebriefe und Sendungen an Behörden oder Gesundheitseinrichtungen zugestellt werden. Ab einem Krankenstand bei der Post von 30 Prozent sollen demnach Briefe und Pakete nur noch an drei Tagen zugestellt werden. Ab einem Krankenstand von 80 Prozent sollen Zusteller nur noch einmal wöchentlich austragen. Zu diesen Details äußerte sich die Post nicht.

Coronavirus in NRW: Infizierten-Zahlen wachsen langsamer

Update, 13.36 Uhr: Die Zahl der landesweit nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen ist nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums am Wochenende unter die 1000er-Schwelle gesunken: Sie stieg den Angaben zufolge von Samstag (11.30 Uhr) auf Sonntag (11.30 Uhr) auf 13.630 (siehe Ticker-Eintrag von 11.45 Uhr). Das war ein Anstieg von 886 Fällen. In den Tagen zuvor waren je mehr als 1000 Fälle neu hinzugekommen. Allerdings, so hieß es, lässt sich daraus noch kein Trend ablesen: Für die Bewertung der Corona-Lage sei die Fallzahlentwicklung über einen längeren Zeitraum relevant

Update, 13.24 Uhr: Die Polizei will durch die Corona-Krise wenig befahrene Straßen in Dortmund nicht den Rasern überlassen. So habe sie im Stadtgebiet mehrere getunte Autos kontrolliert und Verstöße der Insassen gegen das Kontakt- und Ansammlungsverbot mit Bußgeldern geahndet, hieß es in einer Mitteilung von Sonntag. Viele der Kontrollierten hätten sich uneinsichtig und respektlos gezeigt. Bei 60 Kontrollen schrieben sie seit Freitagabend insgesamt 23 Anzeigen.

Coronavirus in NRW: Lage bei Tafeln spitzt sich zu

Update, 13.03 Uhr: Ein Lichtblick? Die Corona-Verbreitung im westfälischen Hamm (180.000 Einwohner) verläuft zumindest bislang weniger drastisch als befürchtet. Es werden weniger Menschen positiv getestet als aus der Quarantäne als gesundet entlassen werden.

Update, 12.52 Uhr: In NRW spitzt sich wegen der Corona-Krise die Lage bei den Tafeln weiter zu. Mittlerweile haben mehr als 70 von 170 Tafeln in NRW den Betrieb eingestellt. Der Landesverband rechnet damit, dass weitere folgen werden.

Coronavirus in NRW: Sorgen bei Festival-Veranstaltern

Update, 12.12 Uhr: Keine Veranstaltungen und Konzerte: Das Coronavirus macht den Festivals in NRW zu schaffen. Das Virus hat in den vergangenen Tagen bereits für die ersten Absagen gesorgt, zum Beispiel des "Mayday" in den Dortmunder Westfalenhallen. Das Elektro- und Technofestival, das ursprünglich am 30. April geplant war, soll laut Veranstalter im Herbst nachgeholt werden. Auch das für Anfang Mai angesetzte "Hai in den Mai-Festival" in Stemwede (Kreis Minden-Lübbecke) fällt flach und soll in den Oktober gelegt werden. Zu einem Plan B bei dem Reggae-Festival "Summerjam" am Fühlinger See Anfang Juli in Köln könne man noch nichts sagen: "Wir sind abhängig von den Entscheidungen der Behörden", teilte der Geschäftsführer des Tourneeveranstalters, Karl-Heinz Brozi, mit. Das Land NRW hatte angesichts der aktuellen Coronakrise beschlossen, Veranstaltungen zunächst bis zum 19. April zu verbieten.

Das "Juicy Beats Festival" im Westfalenpark Dortmund soll nach bisherigem Stand regulär im Juli stattfinden, genauso wie "Ruhr-in-Love" in Oberhausen und "Parookaville" auf dem ehemaligen Militärgelände des Flughafen Weeze vom 17. bis zum 19. Juli.

Coronavirus in NRW: Mehr als 13.600 mit Sars-CoV-2 infiziert

Update, 11.45 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium hat soeben die aktuellen  Coronavirus-Fallzahlen veröffentlicht. Nach offiziellem Stand (11.30 Uhr) haben sich in NRW 13.630 Menschen mit Sars-CoV-2 angesteckt, das sind 866 mehr als zum selben Zeitpunkt am Samstag (28. März). Die Zahl der Todesfälle stieg um 5 auf 110.

Heruntergebrochen auf Städte und Kreise in NRW sehen die Zahlen so aus: 

Aachen und Städteregion Aachen (787bestätigte Infektionen/14 Tote), Bielefeld (146/-), Bochum (219/4), Bonn (259/1), Kreis Borken (424/4), Bottrop (37/1), Kreis Coesfeld (303/1), Dortmund (256/-), Duisburg (276/1), Kreis Düren (232/1), Düsseldorf (359/2), Ennepe-Ruhr-Kreis (159/1), Essen (360/6), Kreis Euskirchen (105/-), Gelsenkirchen (91/-), Kreis Gütersloh (356/1), Hagen (62/2), Hamm (146/1), Kreis Heinsberg (1246/31), Kreis Herford (143/-), Herne (51/-), Hochsauerlandkreis (231/-), Kreis Höxter (63/-), Kreis Kleve (233/2), Köln (1212/7), Krefeld (185/-), Leverkusen (102/-), Kreis Lippe (279/2), Märkischer Kreis (100/-), Kreis Mettmann (284/4), Kreis Minden-Lübbecke (246/-), Mönchengladbach (168/1), Mülheim (62/1), Münster (443/2), Oberbergischer Kreis (182/1), Oberhausen (63/-), Kreis Olpe (102/-), Kreis Paderborn (187/-), Kreis Recklinghausen (322/-), Remscheid (56/1), Rhein-Erft-Kreis (296/1), Rheinisch-Bergischer Kreis (171/1), Rhein-Kreis Neuss (282/4), Rhein-Sieg-Kreis (490/2), Kreis Siegen-Wittgenstein (92/1), Kreis Soest (176/-), Solingen (87/-), Kreis Steinfurt (388/1), Kreis Unna (171/2), Kreis Viersen (249/1), Kreis Warendorf (289/1), Kreis Wesel (217/2), Wuppertal (185/2).

Update, 11.32 Uhr: Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (60) leidet angesichts der Corona-Krise unter seinem eingeschränkten Sozialleben. Wenn die Kontaktsperren wieder aufgehoben sind, werde er seinen "engsten Freundeskreis kontaktieren, alle zum Essen einladen und einen schönen Rotwein trinken. Der persönliche Kontakt fehlt mir extrem - ich bin halt einfach nicht so der Telefon-Typ", sagte Watzke in einem Interview der Bild am Sonntag. Auf die Frage, ob er sich im Moment manchmal einsam fühle, sagte der Chef des Fußball-Bundesligisten: "Mir fehlt der Fußball dramatisch. Mir fehlt es, mit anderen Sport zu machen."

Kontaktsperre wegen Coronavirus in NRW: Nerven liegen blank

Update, 11.01 Uhr: Lust auf Musik von Bach? Das Konzerthaus Dortmund streamt ein Orgelkonzert aus dem leeren Saal:

Update, 10.43 Uhr: Kleiner Blick über NRW hinaus: Das sind die aktuellen Entwicklungen rund um das Coronavirus in Deutschland.

Update, 10.25 Uhr: Bei manchen liegen in Corona-Zeiten die Nerven blank, wie dieser Fall aus Bergisch Gladbach zeigt: Ein Mann spuckte im Streit einen Autofahrer an und fragte: "Kennste Corona?" Es ist nicht der einzige Ausraster, wie diese Beispiele zeigen.

Coronavirus in NRW: Laschet will Exit-Strategie Corona-Krise

Update, 9.43 Uhr: Die Zahl der Kleinunternehmer und Selbstständigen wird wohl auch am Sonntag weiter steigen, die Anträge auf die finanzielle Corona-Soforthilfe des Landes stellen. Wie wichtig die NRW-Hilfen sind, wurde schon in den ersten 24 Stunden deutlich: Laut Bezirksregierung Münster sind landesweit bis Samstag (Stand 17.30 Uhr) 178.000 Anträge eingegangen. Für die schnelle Bewilligung arbeiten übers Wochenende nach Angaben des Wirtschaftsministeriums rund 700 Menschen in den fünf Bezirksregierungen.

Update, 9.27 Uhr: Immer wieder gibt es Fragen zur Übertragung des Coronavirus. Kann man sich wirklich durch Gegenstände anstecken? Wir haben Antworten zu dieser und anderen Fragen.

Coronavirus in NRW: Polizei Dortmund erwischt volles Auto

Update, 9.20 Uhr: Mehr als zwei Menschen in einem Auto, angeblich von Hunger getrieben - bevor sie aber auch nur einen Bissen essen konnten, sind Fahrer und Beifahrer von der Polizei in Dortmund kräftig zur Kasse gebeten worden. Wegen Verstoßes gegen das Kontaktverbot mussten sie 200 Euro pro Person zahlen. Bei der Polizeikontrolle sagten sie: "Wir kommen aus Recklinghausen und hatten Hunger!" Das war für die Polizei kein Grund, gegen Corona-Regeln zu verstoßen - und kostete nach dem NRW-Bußgeldkatalog 200 Euro pro Person. "Teures Essen", stellte die Polizei in ihrem Tweet nüchtern fest. Wie viele Menschen in dem besagten Auto saßen, konnte die Polizei nicht sagen. In der Nacht seien reichlich Fahrzeuge unterwegs gewesen, teilweise mit vier Personen besetzt, hatte die Polizei festgestellt.

Update, 8.57 Uhr: Die Kirchen in NRW bereiten sich in der Coronavirus-Krise auf Ostermessen im Internet vor. "Ostern fällt ja nicht aus und wir wollen es auch mit den Gläubigen zusammen feiern, notfalls eben medial vermittelt", sagte ein Sprecher des Erzbistums Paderborn. Weil Gottesdienste vor Publikum bis auf Weiteres nicht stattfinden dürfen, zeigen die Kirchen in NRW regelmäßig Gebete, Messen und Andachten via Internet - das soll sich auch über Karwoche und Osterfeiertage fortsetzen, heißt es aus den Bistümern und Landeskirchen. Dann sollen auch die großen Festtagsgottesdienste der nordrhein-westfälischen Bischöfe in den Sozialen Medien übertragen werden. So streamt das Erzbistum Paderborn zum Beispiel die wichtigen liturgischen Feiern am Gründonnerstag, Karfreitag und in der Osternacht auf dem eigenen Youtubekanal.

Coronavirus in NRW: Kaltes Wetter hilft Kontakt-Kontrolleuren

Update, 8.31 Uhr: Am zweiten Wochenende mit massiven Einschränkungen wegen des Coronavirus in NRW sollte den Kontroll-Behörden das Wetter zur Hilfe kommen: Am erwartet nass-kalten Sonntag - im Sauerland gibt es am Morgen vereinzelt Schneeflocken - werden wohl deutlich weniger Leute nach draußen gehen als am schönen Samstag. Polizei und Städte hatten sich bei ihren Kontrollen auf die Hot-Spots konzentriert, aber nach ersten Angaben nur vereinzelt Verstöße gegen das Kontaktverbot festgestellt.

Seit Montag gilt in NRW ein Kontaktverbot, nach dem sich nicht mehr als zwei Personen im öffentlichen Raum versammeln dürfen. Ausgenommen davon sind Familien sowie gemeinsam in einem Haushalt lebende Personen. Die Regelungen in NRW gelten zunächst bis zum 19. April, also bis nach Ostern.

Coronavirus in NRW: Spaziergänger wie hier am Phoenix-See in Dortmund gab es am Samstag bei schönem Wetter viele. Die meisten hielten sich an die Einschränkungen durch das Kontaktverbot.

Update, 8.06 Uhr: Heute vor sieben Tagen wurde das Kontaktverbot für NRW verkündet; seit Montag (23. März) gilt es. Lockerungen sind vorerst nicht geplant, dennoch macht sich Ministerpräsident Armin Laschet Gedanken über die Zeit danach. "Der Satz, es sei zu früh, über eine Exit-Strategie in der Coronavirus-Krise nachzudenken, ist falsch", schrieb Laschet in einem Gastbeitrag in der Zeitung "Welt am Sonntag" und widersprach Bundeskanzlerin Angela Merkel damit deutlich. "Jetzt ist die Zeit, Maßstäbe für die Rückkehr ins soziale und öffentliche Leben zu entwickeln, damit auch diese Entscheidung anhand transparenter Kriterien erfolgt."

Coronavirus in NRW: Das war die Lage am Samstag, 28. März

Update, 21.56 Uhr: Wir beenden für heute unsere Berichterstattung über die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf NRW.

Die Zahl der landesweit nachgewiesenen Infektionen ist heute auf 12.744 gestiegen (plus 1200 Fälle). Den Angaben zufolge gab einen starken Anstieg bei den Todesfällen: von 85 auf 105. Bundesweit waren am Samstagnachmittag mehr als 52.100 Infektionen registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Todesfälle gibt es nun in allen Bundesländern.

Coronavirus in NRW: Todes- und Verdachtsfälle im Altenheim

Update, 21.41 Uhr: Ein Alten- und Pflegeheim im Kreis Unna hat sich am Samstagabend auf seiner Facebookseite zu zwei Todes- und mehreren weiteren Verdachtsfällen geäußert, wie WA.de* hier im News-Ticker aus dem Kreis Unna berichtet.

Update, 20.09 Uhr: Die Medizinische Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie des Universitätsklinikums Münster (UKM) sucht aktuell Personen, die eine Corona-Infektion hatten, inzwischen aber negativ getestet oder seit mindestens zehn Tage symptomfrei sind. 

Diese Freiwilligen sollen Blut spenden, aus dem sogenannte Hyperimmun-Seren gewonnen werden können. Daraus wiederum können die Mediziner Abwehrstoffe isolieren, die sie Corona-Patienten im Falle eines schweren Krankheitsverlaufs verabreichen können.

Das UKM bittet Freiwillige darum, sich unter hepar@ukmuenster.de oder telefonisch unter 0251/ 8357935 zu melden.

Coronavirus in NRW: Wirtschaft schon hart getroffen

Update, 19.01 Uhr: Die Corona-Krise trifft sämtliche Branchen der NRW-Wirtschaft inzwischen in voller Härte: Laut einer Blitzumfrage der Industrie- und Handelskammern (IHK) verzeichnen 90 Prozent der Befragten aktuell Umsatzeinbußen

Demnach beklagt jedes fünfte Unternehmen Rückgänge seiner Geschäfte von mehr als 50 Prozent. Bei einem Drittel führte die Krisensituation zur Einstellung der Produktion oder zur Schließung. 14 Prozent sind akut von der Insolvenz bedroht.

Die IHK NRW hatten 3200 Mitgliedsunternehmen im Zeitraum vom 24. bis 26. März befragt. Hauptgeschäftsführer Ralf Mittelstädt hob in einer Mitteilung von Samstag den schnellen Start der digitalen Soforthilfe-Anträge als wichtigen Schritt für die vielen Kleinunternehmen hervor.

Innerhalb der ersten zwölf Stunden habe es mehr als 8000 Bewilligungen gegeben. Neben der Soforthilfe mit 63 Prozent seien auch Steuerstundungen mit 60 Prozent und Kurzarbeitergeld mit 71 Prozent stark nachgefragt, hieß es.

Coronavirus in NRW: Mehr als zwei Dutzend Strafanzeigen

Update, 17.43 Uhr: Exakt 28 Biker hatten sich heute Nachmittag gegen 14.20 Uhr an einem geschlossenen Bikertreff in Nordkirchen verabredet und damit der Polizei Coesfeld Arbeit beschert

"Sie konsumierten dort an den Sitzgelegenheiten der Außengastronimie selbst mitgebrachte Getränke. Wegen des Verstoßes gegen das Ansammlungsverbot nach der Coronaschutzverordnung und darin liegendem Vergehen nach dem Infektionsschutzgesetz legten Polizisten gegen die 28 Biker eine Strafanzeige vor. 

Der Betreiber des Bikertreffs und das Ordnungsamt der Gemeinde Nordkirchen kümmerten sich um eine noch deutlichere Erkennbarkeit der Sperrung des Bikertreffs", so die Polizei am Samstag. 

Coronavirus in NRW: Roboter-Einsatz im Edeka-Markt

Update, 17.17 Uhr: Voll und ganz auf Hightech setzt Marc-Philipp Stöcker: In seiner Edeka-Filiale im oberbergischen Lindlar sorgt nun ein Roboter für Ordnung. Der elektronische Helfer steht nämlich an der Kasse und klärt die Kunden freundlich darüber auf, wie sie in Corona-Zeiten mithelfen können, Sicherheit zu bewahren. 

"Pepper" im Kassenbereich des Edeka-Marktes in Lindlar.

Dank seiner hübschen Augen und seiner netten Ausstrahlung kommt das gut an. "Vereinzelt zeigen kleine Kinder doch Respekt und bleiben auf Distanz", erzählt der Inhaber. Doch die allermeisten Kunden lassen sich vom Charme des etwa 1,20 Meter großen Roboters anstecken. Der hat auch einen Namen: "Pepper".

Coronavirus in NRW: Pepper klärt Kunden im Kassenbereich auf

Die Idee zu der Aktion kam Stöcker vor einer Woche. Er ist mit einem Mitarbeiter der Firma befreundet, die diese Roboter verkauft. Als der Entschluss stand, hat es lediglich zwei Tage gedauert, den elektronischen Kamerad individuell zu programmieren. Nun steht Pepper im Kassenbereich und weist auf Sicherheitsabstände hin, warnst vor Hamsterkäufen und hat auch manches warmherzige Wort für die Kunden übrig.

Der 1,20 Meter große Roboter klärt die Kunden auf.

Nach den bisherigen Erfahrungen mit dem Roboter bleibt dessen Einsatz wohl nicht auf die Zeit der Corona-Krise beschränkt.

Update, 16.00 Uhr: Der Bürgermeister der Stadt Werl im Kreis Soest, Michael Grossmann hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Der Verwaltungschef liegt schon seit mehreren Tagen auf der Intensivstation eines Krankenhauses, allerdings waren zwei Test aufs Coronavirus zuvor negativ ausgefallen. Erst der dritte brachte jetzt ein positives Ergebnis, wie soester-anzeiger.de heute Nachmittag berichtet.

Coronavirus in NRW: Bonner Reiseveranstalter holt Passagiere zurück

Update, 15.22 Uhr: Nach dem Coronaverdacht von 46 Menschen auf einem deutschen Kreuzfahrtschiff vor Australien, soll eine Rückholaktion der nicht-infizierten Passagiere starten. 

Der Aktion stehe nach Angaben der Behörden nichts im Wege, sagte der Geschäftsführer des Bonner Reiseveranstalters Phoenix, Benjamin Krumpen, am Samstag: "Personen, die positiv getestet sind, bekommen einen 14-tägigen Aufenthalt in einem Krankenhaus in Australien."

Alle anderen der 832 Passagiere könnten mit eigens dafür gecharterten Maschinen am Nachmittag des nächsten Tages lokaler Zeit nach Hause.

Die Gesundheitsbehörden seien jetzt noch einmal an Bord der "MS Artania" gewesen und hätten weitere Proben genommen. Das Ergebnis sei nicht vor morgen zu erwarten, sagte Krumpen. Alle Gäste seien in ihren Kabinen und würden dann am nächsten Tag mit einem Transfer zum Flughafen gebracht. "Es ist sicher, dass die dann hier 14 Tage in häusliche Quarantäne kommen", sagte Krumpen.

Coronavirus in NRW: So gibt's Geld fürs Geister-Rheinderby zurück

Update, 14.33 Uhr: Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach hat zweieinhalb Wochen nach dem Geisterspiel gegen den 1. FC Köln (2:1) die Frist für die Rückerstattung des Geldes für erworbene Eintrittskarten präzisiert. 

Der aktuelle Tabellenvierte hatte ursprünglich erklärt, dass Käufer einer Tageskarte unter Vorlage des Original-Tickets sowie eines ausgefüllten Erstattungsformulars per Post bis zum 31. März 2020 den Eintrittspreis zurückerhalten und Dauerkarteninhaber den anteiligen Preis.

Nun wies die Borussia nach Kritik der Verbraucherzentrale darauf hin, dass es sich nicht um eine "rechtlich bindende Frist", sondern ein Bitte handele, "damit die Abwicklung zügig gestaltet werden kann". Nach Angaben der Rheinische Post können Ansprüche laut Verbraucherzentrale bis zum 31. Dezember 2023 geltend gemacht werden.

Coronavirus in NRW: Nur wenig Arbeit für die Polizei

Update, 14.16 Uhr: Obwohl heute schönstes Frühlingswetter nach draußen lockt, halten sich laut Polizei die meisten Menschen in Köln und Düsseldorf an die Kontaktbeschränkungen in der Corona-Krise. Am Rheinufer, in Parks und Grünanlagen seien viele allein oder zu zweit unterwegs gewesen, hieß es aus Köln

Hier musste die Polizei am Vormittag lediglich sechs Gäste einer Hochzeitsgesellschaft bitten, auseinander zu gehen. Den Feiernden seien die wegen der Corona-Pandemie geltenden Verhaltensregeln nicht bewusst gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Die Gruppe habe sich aber schnell zerstreut und entfernt.

In Düsseldorf gab es vereinzelt kleinere Verstöße, wie die Polizei am Samstag sagte. Riesenpartys habe niemand gefeiert. Die Altstadt sei auch am Freitagabend laut Einsatzbericht menschenleer gewesen.

Update, 12 Uhr: Es gibt die aktuellen Zahlen fürs Land NRW: Laut Angaben des Gesundheitsministeriums sind - Stand 11.30 Uhr - 12.744 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 105  Menschen sind an den Folgen der Infektion verstorben.

Das war ein Anstieg um 1200 Fälle. Den Angaben zufolge gab einen starken Anstieg bei den Todesfällen: von 85 am Freitagmorgen auf 105 am Samstag. Im besonders betroffenen Kreis Heinsberg waren nach Ministeriumsangaben gut 1200 Menschen infiziert. Am Vortag (10 Uhr) waren es dort noch 1150 Menschen.

Coronavirus in NRW: Zahlen für 53 Kreise und kreisfreie Städte

Heruntergebrochen auf Städte und Kreise in NRW sehen die Zahlen so aus: 

Aachen und Städteregion Aachen (746 bestätigte Infektionen/14 Tote), Bielefeld (142/-), Bochum (219/4), Bonn (241/1), Kreis Borken (399/4), Bottrop (32/1), Kreis Coesfeld (247/1), Dortmund (238/-), Duisburg (234/1), Kreis Düren (217/1), Düsseldorf (319/2), Ennepe-Ruhr-Kreis (108/1), Essen (360/6), Kreis Euskirchen (101/-), Gelsenkirchen (81/-), Kreis Gütersloh (335/1), Hagen (62/2), Hamm (131/1), Kreis Heinsberg (1202/30), Kreis Herford (138/-), Herne (45/-), Hochsauerlandkreis (213/-), Kreis Höxter (54/-), Kreis Kleve (211/2), Köln (1116/7), Krefeld (185/-), Leverkusen (88/-), Kreis Lippe (261/1), Märkischer Kreis (89/-), Kreis Mettmann (271/3), Kreis Minden-Lübbecke (241/-), Mönchengladbach (163/1), Mülheim (62/-), Münster (414/2), Oberbergischer Kreis (170/1), Oberhausen (61/-), Kreis Olpe (89/-), Kreis Paderborn (152/-), Kreis Recklinghausen (309/-), Remscheid (52/1), Rhein-Erft-Kreis (296/1), Rheinisch-Bergischer Kreis (163/1), Rhein-Kreis Neuss (282/4), Rhein-Sieg-Kreis (460/2), Kreis Siegen-Wittgenstein (79/1), Kreis Soest (153/-), Solingen (81/-), Kreis Steinfurt (353/1), Kreis Unna (162/1), Kreis Viersen (234/1), Kreis Warendorf (286/1), Kreis Wesel (198/2), Wuppertal (172/2).

Bundesweit waren bis Samstagvormittag mehr als 48.800 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Todesfälle gibt es nun in allen Bundesländern.

Coronavirus in NRW: Über 100.000 Anträge auf Soforthilfe

Update, 11.25 Uhr: Kurz nach dem Start des NRW-Sofortprogramms für von Corona stark betroffene kleine Betriebe und Selbstständige sind über 100.000 Anträge auf finanzielle Hilfe eingegangen. Das teilte NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) mit und sprach von einem "Rekordwert". Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums wurden bisher 8000 Anträge bewilligt.

Unter soforthilfe-corona.nrw.de können von der Corona-Krise betroffene Unternehmen und Selbstständige Soforthilfen des Bundes als auch des Landes beantragen. Die Anträge würden das ganze Wochenende über von 700 Mitarbeitern der fünf Bezirksregierungen und dem Team von IT.NRW bearbeitet, "um den Betrieben möglichst schnell die Mittel elektronisch zu bewilligen, teilte Pinkwart mit.

Update, 22.45 Uhr: Der Möhnesee (Kreis Soest) und vor allem die Möhne-Sperrmauer sind ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen aus dem ganzen Land. Genau das könnte an diesem Wochenende zu einem großen Problem werden. Warum, lesen Sie hier.

Coronavirus in NRW: Solidarität für "Freunde ín Italien"

Update, 20.50 Uhr: In den kommenden Tagen sollen 14 Corona-Patienten aus Italien und Frankreich nach NRW gebracht werden. Mehrere Kliniken nehmen insgesamt zehn Patienten aus Italien und vier aus Frankreich auf, wie die NRW-Staatskanzlei am Freitagabend mitteilte. Die Infizierten aus Italien würden von der Luftwaffe ins Bundesland geflogen. 

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte laut Mitteilung: "Gerade unsere Freunde in Italien brauchen in diesen Tagen unsere Solidarität. Mit der Aufnahme der Patienten wollen wir signalisieren: Ihr seid nicht allein." Die Aufnahme habe Laschet dem italienischen Botschafter in dieser Woche angeboten. Aus Frankreich habe die Landesregierung ein Hilfsgesuch erhalten. Je zwei Patienten aus Italien sollten noch am Wochenende in die Unikliniken Köln und Bonn sowie das Katholische Klinikum Bochum gebracht werden. 

Je zwei weitere Patienten aus Italien sollen später in die Uniklinik Essen und in das Herz- und Diabeteszentrum NRW der Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum in Bad Oeynhausen kommen. Die vier Patienten aus Frankreich würden alle nach Essen gebracht, hieß es. Am Donnerstag hatte das Auswärtige Amt berichtet, dass verschiedene Bundesländer Zusagen zur Behandlung von 47 Intensivpatienten gegeben hatten - auch NRW. In anderen Bundesländern werden Intensivpatienten aus Frankreich und Italien bereits behandelt. Beide Länder sind von der Pandemie besonders betroffen.

Coronavirus in NRW: Online-Anträge auf staatliche Soforthilfen

Update, 19.22 Uhr: Das Portal für Online-Anträge auf staatliche Soforthilfen für kleinere Betriebe in NRW ist am Freitag mit einem hohen Andrang gestartet. Einem Sprecher des NRW-Wirtschaftsministeriums zufolge gingen am Nachmittag nach dem Beginn um 15 Uhr bis 18.30 Uhr rund 36 000 Anträge ein. Unter "soforthilfe-corona.nrw.de" können von der Corona-Krise betroffene Unternehmen und Selbstständige zum digitalen Antragsformular gelangen, mit dem sowohl die beschlossenen Soforthilfen des Bundes als auch des Landes beantragt werden können. 

Einem Ministeriumssprecher zufolge sollen die Anträge auch schon am Wochenende von 700 Mitarbeitern der Bezirksregierungen geprüft werden. Sowohl der Bund als auch das Land haben direkte Zuschüsse für Unternehmen beschlossen, deren Geschäft angesichts der Corona-Krise leidet oder ganz ausfällt. Betriebe mit bis zu fünf Angestellten können 9000 Euro beantragen, Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten 15.000 Euro. Mittelgroße Betriebe mit bis zu 50 Mitarbeitern haben Anspruch auf 25.000 Euro. Die Unternehmen müssen dabei nachweisen, dass sie auf behördliche Anordnung bis auf Weiteres geschlossen bleiben müssen, ihr Umsatz extrem rückläufig ist oder ihre vorhandenen Mittel nicht ausreichen, um die Kosten zu decken.

Update, 17.30 Uhr: Viele Kommunen wollen am Wochenende mit verstärkten Kräften die Einhaltung des wegen der Corona-Krise verhängten Kontaktverbots kontrollieren. Auch angesichts des voraussichtlich schönen Wetters am Samstag wollen die städtischen Mitarbeiter ihre Aufmerksamkeit auf Spielplätze, Parks und besondere "Hotspots" legen, an denen sich unter normalen Umständen gerne Gruppen treffen. "Spaziergänge sind ja erlaubt - aber eben mit dem nötigen Abstand", betonte ein Sprecher der Stadt Köln. Seit Montag gilt ein Kontaktverbot, nach dem sich nicht mehr als zwei Personen im öffentlichen Raum versammeln dürfen. Ausgenommen davon sind Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen. Der Kölner Stadt-Sprecher riet Familien und Wohngemeinschaften, die mit mehr als zwei Personen unterwegs sind, einen Ausweis mitzunehmen. So könnten sie bei Kontrollen gegebenenfalls nachweisen, dass sie unter derselben Adresse gemeldet sind.

Coronavirus in NRW: Zahlen erneut gestiegen - jetzt 88 Tote

Update, 16.33 Uhr: Es gibt die aktuellen Zahlen fürs Land NRW: Laut Angaben des Gesundheitsministeriums sind - Stand 16.30 Uhr - 12.017 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 88 Menschen sind an den Folgen der Infektion verstorben.

Update, 15.01 Uhr: Die "Finals Rhein-Ruhr 2020" in NRW werden wegen der Coronavirus-Pandemie auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben. Das teilten die Veranstalter mit. Das Multi-Sportevent, das im August 2019 in Berlin eine erfolgreiche Premiere gefeiert hatte, sollte am ersten Juni-Wochenende (6./7. Juni) in den fünf Städten Düsseldorf, Duisburg, Oberhausen, Aachen und Neuss ausgetragen werden.

"Die beteiligten Sportfachverbände, die Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen sowie die übertragenden TV-Sender ARD und ZDF haben sich einvernehmlich auf eine Verschiebung des Gesamtevents "Die Finals" verständigt", hieß es in der Mitteilung. Insgesamt waren Wettkämpfe in 19 Sportarten mit rund 3700 Athletinnen und Athleten geplant. 16 Sportarten davon sollten als deutsche Meisterschaften ausgetragen werden. 

Update, 14.52 Uhr:  Der Kreis Unna bei Dortmund meldet seinen ersten Toten nach einer Coronavirus-Erkrankung. Er starb in einem Krankenhaus in Menden (Märkischer Kreis). Doch es gab auch gute Nachrichten aus dem Kreis.

Coronavirus in NRW: Schnelllehrgang für Medizinstudenten in Münster

Update, 14.48 Uhr: Die Uni Münster macht Medizinstudenten im Schnelldurchlauf fit für die Aufnahme und Versorgung von Corona-Patienten in Krankenhäusern. Dafür hat die Medizin-Fakultät eine einwöchige Fortbildung entwickelt, die üblicherweise ein halbes Jahr dauert, teilte die Uniklinik Münster mit. Weil der Lehrbetrieb an den Universitäten in NRW derzeit ruht, hatte die Uni Münster bei ihren 3000 Medizinstudenten nachgefragt, wer sich im Kampf gegen das Coronavirus freiwillig engagieren will. 1800 hätten sich gemeldet, erklärte die Uniklinik. Freiwillige mit abgeschlossener Pflegeausbildung wurden sofort an die Klinik übergeben, für die anderen sei die Fortbildung entwickelt worden.

Update, 14.13 Uhr: Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens im Zuge der Corona-Krise bekommen einigen Menschen offenbar nicht. Die Polizei in Siegen musste mit mehreren Streifenwagen anrücken, bis eine Gruppe junger Erwachsener in Siegen unter Pöbeleien auseinander ging. Besonders in Supermärkten ist die Lunte derzeit kurz. Im Sauerland hustete ein wütender Mann einen anderen Kunden an und sagte "Ich habe Corona". Ähnliche Szenen spielten sich in einem Penny-Markt ab: Bei einem Streit um einen Einkaufswagen spuckte ein Kunde einem ins Gesicht. Ein ungeduldiger Kunde ignorierte die Warteschlange vor einem Baumarkt im westfälischen Hagen. Als ein Security-Mann ihn stoppen wollte, wurde es äußerst schmerzhaft.

Coronavirus in NRW: Wirtschaftliche Einbußen in Milliardenhöhe

Update, 13.33 Uhr: Die wirtschaftlichen Einbußen für NRW durch die Corona-Krise könnten nach Berechnung eines Finanzwissenschaftlers bei mindestens 50 Milliarden Euro liegen. Das vom Landtag beschlossene Hilfspaket in Höhe von 25 Milliarden Euro sei "nicht zu hoch gegriffen", sagte Michael Thöne vom Finanzwissenschaftlichen Forschungsinstitut an der Uni Köln.  

Das Münchener Ifo-Institut habe berechnet, dass die Corona-Krise Deutschland zwischen 255 und 729 Milliarden Euro kosten könne. "Bezogen auf NRW wären das mindestens 50 Milliarden Euro wirtschaftliche Einbuße", sagte Thöne. "Möglich also, dass diesem Rettungsschirm weitere folgen."

Coronavirus in NRW: IHK-Abschlussprüfungen verschoben

Update, 13.16 Uhr: Die für April und Mai geplanten schriftlichen IHK-Abschlussprüfungen in der betrieblichen Ausbildung werden bundesweit einheitlich in den Sommer 2020 verschoben. Das teilten die Industrie- und Handelskammern (IHK) Nord- und Südwestfalen mit.

Die schriftlichen industriell-technischen Prüfungen sollen am 16. und 17. Juni und die kaufmännischen am 18. und 19. Juni stattfinden. Der Prüfungszeitraum der praktischen Prüfung in den industriell-technischen Berufen beginnt wie geplant am 4. Mai. Für die mündlichen und praktischen Prüfungen der kaufmännischen Berufe wird der Prüfungszeitraum in Kürze mitgeteilt.

Auch die IHK-Fortbildungsprüfungen werden bis einschließlich Mai ausgesetzt. Sie werden zwischen Juni und August nachgeholt. Die ausgefallenen Zwischenprüfungen entfallen ersatzlos.

Coronavirus in NRW: Köln sagt auf diese Weise "Danke"

Update, 12.52 Uhr: Bürger in Köln haben sich in den schwierigen Zeiten der Coronavirus-Pandemie mit einer besonderen Aktion bei Polizei, Feuerwehr und Rettungssanitätern bedankt. Sie fragten an, ob ein paar Einsatzkräfte - sofern es die Lage zulasse - am Donnerstag gegen 21 Uhr in den Stadtteil Sülz kommen könnten, wie eine Feuerwehrsprecherin berichtete. Sie kamen - und was dann geschah, ist auf Facebook-Videos zu sehen: Tosender Applaus und "Danke"-Rufe in der ganzen Nachbarschaft. Die Einsatzkräfte bedankten sich mit eingeschaltetem Blaulicht. Eine Feuerwehrsprecherin, die dabei war, fasste die Gefühlslage am Freitag so zusammen: "War mega."

Coronavirus in NRW: Fast 1000 Patienten in Krankenhäusern

Update, 12.40 Uhr: In NRW werden nach Angaben von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann 951 Infizierte im Krankenhaus behandelt, davon 307 intensivmedizinisch. Unter ihnen seien 253 auf Beatmung angewiesen. Das entspreche 2,2 Prozent der Erkrankten. Landesweit gebe es laut Laumann derzeit insgesamt rund 6150 Intensivbetten. Es werde mit Hochdruck daran gearbeitet, die Beatmungsplätze zu erhöhen.

Update, 12.14 Uhr: NRW schafft mehr Kapazitäten zur Untersuchung von Coronavirus-Proben. Ab Montag beteiligen sich auch die Chemischen und Veterinäruntersuchungsämter an der Analyse von Corona-Tests, wie das NRW-Umweltministerium mitteilte. Täglich könnten insgesamt 1500 Proben von möglicherweise mit dem Virus Sars-CoV-2 infizierte Menschen ausgewertet werden. 

"Mit dieser hohen Kapazität werden sie die an der Überlastungsgrenze arbeitenden humanmedizinischen Labore wirkungsvoll unterstützen", erklärte Ministerin Ursula Heinen-Esser. Die Ämter haben sehr gut ausgestattete Labore. Zu ihren Aufgaben gehört normalerweise die Überwachung von Lebensmitteln. Die Standorte sind Arnsberg, Detmold, Krefeld und Münster.

Coronavirus in NRW: Zahl der Infizierten nach Städten und Kreisen

Update, 11.23 Uhr: Das sind die aktuelle Coronavirus-Fallzahlen in NRW, heruntergebrochen auf Städte und Kreise: Aachen und Städteregion Aachen (649 bestätigte Infektionen/10 Tote), Bielefeld (132/-), Bochum (186/4), Bonn (222/1), Kreis Borken (368/3), Bottrop (23/1), Kreis Coesfeld (232/-), Dortmund (232/-), Duisburg (245/1), Kreis Düren (192/1), Düsseldorf (317/2), Ennepe-Ruhr-Kreis (99/1), Essen (292/5), Kreis Euskirchen (76/-), Gelsenkirchen (62/-), Kreis Gütersloh (315/1), Hagen (55/2), Hamm (117/1), Kreis Heinsberg (1150/29), Kreis Herford (123/-), Herne (42/-), Hochsauerlandkreis (183/-), Kreis Höxter (47/-), Kreis Kleve (192/1), Köln (1017/4), Krefeld (147/-), Leverkusen (82/-), Kreis Lippe (230/1), Märkischer Kreis (81/-), Kreis Mettmann (249/3), Kreis Minden-Lübbecke (223/-), Mönchengladbach (146/-), Mülheim (53/-), Münster (371/1), Oberbergischer Kreis (152/-), Oberhausen (54/-), Kreis Olpe (66/-), Kreis Paderborn (139/-), Kreis Recklinghausen (264/-), Remscheid (41/-), Rhein-Erft-Kreis (276/1), Rheinisch-Bergischer Kreis (162/1), Rhein-Kreis Neuss (245/3), Rhein-Sieg-Kreis (417/2), Kreis Siegen-Wittgenstein (77/-), Kreis Soest (145/-), Solingen (71/-), Kreis Steinfurt (198/-), Kreis Unna (146/-), Kreis Viersen (220/1), Kreis Warendorf (254/1), Kreis Wesel (184/2), Wuppertal (162/2).

Die veröffentlichten Landeszahlen basieren auf Meldungen aller 53 Kreise und kreisfreien Städte an das Gesundheitsministerium. Zwischenzeitlich können einzelne Kommunen auch schon höhere Fallzahlen bekanntgegeben haben.

Coronavirus in NRW: Hausärzten fehlen Schutzmasken

Update, 11.05 Uhr: Der Hausärzteverband Westfalen-Lippe richtet einen Spendenaufruf für Schutzmasken an Industrie und Einzelhandel. Er bittet Unternehmen, die selbst Schutzmasken im Einsatz haben, wegen der Corona-Krise aber geschlossen sind, vorrätige Masken zur Verfügung zu stellen. Der Hausärzteverband würde sie dann an Hausarztpraxen und regionale Behandlungszentren weiterleiten. "In vielen Arztpraxen ist Schutzausrüstung mittlerweile knapp, zum Teil sogar bereits vergriffen", heißt es in einer Mitteilung.

Update, 10.50 Uhr: NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) geht davon aus, dass die Schulen nach den Osterferien am 20. April wieder öffnen können. Dann könnten die angehenden Abiturienten wieder mit dem Stoff zur Vorbereitung auf die Prüfungen konfrontiert werden, sagte sie am Freitag in Düsseldorf. Wegen der Coronavirus-Krise hat die Landesregierung alle Schulen in NRW bis zum 19. April geschlossen.

Coronavirus in NRW: Abitur-Prüfungen werden verschoben

Update, 10.29 Uhr: Die Abitur-Prüfungenfür rund 88.000 Schülerinnen und Schüler in NRW an Gymnasien, Gesamtschulen, Weiterbildungskollegs und Waldorfschulen sowie an den Beruflichen Gymnasien der Berufskollegs werden wegen der Coronavirus-Einschränkungen verschoben. Das sagte NRW-Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer am Vormittag in der NRW-Staatskanzlei Düsseldorf. Die neuen Termine für die Abi-Prüfungen in NRW stehen fest

Update, 10.06 Uhr: Das Gesundheitsministerium des Landes hat die Fallzahlen aktualisiert. Nach offiziellem Stand sind in NRW 11.523 Menschen infiziert, es gibt im Zusammenhang mit einer Infektionbisher 85 Todesfälle. Im Kreis Heinsberg sind nach wie vor die meisten nachgewiesenen Fälle erfasst (1150 Infektionen/29 Todesfälle), dahinter Köln (1017/4) sowie Aachen und die Städteregion Aachen (649/10). 

Coronavirus in NRW: Erfinderische Firmenleiter

Update, 9.07 Uhr: In Zeiten des Coronavirus den Türgriff oder den Griff des Einkaufwagens anzufassen ist nicht gut, aber kaum zu verhindern. Eine Firma aus dem Sauerland versucht, das mit einem kleinen Hilfsmittel überflüssig zu machen.

Update, 8.38 Uhr: Ein Supermarkt in Wenden (Kreis Olpe) hat einen pfiffigen Weg gefunden, Klopapier-Hamsterkäufe zu unterbinden, ohne dass Mitarbeiter ständig mit Kunden diskutieren müssen. Die erste Packung Klopapier kostet den normalen Preis, für die zweite gibt es einen völlig überzogenen Aufschlag von 50 Euro, für jede weitere Packung werden sogar 100 Euro fällig. Seitdem das neue Hinweisschild hängt, so hieß es, gebe es keine lästigen Diskussionen mehr an der Kasse über den Sinn und Unsinn der in Supermärkten mittlerweile üblichen Limitierung von einer Packung Klopapier pro Kunde.

Mit diesem Hinweisschild verhindert ein Supermarkt in Wenden (Kreis Olpe) lästige Diskussionen um Klopapier-Limitierungen.

Update, 8.12 Uhr:  Feuchttücher und andere Klopapier-Alternativen könnten in den nächsten Wochen für Verstopfungen bei Klärwerken in NRW sorgen. "Auch wenn das Papier in Krisenzeiten fehlt: Feuchttücher gehören nicht ins Klo!", mahnten mehrere Stadtentwässerungsbetriebe an. Klopapier-Alternativen wiesen die Eigenschaft auf, dass sie sich nicht auflösen - auch wenn in der Werbung teilweise anderes versprochen würde. Was zu Hause wie ein guter Ersatz wirke, könne sich Tage später im Klärwerk als massiver Zopf stauen, der oft händisch herausgezogen werden müsse, hieß es von den Klärwerken.

Coronavirus in NRW: Heute fällt Entscheidung zu Abi-Prüfungen

Update, 7.48 Uhr: Kleine Betriebe, Solo-Selbstständige und Freiberufler können heute erstmals online Hilfsgelder von Bund und Land beantragen, wenn sie durch die Corona-Krise Einbußen erlitten haben und in wirtschaftliche Probleme geraten sind. Anträge können ab Freitagmittag (12 Uhr) nur in digitaler Form über die Seite www.wirtschaft.nrw/corona gestellt werden. Die Formulare seien knapp und klar formuliert und würden zügig bearbeitet. "In den nächsten Tagen wird das erste Geld fließen", sicherte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet. Außerdem gebe es Steuerstundungen, Steuervorauszahlungen an den Fiskus würden angepasst oder eingestellt und es gebe sehr zinsgünstige Kredite.

Update, 7.26 Uhr: Für fast 90.000 angehende Abiturienten in NRW endet heute eine Zeit der Ungewissheit: Sie erfahren, ob wegen der Corona-Pandemie ihre Abitur-Termine verschoben werden oder ob die Prüfungen wie geplant direkt nach den Osterferien - also ab dem 20. April - losgehen. NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer will in einer Pressekonferenz um 10 Uhr die Prüfungstermine nennen. Zwischenzeitlich war nach einem entsprechenden Vorstoß aus Schleswig-Holstein sogar mal eine komplette Absage der Prüfungen im Gespräch gewesen. Das hatten die Schulminister in einer bundesweiten Konferenz aber einhellig abgelehnt.

Coronavirus in NRW: Das war die Lage am Donnerstag, 27. März

Update, 20.16 Uhr: Auf dem Youtube-Channel "Breaking Lab" äußert sich NRW-Ministerpräsident Armin Laschet zu der Einschränkung der Grundrechte: "Wir können nicht ein halbes oder dreiviertel Jahr mit einer solchen Art Notstandsgesetzgebung leben".  Dennoch bleibt das Ziel, die Kurve abzuflachen: Deshalb seien alle Maßnahmen, die im Moment Kontakte unterbinden richtig "und die müssen wir jetzt einige Zeit durchhalten", so Laschet. Wie es mit Schule weitergeht, darüber fällt am Freitag schon eine erste Entscheidung. Dann will Schulministerin Yvonne Gebauer bekannt werden, ob die Termine für das Abitur 2020 in NRW verschoben werden müssen.

Coronavirus in NRW: Betrunkener bespuckt Beamten

 Update, 18.42 Uhr:  Skrupellos und unsolidarisch hat sich ein Autofahrer in Bonn benommen: Er hat einen Polizisten bespuckt, sich der aktuellen Coronavirus-Situation bewusst, und dem Beamten mit einer Corona-Infektion gedroht. Eine Zeugin hatte gemeldet, dass er in Schlangenlinien fuhr. Bei der Polizeikontrolle habe er sich "unkooperativ" verhalten. Mit dem Hinweis, dass der Mann aus Heinsberg komme und "Corona positiv" sei, habe er die Beamten dann angespuckt und angehustet. Er wurde in Gewahrsam genommen, berichtet dpa.

Update, 18.18 Uhr: Es ist nicht nur Coronavirus-Zeit, sondern auch Spargel-Zeit: Auch die Spargelbauern leiden unter der aktuellen Krise, nachdem Horst Seehofer verboten hat, Kurzarbeiter aus Rumänien zur Spargelernte zu holen. Die neue Idee:  "Rent a Spargelfeld" - Spargel zum Selbststechen.

Coronavirus in NRW: Turnhalle wird zum Gefängnis

Update, 17.45 Uhr: Das zuständige Gesundheitsamt im Märkischen Kreis gab bekannt, dass jeder fünfte Bürger, der unter Quarantäne und zu Hause kontrolliert werden sollte, nicht anzutreffen war. Wenn es in Zukunft zu nachweislichen Verstößen gegen die Quarantäne-Auflage kommt, wird die Polizei Amtshilfe leisten und die Bürger in die Sporthalle bringen.

Update, 17.25 Uhr:  Die Gemeinde Menden hat auf der einen Seite nette Ideen und seilt Akten aus dem ersten Stock ab, auf der anderen Seite ergreift sie drastische Maßnahmen: In der Sporthalle einer stillgelegten Realschule stehen zehn Feldbetten bereit. Laut Sebastian Arlt, erster Beigeordneter der Stadt soll die Maßnahme der Abschreckung dienen. Die Feldbetten sind für Menschen, die wegen des Coronavirus unter Quarantäne stehen, sich daran aber nicht halten, wie Bild.de berichtet.

Coronavirus in NRW: Die Fallzahlen steigen weiter

Update, 16.42 Uhr: Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat neue Fallzahlen veröffentlicht: Im Land NRW sind inzwischen 10.872 Menschen infiziert. Die Zahl der am Coronavirus gestorbenen Menschen nimmt ebenfalls zu; inzwischen gibt es 82 Todesopfer.

Update, 16.32 Uhr: Eine schöne Idee hatte die Stadtverwaltung in Menden aus dem Sauerland: Um Körperkontakt zu vermeiden, seilen sie die Akten aus dem ersten Stock ab.  

Coronavirus in NRW: Spielbanken machen dicht

Update, 16.24 Uhr: Die Spielbanken müssen bleiben erstmal bis zum 19. April geschlossen. Westspiel zählt etwa 1000 Mitarbeiter. Ein Sprecher von Westspiel erklärt: "Die Gehälter für den März sind gesichert." Update, Update, 16.14 Uhr: Die Westspiel-Casinos machen vorerst die Schotten dicht: Wegen des Coronavirus und der damit verbundenen Krise verzeichnet die landeseigene Spielbankgesellschaft Westspiel Einbußen in Millionenhöhe.

Coronavirus lässt Stadt Menden kreativ werden: Bei der "Operation Rapunzel" seilt die Stadt  Akten ab.

Coronavirus in NRW: Bäcker verkaufen Mehl

Update, 15.05 Uhr: Auf der Theke eines Bäckers in Köln stehen ein paar Brötchentüten mit ungewöhnlichem Inhalt: Sie sind prall gefüllt mit Mehl. "Nur für unsere Knuden", heißt es auf einem Zettel. "Es gibt inzwischen tatsächlich einige Bäcker, die auf Wunsch ihrer Kunden Mehl verkaufen", sagte der Geschäftsführer des Verbands des Rheinischen Bäckerhandwerks, Henning Funke, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Zunehmend fragten Kunden, die im Supermarkt wegen Corona-Hamsterkäufen kein Mehl bekommen hätten, bei Bäckern, ob sie ihnen etwas abwiegen könnten. "Dagegen ist auch nichts einzuwenden", sagte Funke. "Die regionalen Lieferketten im Bäcker-Handwerk funktionieren. Die Bäcker haben Mehl in ihren Silos und werden beliefert." Dass der Mehlverkauf in Bäckereien zum Trend wird, glaubt er aber nicht: "Es sind bisher eher Einzelfälle." Er gehe davon aus, dass der Einzelhandel seine Regale immer wieder auffüllen könne.

Coronavirus in NRW: Mietwagen für Krankenhausmitarbeiter

Update, 14 Uhr: Krankenhausmitarbeiter ohne eigenes Auto können in der Coronavirus-Krise in NRW kostenlos auf einen Mietwagen umsteigen, um zur Arbeit zu kommen. Das Angebot gelte für Klinik-Beschäftigte ab kommendem Mittwoch, wenn sie wegen der ausgedünnten Fahrpläne mit der Bahn kaum oder gar nicht mehr zur Arbeit kommen können, sagte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) am Donnerstag. Für das vorerst bis zum 31. Mai befristete Sonderprogramm habe das Land eine Million Euro zur Verfügung gestellt.

Für einen Mietwagen brauchen die Krankenhaus-Beschäftigten laut Wüst nur ein einseitiges Formular mit einer Bestätigung des Krankenhauses auszufüllen. Mit dieser Bescheinigung könnten sie den Mietwagen direkt beim Verleiher anmieten. Die Abrechnung nehme der Verleiher direkt mit der Bezirksregierung Münster vor, die das Programm zentral für ganz NRW betreue.

Coronavirus in NRW: Krankenhauspersonal muss Spritkosten zahlen

Die Kosten für einen Leihwagen dürfen maximal 400 Euro brutto pro Monat betragen, und es dürfen nicht mehr als 125 Kilometer pro Tag gefahren werden. Benzinkosten müssen die Nutzer selbst tragen. Damit möglichst viele Leihwagen bereit stehen, sollen Autovermieter ihren Antrag auf Teilnahme an dem Programm bis spätestens Sonntag (24.00 Uhr) bei der Bezirksregierung Münster stellen. Voraussetzung sei, dass die Autovermieter Niederlassungen in NRW haben. "Wir gehen davon aus, dass viele Verleiher mitmachen, weil ihre Autos derzeit ohnehin auf dem Hof stehen", sagte Wüst.

Update, 13.05 Uhr: NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hat indirekt die Klage eines Aacheners kritisiert, der vor dem Oberverwaltungsgericht gegen das Kontaktverbot in der Corona-Krise vorgehen will. Reul sagte, es falle ihm schwer, sich in der aktuellen Situation "mit solchen Fragen zu befassen". Nach der Krise werde es sicher "kluge Leute geben", die dann analysierten, welcher Minister in welcher Situation vielleicht etwas falsch gemacht haben könnte. "Sollen sie Klage einreichen, ich hoffe, sie treffen auf kluge Richter", sagte Reul am Donnerstag in Düsseldorf.

Coronavirus in NRW: Schüler stellen Forderung bei Abitur-Frage

Update, 12.50 Uhr:Die Landesschülervertretung NRW fordert angesichts des Unterrichtsausfalls im Zuge der Coronavirus-Krise eine Wahlmöglichkeit, ob Abschlussprüfungen geschrieben werden. Alle Schülerinnen und Schüler müssten die Wahl zwischen dem Ablegen von Prüfungen und einem so bezeichneten "Durchschnittsabitur" haben, dessen Noten aus den Leistungen des vergangenen und des laufenden Schuljahres berechnet werden. Beide Abschlüsse sollten gleichwertig behandelt werden, forderte die NRW-Schülervertretung am Donnerstag.

Coronavirus in NRW: Abiturprüfung nicht zentral

Die Abiturprüfungen sollten nicht wie bisher zentral gestellt werden. Stattdessen sollen die Lehrer drei Aufgaben aus den insgesamt sechs zentral gestellten Klausuren auswählen können, die ihrer Ansicht nach am besten zur jeweiligen Vorbereitung passten. Damit könnte Rücksicht darauf genommen werden, dass bestimmte Themengebiete nicht mehr oder nur unzureichend bearbeitet werden konnten. Darüber hinaus sollten die Lehrkräfte auch bei der Bewertung in erhöhtem Maße die jeweiligen Voraussetzungen beachten.

Die Prüfungen für die rund 90.000 angehenden Abiturienten in NRW sollen trotz der derzeitigen Schulschließungen stattfinden. Das hatte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Mittwoch nach Beratungen der Kultusministerkonferenz (KMK) erklärt. Ob die Prüfungen wie bislang geplant nach den Osterferien beginnen oder verschoben werden, will Gebauer am Freitag bekanntgeben. Die Landesschülervertretung NRW hatte sich zunächst mehrheitlich für eine Verschiebung der Abiprüfungen ausgesprochen.

Coronavirus in NRW: Straßen.NRW will Vorauszahlungen ermöglichen

Update, 12.13 Uhr: Um die Liquidität der Baufirmen zu sichern, plant Straßen.NRW jetzt auch, Vorauszahlungen auf noch nicht erbrachte Leistungen zu zahlen. "Ziel ist es, den Firmen Sicherheit zu geben und verlässlich miteinander umzugehen", erläuterte Straßen.NRW-Direktorin Elfriede Sauerwein-Braksiek das Vorgehen und orientiert sich damit an einem Rundschreiben des Bundesverkehrsministeriums aus dieser Woche. Vorauszahlungen sind gegen Bürgschaft möglich, sofern ein vertraglich vereinbartes Leistungssoll größer ist als die vorauszuzahlende Summe.

"Wir haben natürlich nach wie vor ein Interesse daran, unsere großen Aufgaben auf den Straßen zu bewältigen, und die Firmen wünschen sich ein hohes Maß an Freiräumen, auch für einen flexiblen Umgang mit den Nachunternehmern, damit die Projekte nicht ins Stocken geraten", sagt die Straßen.NRW-Chefin. Sie sicherte zu, dass weiterhin Baumaßnahmen ausgeschrieben und Aufträge vergeben würden. Die Regelung gilt bei Straßen.NRW für Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen.

Update, 12.10 Uhr: Auch die Zahl der Verkehrsunfälle seien laut Reul zurück gegangen. Jedoch gebe es auch ein Kriminalitäts-Feld, das zunehmen würde. Reul nennt ihn: "Den Enkeltrick im weißen Kittel", bei dem Betrüger vor der Haustür erscheinen und vorgeben würden, Tests durchführen zu wollen. Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen laut Reul, "dass Betrügereien zunehmen". Auch mit Blick auf den verstärkten Online-Handel sei besondere Aufmerksamkeit gefordert. 

Coronavirus in NRW: Polizei setzt Bußgelder strikt durch

Update, 12.05 Uhr: NRW-Innenminister Herbert Reul nimmt aktuell Stellung im Rahmen einer Pressekonferenz. Er betont, dass die angeordneten Maßnahmen hart durchgesetzt und Bußgelder verhängt würden. 249 Verstöße habe es am gestrigen Mittwoch gegeben. Ein überwiegender Teil davon betreffe dabei den Bereich "Ansammlung im Öffentlichen Raum". Taschendiebstähle und Einbrüche gingen aktuell zurück. "Das ist aber auch logisch", sagte Reul. 

Update, 11 Uhr: Beim Coronavirus denkt man mittlerweile schnell an Hamsterkäufe und Toilettenpapier. Kuriose Szenen gab es in einem Supermarkt im oberbergischen Bergneustadt: Weil eine Kundin nur eine Packung Toilettenpapier kaufen durfte, setzte sich die Frau (54) aus Protest auf das Kassenband. Die Polizei musste sie schließlich in Handschellen abführen.

Coronavirus in NRW: Klopapier in Massen

Wie die Beamten am Donnerstag mitteilten, wollte die 54-Jährige am Vortag gegen 17.40 Uhr mehrere Packungen Klopapier kaufen: "Als sie darauf hingewiesen wurde, nur ein Paket zu kaufen und die übrigen zur Seite zu legen, setzte sich die Frau auf das Kassenband und behinderte so den weiteren Verkauf an andere Kunden." Die alarmierten Polizeibeamten konnten die Frau nicht beruhigen.

Als sie ihr Handschellen anlegten, wehrte sie sich heftig. "Sie brüllte, ließ sich zu Boden fallen, sperrte sich gegen die Maßnahme und musste schließlich zum Streifenwagen getragen werden", so die Polizei. Als sie aus dem Gewahrsam entlassen wurde, hatte sie immer noch kein Toilettenpapier: "Zu einem Kaufvorgang ist es in Folge der Randale nicht gekommen."

Coronavirus in NRW: Erstmals mehr als 10.000 Erkrankte

Update, 10.20 Uhr: Das Gesundheitsministerium NRW meldet die aktuellen Zahlen, wie viele Menschen in NRW am Coronavirus erkrankt und wie viele an den Folgen der Erkrankung gestorben sind. Erstmals wurde die 10.000er-Grenze an Infizierten überschritten. Demnach sind 10.467 Menschen offiziell als Coronavirus-Erkrankte registriert. Wie hoch hingegen die Dunkelziffer ist, kann nicht geschätzt werden. 75 Menschen sind im Land Nordrhein-Westfalen an den Folgen der Erkrankung verstorben.

Update, 9.20 Uhr: Wegen der aktuellen Schulschließungen erhalten Schüler in NRW keine "blauen Briefe". Die Konferenzbeschlüsse über eine Gefährdung der Versetzung könnten derzeit "nicht oder nur unter großen Schwierigkeiten" gefasst werden, schreibt das NRW-Schulministerium auf seiner Website. 

Zudem setze ein blauer Brief voraus, dass sich die Leistungen in einem Fach seit dem Halbjahreszeugnis verschlechtert haben. "Um dies festzustellen, ist ein ausreichender Zeitraum erforderlich. Daran fehlt es wegen des derzeit ruhenden Schulbetriebs", heißt es. 

Eine schlechtere Leistung, die nicht entsprechend abgemahnt worden sei, werde daher bei der Entscheidung über die Versetzung nicht berücksichtigt. Diese Regelung gelte allerdings für höchstens ein Fach.

Coronavirus in NRW: Landesregierung äußert sich heute so

Update, 8.40 Uhr: Soeben wird noch ein weiterer Termin für heute bekannt, bei dem ein Minister der Landesregierung aus seinem Ressort berichtet: Familienminister Joachim Stamp informiert um 14 Uhr über den Stand der Dinge zur Betreuungssituation im Land.

Bereits um 12 Uhr äußern sich ja Innenminister Reul und Verkehrsminister Wüst, ehe am Abend nach 20.15 Uhr Ministerpräsident Laschet Fragen von Fernsehzuschauern beantworten wird.

Update, 8.05 Uhr: Noch ein Blick weit über NRW hinaus: An Bord des vor Australien ankernden deutschen Kreuzfahrtschiffs "MS Artania" sind mindestens sieben Menschen am Coronavirus erkrankt. Es handele sich hierbei um fünf Passagiere und zwei Crewmitglieder, teilte der Bonner Reiseveranstalter Phoenix mit.

Allen gehe es aber gut, keine der infizierten Personen befinde sich in einem gesundheitlich kritischen Zustand. Alle Gäste sollten mit eigens gecharterten Flugzeugen voraussichtlich am Samstag aus Australien ausgeflogen werden. 

Coronavirus in NRW: An Bord der "MS Artania" sind mindestens sieben Menschen am Coronavirus erkrankt.

Die Besatzung des Schiffs hatte die australischen Behörden um Hilfe gebeten, 25 Passagiere an Bord hätten Atembeschwerden. Daraufhin waren westaustralische Vertreter der Gesundheitsbehörde an Bord gegangen und hatten die Betroffenen untersucht.

Coronavirus in NRW: Essen erteilt Genehmigung, Köln nicht

Update, 7.52 Uhr: Trotz Corona-Beschränkungen darf das Autokino in Essen weiter öffnen. Denn eigentlich müssen Kinos in NRW derzeit geschlossen bleiben. "Wir haben eine Ausnahmegenehmigung der Stadt Essen erhalten", sagte Betreiberin Amarah Attal. 

Coronavirus in NRW: Eine Mitarbeiterin des Autokinos scannt die Tickets durch die geschlossene Autoscheibe.

Allerdings müssten einige Auflagen erfüllt werden. Es gebe keine Abendkasse mehr, Tickets seien nur online erhältlich. Diese können durch die geschlossene Autoscheibe am Eingang gescannt werden. Auch die Snackbar müsse geschlossen bleiben. Zudem dürfen nicht mehr als zwei Leute in einem Auto sitzen, mit Ausnahme der eigenen Kinder. 

Attal betreibt insgesamt fünf Autokinos in Deutschland, darunter auch eins in Köln. Dieses sei dicht, weil die Stadt dort keine Ausnahmegenehmigung erteilt habe. Für Samstag ist das Autokino in Essen nach Worten von Attal nahezu ausverkauft, 500 Besucher dürfen rein. Dann laufen "Die Eiskönigin 2" und "Bad Boys for Life".

Coronavirus in NRW: Landesregierung äußert sich zur Lage im Land

Update, 7.46 Uhr: Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will heute Abend im Fernsehen Fragen zur Corona-Krise beantworten. Die etwa halbstündige Call-in-Sendung starte nach einem ARD-Extra, das um 20.15 beginnt, kündigte der WDR an.

Am Donnerstag wollen NRW-Innenminister Herbert Reul und Verkehrsminister Hendrik Wüst (beide CDU) ein Update zur Corona-Lage im Land geben. Das Briefing ist für 12 Uhr geplant - wir berichten hier aktuell.

Coronavirus in NRW: An Aschermittwoch gab's die ersten Fälle

Update, 7.34 Uhr: Guten Morgen aus der Online-Redaktion an diesem 26. März 2020. Heute vor einem Monat - also am 26. Februar, es war der Aschermittwoch - wurden die ersten fünf Coronavirus-Infektionsfälle in NRW bestätigt.

In den Tagen und Wochen danach schossen die Fallzahlen in die Höhe, am 9. März waren die ersten beiden Todesopfer in NRW und damit auch in Deutschland zu beklagen gewesen. Jetzt stehen wir bei fast 9700 Infizierten und 66 Todesfällen.

Seit einem Monat berichten wir aktuell über alle Entwicklungen im Zusammenhang mit der Erkrankung Covid-19 und versprechen Ihnen, dass wir das auch heute wieder so schnell, zuverlässig und sachlich wie möglich tun werden.

Coronavirus in NRW: Höhepunkt der Infektionswelle kommt erst noch

Update, 22.32 Uhr: Das Coronavirus hat NRW weiterhin fest im Griff. Experten glauben allerdings, dass der Höhepunkt der Infektionswelle dem Land noch bevorsteht - Mitte April bis Mitte Mai. Wir fassen die Situation am Mittwochabend wir folgt zusammen:

- Es gibt in NRW mittlerweile 9686 Infizierte - das bedeutet im Vergleich zum Dienstag ein Plus von 599 Fällen (jeweils Stand 16 Uhr).

- Laut NRW-Gesundheitsministerium stieg auch die Zahl der Todesfälle an - waren es am Dienstag noch 12, stieg die Zahl bis Mittwochnachmittag auf 66. Die veröffentlichten Landeszahlen basieren auf Meldungen aller 53 Kreise und kreisfreien Städte an das Landesministerium. Zwischenzeitlich können einzelne Kommunen auch schon höhere Fallzahlen bekanntgegeben haben.

- NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Lauman (CDU) sagte im Landtag, dass sich deutschlandweit die Zahl der Corona-Infektionen derzeit alle vier Tage verdoppele und in NRW etwa alle sechs Tage. Dennoch seien die Betrachtungszeiträume noch so kurz, dass daraus keine Rückschlüsse gezogen werden könnten. 

Coronavirus in NRW: Spargel-Erntehelfer dürfen nicht einreisen

Update, 21.35 Uhr: Die Spargel-Saison steht bevor - doch ausgerechnet jetzt fehlen wegen der Coronakrise Erntehelfer. Wegen der Beschränkungen kommen Saisonarbeiter aus Ländern wie Bulgarien oder Rumänien schwer ins Land, oder haben Angst vor einer Infektion und bleiben deshalb freiwillig zuhause.

Kaum ein Deutscher übernimmt die

anstrengende Spargel-Ernte

. Die Arbeiter aus Rumänien und Bulgarien tun das - bei Eiseskälte, Regen oder praller Sonne. Bei der Spargel-Ernte müssen die Erntehelfer die Stangen gebückt aus den aufgeschichteten Erddämmen heraus stechen.

Coronavirus in NRW: Bundesinnenministerium ordnet Einreiseverbot für Erntehelfer an

Am Mittwoch ordnete das Bundesinnenministerium bis auf Weiteres ein Einreiseverbot für Saisonarbeitskräfte und Erntehelfer an. So solle die Ausbreitung des Coronavirus weiter eingedämmt werden. Die Regelung gilt für die Einreise aus Drittstaaten, aus Großbritannien, für EU-Staaten wie Bulgarien und Rumänien, die nicht alle Schengen-Regeln vollumfänglich anwenden, sowie für Staaten wie Polen oder Österreich, wo es jetzt wieder Grenzkontrollen gibt. 

NRW unterstützt unterdessen die Internet-Plattform des Bundes "Das Land hilft", auf der sich freiwillige Erntehelfer eintragen könnten. Heimische Spargelbauern zeigen sich trotz der verschärften insgesamt zuversichtlich.

Update, 20.01 Uhr: Für kleinere Krankenhäuser in NRW ist die komplexe Versorgung von Corona-Patienten besonders herausfordernd. Deshalb sollen die Universitätskliniken Aachen und Münster ihnen zur Seite stehen - in Videokonferenzen. Wie das NRW-Gesundheitsministerium und das Uniklinikum Aachen mitteilten, können die landesweit rund 200 Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung die Experten der Unikliniken so um Rat fragen.

Der Höhepunkt des Infektionsgeschehens kommt nach Einschätzung des Projektleiters Professor Gernot Marx (Uniklinikum Aachen) voraussichtlich von Mitte April bis Mitte Mai auf NRW zu.

Nur ungefähr die Hälfte der Intensivbetten befindet sich aber in Unikliniken. Bei schweren Krankheitsverläufen soll das Behandlungsniveau in jedem Krankenhaus im Land mit dem eines Maximalversorgers gleich sein, begründete das Ministerium den Schritt. 

Insgesamt 30 zusätzliche Ärzte sollen für die Krankenhäuser Tag und Nacht erreichbar sein. Die Ärzte vor Ort sollen mit Laptop und Kamera ein Bild von dem jeweiligen Patienten übertragen können, sagte der Experte aus Aachen.

Coronavirus in NRW: Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker darf Quarantäne verlassen

Update, 19.36 Uhr: Die Coronakrise bringt immer mehr Unternehmen in Schwierigkeiten: Der Motorenhersteller Deutz hat aufgrund der aktuellen Situation die Prognose ausgesetzt und die Produktion gekappt. Bis zum 17. April wird der SDax-Konzern den Großteil seiner Produktion herunterfahren, teilte Deutz mit. Gründe seien die mangelnde Nachfrage sowie das Problem, dass der erforderliche Mindestabstand keine effiziente Produktion zulasse. Wie stark die Coronakrise das Geschäft beeinträchtigen werde, sei noch nicht klar. Deshalb setze man die Prognose aus.

Update, 18.22 Uhr: Ende der häuslichen Quarantäne für Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Die parteilose Politikerin hat sich zum Ende der geplanten Schutzmaßnahme auf das Coronavirus testen lassen, wie die Stadt mitteilte: Das Ergebnis: negativ. Reker werde am Donnerstag die Quarantäne verlassen und wieder im Rathaus arbeiten. Die Politikerin musste in häusliche Quarantäne, weil sie Kontakt zu einer Person hatte, die positiv auf das Coronavirus getestet worden war.

Coronavirus in NRW: Einbrecher stehlen Klopapier aus Toilettenwagen

Update, 17.43 Uhr: Die Coronakrise treibt nicht nur manchen Verbraucher zu Hamsterkäufen an, sondern animiert offenbar auch Diebe, untypische Beute zu machen. So haben noch unbekannte Einbrecher in Gummersbach aus einem Toilettenwagen 20 Rollen Klopapier gestohlen. Nach Angaben der Polizei stand der Wagen auf einem leerstehenden Kirmesgelände. Hintergrund könnte sein, dass Toilettenpapier in vielen Geschäften vergriffen ist. Doch sind Klopapier, Mehl und andere derzeit beliebte Waren wirklich nicht mehr zu bekommen? Wir haben den Test gemacht

Coronavirus in NRW: Polizeibeamte müssen Menschenansammlungen auflösen 

Update, 17.27 Uhr: Nur wenige Eltern nutzen in der Coronakrise die Notbetreuung in den Kitas in NRW. Darüber berichtete das Familienministerium am heutigen Mittwoch. Demnach waren in den vergangenen Tagen durchschnittlich zwischen 2,4 und 4,7 Prozent aller Kinder in Kitas und in der Kindertagespflege betreut worden. Die Kitas in NRW sind seit dem 16. März geschlossen. Wenn ein Elternteil in einem systemrelevanten Beruf arbeitet - etwa als Arzt oder Pfleger - kann die Notbetreuung in Anspruch genommen werden. Großes Thema sind für viele Eltern auch die Kita-Gebühren - und ob sie diese weiterzahlen müssen, ohne derzeit eine Betreuung in Anspruch nehmen zu können. Im Kreis Soest etwa soll es jetzt einen Beschluss geben

Update, 16.58 Uhr: In den ersten Tagen des Kontaktverbots mussten die Polizeibeamten schon hundertfach gegen Menschenansammlungen vorgehen. Die Polizei Duisburg beispielsweise vermeldet 80 Fälle in drei Tagen. Auch im Märkischen Kreis sträuben sich Menschen gegen das Verbot, das dazu dient, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Bei einer Auseinandersetzung kommt es sogar so weit, dass ein Supermarkt-Mitarbeiter bespuckt wird.

Coronavirus in NRW: Zahlen im Land steigen weiter

Update, 16.48 Uhr: Die Zahlen in NRW steigen: Inzwischen sind 9.686 Menschen infiziert. Fünf weitere Menschen sind an den Folgen des Coronavirus gestorben. Die Zahl der Todesopfer steigt auf 66.  

Update, 16.24 Uhr: Bei vielen Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, sind die Krankheitsverläufe leicht. Dennoch müssen mehrere hundert Infizierte mit schwereren Verläufen in Krankenhäusern behandelt werden. In NRW sind derzeit 621 Infizierte in Krankenhäusern. Diese Zahl teilte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) mit. 196 Patienten werden demnach intensivmedizinisch versorgt. Von diesen müssten 165 beatmet werden, sagte Laumann am Mittwoch im Gesundheitsausschuss des Landtags. 

Coronavirus in NRW: Schulministerin Yvonne Gebauer äußert sich zu Abiturprüfungen

Update, 16.12 Uhr: NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hat sich zum Thema Abiturprüfungen geäußert. Die sollen demnach trotz der derzeitigen Schulschließungen stattfinden, wie Gebauer nach einer Telefonkonferenz mit ihren Kollegen der Kultusministerkonferenz mitteilte. "Nordrhein-Westfalen hat sich dafür ausgesprochen, dass die Abiturprüfungen nach Möglichkeit stattfinden sollen, sofern die weiteren Entwicklungen es zulassen", hieß es. Diese Position teilten demnach alle 16 Bundesländer.

Die Landesschülervertretung NRW spricht sich unterdessen für eine Verschiebung des Abiturs aus. "Die Prüfungen jetzt zu schreiben, wie es in Hessen gemacht wird, halten wir für die ganz falsche Lösung", sagte Sophie Halley vom Vorstand. Die Abiturientin wünscht sich eine einheitliche Lösung für ganz Deutschland. Die meisten Schüler wünschten sich, dass das Zentralabi in diesem Jahr ausgesetzt werde - und dass die Schulen die Prüfungen selbst stellten.

Coronavirus in NRW: Bundesregierung darf 156 Milliarden Euro an neuen Schulden aufnehmen

Update, 16.01 Uhr: Um die Coronakrise zu bewältigen, muss Geld fließen. Deshalb hat der Bundestag die Bundesregierung zur Aufnahme von mehr als 156 Milliarden Euro an neuen Schulden ermächtigt. Die Abgeordneten stimmten am Mittwoch mit großer Mehrheit für den entsprechenden Nachtragshaushalt des Bundesfinanzministeriums. Der Nachtragshaushalt soll zum einen die neuen Unterstützungsleistungen für Bürger und Unternehmen in der Corona-Krise finanzieren und zum anderen die erwarteten Steuerausfälle kompensieren. 

Coronavirus in NRW: Kreisverwaltung warnt vor Bakterien in Leitungen

Update, 14.55 Uhr: Angesichts vieler ungenutzter Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Sporthallen, aber auch Hotels und Gaststätten warnt die Kreisverwaltung des Kreises Soest vor der Vermehrung von Bakterien wie Legionellen in stillgelegten kilometerlangen Hausinstallationen. Das Gesundheitsamt hat deshalb dazu aufgerufen, regelmäßig alle Leitungen zu spülen. "Wenn das nicht alle drei Tage passiert, ist die Trinkwasserqualität gefährdet", heißt es in einer Mitteilung des Kreises. 

Update, 14.30 Uhr: Kontaktverbote, nie dagewesene Beschränkungen des öffentlichen Lebens, Reiseabbrüche - und dann dieses Erlebnis eines Ehepaares auf dem Rückflug von Fuerteventura am Wochenende: Dicht gedrängt warten Fluggäste auf das Boarding, es herrscht Chaos an den Gates. Von Seuchenprävention könne unter diesen Umständen keine Rede sein, zeigen sich die Wickeder nach ihrer Rückkehr regelrecht schockiert. 

Coronavirus in NRW: Datenbank erfasst Krankenhaus-Kapazitäten

Update, 13.40 Uhr:  Kapazitäten von Krankenhäusern sollen in einer zentralen Datenbank gebündelt werden. Der Landesbetrieb Information und Technik (IT.NRW) hat ein digitales Tool entwickelt, das Feuerwehr, Rettungsdienste und Katastrophenschutz unterstützen soll. Die Daten sollen Ministerien Aufschluss über die Zahl der Intensivplätze und dort behandelten Covid-19-Patienten geben, Notruf-Leitstellen einen Überblick über freie Kapazitäten und die jeweilige Ausstattung eines Krankenhauses gewinnen.

Update, 13.30 Uhr: Wegen der Coronakrise will NRW Häftlinge frühzeitig freilassen. Justizminister Peter Biesenbach sagte, er brauche für den Fall eines Coronavirus-Ausbruchs im Strafvollzug 1000 freie Zellen, um Quarantänezonen schaffen zu können. Für minder schwere Fälle mit Strafen bis eineinhalb Jahren solle die Haft deswegen unterbrochen werden, wenn sie ohnehin bis Ende Juli verbüßt wäre. Das gelte nicht für Sexualstraftäter oder Abschiebe-Kandidaten. Ersatzfreiheitsstrafen wegen nicht gezahlter Geldstrafen sollen aufgeschoben oder ausgesetzt werden.

Wegen der Coronakrise könnten Häftlinge frühzeitig aus NRW-Gefängnissen entlassen werden.. (Symbolbild)

Coronakrise in NRW: GEW hält Verschiebung von Abiturprüfungen nicht für möglich

Update, 13.20 Uhr: Angesichts des frühen Beginns der Sommerferien sieht die Gewerkschaft GEW in Nordrhein-Westfalen keinen Spielraum für eine zeitliche Verschiebung der Abiturprüfungen nach hinten. Die GEW-Landesvorsitzende, Maike Finnern, hält eine Absage der Prüfungen nicht grundsätzlich für falsch. Die Kultusminister der Länder wollen heute per Schaltkonferenz über das weitere Vorgehen beraten. Bis Freitag soll in NRW eine Entscheidung über die Durchführung der Abiturprüfungen fallen. 

Update, 13.15 Uhr: Landes-Verbraucherschutzministerin Ursula Heinen-Esser hat betont, dass esin NRW keine Versorgungskrise gebe und die Verbraucher aufgefordert, Hamsterkäufe zu unterlassen. Wenn eine Ware nicht in den Regalen liege, habe das mit den Hamsterkäufen zu tun, die Versorgung in NRW sei zu jeder Stunde gesichert. 

Coronavirus in NRW: NRW-Verbraucherschutzministerin Heinen-Esser appelliert an die Menschen im Land, keie Hamsterkäufe zu tätigen.

Update, 13.10 Uhr: Die Bundeswehr hat dementiert, Atemschutzmasken verloren zu haben. Am Dienstag hatte es Berichte gegeben, wonach sechs Millionen bestellter Atemschutzmasken verschwunden seien. "Es sind keine Masken abhanden gekommen aus dem Bestand der Bundeswehr", sagte ein Sprecher in der Bundespressekonferenz in Berlin. Die Generalzolldirektion habe Material bestellt, in Zusammenarbeit mit dem Beschaffungsamt der Bundeswehr. Derzeit werde der Lieferweg nachverfolgt. Eine Zahlung sei bisher nicht erfolgt. 

Update, 11.40 Uhr: Weitere Kulturveranstaltungen der Ruhrfestspiele in Recklinghausen sind abgesagt. Derzeit prüfe das Team Möglichkeiten, Teile des ursprünglich für den Frühsommer geplanten Festivals auf den Herbst zu verschieben. Gekaufte Karten für die Stücke des Theaterfestivals können zurückgegeben werden; die Ruhrfestspiele appellierten aber an die Karteninhaber, durch einen Verzicht auf Rückerstattung dem Festival zu helfen, finanzielle Einbußen zu reduzieren.

Coronavirus in NRW: Steigende Fallzahlen

Update, 11.10 Uhr: Der CHIO in Aachen wird aufgrund der Pandemie verlegt. Das bedeutendste Reitturnier der Welt sollte vom 29. Mai bis 7. Juni ausgetragen werden. Vorrangiges Ziel der Organisatoren ist es, das Turnier zu einem späteren Termin noch in 2020 zu organisieren. 

Update, 10.10 Uhr:  Das Gesundheitsministerium des Landes hat die Fallzahlen aktualisiert. Nach offiziellem Stand sind in NRW 9.421 Menschen infiziert, es gibt im Zusammenhang mit einer Infektionbisher 61 Todesfälle. Im Kreis Heinsberg sind nach wie vor die meisten nachgewiesenen Fälle erfasst (1043 Infektionen/25 Todesfälle), dahinter Köln (880/3), Aachen und die Städteregion Aachen (540/8) und mit einigem Abstand der Rhein-Sieg-Kreis (335). 

Coronavirus in NRW: Weitere Beratungen über Abitur- und Abschlussprüfungen

Update, 7.52 Uhr:  Die Kultusminister der Länder wollen heute über das weitere Vorgehen bei den anstehenden Schulabschlussprüfungen beraten. Für den Mittag ist nach dpa-Informationen einen Schalt-Konferenz geplant. Die Länder sind sich uneins: Während Hessen und Rheinland-Pfalz weiter Abiturprüfungen stattfinden lassen, haben andere Länder das Abi und andere Abschlussprüfungen verschoben. Schleswig-Holstein will die Prüfungen sogar ganz ausfallen lassen.

Update, Mittwoch, 25. März, 7.30 Uhr: So ist es eben, wenn die Regeln nicht eingehalten werden: Wegen Verstoßes gegen die Kontaktregeln zum Coronavirus haben vier junge Menschen in Oberhausen eine Anzeige kassiert. Die 19- bis 22-Jährigen seien als Gruppe in der Nacht zu Mittwoch auf einem Parkplatz zusammen gesehen worden, teilte die Polizei mit. Zeugen sprachen sie demnach an, woraufhin die Gruppenmitglieder absichtlich husteten und die Zeugen verspotteten. Die hinzugerufene Polizei verhängte Anzeigen wegen einer Ordnungswidrigkeit. Auf die vier jungen Menschen kommen nun Bußgelder in Höhe von jeweils 200 Euro zu. Details zu der Gruppe waren zunächst nicht bekannt.

Coronavirus in NRW: Der Dienstag kompakt

Update, Dienstag, 23.30 Uhr: Wir fassen hier den Dienstag kompakt zusammen: +++ Nach offiziellen Angaben sind in NRW 9.087 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankungstarben bisher demnach 54 Patienten. +++ Das Land hat einen Bußgeldkatalog erlassen: Wer gegen das Kontaktverbot, Hygieneregeln oder weitere Verbote verstößt, den erwarten hohe Geldstrafen. +++ Nach dem Flughafen Weeze hat auch Paderborn/Lippstadt den Flugbetrieb eingestellt. +++ Die NRW-Parteien sind in einem "kleinen Landtag" zusammengekommen, um unter anderem den 25-Milliarden-Rettungsschirm zu beschließen. +++ Fußballprofis aus Leverkusen, Schalke und Bochum verzichten auf einen Teil ihrer Gehälter, um die Coronakrise zu bewältigen. +++ Der Lebensmittelhändler Rewe will seinen Mitarbeitern für ihr Engagement mit einem Bonus danken. +++ 11.000 Menschen haben sich als Unterstützungskraft beim Robert-Koch-Institut beworben. Ausgeschrieben sind 525 Stellen. +++ Das NRW-Schulministerium hat für Freitag eine Lösung in der Frage nach der Durchführung von Abiturprüfungen angekündigt.

Alle Entwicklungen rund um das Coronavirus in NRW bis einschließlich Dienstag, 24. März, sind in diesem Newsblog zusammengefasst nachzulesen.

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © dpa

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