Live-Ticker zu Covid-19 in NRW

Coronavirus/NRW: Armin Laschet verteidigt Lockerungen - und fordert Hilfe für Kommunen

Trotz Coronavirus gelten Lockerungen. Unterricht soll nach den Sommerferien nicht nur in der Schule stattfinden. Alle Corona-Infos und News im Live-Ticker.

  • In Nordrhein-Westfalen (NRW) ist die Zahl der akuten Infektionen mit dem Coronavirus* rückläufig.
  • Über 32.000 Personen haben die durch den Sars-CoV-2 Erreger ausgelöste Krankheit Covid-19 bereits überstanden.
  • Alle aktuellen Entwicklungen und Beschlüsse zur Corona-Pandemie gibt es im Live-Ticker von RUHR24.de*.

Update, Montag (1. Juni), 9.12 Uhr: Liebe Leser, dieser Live-Ticker wurde beendet. Wir haben zum Wochenstart einen neuen NRW-Liveticker zum Coronavirus gestartet - und zwar hier.

Update, Sonntag (31. Mai), 21.45 Uhr: Am Dienstag (2. Juni) will die Bundesregierung über ein Konjunkturpaket aufgrund der Coronavirus-Krise beraten. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat nun gefordert, insbesondere den Kommunen unter die Arme zu greifen.

"Die Kommunen sind ja gleich doppelt getroffen: Zum einen brechen die Gewerbesteuereinnahmen weg, zum anderen steigen die Arbeitslosenzahlen", sagte Armin Laschet (CDU).

Update, Sonntag (31. Mai), 17.55 Uhr: Die Lockerungen, die seit gestern und ab morgen gelten und einen zunehmend wiederkehrenden Alltag für viele Menschen in NRW bedeuten, dürften die meisten freuen. Allerdings gibt es auch einige Dinge, die während der aktuen Coronavirus-Phase eingeführt und nun wieder aufgehoben werden, denen möglicherweise manch einer nachtrauern wird.

NRW: Freiberufler und Selbstständige können keine Coronavirus-Soforthilfe mehr beantragen

So kann man sich zum Monatsbeginn Juni nicht mehr telefonisch krankschreiben lassen. Fortan müssen Patienten wieder persönlich beim Arzt für eine Krankschreibung erscheinen. Und auch Freiberufler und Selbstständige endet eine Frist - ab heute kann keine Soforthilfe mehr beantragt werden. 

Update, Sonntag (31. Mai), 17.15 Uhr: Immer wieder wird Kritik laut, die Lockerungen der Coronavirus-Beschränkungen kämen zu früh. Ab morgen (1.Juni) treten nun weitere Lockerungen in Kraft - und die ersten skeptischen Stimmen. Aber Armin Laschet, NRW-Ministerpräsident, hält an seinem Plan fest und verteidigt in einem Gespräch mit dem WDR die Lockerungen.

Coronavirus in NRW: Armin Laschet verteidigt Lockerungen

"Ich finde, wir sind in einer Phase, wo wir den Menschen etwas zutrauen können", so der CDU-Politiker. Dass man damit nicht auf dem Holzweg sei, zeige sich an den Zahl der Neuinfektionen. Die würde seit den ersten Lockerungen dennoch sinken. "Wenn alle vorsichtig sind, dann gelingt es uns, die Infektionszahlen weiter niedrig zu halten", so Laschet.

Außerdem wisse man inzwischen besser mit dem Coronavirus umzugehen. Man könne schneller auf Ausbrüche reagieren oder Cluster-Infektionen lokalisieren. Auf dieser Basis könne man gut weiter arbeiten, ohne das Leben der Menschen in NRW weiter einschränken zu müssen. 

Coronavirus: Neue Zahlen vom Land NRW

Update, Sonntag (31. Mai), 14.05 Uhr: Das Land NRW hat auch am Sonntag frische Corona-Zahlen veröffentlicht. So sehen sie aktuell aus:

Landkreis / kreisfreie Stadt

Bestätigte Fälle

Todesfälle

Genesene*

Aachen & Städteregion Aachen

1.971

93

1.846

Bielefeld

410

4

395

Bochum

532

18

456

Bonn

730

8

686

Borken (Kreis)

1.095

38

931

Bottrop

195

6

181

Coesfeld (Kreis)

861

24

785

Dortmund

732

6

715

Duisburg

1.160

55

928

Düren (Kreis)

594

38

540

Düsseldorf

1.437

30

1.200

Ennepe-Ruhr-Kreis

434

14

394

Essen

849

40

735

Euskirchen (Kreis)

460

21

395

Gelsenkirchen

408

14

349

Gütersloh (Kreis)

666

19

577

Hagen

329

13

304

Hamm

472

36

419

Heinsberg (Kreis)

1.886

70

1.711

Herford (Kreis)

331

7

321

Herne

193

2

181

Hochsauerlandkreis (Kreis)

609

17

582

Höxter (Kreis)

354

17

308

Kleve (Kreis)

709

35

587

Köln

2.479

97

2.316

Krefeld

630

23

563

Leverkusen

240

5

215

Lippe (Kreis)

742

29

705

Märkischer Kreis

598

29

539

Mettmann (Kreis)

958

79

822

Minden-Lübbecke (Kreis)

487

10

446

Mönchengladbach

611

39

473

Mülheim / Ruhr

209

9

177

Münster

708

13

653

Oberbergischer Kreis

486

17

452

Oberhausen

261

10

239

Olpe (Kreis)

630

54

568

Paderborn (Kreis)

648

33

553

Recklinghausen (Kreis)

1.273

39

1.187

Remscheid

239

17

216

Rhein-Erft-Kreis

1.095

76

989

Rheinisch-Bergischer Kreis

467

20

414

Rhein-Kreis Neuss

693

20

653

Rhein-Sieg-Kreis

1.428

48

1.150

Siegen-Wittgenstein (Kreis)

314

8

288

Soest (Kreis)

363

8

349

Solingen

253

8

230

Steinfurt (Kreis)

1.331

81

1.216

Unna (Kreis)

668

34

588

Viersen (Kreis)

708

35

614

Warendorf (Kreis)

491

20

459

Wesel (Kreis)

617

26

529

Wuppertal

937

84

763

Gesamt

37.981

1.596

33.892

*Die Gesamtzahl der Genesenen basiert ausschließlich auf freiwilligen Rückmeldungen. Denn: Eine gesetzliche Verpflichtung zur Meldung besteht nicht. Die Angaben beziehen sich auf Vortagesmeldungen der Kommunen und sind nur begrenzt aussagekräftig.

Update, Sonntag (31. Mai), 11 .33 Uhr: Die wochenlange Schließung der Gastronomie hat dazu geführt, dass große Mengen an Fritten-Kartoffeln in den Lagern der Landwirte liegen bleiben. Etliche Erzeugerbetriebe säßen auf größeren Mengen Lagerware, die nun nicht mehr abfließen könnten, heißt es in einem Bericht des NRW-Umweltministeriums

Dass Restaurants mittlerweile wieder öffnen dürfen, ändert diese Situation nur bedingt: "Wir können nicht die Pommes, die wir in den letzten zwei Monaten nicht gegessen hätten, jetzt auch noch essen", sagte Bernhard Rüb von der Landwirtschaftskammer NRW der Deutschen Presse-Agentur. "Der eine oder andere könnte das vielleicht - aber es wäre sicher nicht gesund."

Coronavirus: Ruhrbahn in Essen testet Spezialbeschichtung

Update, Sonntag (31. Mai), 11 Uhr: Essen/NRW - Das Nahverkehrsunternehmen Ruhrbahn aus Essen testet in den kommenden Monaten in acht Bussen und Bahnen eine Spezialbeschichtung von Oberflächen, die das Corona-Infektionsrisiko senken soll. Das klarlackähnliche Mittel wird dazu auf Flächen wie Lenkrädern, Handgriffen und Haltestangen aufgetragen. Ein chemischer Prozess soll dafür sorgen, dass nahezu alle Bakterien, Viren und Pilze beseitigt werden.

In einem Fahrzeug der Ruhrbahn bestreicht ein Mitarbeiter einen Haltegriff mit einem Spezialmittel.

Eine Studie der Universitätsklinik Regensburg habe die Wirksamkeit belegt, berichtet die Ruhrbahn. Das Mittel soll bis zu einem Jahr wirksam, für Mensch oder Natur aber unschädlich sein.

"Wir wollen zunächst einmal testen, wie das Verfahren funktioniert und wie die behandelten Oberflächen reagieren", erklärte Projektleiter Michael Bartels. Nach der zwei bis drei Monate dauernden Testphase sollen nach und nach alle Fahrzeuge der Ruhrbahn mit der Substanz behandelt werden. Der Fuhrpark der Ruhrbahn umfasst nach Angaben einer Sprecherin 274 Busse und 163 Straßenbahnfahrzeuge.

Update, Sonntag (31. Mai), 9.20 Uhr: NRW - Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich in NRW laut Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom 31. Mai 38.000 Menschem angesteckt. Das ist in Deutschland Platz 2 hinter Bayern, das 46.917 Fälle zu verzeichnen hat. In ganz Deutschland hatten bislang 181.482 Menschen das Coronavirus in sich.

NRW: 1597 Menschem mit dem Coronavirus gestorben

1597 Menschen mit Coronavirus sind in NRW bislang gestorben. In Deutschland sind es insgesamt 8500 Corona-Tote.

Indes scheint der sogenannte R-Wert, also der Wert, der angibt, wie viele Menschen ein Corona-Infizierter im Schnitt ansteckt, in Deutschland zu steigen. Am Samstag lag der Wert bei 1,03, wie das Robert-Koch-Instutut mitteilt. Erstmals seit Wochen ist die Zahl damit über 1 gestiegen. Am Vortag lag der Wert noch bei 0,85. Ziel in Deutschland ist es, den R-Wert dauerhaft unter 1 zu halten, um den exponentiellen Anstieg der Corona-Zahlen zu stoppen.

Erste Politiker wie Karl Lauterbach (SPD) warnen bereits. "Sieht tatsächlich so aus, als wenn R-Wert langsam steige. Zu viele denken, Spuk sei vorüber. Davon kann leider keine Rede sein. Stimmung ist besser als die Lage", schrieb der Gesundheitswissenschaftler am Sonntag auf Twitter.

Der R-Wert reagiert jedoch empfindlich auf kurzfristige Änderungen der Corona-Fallzahlen – wie sie etwa durch einzelne Ausbruchsgeschehen verursacht werden können, heißt es vom RKI.

Daher veröffentlicht das Institut auch einen sogenannten 7-Tage-R. Er bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert (Datenstand 30. Mai 0 Uhr) bei 0,95 (Vortag: 0,85), stieg zuletzt also auch an.

Update, Samstag (30. Mai), 21 .30 Uhr: NRW - In Bochum hat heute der letzte italienische Coronavirus-Patient die Klinik verlassen. Er gilt als genesen und kann nun wieder zurück in seine Heimat Bergamo

Stephan Holthoff-Pförtner, NRW-Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten (CDU), lies es sich nicht nehmen und verabschiedete Paolo Bonacina persönlich. Da der Italiener leidenschaftlicher Fußballfan ist, gab es zum Abschied außerdem noch ein Trikot des VfL Bochum. 

NRW: Trotz Coronavirus-Einschränkungen strömen Hunderte zum Strandbad in Haltern

Update, Samstag (30. Mai),  21.00  Uhr: Auch wenn heute wieder viele Lockerungen in Kraft getreten sind, viele Schwimmbäder und Badeseen sind noch davon ausgenommen. Bis ein schlüssiges Hygienekonzept steht, haben sie noch geschlossen. So auch das Strandbad Silbersee II bei Haltern am See

Und obwohl die Betreiber des Seebads vorab darüber informiert hatten, dass trotz des guten Wetters am Pfingstwochenende kein Baden möglich sei, strömten mehrere hundert Menschen in Richtung See. Eine Abkühlung im kühlen Nass gab es trotzdem für niemanden. Denn die Betreiber hatten Sicherheitskräfte eingesetzt, die an der Zufahrtstraße zu See die ankommenden Autos stoppten. 

Coronavirus in NRW: Einkaufen und Familienbesuche in Belgien wieder möglich

Besucher wurden aufgefordert umzugekehren oder lediglich das Strandcafé zu besuchen. Aber auch von hier gab es keinen Zugang zum See. Sämtliche Wege zum See waren mit Absperrbändern gesperrt - worüber sich einige Besucher ärgerten. Andere sollen hingehen wohl Verständnis gezeigt haben. 

Update, Samstag (30. Mai), 19.10 Uhr: Das Coronavirus hatte dafür gesorgt, dass Auflüge nach Belgien erst einmal nicht möglich waren. Seit dem 20. März waren Fahrten ins NRW-Nachbarland nur für Berufspendler und Arztbesuche erlaubt. Auch Familienbesuche waren untersagt.

Damit soll nun Schluss sein. Seit heute sind die Auflagen für den Grenzübertritt nach zwischen Belgien und NRW wieder gelockert. Nun sollen Einkäufe und Familienbesuche wieder möglich sein, Urlaub ist allerdings weiterhin untersagt.

Update, Samstag (30. Mai), 15.33 Uhr: In diesem Jahr finden in NRW Kommunalwahlen statt. Doch schon jetzt gibt es wegen des Coronavirus Befürchtungen, dass die Wahlen verschoben werden könnten. Doch diese scheinen seit Freitag (29. Mai) unbegründet zu sein.

So sollen die Kommunalwahlen trotz Corona-Pandemie rechtssicher vorbereitet werden und unter den nötigen Infektionsschutzvorkehrungen ablaufen können. Dafür hat der Landtag am Freitag einstimmig ein sogenanntes Kommunalwahlerleichterungsgesetz verabschiedet.

NRW: Kommunalwahl 2020 soll trotz Coronavirus stattfinden

Damit erhalten die Parteien, Wählergruppen und Einzelbewerber angesichts der widrigen Umstände elf Tage mehr Zeit, ihre Vorschläge einzureichen. Außerdem wird die Zahl der erforderlichen Unterstützungsunterschriften um 40 Prozent verringert.

Die Gemeinden erhalten die Option, die Anzahl der benötigten Urnenwahlvorstände und -wahlräume bei Bedarf deutlich zu reduzieren. Wegen des zu erwartenden höheren Briefwähleranteils ginge das ohne Andrang in den Wahllokalen, heißt es im Gesetzentwurf.

Der Zutritt zu Wahlräumen kann nun aus Infektionsschutzgründen reguliert werden, um das Abstandsgebot nicht zu verletzen. Mund-Nasen-Schutz wird vom Verhüllungsverbot für Mitglieder der Wahlorgane ausgenommen.

Coronavirus in NRW: Viel mehr Sport ist jetzt erlaubt

Update, Samstag (30. Mai), 12.10 Uhr: NRW - Nicht nur die Lockerungen der Kontaktbeschränkung greift ab heute (30. Mai) in NRW, sondern viele Lockerungen im Bereich des Sports (siehe unten). Im Detail sehen die so aus:

  • Gruppen von maximal zehn Personen dürfen ab sofort nicht-kontaktfreien Sport im Freien treiben, auch wenn sie nicht aus nur zwei Haushalten kommen. Fünf gegen Fünf im Fußball ist also zum Beispiel machbar.
  • Wettbewerbe im Breiten- und Freizeitsport im Freien sind unter den oben genannten Bedingungen möglich.
  • Bei Wettbewerben im Breiten- und Freizeitsport im Freien dürfen maximal 100 Zuschauer zuschauen.
  • Vereinsheime oder Umkleidekabinen dürfen wieder öffnen, allerdings nur mit Hygienemaßnahmen.
  • Hallenbäder dürfen wieder öffnen, allerdings nur zur Ausbübung von Sport (Bahnenschwimmen) und unter Hygieneauflagen.
  • Sport-, Trainings- und Wettkampfbetrieb mit unvermeidbarem Körperkontakt bleibt weiterhin untersagt.

In einem Video erklärt die NRW-Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz, die neuen Regeln.

NRW: Am 30. Mai treten weitere Corona-Lockerungen in Kraft

Update, Samstag (30. Mai), 8.50 Uhr: NRW - Ab dem heutigen Samstag (30. Mai) treten in NRW eine ganze Reihe an Lockerungen in Kraft. Die wohl weitrechenste dürfte sein, dass man sich nun im öffentlichen Raum mit bis zu zehn Personen gleichzeitig treffen darf - auch wenn diese nicht aus nur zwei Haushalten kommen. Wichtig ist dabei nach wie vor, dass die Abstände von mindestens 1,5 Metern und die üblichen Hygienestandards eingehalten werden.

Weitere Corona-Lockerungen, die ab heute (30. Mai) in NRW gelten, lauten:

  • Kontaktsport im Freien ist mit bis zu zehn Personen erlaubt.
  • Wettkämpfe im Breiten- und Freizeitsport im Freien sind erlaubt, benötigen aber ein Hygienekonzept.
  • In Theatern, Opern und Kinos sind Aufführugen mit maximal 100 Personen erlaubt, brauchen aber besondere Hygienekonzepte.

Unna/NRW: Krankenhäuser öffnen wegen Corona erst Ende Juni

Update, Freitag (29. Mai), 22 Uhr: NRW - Die Krankenhäuser im Kreis Unna werden erst ab 30. Juni für Besucher öffnen und nicht, wie ursprünglich vorgesehen, am 2. Juni. Der Grund dafür ist, dass die in NRW geforderten Schutzmaßnahmen in der Kürze der Zeit nicht umsetzbar seien.

Unterdessen meldet der Kreis Unna eine Neuinfektion mit dem Coronavirus und eine gute Nachricht aus Fröndenberg: Nachdem es eine Neuinfektion in einem Pflegeheim gab, wurden 60 Mitarbeiter und Bewohner getestet. Allesamt mit negativem Ergebnis. Die Übersicht der aktuell Infizierten nach Ort im Vergleich zum Vortag:

Ort

28.05.2020 | 15 Uhr

29.05.2020 | 12 Uhr

Differenz (+/-)

Bergkamen

3

3

+0

Bönen

2

2

+0

Fröndenberg

1

1

+0

Holzwickede

1

1

+0

Kamen

0

0

+0

Lünen

13

14

+1

Schwerte

6

6

+0

Selm

2

2

+0

Unna

7

7

+0

Werne

3

3

+0

Gesamt

38

39

+1

Coronavirus in NRW: Neuinfektionen in Bochum steigen leicht an

Update, Freitag (29. Mai), 21.38 Uhr: NRW - In Bochum vier Neuinfektionen mit dem Coronavirus und vier weitere Genesene. Seit Beginn der Pandemie haben sich nun 531 Menschen nachweislich angesteckt, wovon 460 als wieder gesund gemeldet wurden.

Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner steigt im Durchschnitt der letzten sieben Tage auf 7,3 (von 6,2 am Vortag). Es gibt weiterhin 18 Tote durch das Coronavirus und eine infizierte Person, die aber wegen einer anderen Ursache zu Tode kam.

Coronavirus in NRW: Zahl der Infizierten in Herne steigt von sechs auf neun

Update, Freitag (29. Mai), 21.11 Uhr: Die NRW-Stadt Herne meldet drei Coronavirus-Neuinfektionen (189 seit Ausbruch der Pandemie) und keine weiteren genesenen Personen (181 seit Pandemie-Beginn).

Zwei Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben,  neun Menschen in der Stadt sind derzeit mit dem Virus infiziert.

Coronavirus in NRW: Lage im Kreis Recklinghausen entspannt sich weiter

Update, Freitag (29. Mai), 20.55 Uhr: Im NRW-Kreis Recklinghausen wurden in den vergangenen 24 Stunden zwei Coronavirus-Neuinfektionen gemeldet. Damit steigt die Zahl der bestätigten Fälle im Kreis auf 1.256.

Insgesamt sind 1.187 Menschen wieder gesund, was einem Plus von acht weiteren Geheilten entspricht. 38 Menschen sind seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung verstorben.

Stadt

Fälle*

Genesene

Todesfälle

Castrop-Rauxel

129

125

1

Datteln

53

52

1

Dorsten

152

146

5

Gladbeck

218

186

22

Haltern am See

84

83

0

Herten

87

84

1

Marl

116

111

1

Oer-Erkenschwick

194

188

2

Recklinghausen

166

157

4

Waltrop

57

55

1

Coronavirus in Essen: Stadt meldet leichten Anstieg der Infizierten

Update, Freitag (29. Mai), 20.39 Uhr: In Essen sind nach Angaben der Stadt derzeit 67 Menschen am Coronavirus erkrankt. 848 Personen (acht Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag) haben sich seit Beginn der Pandemie mit dem Virus infiziert.

740 Personen (zwei neu Gesundete) sind nach einer Erkrankung schon wieder gesund. Die Zahl der mit dem Coronavirus Verstorbenen liegt bei 41.

Coronavirus in NRW: Corona-Kontrolle eskaliert - Polizisten dienstunfähig geprügelt

Update, Freitag (29. Mai), 20.15 Uhr: In Duisburg ist eine Kontrolle der Coronavirus-Beschränkungen am Donnerstagabend eskaliert. Dabei sind laut Polizei fünf Polizisten verletzt worden, drei unter ihnen seien vorerst dienstunfähig. Vor einem Lokal hatten mehrere Männer an einem Tisch gesessen und dabei laut Polizei den Mindestabstand nicht eingehalten. Als ein 22-Jähriger sich weigerte, seinen Ausweis zu zeigen, entwickelte sich demnach ein Gerangel. Dabei soll ein 24-Jähriger einem Beamten von hinten mit der Faust gegen den Kopf geschlagen haben

Die Beamten riefen Verstärkung. Am Ende waren 14 Polizeifahrzeuge vor Ort, darunter auch Mannschaftswagen der Bereitschaftspolizei. Bis zu 120 Schaulustige verfolgten laut Polizei den Einsatz. 25 von ihnen hätten durch Drohgebärden, Distanzunterschreitungen und Beleidigungen gestört. Drei Männer kamen schließlich zur Beruhigung in Gewahrsam. Ermittelt wird unter anderem wegen Widerstandes und eines tätlichen Angriffs.

Mehrere Polizisten wurden in Duisburg teils schwer verletzt (Symbolbild)

Wie die Rheinische Post berichtet, handelt es sich laut internem Polizeibericht um Mitglieder der Rockergruppe Hells Angels. Unter Berufung auf "gut informierte Kreise" schildert die Zeitung, dass eine Beamtin sogar verletzt worden sei, obwohl sie bereits am Boden lag. 

Coronavirus in NRW: Holland-Bürgermeister bitten: "Kommen Sie nicht"

Update, Freitag (29. Mai), 19.42 Uhr: Die Bürgermeister der Grenzorte in den Niederlanden bitten die NRW-Nachbarn freundlich, an Pfingsten zu Hause zu bleiben. Die Sorge sei groß, dass sich das Coronavirus durch große Menschenansammlungen schnell verbreiten werde, schrieb der Venloer Bürgermeister Antoin Scholten in einem Offenen Brief und im Namen aller 15 Bürgermeister der südlichen Region der Niederlande.

Normalerweise seien die Deutschen sehr geschätzte Gäste. "Wir vermissen Sie", so die Bürgermeister. Dennoch: "Wir bitten Sie aber jetzt von Nachbar zu Nachbar, nicht zu kommen, wenn es nicht wirklich notwendig ist." Die Behörden fürchten vor allem, dass es in Venlo oder vor dem Designer Outlet in Roermond zu voll wird.

Am Vatertag waren in der Grenzstadt Venlo wegen des Coronavirus noch verhältnismäßig wenige NRW-Touristen zu Gast.

Coronavirus in NRW: Verhältnismäßig weniges Staus zum Auftakt des Pfingstwochenendes 

Update, Freitag (29. Mai), 19.42 Uhr: Wegen der Coronavirus-Einschränkungen in NRW gab es zum Start des Pfingstwochenendes auf den Autobahnen zwar Stau, aber weniger als üblich. Am späten Nachmittag staute sich der Verkehr auf den NRW-Autobahnen laut WDR auf 134 Kilometern.

Zuvor waren es zeitweise schon 190 Kilometer. Längere Staus gab es etwa auf der A1 und der A3 Richtung Norden sowie der A2 Richtung Osten. Der ADAC erwartet auch in den kommenden Tagen ein höheres Verkehrsaufkommen. Dennoch gehe man von weniger Staus aus als an den vorangegangenen Pfingstfeiertagen.

Coronavirus in NRW: Auch Virologe Streeck erhält Drohbrief mit Flüssigkeit

Update, Freitag (29. Mai), 19.14 Uhr: Der Bonner Virologe Hendrik Streeck hat nach eigenen Angaben ebenfalls ein Drohschreiben erhalten wie SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach, Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU) und sein Kollege Christian Drosten. "Ich habe auch Flüssigkeiten geschickt bekommen, auf denen stand, dass ich sie doch trinken solle, damit ich immun werde", sagte er der Rheinischen Post.

Der Virologe habe das allerdings nicht als Morddrohung verstanden. Nachdem ein Kollege das Päckchen unter Überdruck zerstört hatte, sei die Sache für ihn erledigt gewesen. Bei dem Hass gegen ihn und andere Experten gehe es letzten Endes um Angst, sagte Streeck: "Die einen haben Angst vor dem Virus, die anderen vor dem Verlust der Existenz. Das kann noch sehr viel emotionaler werden. Da müssen wir wirklich aufpassen."

Coronavirus in NRW: Wieder deutlich mehr neu Genesene als Neuinfektionen

Update, Freitag (29. Mai), 18.39 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium meldet am Freitag 105 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit steigt die Gesamtzahl der nachgewiesenen Fälle seit Beginn der Pandemie auf 37.784.

Davon seien 33.699 wieder genesen, das sind 281 mehr als am Vortag. Die Zahl der Toten erhöhte sich im Vergleich zu den Angaben vom Vortag leicht um 6 auf 1.587.

Landkreis/ kreisfreie Stadt

Bestätigte Fälle (IfSG)

Todesfälle (IfSG)

Genesene*

Aachen & Städteregion Aachen

1.964

92

1.846

Bielefeld

410

4

395

Bochum

516

18

456

Bonn

727

8

686

Borken (Kreis)

1.092

38

931

Bottrop

195

6

178

Coesfeld (Kreis)

860

24

780

Dortmund

729

6

711

Duisburg

1.146

54

913

Düren (Kreis)

591

38

536

Düsseldorf

1.420

30

1.169

Ennepe-Ruhr-Kreis

430

14

388

Essen

841

40

735

Euskirchen (Kreis)

460

21

395

Gelsenkirchen

404

13

348

Gütersloh (Kreis)

661

19

577

Hagen

327

13

302

Hamm

472

36

418

Heinsberg (Kreis)

1.881

70

1.684

Herford (Kreis)

331

7

320

Herne

193

2

177

Hochsauerlandkreis (Kreis)

608

17

578

Höxter (Kreis)

353

17

307

Kleve (Kreis)

692

35

579

Köln

2.479

97

2.293

Krefeld

621

22

555

Leverkusen

239

5

210

Lippe (Kreis)

742

29

702

Märkischer Kreis

598

29

530

Mettmann (Kreis)

947

79

819

Minden-Lübbecke (Kreis)

487

9

429

Mönchengladbach

611

39

473

Mülheim / Ruhr

207

9

177

Münster

708

13

648

Oberbergischer Kreis

486

17

451

Oberhausen

259

9

235

Olpe (Kreis)

630

54

592

Paderborn (Kreis)

642

33

549

Recklinghausen (Kreis)

1.269

39

1.179

Remscheid

238

17

213

Rhein-Erft-Kreis

1.090

75

981

Rheinisch-Bergischer Kreis

465

20

414

Rhein-Kreis Neuss

682

20

650

Rhein-Sieg-Kreis

1.424

48

1.148

Siegen-Wittgenstein (Kreis)

311

8

288

Soest (Kreis)

362

8

348

Solingen

247

8

230

Steinfurt (Kreis)

1.326

80

1.211

Unna (Kreis)

668

34

588

Viersen (Kreis)

708

35

603

Warendorf (Kreis)

487

20

459

Wesel (Kreis)

617

26

522

Wuppertal

931

83

763

Gesamt

37.784

1.587

33.669

Coronavirus in NWR - ungewöhnliche Orte: Schule bald im Vereinsheim?

Update, Freitag (29. Mai), 18.05 Uhr: Zur Einhaltung des Abstandsgebots an den Schulen hat der Bundeselternrat für die Zeit nach den Sommerferien eine ungewöhnliche Maßnahme vorgeschlagen. Und zwar solle dann auch Unterricht in Vereinsheimen, Konferenzzentren und städtischen Gebäuden angeboten werden. 

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund signalisierte erste Zustimmung. Auch der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, zeigte sich offen dafür. In vielen Gemeinden gebe es leerstehende Häuser, die nicht genutzt würden. Auch Unterricht im Freien könne eine Option sein, solange das Wetter mitspielt. Gleichwohl forderte von den Bildungsministern der Länder ein neues Konzept für die Zeit nach den Ferien, welches auch regelmäßige Coronavirus-Tests von Lehrern und Schülern beinhalten solle.

Coronavirus in NRW: Kino in Dortmund öffnet wieder

Update, Freitag (29. Mai), 17.41 Uhr: Ab Samstag (30. Mai) dürfen in NRW die Kinos wieder öffnen. Dabei gehen die einzelnen Häuser unterschiedlich mit den neuen Lockerungen um. 

Während man in Bochum noch Vorsicht walten lässt, öffnet in Dortmund ein Kino trotz Coronavirus. Unter strengen Coronavirus-Schutzvorkehrungen können in der Schauburg wieder Filme gesehen werden.

Coronavirus in NRW: Letzter italienischer Corona-Patient kehrt aus Bochum in die Heimat zurück

Update, Freitag (29. Mai), 17.24 Uhr: Nach neun Wochen ist der letzte von zehn italienischen Coronavirus-Patienten aus dem Universitätsklinikum St. Josef-Hospital in Bochum entlassen worden. Der 56-Jährige war im März schwer erkrankt und zur Behandlung in die NRW-Stadt geflogen worden.

Jetzt brachte ihn ein Flieger zurück in seine Heimat Bergamo in der Lombardei. Als Abschieds-Geschenk bekam er ein signiertes Trikot des Bochumer Torwarts Manuel Riemann. Die Pfleger verabschiedeten ihren Patienten mit einem selbstgebastelten Transparent, auf dem geschrieben stand: "Ciao Paolo - Buona Fortuna!"

Coronavirus in NRW: Schüler sollen nach den Sommerferien zum Regelbetrieb in die Schule zurückkehren

Update, Freitag (29. Mai), 16.55 Uhr: NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer will nach den Sommerferien trotz Coronavirus wieder den Regelbetrieb in den Schulen ermöglichen. Demnach soll es dann wieder "einen regulären Schulbetrieb mit möglichst viel Präsenzunterricht" geben. Das sagte die FDP-Politikerin dem Kölner Stadt-Anzeiger

Man sei mit Lehrern, Eltern, Schülern, den Schulen und Gewerkschaften im Gespräch, "um diese Kraftanstrengung in gemeinsamer Verantwortung auf den Weg zu bringen." Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz der Länder, Stefanie Hubig (SPD), äußerte sich gegenüber der taz ähnlich: In allen Bundesländern bestehe der dringende Wunsch, zu stärkerer Normalität zurückzukehren. "Im Grunde ist unser Weg der gleiche: Wenn möglich, soll nach den Sommerferien ein Normalbetrieb in den Schulen stattfinden."

Yvonne Gebauer (FDP), Schulministerin von Nordrhein-Westfalen.

Coronavirus in NRW: Corona-Demos am Samstag in Köln geplant

Update, Freitag (29. Mai), 16.25 Uhr: Für Samstag (30. Mai) werden in Köln wieder Demos mit Bezug zum Coronavirus stattfinden. Zwei unter ihnen auf dem Heumarkt in der Altstadt. Dort sind 50 Teilnehmer für die Kundgebung "Gemeinsam gegen Corona und Wirtschaftskrise" am Mittag angemeldet, Nachmittags startet die Kundgebung "Gegen Rechtsextreme und Verschwörungstheoretiker" mit 200 Teilnehmern.

Parallel dazu läuft auf der Deutzer Werft auf der rechten Rheinseite die Kundgebung "Für das Grundgesetz und gegen die Corona-Maßnahmen" mit erwarteten 500 bis 1.000 Teilnehmern. Man werde die Lage wie auch an den vorhergehenden Wochenenden im Blick behalten, so die Polizei.

Coronavirus in NRW: Erneut keine Neuinfektionen in Dortmund gemeldet

Update, Freitag (29. Mai), 14.18 Uhr: Die Stadt Dortmund meldet für Freitag keinen neuenCoronavirus-Fall. Seit Tagen liegt die Zahl der gemeldeten Neuninfizierten in der größten Stadt des Ruhrgebiets auf extrem niedigen Niveau.

Von den bislang 731 Corona-Fällen, die der Stadt gemeldet wurden, seien 717 wieder als gesund gemeldet worden. Entsprechend gibt es in Dortmund derzeit 14 Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert sind. Höchstwahrscheinlich ist die Dunkelziffer aber deutlich höher.

Zurzeit werden in Dortmund sieben Corona-Patientinnen und -Patienten stationär behandelt, drei von ihnen intensivmedizinisch, darunter zwei beatmete Personen.

Update, Freitag (29. Mai), 13.42 Uhr: Die TU Dortmund verlegt einen Teil der Nachholklausuren für das Wintersemester 2019/2020 in die Westfalenhalle. Geschätzt 7500 Studierenden werden dort laut Uni ihre schriftlichen Arbeiten niederlegen – begleitet von einem Hygienekonzept, das Ansteckungen mit dem Coronavirus unmöglich machen soll.

Wie die Uni am Freitag mitteilte, fehlten für größere Prüfungen mit mehr als 200 Studierenden die Räume – selbst das Audimax mit seinen rund 800 Plätzen in Nicht-Corona-Zeiten sei für diese Prüfungen zu klein.

Strikter Infektionsschutz begleitet die Studierenden: Die TU Dortmund verlegt Klausuren in Westfalenhalle 3.

"Daher werden diese Klausuren gebündelt an sechs Tagen ab dem 26. Juni in der Westfalenhalle 3 stattfinden", teilt die TU mit. Jeden Tag werde es mehrere Klausuren geben. In den Pausen zwischen den Prüfungen desinfizierte ein Dienst sämtliche Stühle, Tische und auch die Zuwege und sanitären Anlagen. Anreisen könnten die Prüflinge auch mit dem Auto; dafür würden extra Parkplätze an der Westfalenhalle vorgehalten.

NRW: Virologe spricht Großveranstaltungen große Rolle bei Corona-Ausbreitung zu

Update, Freitag (29. Mai), 12.42 Uhr: Großveranstaltungen wie die Karnevalssitzung in Gangelt spielen nach Einschätzung des Bonner Virologen Hendrik Streeck eine wesentliche Rolle bei der Verbreitung des Coronavirus. Er gehe davon aus, "dass wir uns sehr viel mehr auf diese Großevents fokussieren müssen", sagte der Autor der sogenannten "Heinsberg-Studie" dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Die zu unterbinden scheint am ehesten was gebracht zu haben."

Diese These unterstreicht auch Jonas Schmidt-Chanasit, Virologe am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg. Er prognostiziert Clubs und Discos daher eine düstere Zukunft. Das Coronavirus könne sich in Clubs, Bars und Diskotheken besonders gut verbreiten*.

NRW-Virologe Streeck glaubt nicht an zweite, überfordernde Coronavirus-Welle

Streeck vermutet unterdessen, dass es auch in Zukunft immer wieder zu lokalen Ausbrüchen wie zuletzt in Leer oder Frankfurt kommen werde. "Das wird vielleicht im Herbst auch vermehrt und überraschend geschehen - aber ich glaube nicht, dass wir eine zweite Welle sehen werden, die uns regelrecht überschwemmt und überfordert."

Update, Freitag (29. Mai), 11.53 Uhr: Vor dem Pfingstwochenende, an dem viele Menschen aus NRW wohl erstmals seit dem Corona-Lockdown verreisen - ist es am Freitagmorgen auf den Autobahnen in Nordrhein-Westfalen vergleichsweise zunächst entspannt zugegangen. Nur sieben Kilometer Stau im gesamten Bundesland zeigte der WDR-"Staumelder" um 8.30 Uhr. 

"Am Nachmittag und Abend wird es auf den Straßen voller werden", sagte ein ADAC-Sprecher. "Dann beginnt der Reiseverkehr für das lange Wochenende." Auch am Samstagvormittag sei mit Staus zu rechnen, weitere Verzögerungen bringe dann der Rückreiseverkehr am Montagnachmittag. "So voll wie in den Vorjahren wird es aber vermutlich nicht."

TU Dortmund: Studie über Homeschooling soll Aufklärung bringen

Update, Freitag (29. Mai), 10.26 Uhr: Die Corona-Krise hat das Kaufverhalten der Deutschen beeinflusst. Eine Analyse zeigt nun, dass nicht nur Klopapier besonders oft gekauft wurde. Wer besonders aufgrund des Coronavirus profitiert hat, erfahrt ihr hier.

Update, Freitag (29. Mai), 10.17 Uhr: Dortmund/NRW - Zwei Wissenschaftler der TU Dortmund sowie der Uni Marburg haben eine Studie zum Thema Homeschooling in Zeiten des Coronavirus durchgeführt. Bislang wurden 1000 Eltern dazu befragt. Die Wissenschaftler können daher erste Erebnisse vorweisen.

Prof. Ricarda Steinmayr von der TU Dortmund arbeitet am Institut für Psychologie und erstellt derzeit eine Studie zum Thema Homeschooling in Corona-Zeiten.

Bei der Frage, ob die Eltern mit der Organisation des Homeschooling zufrieden sind, gaben die meisten "teils teils" an. Zur Kritik von etwa einem Drittel der Eltern gehörte etwa, dass die Mathelehrkräfte häufig keine Lösungen für zugesendete Aufgaben geschickt hatten. Auch in anderen Fächern seien nicht immer Lösungen mitgesendet worden.

Coronavirus und Homeschooling: Professorin aus Dortmund arbeitet an Studie

Ein weiteres vorläufiges Fazit: "Auch scheinen viele Schülerinnen und Schüler wenig oder häufig keine Rückmeldungen zu den von ihnen gelösten Aufgaben bekommen zu haben. Das ist aus motivationspsychologischer Sicht bedenklich, da Feedback mit einer positiven Entwicklung der Leistung einhergeht und motiviert – wenn die Rückmeldung richtig formuliert wird", heißt es von den Studienerstellern.

Die aktuelle Art des Unterrichts könne für den Lernfortschritt von Kindern und Jugendlichen und für deren Wohlbefinden "negative Konsequenzen haben", so Prof. Ricarda Steinmayr von der TU Dortmund.

Wer an der Umfrage für die Studie teilmehnem möchte, kann das hier tun.

Update, Freitag (29. Mai), 9.25 Uhr: Mehr Tische und Stühle an der frischen Luft - wegen der Corona-Pandemie wollen zahlreiche Gastronomiebetriebe in Nordrhein-Westfalen ihre Terrassenflächen vergrößern. Durch die Abstandsregeln musste das Platzangebot in den Gebäuden reduziert werden, womit den Gastwirten wichtige Umsätze verloren gehen.

Der Branchenverband Dehoga NRW fordert, dass die Städte und Kommunen unbürokratisch eine Erweiterungen der Flächen für die Außengastronomie genehmigen. "Die Vergrößerungen sind wichtig, weil sie die Unsicherheiten der Gäste abbauen können", erklärte ein Verbandssprecher.

NRW-Virologe Streeck äußert sich zu Corona-Studie über Kinder von Christian Drosten

Update, Freitag (29. Mai), 8.08 Uhr: Im Streit um eine Studie über Kinder und das Coronavirus des Charité-Chefvirologen Christian Drosten hat sich nun auch der aus NRW bekannte Virologe Hendrik Streeck aus Bonn geäußert - und sich der Kritik an der Studie angeschlossen.

Der Virologe Hendrik Streeck aus NRW meint über die Drosten-Studie über Kinder und das Coronavirus: "Die Kritik kommt nicht von ungefähr."

Zum Hintergrund: Ein Forscherteam um Drosten hatte Ende April eine Studie vorgelegt, laut der Kinder, die mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert sind, genauso ansteckend sein könnten wie Erwachsene.

"Die Methode ist von fünf Statistikern kritisiert worden, und diese Kritik kommt nicht von ungefähr", sagte der Wissenschaftler im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Statistische Verfahren seien für die Art der Daten nicht geeignet gewesen, so die Kritik.

Drosten-Studie über Kinder und Coronavirus: Streeck distanziert sich von Bild-Bericht

Es sei jedoch schwierig, "zwischen berechtigter Kritik und dem, was dann medial daraus gemacht wird, zu trennen", sagte er mit Blick auf einen umstrittenen Bericht der Bild-Zeitung über Kritik an der Drosten-Studie zur Virenbelastung bei Kindern. "Von der Art der Berichterstattung würde ich mich distanzieren."

Die Bild-Zeitung hatte zuvor Statistiker zitiert und dafür öffentliche Quellen genutzt, die Wissenschaftler aber nicht persönlich befragt. Außerdem hatte sie Drosten für eine Stellungnahme zur Kritik Drosten eine Frist von einer Stunde in einer E-Mail-Anfrage eingeräumt.

Update, Freitag (29. Mai), 7.36 Uhr: NRW - Not macht ja bekanntlich erfinderisch. Dieses Motto hat sich der Fußball-Drittligist Viktoria Köln offenbar zu Herzen genommen. Der Verein plant aufgrund der Corona-Regelungen eine Übertragung seines Heimspiels am 2. Juni in einem Autokino.

Stadt im eigenen Stadion will Viktoria Köln seine Spiele in einem Autokino zeigen - Grund sind die aktuellen Corona-Regeln in NRW.

Der Club tritt an diesem Tag gegen den FSV Zwickau an. "Sollte die Veranstaltung erfolgreich sein, planen wir weitere Heimspiele auf der Kinoleinwand. Deshalb bitten wir unsere Fans darum, sich vor Ort an die behördlichen Vorgaben zu halten", sagte Viktoria-Geschäftsführer Eric Bock.

Nach Corona-Lockdown in NRW: Große Freizeitparks eröffnen wieder

Update, Freitag (29. Mai), 6.56 Uhr: So langsam beginnt nach dem Corona-Lockdown auch wieder das Leben in den Freizeitparks in Nordrhein-Westfalen. Am heutigen Freitag (29. Mai) öffnen zwei der größten Einrichtungen im Land: das Phantasialand in Brühl bei Köln sowie der Movie Park in Bottrop. Selbstverständlich gelten besondere Hygiene-Regeln. Hier erfahrt ihr, welche Freizeitparks in NRW aktuell geöffnet haben und welche noch nicht*.

Update, Freitag (29. Mai), 6.30 Uhr: Angesichts der bevorstehenden Pfingst-Feiertage und dem angekündigten guten Wetter, werden viele Menschen in NRW die Badeseen und Flüsse der Region aufsuchen, um sich abzukühlen. Die neuen Corona-Regeln in NRW lassen ab diesem Wochenende sogar ein Treffen im Freien in Gruppen von bis zu zehnn Personen zu.

Passend dazu hat das NRW-Umweltministerium nun eine Liste mit der Wasserqualität aller Badestellen veröffentlicht. Und die zeigt: Um das Baden in NRW braucht man sich in den Hot-Spots keine Sorgen zu machen - jedenfalls nicht überall.

Coronavirus in NRW: Nur 38 Personen im Kreis Unna infiziert

Update, Donnerstag (28. Mai), 21.55 Uhr: NRW - Im Kreis Unna ist nach Angaben der Stadt die Zahl der aktuell mit dem Coronavirus infizierten Personen auf 38 gesunken. Fünf Menschen werden derzeit im Krankenhaus behandelt. Es gibt 34 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona. Die Übersicht der aktuell Infizierten nach Ort im Vergleich zum Vortag:

Ort

27.05.2020 | 15 Uhr

28.05.2020 | 15 Uhr

Differenz (+/-)

Bergkamen

4

3

-1

Bönen

2

2

+0

Fröndenberg

0

1

+1

Holzwickede

1

1

+0

Kamen

0

0

+0

Lünen

13

13

+0

Schwerte

7

6

-1

Selm

2

2

+0

Unna

7

7

+0

Werne

3

3

+0

Gesamt

39

38

-1

Coronavirus in NRW: Zahl der Infizierten Bochum steigt leicht an

Update, Donnerstag (28. Mai), 21.22 Uhr: In Bochum gibt es sieben Neuinfektionen mit dem Coronavirus und keine weiteren Genesenen. Seit Ausbruch des Erregers haben sich damit 527 Menschen nachweislich angesteckt, wovon 456 als gesundet gelten.

Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner steigt im Durchschnitt der letzten sieben Tage auf 6,2. Es gibt weiterhin 18 Tote durch das Coronavirus und eine infizierte Person, die nicht an den Folgen der Krankheit gestorben ist.

Coronavirus in NRW: Sechs Menschen in Herne noch an Corona erkrankt

Update, Donnerstag (28. Mai), 21.22 Uhr: Die NRW-Stadt Herne meldet eine Coronavirus-Neuinfektion (189 seit Ausbruch der Pandemie) und vier Menschen, die sich von der Erkrankung erholt haben (181 seit Pandemie-Beginn). 

Zwei Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Schon am Mittwoch (27. Mai) war ein Frau (Jahrgang 1934) verstorben, die schon seit einiger Zeit im Krankenhaus behandelt wurde. Es sind noch sechs Menschen in der Stadt nachweislich mit dem Erreger infiziert.

Coronavirus in NRW: Nur eine Neuinfektion aber zahlreiche Gesundete im Kreis Recklinghausen

Update, Donnerstag (28. Mai), 21.09 Uhr: Im NRW-Kreis Recklinghausen wurde in den vergangenen 24 Stunden eine Coronavirus-Neuinfektion gemeldet. Damit steigt die Zahl der bestätigten Fälle im Kreis auf 1.254.

Insgesamt sind 1179 Menschen wieder gesund, was einem Plus von 31 weiteren Geheilten entspricht. 38 Menschen sind seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung verstorben.

Stadt

Fälle*

Genesene

Todesfälle

Castrop-Rauxel

129

121

1

Datteln

53

52

1

Dorsten

152

146

5

Gladbeck

217

184

22

Haltern am See

84

83

0

Herten

87

84

1

Marl

116

111

1

Oer-Erkenschwick

193

187

2

Recklinghausen

166

156

4

Waltrop

57

55

1

Coronavirus in NRW - Umfrage: Drei von vier Deutschen finden Corona-Maßnahmen richtig

Update, Donnerstag (28. Mai), 20.40 Uhr: Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus bewerten einer repräsentativen Umfrage zufolge fast drei Viertel der Deutschen (74 Prozent) rückblickend als richtig. Nur für 15 Prozent der Befragten gingen sie zu weit, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag des WDR hervorgeht.

Neun Prozent der 1.005 Befragten aus ganz Deutschland hätten sich noch mehr Maßnahmen gewünscht. Was die Lockerungen der Einschränkungen angeht, sind über die Hälfte (58 Prozent) der Menschen mit dem Vorgehen zufrieden. Jeder Vierte Umfragenteilnehmer (25 Prozent) gab hingegen an, die Lockerungen gingen zu weit. 15 Prozent hätten sich noch weitere Freiheiten gewünscht.

Coronavirus in NRW: Zahl der Infizierten in Essen sinkt weiter

Update, Donnerstag (28. Mai), 20.10 Uhr: In Essen sind nach Angaben der Stadt derzeit 61 Menschen am Coronavirus erkrankt. 840 Personen (sechs Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag) haben sich seit Beginn der Pandemie mit dem Virus infiziert.

738 Personen (zwölf neu Gesundete) sind nach einer Erkrankung schon wieder gesund. Die Zahl der mit dem Coronavirus Verstorbenen liegt bei 41. Es kamen vier neue Todesfälle hinzu. Die Personen im Alter zwischen 80 und 91 Jahren hatten jeweils Vorerkrankungen und waren bereits im April verstorben, wurden aber jetzt erst gemeldet.

In Essen sinkt die Zahl der Coronavirus-Infektionen.

Coronavirus in NRW: Keine Corona-Neuinfektionen in Dortmund gemeldet

Update, Donnerstag (28. Mai), 19.38 Uhr: Die Stadt Dortmund vermeldet heute kein weiteres positives Coronavirus-Testergebnis. Somit liegen seit Beginn der Pandemie in der NRW-Metropole weiterhin insgesamt 731 positive Tests vor. 716 Erkrankte gelten bereits wieder als gesund (eine Person mehr als am Vortag).

Aktuell werden noch 6 Corona-Patienten in den Krankenhäusern behandelt, 4 von ihnen intensivmedizinisch, darunter 2 beatmete Personen. Es gibt in Dortmund laut den Zahlen der Stadt weiterhin 4 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19.

Coronavirus in NRW: Werden aus Straßen bald Spielplätze?

Update, Donnerstag (28. Mai), 19.08 Uhr: Der Grünen-Landtagsabgeordnete Stefan Engstfeld will in der NRW-Metropole Düsseldorf einige Straßenabschnitte bis zum Ende der Sommerferien zu Spielplätzen umfunktionieren. Es sei derzeit sehr voll auf den Spielplätzen und das werde sich durch wegen des Coronavirus abgesagte Sommer-Urlaube auch nicht ändern.

Ruhige Straßenabschnitte sollten nach Meinung des Politikers deshalb Sonntags zu zu neuen Spielorten werden. An einem konkreten Ort im Stadtteil Derendorf ist laut Engstfeld ein Zeitraum zwischen 13 und 19 Uhr denkbar.

Einige Straßen in NRW sollen laut der Forderung eines Grünen-Politikers zeitweise zu Spielplätzen werden.

Coronavirus in NRW: Ein Drittel der Neuinfektionen in Schlachtbetrieb und Pflegeheim

Update, Donnerstag (28. Mai), 18.35 Uhr: Ein bedeutender Teil der 157 Neuinfektionen in NRW geht auf den Coronavirus-Ausbruch in einem niederländischen Schlachtbetrieb von Groenlo zurück. Laut den Zahlen des Gesundheitsministeriums entfallen allein 32 Ansteckungen auf den Kreis Borken.

Dort wohnen 30 Mitarbeiter des niederländischen Schlachthofes, die sich neu mit Corona infiziert haben. Auch ein Düsseldorfer Seniorenhaus meldete mit 22 Neuinfektionen eine vergleichsweise hohe Zahl.

Coronavirus in NRW: 157 Neuinfektionen, 349 Gesundete

Update, Donnerstag (28. Mai), 18.04 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium meldete am Donnerstag 157 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Die Zahl der Infizierten steigt damit seit Beginn der Pandemie auf 37.679. Die Zahl Menschen, die im Zusammenhang mit Corona starben, stieg um 5 auf 1581.

33.418 Personen sind inzwischen wieder genesen, was einem Zuwachs von 349 Gesundeten entspricht. Demnach sind momentan nachweislich etwa 2.700 Menschen in NRW mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahlen im Detail:

Landkreis/ kreisfreie Stadt

Bestätigte Fälle (IfSG)

Todesfälle (IfSG)

Genesene*

Aachen & Städteregion Aachen

1.962

92

1.846

Bielefeld

410

4

391

Bochum

516

18

440

Bonn

726

8

686

Borken (Kreis)

1.088

38

930

Bottrop

195

6

175

Coesfeld (Kreis)

860

24

743

Dortmund

729

6

706

Duisburg

1.140

54

906

Düren (Kreis)

591

38

531

Düsseldorf

1.413

30

1.164

Ennepe-Ruhr-Kreis

428

14

386

Essen

840

36

725

Euskirchen (Kreis)

458

21

390

Gelsenkirchen

400

14

339

Gütersloh (Kreis)

642

19

577

Hagen

327

13

297

Hamm

472

36

414

Heinsberg (Kreis)

1.876

70

1.684

Herford (Kreis)

331

7

319

Herne

190

2

177

Hochsauerlandkreis (Kreis)

607

17

570

Höxter (Kreis)

353

17

301

Kleve (Kreis)

688

35

573

Köln

2.475

97

2.288

Krefeld

621

22

547

Leverkusen

239

5

210

Lippe (Kreis)

742

29

691

Märkischer Kreis

597

29

529

Mettmann (Kreis)

941

79

817

Minden-Lübbecke (Kreis)

484

9

425

Mönchengladbach

608

39

469

Mülheim / Ruhr

204

9

176

Münster

707

13

647

Oberbergischer Kreis

486

17

448

Oberhausen

259

9

235

Olpe (Kreis)

628

53

592

Paderborn (Kreis)

639

33

546

Recklinghausen (Kreis)

1.268

39

1.148

Remscheid

238

17

213

Rhein-Erft-Kreis

1.087

75

974

Rheinisch-Bergischer Kreis

463

20

414

Rhein-Kreis Neuss

682

20

645

Rhein-Sieg-Kreis

1.424

48

1.148

Siegen-Wittgenstein (Kreis)

311

8

287

Soest (Kreis)

361

8

347

Solingen

247

8

229

Steinfurt (Kreis)

1.326

80

1.209

Unna (Kreis)

672

34

588

Viersen (Kreis)

706

35

599

Warendorf (Kreis)

486

20

455

Wesel (Kreis)

611

26

511

Wuppertal

925

81

761

Gesamt

37.679

1.581

33.418

Update, Donnerstag (28. Mai), 18.04 Uhr: Das IT-Unternehmen Materna aus Dortmund hat eine besondere Quarantäne-App für Coronavirus-Patienten entwickelt. Sie soll Patienten helfen und das Gesundheitsamt entlasten. Das Programm solle lediglich den Verlauf der Quarantäne aufzeichnen und habe nichts mit der kontrovers diskutierten Tracking-App von Bundesregierung und Robert-Koch-Institut zu tun.

Coronavirus in NWR: Dortmund und Düsseldorf - aus Kirmes wird Freizeitpark

Update, Donnerstag (28. Mai), 17.44 Uhr: Weil zahlreiche Jahrmärkte und Kirmes-Feste wegen der Coronavirus-Pandemie in diesem Sommer abgesagt wurden, wollen Schausteller in Düsseldorf und Dortmund rund um die Messehallen temporäre Freizeitparks mit Fahrgeschäften errichten. Diese sind erlaubt, da die Besuchermenge an den Kassen kontrolliert werden kann.

So sollen in Dortmund etwa - vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung - auf 65.000 Quadratmetern rund um die Westfalenhallen 30 große Attraktionen von der Wildwasserbahn bis zum Freefalltower aufgebaut werden, sagte der Vorsitzende des Schaustellervereins Rote Erde, Patrick Arens. In Düsseldorf werde ein genaues Konzept am Freitag (29. Mai) vorgestellt.

Coronavirus in NRW: Besucher bleiben auch an Pfingsten aus - Hotels schlagen Alarm

Update, Donnerstag (28. Mai), 17.10 Uhr: Trotz zahlreicher Lockerungen zum Pfingstwochenende liegt die Auslastung der Hotels in den NRW-Regierungsbezirken Köln und Düsseldorf an Pfingsten bei nur rund 16 Prozent, beklagt der Verband Dehoga Nordrhein. Für diese Einschätzung hatte der Verband etwa 460 Hoteliers in der Region befragt. 83 Prozent der Besucher seien Touristen, der Rest Geschäftsreisende.

Die Unternehmer stünden aufgrund der geltenden Abstandsgebote, Kontaktbeschränkungen und Hygieneauflagen mit dem Rücken zur Wand. Ein wirtschaftlicher Betrieb sei so unmöglich. Es müsse dringend ein Rettungsfonds mit direkten Hilfen ohne Rückzahlungspflicht geschaffen werden.

Coronavirus in NRW: Airport Düsseldorf bereitet sich auf verstärkten Flugverkehr vor

Update, Donnerstag (28. Mai), 16.50 Uhr: Der größte NRW-Airport in Düsseldorf bereitet sich auf die Wiederaufnahme des Flugbetriebs vor. Ab Mitte Juni werde man wieder "nennenswerten Flugverkehr" haben, kündigt Flughafen-Manager Thilo Schmid an. Folgende Coronavirus-Schutzmaßnahmen sollen im Zuge dessen umgesetzt werden:

  • Entzerrung der Abläufe beim Check-In, sowie bei Sicherheits-und Bordkartenkontrollen, Gates und Gepäckausgaben.
  • Monitore mit zweisprachigen Hinweisen auf die bestehende Mundschutz-Pflicht im Flughafen und den Mindestabstand von 1,5 Metern, auch Service-Personal werde darauf hinweisen.
  • Deutlich mehr Abstand zwischen den Sitzen in Abflugbereich der Gates.
  • Arbeitsplätze mit Kundenkontakt werden mit Schutzscheiben ausgestattet.
  • Desinfektionsmöglichkeiten an stark frequentierten Orten, außerdem sollen Mitarbeiter verstärkt Oberflächen im Terminal desinfizieren.
Im Airport Düsseldorf gelten Coronavirus-Schutzmaßnahmen wie Mundschutz-Pflicht und Abstandsgebot.

Coronavirus in NRW: Laumann lehnt Corona-Massentests ab

Update, Donnerstag (28. Mai), 16.20 Uhr: NRW - NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hält Corona-Massentests ohne konkreten Grund für unnötig. Man verfolge weiterhin die Strategie, nur bei bestimmten Anlässen im breiten Umfeld Coronavirus-Tests durchzuführen, sagte der Minister.

Als Beispiel nannte er die umfangreichen Tests bei Beschäftigten in Schlachthöfen nach dem Ausbruch in einem Betrieb in Coesfeld. So sei es gelungen, ein Ausbreiten des Virus auf die Gesamtbevölkerung zu verhindern.

Update, Donnerstag (28. Mai), 12.50 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn hat davor gewarnt, dass die Corona-Krise zu einer ähnlichen Polarisierung wie die Debatte über die Flüchtlingspolitik führen könnte: "Wir haben ein Wir-Gefühl erlebt. Jetzt müssen wir aufpassen".

Dass Debatten über Gesundheit oder Freiheitsrechte stattfänden, finde er richtig und wichtig, sagte der CDU-Politiker der Augsburger Allgemeinen. Aber: "Wir alle haben die Verantwortung, dass es nicht wieder so polarisierend wird wie teilweise in der Diskussion über die Migration. Wir müssen sehr aufpassen, dass uns das nicht wieder passiert."

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält politische Entscheidungen im Bezug auf Kitas und Schulen derzeit für schwierig.

Update, Donnerstag (28. Mai), 10 .28 Uhr: Der nächste Feiertag und damit das nächste lange Wochenende steht in NRW vor der Tür. Viele Menschen ergreifen da die Gelegenheit und fahren in den Kurzurlaub - trotz Corona-Pandemie und dem Aufruf, weiterhin vorsichtig zu sein. Gleich zwei Vollsperrungen gibt es pünktlich zu Pfingsten auf den Autobahnen. Sowohl an der A42 als auch an der A3 droht für Autofahrer in NRW Stau*.

Update, Mittwoch (28. Mai), 10 .28 Uhr: Das Düsseldorfer Verwaltungsgericht hat eine ungewöhnliche Maßnahme der Stadt in der Corona-Krise verworfen. Mitte Mai hatte Düsseldorf für abends den Verkauf und das Trinken von Alkohol außer Haus in der bekannten Altstadt verboten. Am Wochenende galt das Verbot schon ab dem Nachmittag. 

Düsseldorf: Gericht in NRW kassiert Alkoholverbot wegen Coronavirus in der Altstadt

Das Gericht gab nun dem Eilantrag eines Einzelhändlers statt und erklärte die Verordnung für rechtswidrig (Az.: 7 L 903/20). Das Alkoholverbot sei nicht geeignet, um Corona-Infektionen einzudämmen, hieß es am Donnerstag.

Ein Gericht hat eine Corona-Maßnahme der Stadt Düsseldorf für die Altstadt kassiert - OB Thomas Geisel (SPD) muss sich jetzt etwas anderes einfallen lassen.

"Weder der Verkauf noch der Verzehr von Alkohol außer Haus" führten laut Gericht "unmittelbar zu weiteren Infektionen und zur Ausbreitung der Krankheit". Das Argument der Stadt, dass man so spontane Menschenansammlungen verhindere, ziehe nicht: Die Stadt gehe selbst davon aus, dass trotzdem viele Besucher kämen. Besser geeignet seien etwa "Zugangsbeschränkungen zur Altstadt und die Einrichtung von Sperrzonen", um der "befürchteten Überfüllung der Altstadt entgegenzuwirken".

Die Stadt Düsseldorf hatte bereits am Mittwochabend vor der offiziellen Verkündung des Gerichts reagiert und das Alkoholverbot aufgehoben. Man werde nun andere Möglichkeiten suchen, um Menschenansammlungen in der Altstadt zu vermeiden.

Update, Donnerstag (28. Mai), 9 .10 Uhr: Auch wenn in NRW die Kitas am 8. Juni im eingeschränkten Regelbetrieb wieder ihre Arbeit aufnehmen, scheint es im Hintergrund viele Zweifel zu geben.

Nun hat sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zu Wort gemeldet und das Problem hinter politischen Entscheidungen erläutert. "Die Wahrheit ist, dass wir aktuell eine Studienlage haben, die keine echten Schlüsse zulässt, inwieweit Kinder zur Verbreitung des Virus beitragen", sagte Spahn der Augsburger Allgemeinen. "Da gibt es sehr unterschiedliche Bewertungen - und das macht es besonders schwer, politische Entscheidungen zu treffen."

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält politische Entscheidungen im Bezug auf Kitas und Schulen derzeit für schwierig.

Spahn wies darauf hin, dass es fast täglich neue wissenschaftliche Erkenntnisse über das Virus gebe. Das zwinge auch die Politik, Einschätzungen zu verändern und Maßnahmen anzupassen. "Besonders schwierig sind die Bereiche Kindergarten und Schule", sagte er.

Coronavirus in NRW: Gewerkschaften und Verbände bleiben skeptisch

Erzieher-Gewerkschaften wie die GEW oder der Deutsche Lehrerverband warnen vor einer verfrühten flächendeckenden Öffnung der Schulen und Kitas. Sie sehen Erzieher und Lehrer gefährdet.

Das Deutsche Kinderhilfswerk warnt hingegen vor gravierenden Folgen für Kinder und Jugendliche, wenn Schulen und Kitas nicht bald wieder vollständig öffnen sollten. "Wir dürfen nicht zulassen, dass sich die Kollateralschäden auswachsen", sagte Präsident Thomas Krüger der Welt.

Update, Donnerstag (28. Mai), 8.33 Uhr: Ab Samstag (30. Mai) treten weitere Corona-Lockerungen in NRW auf. Dazu gehören unter anderem:

  • Öffnung der Kontaktbeschränkung auf Gruppen von bis zu zehn Personen,
  • Regelungen zur Durchführung von Veranstaltungen in Kinos, Theatern, Opern- und Konzerthäusern und anderen öffentlichen oder privaten Kultureinrichtungen, sowie 
  • Wettbewerbe im Breiten- und Freizeitsport.

Laut NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) seien die Neuinfektionen mit dem Coronavirus seit den ersten Lockerungen am 20. April um mehr als 75 Prozent zurückgegangen. "Lag sie im April im Wochendurchschnitt noch bei deutlich mehr als 500, liegt sie – Stand 27. Mai – landesweit bei 102", teilt Laschet mit.

Hier gibt es eine Zusammenfassung aller Lockerungen ab Ende Mai/Juni in NRW* - und hier ist die ab dem 30. Mai geltende neue Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 im Wortlaut nachzulesen.

NRW-Innenminister Reul verurteilt Spuckattacken - erst recht in Corona-Zeiten

Update, Donnerstag (28. Mai), 7 .30 Uhr: Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul hat Spuckattacken auf Polizisten in der Corona-Pandemie scharf verurteilt. "Das Anspucken von Polizeibeamten ist strafrechtlich eine Beleidigung, in Corona-Zeiten möglicherweise sogar eine Körperverletzung oder eine gefährliche Körperverletzung", sagte der CDU-Politiker der Rheinischen Post (Donnerstag). "Diese Spuckerei ist Ausdruck einer tief sitzenden Missachtung des Staates und seiner Institutionen. Dem müssen wir einen klaren Riegel vorsetzen, indem wir das mit aller Schärfe verfolgen und ahnden. Niemand muss sich anspucken lassen."

NRW-Innenminister Herbert Reul verurteilt Spuck-Attacken auf die Polizei - erst recht in Corona-Zeiten.

Update, Donnerstag (28. Mai), 6.24 Uhr: Durch die Corona-Krise sind viele Arbeitnehmer in NRW in Kurzarbeit. Dadurch sinkt bei vielen das Gehalt, wodurch die Belastung durch die Miete höher wird. Die SPD in NRW sieht den Mieterschutz in Gefahr und fordert mehr Hilfen.

Vor Beginn der Corona-Krise mussten Haushalte im Durchschnitt 26 Prozent ihres Nettoeinkommens für Wohnkosten aufbringen. Zu Wohnkosten zählen Miet- und Ratenzahlungen sowie Nebenkosten wie Strom und Heizung. Überschreitet die Quote 40 Prozent, gilt ein Haushalt als finanziell durch Wohnkosten überlastet.

Die Bundesregierung hatte beschlossen, Mieter in der Corona-Krise bei Zahlungsschwierigkeiten zu schützen. So dürfen Eigentümer Mietern nicht kündigen, wenn diese wegen der Corona-Krise die Miete nicht zahlen können. Das gilt für Mietschulden von April bis Ende Juni. Die SPD-Landtagsfraktion wirft der Landesregierung vor, anstatt weitere Maßnahmen zum Schutz von Mietern und Eigentümern zu prüfen, den Mieterschutz in NRW mit einer neuen Verordnung zu reduzieren.

NRW/Coronavirus: Kitas können wieder öffnen - Verdi fordert flächendeckende Tests

Update, Mittwoch (27. Mai), 20.50 Uhr: Viele Eltern sind erleichtert - die Kitas öffnen am 8. Juni wieder für alle ihre Türen. Doch schnell machte sich auch die Angst breit: Könnte mein Kind sich im Kindergarten mit dem Virus anstecken?

Daher fordert jetzt die Gewerkschaft NRW flächendeckende Coronavirus-Tests in den Kindergärten*. 

Wegen Coronavirus: Einzelhandel in NRW kämpft ums überleben

Update, Mittwoch (27. Mai), 18.50 Uhr: Der Einzelhandel in NRW scheint sich in der zweiten Woche immer noch nicht weiter erholt zu haben. Wie der Handelsverband NRW mitteilt, haben rund die Hälfte der Händler gegenüber der gleichen Woche im Vorjahr nur 60 Prozent der Umsätze erzielt.

Ein Drittel der Einzelhändler berichten sogar nur von maximal 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Jedoch gibt es auch einen positiven Trend: Es gibt eine leicht steigende Frequenz an Kunden in den Geschäften.

"Gegenwärtig tätigen die Kunden vorrangig Bedarfskäufe. Von einer positiven Entwicklung der Konsumstimmung sind wir meilenweit entfernt", so Verbandsgeschäftsführer Peter Achten. 

Update, Mittwoch (27. Mai), 17.40 Uhr: NRW - Die Lockerungen der Corona-Maßnahmen sollen auch in den Gefängnissen Nordrhein-Westfalens greifen. Das NRW-Justizministerium teilt am Mittwoch mit, dass Gefangene bald wieder Besuch empfangen dürfen.

Coronavirus in NRW: Besuch im Gefängnis bald wieder möglich

Der Gefangenenbesuch soll nach Möglichkeit ab dem 2. Juni, spätestens jedoch in der 26. Kalenderwoche wieder aufgenommen werden. Dabei gelten allerdings einige Rahmenbedingungen, um das Coronavirus weiter in Schach halten zu können. 

  • Der Besuch wird auf eine Person beschränkt, davon ausgenommen sind Kinder. Soweit es die Besuchskapazität zulässt, können sie als weitere Besuchsperson zugelassen werden.
  • Bei jedem Besucher ist ein sogenanntes Kurzscreening mittels Fragebogen durchzuführen. Dabei wird unter anderem abgefragt, ob der Besuch unter Erkältungssymptome und/oder Verlust von Geruchs oder Geschmackssinn leidet. Auf Grundlage dieses Fragebogens erfolgt die Zulassung zum Besuch.
  • Die allgemein bekannten Hygieneregeln sollen auch in den Gefängnissen eingehalten werden, darauf wird per Aushang hingewiesen.
  • Es besteht während des gesamten Besuchs absolutes körperliches Kontaktverbot zwischen Besuch und Gefangenen.

Corona in NRW: feierliche Übergabe von Zeugnissen soll möglich sein

Nach dieser ersten Stufe der Lockerung werden die Justizvollzugsanstalten die Auswirkungen auf die Infektionszahlen in den Gefängnissen und die damit einhergehende Risiken bewerten.

Update, Mittwoch (27. Mai), 13.05 Uhr: Zum Abschluss der Schullaufbahn soll bei Zehntausenden Abiturienten und Absolventen anderer Schulen trotz Corona-Krise doch noch Festtagsstimmung aufkommen: Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) will Schülern die feierliche Übergabe von Abschlusszeugnissen im Beisein ihrer Eltern ermöglichen. 

NRW: Abiturienten sollen trotz Coronavirus Feier bekommen

Das Land werde in den nächsten Tagen die rechtlichen Regelungen dafür schaffen, dass Abschlussveranstaltungen wie Zeugnisübergaben unter Einhaltung der Infektions- und Hygieneregeln ermöglicht würden, sagte Gebauer am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Für Abibälle gilt die Sonderregelung aber ausdrücklich nicht. "Abiturbälle als privat organisierte und sehr gesellige Veranstaltungen fallen jedoch nicht unter die beabsichtigte Regelung", betonte Gebauer. Sie hoffe, dass die Schüler es umso mehr zu schätzen wüssten, gemeinsam mit ihrer Familie in feierlicher Atmosphäre das Ende ihrer Schulzeit begehen zu können.

Update, Mittwoch (27. Mai), 10.26 Uhr: Eltern von Kita-Kindern fiebern dem 8. Juni entgegen. Dann startet in NRW der "eingeschränkte Regelbetrieb" in den Kindertagesstätten.

Das Familienministerium in NRW begleitet in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Düsseldorf und der Stadt Düsseldorf den Schritt zur Rückkehr aller Kinder in die Kitas mit einer wissenschaftlichen Modellstudie im Fachgebiet der Virologie. "Die Untersuchung ist in ihrem Forschungsauftrag und -umfang bundesweit einzigartig", heißt es am Mittwoch aus dem Ministerium.

Studie in NRW-Kitas soll Infektionsgeschehen mit Coronavirus klären

Zentrales Ziel der virologischen Studie sei es, zunächst über einen Zeitraum von vier Wochen das Infektionsgeschehen in Betreuungsgruppen von Kitas regelmäßig zu untersuchen. Damit sollen verlässliche Erkenntnisse darüber gewonnen werden, ob es in den Gruppen zu neu auftretenden Infektionsfällen kommt und dadurch Infektionsketten im Umfeld ausgelöst werden. 

"Aus der Verfolgung der Infektionsketten können Hinweise darauf gewonnen werden, wie groß die Rolle von Kindern bei der Verbreitung des Coronavirus ist", erklärt das Gesundheitsministerium in NRW.

Für eine Corona-Studie an den Düsseldorfer Kitas sollen ab dem 10. Juni 5000 Kinder und Erzieher jeweils acht Mal getestet werden. Die insgesamt 40.000 Speichelproben sollen im Juli ausgewertet werden, teilte das NRW-Familienministerium am Mittwoch mit.

Update, Mittwoch (27. Mai), 9.42 Uhr: Damit die Infrastruktur im Bahnverkehr auch in der Coronazeit erhalten bleiben konnte, fuhren in NRW die Züge zuletzt oft mit nur wenigen Passagieren. Nun soll die Rechnung dafür beglichen werden. Doch es gibt Zweifel, ob sauber abgerechnet wird.

Coronavirus: Kritik an Milliardenhilfen für Deutsche Bahn

Die geplanten Milliardenhilfen für die Deutsche Bahn in der Corona-Krise stoßen beim Bundesrechnungshof auf Bedenken. Der Bund müsse sicherstellen, dass unternehmerische Fehlentwicklungen der letzten Jahre nicht fortgesetzt werden, fordert die Kontrollbehörde in einem Bericht an den Haushaltsausschuss des Bundestages.

Es habe schon vor der Corona-Krise großen Handlungsdruck gegeben, heißt es in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Nachhaltige Verlustquellen etwa beim Güterverkehr müssten beseitigt werden, Investitionen nur noch der Eisenbahn in Deutschland dienen, Töchter im Ausland verkauft werden.

Coronavirus: Warnung für Urlauber aus NRW mit Holland als Ziel

Update, Mittwoch (27. Mai), 8 . 40 Uhr: Viele Menschen aus NRW werden sich über das lange Pfingstwochenende  -das mit gutem Wetter aufwartet - ins Nachbarland, nach Holland, aufmachen. Die Grenzen sind offen, Hotels unter Auflagen auch*. Bei der Anreise muss man allerdings schon aufpassen.

Pfingsturlauber oder Tagestouristen, die aus NRW Richtung Niederlande starten, müssen aufpassen: Im Nachbarland ist es aufgrund der Corona-Bestimmungen strafbar, mit drei oder mehr Personen aus unterschiedlichen Haushalten in einem Auto zu fahren. Maximal zwei Menschen, die nicht aus demselben Haushalt stammen, dürfen zusammen in einem Auto sitzen, sofern sie dabei eineinhalb Meter Abstand einhalten. Das bestätigte eine Sprecherin der Polizei Limburg in Maastricht.

Coronavirus: NRW-Urlauber könnten in Holland hohe Strafen zahlen

Wenn drei oder mehr Personen, die aus unterschiedlichen Haushalten kommen, im Auto angetroffen werden, ist eine Geldbuße von 390 Euro fällig. Wenn man zwischen 13 und 17 Jahren alt ist, sind es nur 95 Euro.

Update, Mittwoch (27. Mai), 7. 40 Uhr: Nordrhein-Westfalens Gesundheitsämter haben im Zusammenhang mit Corona-Fällen derzeit einem Medienbericht zufolge für 250 Schüler sowie 32 Lehrer Quarantäne zu Hause angeordnet. "Bei den in Quarantäne befindlichen Lehrern gibt es fünf bestätigte Covid-19-Fälle", teilte das Schulministerium der Rheinischen Post mit, wie die Zeitung berichtet (Mittwoch). 

Landesweit in Quarantäne seien mindestens ein Lehrer oder Schüler an 118 Grundschulen, 40 Hauptschulen, 39 Real- und Sekundarschulen sowie an 34 Gymnasien, 48 Berufskollegs und 6 Förderschulen. Die Zahlen beziehen sich demnach auf den 19. Mai.

Handwerkstag: Corona wird Ausbildungsverträge in NRW verzögern

Update, Mittwoch (27. Mai), 7 .29 Uhr: Die Corona-Krise wird nach Ansichten von Handwerksvertretern neue Ausbildungsverträge für Schulabgänger in diesem Jahr deutlich verzögern. "Viele Betriebe können keine Verträge abschließen, weil sie gar nicht an Auszubildende rankommen", sagte Andreas Oehme vom Westdeutschen Handwerkskammertag der Deutschen Presse-Agentur.

Andreas Oehmes vom Westdeutschen Handwerkskammertag

Das müsse jedoch nicht dazu führen, dass es einen großen Einbruch auf dem Ausbildungsmarkt gebe. Im Gegensatz zu anderen Branchen habe das Handwerk - mit Ausnahme von Friseuren oder Kosmetikern - einigermaßen stabil weiterarbeiten können. Allerdings fehle der persönliche Kontakt, der normalerweise durch Praktika, Schulveranstaltungen oder Jobmessen zwischen Betrieben und potenziellen Bewerbern entstehe. Digitale Ersatzangebote könnten das nur sehr bedingt ersetzen.

Update, Mittwoch (27. Mai), 6.21 Uhr: In Nordrhein-Westfalen treten immer mehr Lockerungen nach dem Corona-Lockdown in Kraft. Bund und Länder bekräftigten gleichzeitig ihre Empfehlung, die Zahl der Menschen, zu denen man Kontakt hat, möglichst gering und den Kreis möglichst konstant zu halten. 

NRW: Vorsicht trotz Coronavirus-Lockerungen geboten

Auch bei privaten Zusammenkünften zu Hause in geschlossenen Räumen sollen die Hygiene- und Abstandsregeln beachtet werden, hieß es am Dienstag von den Staatskanzleien der Länder und dem Kanzleramt. Die Zahl der Personen sollte der Größe der Räume entsprechen "und für ausreichend Belüftung gesorgt werden". Wo die Möglichkeit bestehe, sollten private Zusammenkünfte im Freien erfolgen, wegen des erheblich geringeren Infektionsrisikos. "In jedem Falle soll die Nachvollziehbarkeit der Teilnehmer gewährleistet sein", hieß es.

Update, Dienstag (26. Mai), 22 Uhr: Die Reproduktionszahl (R-Wert) ist am Dienstagabend weiter gesunken. Laut Robert-Koch-Institut liegt diese bei 0,7. Somit sinkt der 7-Tage-Wert von 0,84 auf 0,78.

Update, Dienstag (26. Mai), 20.20 Uhr: Die Kontaktbeschränkungen in NRW und dem Rest von Deutschland werden weiter verlängert, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen in Berlin und Thüringen erfahren haben soll. Demnach werden die Kontaktbeschränkungen wegen des Coronavirus bis zum 29. Juni verlängert.

Update, Dienstag (26. Mai), 18.53 Uhr: Die Ministerpräsidenten Nordrhein-Westfalens und der Niederlande, Armin Laschet (CDU) und Mark Rutte, haben an die Bürger appelliert, am Pfingstwochenende nur mit einer Buchung über die Grenze zu reisen. "Jetzt ist noch nicht die Zeit, ohne Buchung einfach in den Urlaub zu fahren", sagte Laschet am Dienstag (26. Mai) in einer Videoschalte mit dem Regierungschef in Den Haag. Rutte bat die Bürger in NRW, an Pfingsten nicht einfach "auf gut Glück" in die Niederlande zu kommen. Man müsse weiter vorsichtig bleiben.

Gleichzeitig unterstrichen Laschet und Rutte, wie wichtig es gewesen sei, die Grenze auf dem Höhepunkt der Corona-Krise prinzipiell offen zu halten. "Schließen geht immer leicht, aber der Öffnungsprozess ist kompliziert", sagte Laschet.

Coronavirus in NRW: Beiträge für Kinderbetreuung werden zur Hälfte erlassen

Update, Dienstag (26. Mai), 16.43 Uhr: Zur Entlastung der Eltern in der Corona-Krise werden die Beiträge für die Kindertagesbetreuung in Nordrhein-Westfalen für die Monate Juni und Juli zur Hälfte erlassen. Darauf hat sich die Landesregierung mit den Kommunen verständigt, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. 

Die Entlastung gelte für Kindertageseinrichtungen und für die Betreuung bei Tageseltern, erklärte Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Dienstag (26. Mai) in Düsseldorf. Die konkrete Abwicklung sei Sache der Kommunen.

Corona-Lockerungen in NRW: Kita und Kindertagespflege mit Einschränkungen

"Ich bin froh, dass wir allen Kindern ab dem 8. Juni wieder ein gutes Angebot für Kita und Kindertagespflege machen können", betonte der stellvertretende Ministerpräsident in einer Mitteilung. "Da der Regelbetrieb aufgrund der Infektionslage jedoch weiterhin qualitativ und quantitativ mit Einschränkungen verbunden ist, halte ich es für fair, den Eltern in den kommenden beiden Monaten die Hälfte der Beiträge zu erlassen." Für April und Mai waren die Elternbeiträge vollständig ausgesetzt worden.

Update, Dienstag (26. Mai), 15.20 Uhr: Welche Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus gelten, wird zunehmend Ländersache. Während in einigen Bundesländern weitreichende Lockerungen umgesetzt werden, schrecken andere davor noch zurück. Bislang hatten sich Ministerpräsidenten und Kanzlerin abgestimmt, wie in der Krise verfahren werden soll. Winfried Kretschmann (Grüne) gab nun aber an, dass keine weiteren Konferenzen geplant seien.

Lockerungen in NRW: Mehr Freiheiten trotz Coronavirus

Auch in NRW verfolgt Armin Laschet einen eigenen Vier-Stufen-Plan, der weitere Lockerungen vorsieht. Schon ab Samstag (30. Mai) können sich die Menschen inNordrhein-Westfalen auf weitere Lockerungen freuen. Freizeitsport, Wellness - vieles wird dann wieder möglich sein. Und schon ab Donnerstag (28. Mai) sollen die ersten Vorschulkinder wieder ihre Kita besuchen dürfen.

Freizeitsport, Wellness - vieles wird bald wieder möglich sein.

Marcus Söder (CSU) fordert nun jedoch, dass der Infektionsschutz keine Ländersache sein sollte. Stattdessen solle der Bund beim Infektionsschutz mehr Befugnisse erhalten. Der Wettlauf der Länder um möglichst schnelle und möglichst weitreichende Lockerungsmaßnahmen sei nicht Hilfreich.

Zuletzt hatte Bodo Ramelow (Die Linke) für Aufmerksamkeit gesorgt. Er forderte mehr Eigenverantwortung der Menschen und sprach davon vom "Krisenmodus in den Regelmodus überzugehen". 

Coronavirus ind NRW: Fünf Tote und 100 neue Infektionen

Update, Dienstag (26. Mai), 14.15 Uhr: In NRW sind nachweislich 37.376 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit gestern (Montag, 25. Mai) gibt es demnach 97 bestätigte Infektionsfälle mehr. Pro 100.000 Einwohner sind in NRW derzeit somit 208,4 Infektionsfälle insgesamt registriert. Im Vergleich zum Vortag stieg die Anzahl der Todesfälle von 1.565 auf 1.570 Fälle. Es verstarben demnach seit gestern fünf Menschen an dem Virus.

In den letzten sieben Tagen (19. Mai bis 25. Mai) lag der Zuwachs an bestätigten Neuinfektionen allerdings in ganz NRW (Kreise und kreisfreie Städte) deutlich unter 50. Besonders vor dem Hintergrund der immer weiter voranschreitenden Lockerungen der Coronavirus-Maßnahmen hat diese Zahl eine besondere Bedeutung. 

Denn: Steigt dieser Wert auf über 50, sind die Länder dazu angehalten, neue Einschränkungen zu verhängen oder bereits aufgehobene Einschränkungen wieder einzuführen. In den meisten Landkreisen in NRW lag die Anzahl der in den letzten sieben Tagen übermittelten Fälle bei unter 10. 

Landkreis/ kreisfreie Stadt

Bestätigte Fälle (IfSG)

Todesfälle (IfSG)

Genesene*

Aachen & Städteregion Aachen

1.960

91

1.829

Bielefeld

410

4

389

Bochum

499

18

430

Bonn

717

8

684

Borken (Kreis)

1.044

38

891

Bottrop

193

6

175

Coesfeld (Kreis)

858

24

523

Dortmund

728

6

706

Duisburg

1.133

53

890

Düren (Kreis)

590

38

527

Düsseldorf

1.384

30

1.142

Ennepe-Ruhr-Kreis

425

14

385

Essen

831

36

697

Euskirchen (Kreis)

440

21

360

Gelsenkirchen

395

14

331

Gütersloh (Kreis)

635

19

574

Hagen

327

13

295

Hamm

472

36

401

Heinsberg (Kreis)

1.871

69

1.672

Herford (Kreis)

331

7

316

Herne

187

1

169

Hochsauerlandkreis (Kreis)

607

17

570

Höxter (Kreis)

350

18

291

Kleve (Kreis)

659

35

568

Köln

2.461

96

2.265

Krefeld

617

22

534

Leverkusen

233

5

207

Lippe (Kreis)

741

29

682

Märkischer Kreis

596

29

526

Mettmann (Kreis)

933

78

814

Minden-Lübbecke (Kreis)

482

9

419

Mönchengladbach

604

39

463

Mülheim / Ruhr

200

9

170

Münster

706

13

631

Oberbergischer Kreis

486

17

442

Oberhausen

258

9

230

Olpe (Kreis)

624

52

549

Paderborn (Kreis)

633

33

543

Recklinghausen (Kreis)

1.262

38

1.127

Remscheid

236

17

210

Rhein-Erft-Kreis

1.083

73

967

Rheinisch-Bergischer Kreis

462

20

413

Rhein-Kreis Neuss

682

20

682

Rhein-Sieg-Kreis

1.404

48

1.121

Siegen-Wittgenstein (Kreis)

315

8

287

Soest (Kreis)

361

8

346

Solingen

245

8

228

Steinfurt (Kreis)

1.326

80

1.199

Unna (Kreis)

672

34

532

Viersen (Kreis)

703

35

583

Warendorf (Kreis)

485

18

450

Wesel (Kreis)

607

26

498

Wuppertal

913

81

746

Gesamt

37.376

1.570

32.679

Update, Dienstag (26. Mai), 13.52 Uhr: Köln - Die Kölner Lanxess-Arena will ihre in der Corona-Krise liegengebliebenen Lebensmittel- und Getränkevorräte verkaufen. Die Betreiber wollen so verhindern, dass die Waren weggeworfen werden müssen. Der Ausverkauf soll am Samstag (30. Mai) von 12 bis 16 Uhr stattfinden, wie die Arena am Dienstag mitteilte.

"Zu kaufen gibt es alles von 50-Liter-Bierfässern über Flaschenbier bis hin zu alkoholfreien Softdrinks", hieß es. Dabei werde die Arena-Gastronomie "eine Sonderpreispolitik fahren". Der Verkauf sei in Form eines "Drive-In"-Systems für Autos geplant. Es gelte Mundschutzpflicht. Die Lanxess-Arena ist seit Anfang März wegen der Pandemie lahmgelegt.

Update, Dienstag (26. Mai), 13.52 Uhr: Kamen - In Kamen (Kreis Unna) ist am Montag eine Trauerfeier mit rund 150 Personen von Polizei und Ordnungsamt unterbunden worden. 

Ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes war bei einer Routinestreife auf die Veranstaltung aufmerksam geworden, wie die Stadt Kamen mitteilt. So stellte er zahlreiche Verstöße gegen die geltende Corona-Schutzverordnung fest, unter anderem wegen fehlender Mindestabstände. 

Coronavirus: Stadt Kamen bricht Trauerfeier kurzfristig ab

"Eine gemeinsame Kontaktaufnahme mit der hinzugerufenen Polizei war nicht möglich, weil sich die Teilnehmer nicht gesprächsbereit und aggressiv verhielten", heißt es aus der Stadtverwaltung. 

Entsprechend forderte die vor Ort eingesetzte Ordnungspartnerschaftsstreife Verstärkung an, die Polizei rückte daraufhin mit weiteren Kräften an. Das Ordnungsamt der Stadt Kamen beendete die Veranstaltung. Engsten Familienmitgliedern wurde gestattet, die Trauerfeier fortzusetzen. Von sämtlichen Anwesenden wurden die Personalien festgestellt.

Update, Dienstag (26. Mai), 13.37 Uhr: NRW - Aus Angst, sich mit Corona anzustecken, vermeiden viele Menschen das Zugfahren. Die Deutsche Bahn will nun mit einer Neuerung im Buchungssystem Abhilfe schaffen. Dort wird bei der Buchung einer Reise mit einem Zug der Deutschen Bahn künftig die Auslastung angezeigt - das gab es zwar schon vorher, aber die Anzeige wurde entsprechend umprogrammiert.

NRW: Hallenbad in Unna öffnet nach Corona-Schließung wieder seine Pforten

Update, Dienstag (26. Mai), 12.40 Uhr: Nachdem die ersten Freibäder in NRW geöffnet wurden, starten nun auch die ersten Hallenbäder wieder mit ihrem Betrieb.

In Unna öffnet am Dienstag (2. Juni) wieder das Hallenbad der Stadt. Es gelten allerdings bestimmte Corona-Regeln. Insbesondere gilt vorerst, dass zunächst nur maximal 42 Badegäste gleichzeitig das Bad nutzen dürfen.

Update, Dienstag (26. Mai), 12 .37 Uhr: Düsseldorf - Die Lufthansa-Tochter Eurowings rechnet mit einer längeren Flaute im Flugverkehr. Es könne bis 2023 dauern, ehe die Luftfahrtbranche wieder das Vor-Corona-Niveau erreichen werde, sagte Eurowings-Chef Jens Bischof am Montagabend bei einer Online-Veranstaltung der Wirtschaftspublizistischen Vereinigung Düsseldorf. Eurowings werde voraussichtlich statt der 139 Maschinen im kommenden Jahr "nur gut 90 Flugzeuge in der Luft haben".

Das Unternehmen wolle 30 Prozent der Kosten sparen, sagte Bischof. In der Verwaltung sollten mindestens 300 der rund 1000 Stellen gestrichen werden. Insgesamt habe Eurowings etwa 4000 Mitarbeiter. Zu möglichen Stellenstreichungen in anderen Bereichen äußerte sich Bischof nicht.

Update, Dienstag (26. Mai), 11 .09 Uhr: Die nordrhein-westfälische Exportwirtschaft hat schon im März die Corona-Krise voll zu spüren bekommen. Die Ausfuhren der NRW-Betriebe waren mit 15,6 Milliarden Euro um 8,4 Prozent niedriger als im gleichen Monat des vergangenen Jahres, wie das Statistische Landesamt am Dienstag mitteilte. Der Wert der Importe nach NRW lag mit 19,7 Milliarden Euro um 8,2 Prozent unter dem Ergebnis von März 2019.

Im ersten Quartal 2020 gingen die Exporte aus NRW um 5,0 Prozent auf 47 Milliarden Euro zurück, der Wert der Einfuhren sank um 5,8 Prozent auf 59,6 Milliarden Euro.

Update, Dienstag (26. Mai), 10 .09 Uhr: NRW - In Nordrhein-Westfalen sind im April nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Landesamtes etwa 17.600 Menschen gestorben - 500 mehr als im Vorjahresmonat. Das entspricht einem Zuwachs um drei Prozent, wie das Landesamt am Dienstag mitteilte. "Im April 2020 starben mehr Menschen als in jedem anderen April der letzten sechs Jahre", heißt es in der Mitteilung. Ob der Zuwachs auf die Corona-Pandemie zurückzuführen ist, lasse sich an den Zahlen allerdings nicht festmachen, sagte ein Sprecherin.

Während der Grippesaison steigen die Sterbefallzahlen in der Regel von Dezember bis März an und sinken ab April wieder ab. Auch in diesem Jahr sei das der Fall gewesen – der Rückgang fiel aber vergleichsweise geringer aus (März: knapp 19.000 Todesfälle). Die Zahl der Sterbefälle sei im April dieses Jahres auch höher gewesen als im April 2018, als eine Influenza-Welle zu höheren Sterbefallzahlen im Frühjahr geführt hatte.

Update, Dienstag (26. Mai), 10 .09 Uhr: Die Bundesregierung bereitet ein Ende der weltweiten Reisewarnung für Touristen ab dem 15. Juni für 31 europäische Staaten vor, wenn die Entwicklung der Corona-Pandemie es zulässt. "Ich bin zuversichtlich, dass wir Reisen in Europa unter klaren Bedingungen vor unserer Ratspräsidentschaft möglich machen können", schrieb Außenminister Heiko Maas jüngst via Twitter dazu.

Neben den 26 Partnerländern Deutschlands in der Europäischen Union gehören dazu das aus der EU ausgetretene Großbritannien und die vier Staaten des grenzkontrollfreien Schengenraums, die nicht Mitglied in der EU sind: Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein. Das geht aus dem Entwurf für ein Eckpunktepapier mit dem Titel "Kriterien zur Ermöglichung des innereuropäischen Tourismus" hervor, der möglicherweise bereits am Mittwoch (27. Mai) im Kabinett beschlossen werden soll und der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Coronavirus: EU plant Abstimmung bei Aufhebung der Reisewarnung

Die Aufhebung der Reisewarnung soll nun gerade rechtzeitig vor der Ferienzeit das Startsignal für grenzüberschreitenden Sommerurlaub in Europa geben. Man lasse sich dabei von dem Gedanken leiten, "dass die Wiederbelebung des Tourismus wichtig ist sowohl für Reisende und die deutsche Reisewirtschaft als auch für die wirtschaftliche Stabilität in den jeweiligen Zielländern", heißt es in dem schon weitgehend abgestimmten Entwurf aus dem Auswärtigen Amt.

Um einen möglichst guten Schutz der Touristen vor einer Corona-Infektion zu gewährleisten, will sich die Bundesregierung in der EU für eine Reihe gemeinsamer Kriterien einsetzen. Unter anderem schlägt sie die Übernahme der Obergrenze von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen durch die anderen europäischen Länder vor. In Deutschland führt eine Überschreitung dieser Grenze zu einer Wiedereinführung von bereits abgeschafften Anti-Corona-Maßnahmen.

Zudem sollen die einzelnen Länder "tragfähige Konzepte" zur Einhaltung von Abstandsregeln und zur Handhygiene, zum Tragen von Masken und zur Belüftung und Desinfektion von Räumen entwickeln.

Die Schutzkonzepte sollen auch Pläne für den Fall der Erkrankung von Urlaubern enthalten sowie hinreichende Testkapazitäten, Quarantäne- und Behandlungsmöglichkeiten nachweisen. Zudem müssten die Empfehlungen der EU-Kommission für die Sicherheit von Passagieren und Personal in Transportmitteln wie Flugzeugen umgesetzt werden, heißt es in dem Papier aus dem Außenministerium.

Update, Dienstag (26. Mai), 9.52 Uhr: NRW - Die Deutsche Post will mehreren Tausend Angestellten die Möglichkeit geben, sich auf das Coronavirus testen zu lassen. "Wir werden deutlich mehr als 10.000 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen anbieten, sich vorsorglich auf Covid-19 testen zu lassen, dies vor allem in größeren Betriebsstätten", sagte Vorstand Tobias Meyer der Rheinischen Post (Dienstag). Die Tests sollten systematisch von Betriebsärzten in ausgewählten Betriebsstätten - darunter Paketzentren und Briefverteilzentren - gemäß einer Risikoeinstufung durchgeführt werden.

Update, Dienstag (26. Mai), 9.10 Uhr: Herne - In Herne scheint das Coronavirus so gut wie überstanden zu sein. Nur noch zehn Menschen seien aktuell mit Coronavirus infiziert - zumindest was die gemeldeten Fälle betrifft. 

Wie die Stadt Herne am Dienstag (26. Mai) weiter mitteilte, befinde sich aktuell eine Person mit dem Coronavirus in einem Krankenhaus. Seit Ausbruch des Virus haben sich in Herne offiziell 177 Menschen angesteckt. Die Stadt hat derzeit rund 156.000 Einwohner.

Update, Dienstag (26. Mai), 9.10 Uhr:  Konzerte wie wir sie vor dem Aufkommen des Coronavirus kannten, wird es wahrscheinlich bis zur Marktreife einer Imfpung wohl nicht geben. Dennoch wollen viele Künstler vor Fans auftreten - und zwar in Autokinos. In NRW sind in der kommenden Zeit mehrere Konzerte von bekannten Sängern geplant - eine Übersicht gibt es hier*.

Coronavirus sorgt für neues Drive-In in Bergkamen (Kreis Unna)

Update, Dienstag (26. Mai), 8 Uhr: In Bergkamen (Kreis Unna) macht das Coronavirus erfinderisch. An der dortigen Marina Rünthe am Datteln-Hamm-Kanal haben Gastronomen nun einen Drive-In ins Leben gerufen, an dem Kunden Speisen und Getränke verschiedener Anbieter bestellen und vor Ort mit dem Auto abholen können.

Vier Wochen lang jeweils von 7 bis 22 von Freitag bis Sonntag soll das Projekt vorerst laufen. Auf LED-Videowänden können Kunden das Angebot sondieren und dann bestellen. Der Hafenplatz bleibt für den Besucherfluss gesperrt. Dennoch können auch Fußgänger und Radfahrer Speisen ohne Auto abholen.

Update, Dienstag (26. Mai), 8 Uhr: NRW - Nach Einschätzung von Virologen ist immer klarer, dass Bars und Discos die Hotspots für eine Ausbreitung des Coronavirus sind. 

Virologen: Bars und Discos sind Hotspots für das Coronavirus

Es ist eng, man schwitzt, schreit einander mit geringem Abstand ins Ohr - "das ist genau dieses Szenario, bei denen es in anderen Ländern bereits zu massenhaften Ansteckungen gekommen ist", sagte der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg (BNITM) der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Jonas Schmidt-Chanasit, der Leiter der Virusdiagnostik des Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg, glaubt nicht an eine schnelle Wiedereröffnung von Discos.

Dagegen seien Kindergärten und Schulen deutlich weniger risikobehaftet. Das sei "im Vergleich zu Bars und Diskotheken eine ganz andere Welt. Das muss man mal deutlich sagen. Bars und Discos sind ein Hochrisiko, wenn wir das mit Kindergärten vergleichen."

Die Risiken würden zudem durch die Alkoholisierung der Gäste steigen, denn meist nehme in angetrunkenem Zustand die Bereitschaft ab, sich an die wichtigen Corona-Regeln zu halten. Eine solche Erfahrung musste jüngst auch ein Kneipier aus Bochum machen, der seine Gaststätte nur zwei Tage nach der Wiedereröffnung aufgrund schwer umsetzbarer Regelungen freiwillig wieder schloss.

Im Falle von Discotheken mache die meist schlechte Belüftung der Räume es dem Virus laut Angaben von Virologen noch leichter.

Coronavirus: Tanzen mit Mundschutz? Virologen sprechen von "Blödsinn"

Auch Tanzen mit Mundschutz könne da keine Abhilfe schaffen. "Das ist Blödsinn. Das wäre genau das falsche Konzept. Das ist der größte Fehler, den man machen kann." Die Maske sei nur ein zusätzliches Hilfsmittel, Abstand und Hygiene seien viel wichtiger. Das Sinnvollste wäre, in einen Club für sonst 100 Besucher nur fünf Gäste zu lassen. "Aber das will keiner und das macht auch keinen Sinn."

Schmidt-Chanasit geht davon aus, dass Tanzen wie vor der Corona-Pandemie erst in vielen Monaten wieder möglich sein wird. "Erst, wenn wir einen Impfstoff haben oder die Pandemie vorbei ist und die Immunität in der Bevölkerung angestiegen ist."

Update, Dienstag (26. Mai), 7 .45 Uhr: Bei Kindern kann eine Coronavirus-Infektion zu einer seltenen Krankheit führen. Ein Arzt aus Dortmund sagt, was Eltern beim Kawasaki-Syndrom beachten sollten. Wir haben seine Aussagen zusammengefasst.

Professor Dominik Schneider, Klinikdirektor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Klinikum Dortmund, klärt über Risiken des Kawasaki-Syndrom auf.

Coronavirus: NRW-Kabinett will am Dienstag über weitere Lockerungen beraten

Update, Dienstag (26. Mai), 6.13 Uhr: Das nordrhein-westfälische Landeskabinett berät heute (26. Mai) über weitere mögliche Lockerungen der Corona-Beschränkungen. Ob es neue weitreichende Entscheidungen geben wird, ist offen.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte bereits vor drei Wochen einen sogenannten Nordrhein-Westfalen-Plan vorgelegt. Er sieht ab Samstag zahlreiche weitere Erleichterungen in den Bereichen Wirtschaft, Freizeitgestaltung, Sport und Kultur vor - allerdings in Abhängigkeit vom Infektionsgeschehen. 

Die Gruppe der akut Infizierten hat sich nach aktuellen Zahlen des NRW-Gesundheitsministeriums innerhalb einer Woche um 585 Fälle auf 3360 verringert.

Update,  Montag (25. Mai), 22.30 Uhr: In einem Seniorenheim in Langerwehe im Kreis Düren ist im März das Coronavirus ausgebrochen und hat nun neun Tote gefordert. Angehörige von Bewohnern hatten zuvor Alarm geschlagen - und sich an den WDR gewandt, wie der Sender berichtete. Denn innerhalb kürzester Zeit waren in dem Seniorenheim 33 Bewohner und 19 Pflegekräfte positiv auf Covid-19 getestet worden.

Coronavirus in NRW: Masseninfektion in Seniorenheim fordert neun Tote

Nach ersten Angaben soll ein Mann, der Mitte März zur Kurzeitpflege in die Einrichtung kam, das Virus eingeschleppt und dadurch die Masseninfektion ausgelöst haben. Er hatte kurz nach seiner Ankunft grippeähnliche Symptome gezeigt - und nur wenig später in einem Krankenhaus positiv auf Corona getestet worden. Die Angehörigen hatten das Vorgehen und die Kommunikation der Einrichung kritisiert. Lange habe man sie außen vorgehalten und ihnen keine Fragen über die Zustände in dem Seniorenheim in Langerwehe beantwortet. 

Die Masseninfektion ereignete sich schon im März und dauerte bis Mitte April an. Doch erst im Nachhinein sei bekannt geworden, dass die Einrichtung erst bei allen Menschen, die in dem Heim leben, Tests veranlasst hätte, nachdem drei weitere Heimbewohner erkrankt waren. In einem ersten Schritt seien nur zwölf Pflegekräfte auf das Coronavirus getestet worden. 

Update,  Montag (25. Mai), 20.00 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laufmann (CDU) krisierte die Pläne von Thüringen und Sachsen, die durch die Corona-Pandemie bedingten Einschränkungen aufzuheben

Coronavirus in NRW: Laumann kritisiert Pläne, Corona-Beschränkungen aufzuheben

Seine Kritik richtet sich insbesondere gegen das Vorhaben von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke): "Ich persönlich halte den Vorstoß des thüringischen Ministerpräsidenten für gefährlich. Das ist kein Tanz mit dem Tiger. Das ist ein Spiel mit dem Feuer", sagte Laumann.

Zwar gebe es derzeit nur noch wenige Neuinfektionen, dennoch halte er das Vorgehen für verantwortlungslos. Wie die Deutsche Presseagentur berichtete, halte er das Vorgehen der NRW-Landesregierung für sicherer. So sagte er, dass es richtig sei, das öffentliche Leben Schritt für Schritt wieder zu öffnen und dabei zu beobachten, wie sich die Infektionszahlen entwickelten.

Coronavirus in NRW: Schulen in Köln setzen Visiere zum Schutz gegen das Coronavirus ein

Update,  Montag (25. Mai), 1 9 .30 Uhr: In Köln sollen rund 140.000 Schüler von dieser Woche an mit Visieren aus Kunststoff zum Schutz gegen das Coronavirus ausgestattet werden. Wie die Stadt Köln mitteilte, spende ein Kölner Unternehmen die Visiere. Sie sollen in den nächsten Wochen geliefert werden.

In einigen Kölner Schulen sollen Visiere zum Schutz gegen das Coronavirus zum Einsatz kommen

Allerdings dienen sie nicht als Ersatz für die Mundschutzmaske, sondern sollen nur als Ergänzung und in den Schulen eingesetzt werden, in denen der Mindestabstand von 1,5 Meter nicht eingehalten werden kann. Der Einsatz der Kunststoff-Visiere sei bereits an zwei Schulen getestet worden.

Update,  Montag (25. Mai), 17 .30 Uhr: Das die Wirtschaft unter der Coronavirus-Krise so stark gelitten hat, wie seit Ende des Zweiten Weltkrieges nicht mehr, dürfte längst bekannt sein. Und mit den zunehmenden Lockerungen, kommen nun auch immer mehr Pläne ins Gespräch, wie die Wirtschaft nach der Krise nun wieder auf Vordermann gebracht werden könnte.

Coronavirus in NRW: Landesregierung legt 10-Punkte-Impulse zum Restart der Wirtschaft vor

Auch die NRW-Landesregierung hat nun einen Vorschlag aufgestellt und 10 Impulse zur Stärkung von Konjunktur und Wachstum in Deutschland und NRW aufgestellt. Die Maßnahmen sollen über die kurzfristigen Soforthilfe-Pakete hinausgehen und die Wirtschaft in NRW langfristig ankurbeln.

Der Vorschlag der NRW-Regierung zum Neustart der Wirtschaft umfasst unter anderem folgende Punkte:

  • Öffentliche Investitionen in digitale Netze, moderne Verkehrswege, Infrastruktur und beste Bildung stabilisieren 
  • Härtefallprogramm für Unternehmen ohne kurzfristige Erholungsperspektive auflegen
  • Unternehmen steuerlich entlasten
  • Staatliche Genehmigungsverfahren wiederaufnehmen und hinderliche Bürokratie abbauen
  • Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung, Schulen und Universitäten
  • Wirtschaftswachstum und Klimaschutz zusammen denken  
  • Startbereite Projekte in den Kohleregionen vorziehen
  • Start-ups in der Krise neue Chancen eröffnen
  • Internationale Kooperation als Motor für Konjunktur und Wachstum nutzen

Coronavirus in NRW: Drei Monate Corona-Krise in NRW

Update, Montag (25. Mai), 15.15 Uhr: Seit drei Monaten befindet sich NRW in der Coronavirus-Krise. Am 25. Februar dieses Jahres wurde in Gangelt im Kreis Heinsberg der erste Corona-Fall in NRW gemeldet, wie der WDR berichtet. Danach kam der Stein ins Rollen und es ist viel passiert: Von geschlossenen Schulen, Kontaktbeschränkungen und Maskenpflicht bis hin zu den Lockerungen der letzten Wochen. 

Update, Montag (25. Mai), 14.55 Uhr: Wie das NRW-bheute bekannt gab, benötigen Lehrer aus Risikogruppen ab dem 3. Juni ein ärztliches Attest, um sich vom Unterricht wegen des Coronavirus befreien zu lassen. 

Coronavirus in NRW: Lehrer aus Risikogruppe müssen Attest vorlegen

Bisher hatte eine schriftliche Erklärung der Lehrer ausgreicht, mit der bestätigt wurde, zu einer Risikogruppe zu gehören. Dazu zählten auch Lehrkräfte, die bereits 60 Jahre und älter waren. 

Mit der Attestpflicht hatte das NRW-Schulminisertium auf die Information des Robert Koch-Institus reagiert, dass "eine generelle Festlegung zur Einstufung in eine Risikogruppe nicht möglich sei." Ab dem 3. Juni muss nun ein Arzt bestätigen, dass bei dem betroffenen Lehrer im Falle einer Corona-Infektion die Gefahr eines schweren Krankheitsverlaufs besteht.

Coronavirus in NRW: Erstaunliche Verkehrs-Statistik veröffentlicht

Update, Montag (25. Mai), 13.28 Uhr: Die Einschränkungen in der Corona-Krise haben in Nordrhein-Westfalen für deutlich weniger Verkehrsunfälle und Verkehrstote gesorgt. Im bevölkerungsreichsten Bundesland kamen von Januar bis März dieses Jahres 72 Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr ums Leben - etwa ein Viertel (23 Prozent) weniger als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Die Zahl der Unfälle ging NRW-weit um gut 15 Prozent auf 14.126 zurück.

Bundesweit sank die Zahl der Unfälle und der Verkehrstoten im März auf einen Tiefststand seit der Wiedervereinigung. Wegen der Pandemie blieben seit Mitte März deutlich mehr Menschen zu Hause, was sich deutlich im Straßenverkehr bemerkbar machte.

Wegen Corona-Regel: Eurowings-Flugzeug muss nach NRW zurückkehren

Update, Montag (25. Mai), 12 .02 Uhr: Düsseldorf - Der Ferienflieger Eurowings hat die Saison-Premiere auf der Mittelmeer-Insel Sardinien gründlich verpatzt. Am Samstag musste ein Airbus A320 zum Startflughafen Düsseldorf zurückfliegen, weil Olbia an der Costa Smeralda aufgrund der Corona-Pandemie für internationale Flüge noch bis zum 24. Juni gesperrt war. 

Ein Flugzeug von Eurowings musste von Italien zurück nach Düsseldorf fliegen.

Das hätte auch die Lufthansa-Tochter wissen können, wie ein Sprecher am Montag einräumte. Die Einschränkungen waren in den obligatorischen "Notice to Airmen" (Notam) nachzulesen, die bei jedem Flug berücksichtigt werden müssen. Es habe im Vorfeld ein "Missverständnis" bei der Interpretation der Notams gegeben, sagte der Sprecher. Die Passagiere seien umgebucht worden. Das immerhin führt zu überschaubaren Kosten, denn es waren laut Eurowings nur zwei.

Coronavirus: Ausbruch an der Grenze zu NRW

Update, Montag (25. Mai), 10. 31 Uhr: An der Grenze zu Nordrhein-Westfalen ist es zu einem Ausbruch des Coronavirus in einem niederländischen Schlachtbetrieb gekommen. Das Unternehmen sitzt in Groenlo. Die nächst größere Gemeine wäre Vreden im westlichen Münsterland in NRW.

In dem Betrieb seien 147 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte die Gemeindeverwaltung Oost Gelre am Sonntag mit. Einem Bericht der Lokalzeitung De Gelderlander zufolge leben 79 der Infizierten in Deutschland, 68 in den Niederlanden.

Coronavirus: Schlachtbetrieb in Holland testet Beschäftigte

Insgesamt wurden der Gemeindeverwaltung zufolge von den 657 Beschäftigten in dem Betrieb der Schlachthof-Gruppe Vion 25 Mitarbeiter noch nicht getestet, darüber hinaus fehlten die Daten von fünf Mitarbeitern. Die deutschen Behörden seien informiert worden.

In einem niederländischen Schlachtbetrieb an der Grenze zu NRW ist es zu einem Ausbruch des Coronavirus gekommen.

Bereits am Freitag (22. Mai) hatten die Behörden der Provinz Gelderland im Osten des Landes für 600 Mitarbeiter Heim-Quarantäne angeordnet und den Schlachthof geschlossen. Im Schlachthof waren bei 45 Mitarbeitern Corona-Infektionen festgestellt worden. 

Zuvor waren bereits in anderen Niederlassungen der Vion-Gruppe auch in Deutschland Dutzende von Mitarbeitern infiziert worden. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben Schlachthöfe in Deutschland und den Niederlanden mit insgesamt 12 000 Beschäftigten und einem Umsatz von 5,1 Milliarden Euro.

Update, Montag (25. Mai), 9.08 UhrNordrhein-Westfalen hat ein Pilotprojekt für Telemedizin im Justizvollzug gestartet.

Telemedizin soll gerade in Zeiten der Corona-Pandemie gefahrlos die Distanz zwischen Arzt und Gefangenen überbrücken, aber auch danach für eine bessere medizinische Versorgung hinter Gefängnismauern sorgen.

Etwa ein Fünftel der 36 Justizvollzugsanstalten in NRW nimmt an dem Modellversuch teil. Sollte sich die Technik als erfolgreich erweisen, soll Telemedizin flächendeckend im Strafvollzug Nordrhein-Westfalens eingesetzt werden. Das Land verspricht sich davon neben einer umfassenderen medizinischen Versorgung mit geringeren Ansteckungsrisiken auch personelle Entlastung.

Grüne in NRW warnen vor zu schnellen Lockerungen in Corona-Krise

Update, Montag (25. Mai), 6.56 Uhr: NRW - Die Grünen im Düsseldorfer Landtag sehen weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Nordrhein-Westfalen skeptisch. "In NRW zeigen immer noch Hotspots wie die in den Flüchtlingsunterkünften, dass die derzeitige Situation weiterhin sehr fragil ist", sagte Grünen-Fraktionschefin Monika Düker der Rheinischen Post (Montag). Vor weiteren Lockerungen müssten Testkapazitäten für gefährdete Bereiche wie Sammelunterkünfte und Altenheime genutzt werden, sagte Düker.

Monika Düker (Bündnis 90/Die Grünen)

Mit Blick auf die geplanten Lockerungen der Corona-Auflagen in Thüringen warnte die Grünen-Politikerin vor einem Wettbewerb der Ministerpräsidenten um die schnellsten Lockerungen als "fatal und unverantwortlich".

Update, Montag (25. Mai), 6.25 UhrArmin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen hat sich am Sonntagabend (24. Mai) in einem Interview mit dem Österreichischen Rundfunk (ORF) für eine schnelle Öffnung nach der Coronavirus-Krise ausgesprochen. Die Zahl der Infizierten in Nordrhein-Westfalen habe sich halbiert, und nur noch drei Prozent der Intensivbetten seien von Coronavirus-Patienten belegt, so Laschet.

Unterstützung signalisierte Laschet für den Coronavirus-Hilfeplan, den die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emanuel Macron vorgelegt hatten. Die Pandemie habe alle Länder unverschuldet getroffen, so Laschet.

Das sei eine historisch einzigartige Situation. „Wir haben in letzter Zeit ohnehin zu viel nationalstaatlich reagiert“, betonte er. Möglicherweise brauche es eine Mischung aus Krediten und Zuschüssen. Jedenfalls „brauchen wir einen substanziellen Beitrag, dass die EU wieder handlungsfähig wird“.

NRW: 23 Senioren in Heim mit Coronavirus infiziert

Update, Sonntag (24. Mai), 21.12 Uhr: Schlechte Corona-Nachrichten aus NRW: In einem Senioren- und Pflegeheim in Düsseldorf sind 23 Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bislang sei nur eine Bewohnerin in eine Klinik eingeliefert worden, die restlichen seien zurzeit symptomfrei, teilte die Stadt am Sonntag mit. 

Sie blieben in der Pflegeeinrichtung in Quarantäne. Insgesamt lebten mehr als 100 Menschen in der Einrichtung im Stadtteil Benrath, hieß es. Das Gesundheitsamt hatte alle Bewohner getestet, nachdem das Coronavirus bei einem Mitarbeiter nachgewiesen worden war. Besuch darf nun nicht mehr empfangen werden, Mitarbeiter müssen Masken mit hoher Schutzstufe tragen.

Update, Sonntag (24. Mai), 19.10 Uhr: NRW - In Bielefeld sollen zwei Teilnehmer einer Demonstration gegen Coronavirus-Beschränkungen am Samstagabend (23. Mai) auf dem Heimweg von vier bis fünf Männern attackiert und verletzt worden sein. Das berichtet die Polizei Bielefeld

Wegen der zeitlichen und räumlichen Nähe zur Demonstration schließt die Polizei ein politisches Motiv der Angreifer nicht aus. Inzwischen ermittelt der Staatsschutz. Da die Fahndung nach den Angreifern bislang erfolglos gelaufen ist, bittet die Polizei nun mögliche Zeugen um Hinweise. 

Update, Sonntag (24. Mai), 14.47 Uhr: Die Verzögerungen bei der Einführung der Corona-Warn-App stoßen zunehmend auf Kritik. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) kritisierte die Entwicklung in der Welt am Sonntag angesichts der Verspätung als "Elend". Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) äußerte grundsätzliche Zweifel an den bisherigen Plänen.

Coronavirus in NRW: Deutliche Kritik an Einführung der Corona-Warn-App 

Schäuble prangerte die verspätete Einführung der App mit scharfen Worten an: "Gucken Sie sich das Elend um die Entwicklung einer Corona-App an. Ich bin kein Experte, aber es dauert mir ein bisschen lange." Die Corona-Tracing-App hätte es schon am Anfang der Pandemie gebraucht, am besten eine europäische.

Kretschmer äußerte sich skeptisch mit Blick auf die für Mitte Juni geplante Corona-Warn-App. "So wie die Corona-App jetzt auf den Weg gebracht worden ist, bringt sie keine ausreichende Sicherheit", sagte Kretschmer den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Wichtig seien für die Menschen eineinhalb Meter Abstand und das Tragen eines Mund-Nasenschutzes. AFP

Wolfgang Schäuble übt deutliche Kritik an der Einführung der Corona-Warn-App.

Coronavirus in NRW: "Flatten the curve" - die Kurve wird in Nordrhein-Westfalen täglich flacher

NRW - Viel wurde zu Beginn der Pandemie über die Wichtigkeit der Strategie "Flatten the curve" im Kampf gegen das neuartige Coronavirus gesprochen. In Nordrhein-Westfalen (NRW) scheint das Vorhaben immer besser zu gelingen - die Zahl der akuten Infektionen ist seit Tagen rückläufig.

Am Sonntag (24. Mai) zählte das NRW-Gesundheitsministerium im bevölkerungsreichsten Bundesland insgesamt 37.204 Infizierte (94 mehr als am Vortag). Davon gelten bereits 32.330 als genesen (150 mehr als am Vortag).

Die Zahl der aktiven Infektionen beläuft sich somit auf 4.874. An den Folgen der Lungenkrankheit Covid-19 sind bisweilen 1.554 Menschen gestorben.

Entsprechend werden die ergriffenen Corona-Maßnahmen mehr und mehr gelockert. Ab dem 8. Juni nehmen beispielsweise die Kitas in NRW unter Einschränkungen den Regelbetrieb wieder auf*.

Coronavirus in NRW: Theater und Kinos dürfen am 30. Mai öffnen

Auch das aufgrund des Coronavirus (alle Artikel zur Krise in NRW)* stark reduzierte Freizeitprogramm wird schrittweise umfangreicher. So dürfen ab Freitag (30. Mai) Theater und Kinos unter Auflagen die Pforten öffnen.

Anfang der folgenden Woche will sich die NRW-Landesregierung außerdem über weitere Lockerungen beraten, die in in den nächsten Wochen folgen sollen. 

Alle weiteren Neuigkeiten über das Coronavirus in Nordrhein-Westfalen aus der vergangenen Woche gibt es hier

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Rubriklistenbild: © dpa, Collage: RUHR24

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