Armin Laschet bei Markus Lanz

Immer mehr junge Menschen infizieren sich: Bleiben Schulen nach den Osterferien zu?

Das Infektionsgeschehen in Deutschland gibt derzeit wenig Grund zur Hoffnung. Das könnte nach den Osterferien auch Auswirkungen auf den Schulunterricht in NRW haben.

NRW – Über kaum etwas wird in Deutschland seit Beginn der Coronavirus-Pandemie* so viel diskutiert wie über Schulen. Sollen sie geöffnet bleiben oder doch lieber schließen? Kann Distanzunterricht auf Dauer funktionieren und wie sicher sind die Kinder, wenn es noch keine flächendeckenden Schnelltests gibt? Auch darüber diskutierte Armin Laschet (CDU) neulich bei Markus Lanz im ZDF, wie msl24.de* berichtet.

Was die Lage der Schulen in diesem Frühjahr noch weiter verschärft: Die schnelle und weite Verbreitung der britischen Coronavirus-Mutation* führt vor allem bei jungen Menschen zu weitaus mehr Ansteckungen als noch im Vorjahr. Die Variante, die viel ansteckender ist als ihr Urtyp, birgt auch für Schüler in Zeiten von Präsenzunterricht eine Gefahr. Wie geht es in NRW also weiter nach den Osterferien?

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MinisterpräsidentArmin Laschet (CDU)

Armin Laschet prüft Schulöffnungen in NRW nach Ostern

Denn angesichts weiter steigender Zahlen, am Donnerstag (1. April) wurde erneut über 24.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet, müsse auch darüber nachgedacht werden, ob es sinnvoll sei, die Schulen nach Ostern wieder zu öffnen. Ob dies im Anschluss der bevorstehenden Ferien der Fall sein werde, konnte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet bei Markus Lanz „nicht definitiv“ sagen.

Der CDU-Vorsitzende kündigte in der ZDF-Talkrunde an, sich in der kommenden Woche innerhalb der Landesregierung mit dem Thema zu beschäftigen. Im Gegensatz zum Vorjahr gehe es jetzt nicht mehr darum, ob die Kinder in NRW keine gute Bildung bekämen, weil sie zu Hause nicht so gut lernen könnten. „Jetzt geht‘s echt um Gesundheitsschutz“, betonte Armin Laschet ausdrücklich. Am Dienstag (1. April) will sich Schulministerin Yvonne Gebauer äußern, wie es in Nordrhein-Westfalen nach den Osterferien weitergeht.

Coronavirus in NRW: Kommt die Testpflicht an Schulen?

Der Ministerpräsident brachte bei Markus Lanz auch eine mögliche Testpflicht an den NRW-Schulen ins Gespräch. Grund sei, dass sich immer mehr Kinder, wohl auf Anweisung ihrer Eltern, weigerten, sich gegen Corona testen zu lassen. „Es kann natürlich nicht jedes Kind für sich dann sagen, ich lasse mich einfach nicht testen“, sagte Armin Laschet. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Jochen Ott pflichtete ihm in dieser Frage bei.

Die Corona-Mutation sorgt für mehr Infektionsfällen bei jungen Menschen. Die Schulöffnungen haben ihren Teil dazu beigetragen. (Symbolbild)

„Wir plädieren dafür, nach den Osterferien ein negatives Testergebnis zur Zugangsvoraussetzung für den Präsenzunterricht zu machen“, erklärte der Sozialdemokrat. Es ergäbe keinen Sinn, Schüler in den Unterricht zu setzen, wenn sie zuvor nicht negativ auf das Coronavirus getestet worden seien. Zur Not könnten die Tests auch von zu Hause gemacht werden. „Schüler, die keinen Test durchführen wollen, bleibt die Teilnahme am Distanzunterricht“, so der SPD-Abgeordnete. (*msl24 und wa.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.)

Rubriklistenbild: © Philipp von Ditfurth/dpa

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