Amphetamin-Tütchen in der Unterhose

Defektes Kofferraumschloss schützt nicht vor Kontrolle - Amphetamine hinter den Seitenverkleidungen

+

Dortmund/Münster - Gleich mehere Drogenschmuggler und -Dealer sind dem Hauptzollamt Dortmund sowie der Münsteraner Polizei unabhängig voneinander ins Netz gegangen.

Die Beamten der Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamts Dortmund kontrollierten bereits am Abend des 14. Oktober (Montag) gegen 19.10 Uhr auf dem Parkplatz "Stuckenbusch" einen Pkw mit niederländischer Zulassung. Das Fahrzeug wurde auf der A2 in Fahrtrichtung Hannover aus dem fließenden Verkehr gezogen, wie das Hauptzollamt Dortmund erst am Freitag mitteilte.

Die Frage nach mitgeführten Betäubungsmitteln, Waffen, hochsteuerbaren Waren oder mehr als 10.000 Euro Bargeld hätten der 20-jährige Fahrer und sein 28-jähriger Beifahrer verneint, hieß es weiter. 

Bei der Durchsicht des Fahrzeugs hätten die Zollbeamten dann festgestellt, dass der Kofferraum sich nicht öffnen ließ. Das Schloss sei defekt, der Kofferraum könne nicht geöffnet werden, gab der Fahrer demnach an.

Zöllner lassen sich nicht hinters Licht führen

Mit Hilfe des Videoskops hätten die Zöllner jedoch sehen können, dass sich im Kofferraum allerlei Gegenstände befanden. Sie hätten daraufhin beschlossen, eine Werkstatt aufzusuchen und den Kofferraum öffnen zu lassen.

 "Im Kofferraum stellten die Zollbeamten dann hinter den Seitenverkleidungen fünf Pakete mit Amphetaminpaste und eine Flasche mit flüssigem Amphetamin fest", so Andrea Münch, Pressesprecherin des Hauptzollamts Dortmund. 

Zellophantütchen mir Amphetaminen in der Unterhose

Insgesamt seien 5083 Gramm Amphetaminpaste und ein Liter flüssiges Amphetamin sichergestellt worden, hieß es in der Mitteilung weiter. Bei der körperlichen Durchsuchung der Reisenden sei in der Unterhose des Fahrers auch noch ein Zellophantütchen mit einem Gramm Amphetamin gefunden worden. 

Der Straßenverkaufswert der sichergestellten Drogen liege bei circa 75.000 Euro. Beide Männer seien wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz vorläufig festgenommen worde.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft habe ein Haftrichter inzwischen Untersuchungshaftbefehle gegen beide Männer erlassen. Die weiteren Ermittlungen führe das Zollfahndungsamt Essen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Bochum, hieß es abschließend seitens des Hauptzollamtes.

Drogenschmuggler in Münster festgenommen

Auch in Münster ist Drogen-Dealern das Handwerk gelegt worden. Polizisten nahmen am Donnerstagnachmittag zwei Drogen-Dealer, einen Drogen-Käufer und den Inhaber einer Schmuggler-Wohnung fest. Die vier Männer sitzen nun in Haft, wie die Polizei am Freitag mitteilte.

"Nach umfangreichen Ermittlungen der Polizei im Bahnhofsumfeld, kamen die Beamten auf die Spur des Großdealer-Duos", hieß es zu dem Fall. Den 20- und 22-jährigen Schmugglern werde vorgeworfen, mindestens in 50 Fällen Drogen aus den Niederlanden nach Deutschland gebracht, sich hierzulande in zwei Wohnungen aufgehalten und Drogen verkauft zu haben.

"Gestern nahmen die Beamten die Männer an der Westhoffstraße fest. In den Taschen des 20-jährigen Niederländers fanden die Polizisten Bargeld, Marihuana, Kokain-Pulver, Kokain-Freebase und Heroin", so die Polizei weiter.

Diese Beobachtung führte zur Festnahme

Vor der Festnahme hätten die Beamten beobachtet, wie die Dealer einem 53-Jährigen an der Meinertzstraße Kokain verkauften. Auch den Käufer, gegen den die Beamten seit einiger Zeit ermittelt hätten und gegen den bereits ein Haftbefehl wegen Drogenhandels vorgelegen habe, nahmen die Polizisten demnach fest.

"Anschließend durchsuchten sie die beiden Wohnungen an der Killing- und der Kristiansandstraße. Dort entdeckten die Beamten mehrere tausend Euro Dealgeld, eine erhebliche Menge Kokain, Heroin und Elektronik", heißt es in der Mitteilung weiter. Auch der 30-jährige Wohnungsinhaber habe bereits zwei offene Haftbefehle gehabt. Er sei festgenommen worden.

Haftrichter schickt die beiden Dealer in U-Haft

Die 20- und 22-jährigen Dealer seien noch am Freitag einem Haftrichter vorgeführt worden. Dieser  sei dem Antrag der Staatsanwaltschaft gefolgt und habe sie in Untersuchungshaft geschickt. -eB

Lesen Sie auch:

Krankenwagen kracht auf Lkw: Eine Tote, vier Verletzte - War der Wagen überbesetzt?

Auf Stauende gekracht: Sauerländer stirbt bei Unfall auf der A33 - Kinder sitzen mit im Auto

An Messstelle der Polizei: Jaguar-Fahrer hupt und rast davon - Verfolgung

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare