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Detonation an Tankstelle in Iserlohn: Zwei Monteure führten gerade Bauarbeiten durch

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Von: Katharina Bellgardt, Markus Klümper

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Detonation an Tankstelle in Iserlohn: Die Feuerwehr sicherte den Einsatzort.
Detonation an Tankstelle in Iserlohn: Die Feuerwehr sicherte den Einsatzort. © Feuerwehr Iserlohn

Nach der Gas-Explosion in Hemer ist es am Montagmorgen wieder zu einer Detonation gekommen. Eine Tankstelle ist betroffen.

[Update] Iserlohn - An einer Tankstelle in Iserlohn-Letmathe kam es am Montagmorgen gegen 8.30 Uhr zu einer Detonation. In einem Kraftstofftank der Tankstelle an der Schwerter Straße hatte es eine Verpuffung gegeben.

StadtIserlohn
Fläche125,5 km²
Einwohner91.873 (31. Dez. 2021)

Detonation an Tankstelle in Iserlohn: Einsatz für Feuerwehr und Polizei

Zu dem lauten Knall kam es genau in dem Moment, in dem zwei Monteure an den Schächten zu den unterirdischen Tanks Bauarbeiten durchführten. Die beiden hatten sehr viel Glück.

„Zwei Personen wurden vom Rettungsdienst betreut. Schwer verletzt sind sie jedenfalls nicht“, so Feuerwehrpressesprecher Marvin Asbeck.

Die Monteure arbeiteten an den Schächten zu den Füllarmaturen des Kraftstofftanks. Dabei entzündeten sich die austretenden Gase und es kam zur Detonation auf dem Tankstellen-Gelände.

Monteure arbeiten an den Schächten des Kraftstofftanks - Verpuffung auf Tankstellen-Gelände

Etwa 35 Rettungskräfte waren für eineinhalb Stunden im Einsatz. Die Schwerter Straße wurde so lange gesperrt, bis die Feuerwehr Entwarnung geben konnte.

Zwei Monteure führten gerade Bauarbeiten durch, als es zur Verpuffung kam.
Zwei Monteure führten gerade Bauarbeiten durch, als es zur Verpuffung kam. © Feuerwehr Iserlohn

Auch Sachschaden habe es keinen nennenswerten gegeben: „Wir haben die Gasbelastung in den Tanks gemessen und diese dann mit Schaum geflutet“, so Asbeck. Auch das Tankstellengelände sei von Schaum bedeckt. Nun muss geklärt werden, wie es für die Tankstelle an der Schwerter Straße (B236) weiter geht. Die Tanks müssen auf jeden Fall von Technikern überprüft werden, bevor sie wieder in Betrieb genommen werden können.

Bei dem Gas handelt es sich um Ausdünstungen von Benzin oder Diesel. Dieses ist erheblich explosiver als der flüssige Kraftstoff selbst. Deshalb ist auch bei augenscheinlich leeren Tanks und Behältern Vorsicht angebracht.

Die Meldung löste im Märkischen Kreis direkt Sorge aus: In Hemer stürzte am Freitagabend ein Haus nach einer Gasexplosion ein. Zwei Menschen schweben weiter in Lebensgefahr, eine Frau konnte nur tot aus den Trümmern geborgen werden.

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