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Autofahrer verpfeift sich selbst bei der Polizei - und ergreift mit Vollgas die Flucht

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Von: Hannah Decke

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Von so einem Fall liest man auch nicht alle Tage: Erst verpfiff sich ein Autofahrer unter Drogen selbst, dann begann eine wilde Verfolgungsjagd durch Dortmund.

Dortmund (NRW) - Die Beamten in der Leitstelle haben wohl nicht schlecht gestaunt, als sich in der Nacht zu Freitag (25. November) ein junger Mann über den Notruf meldete und angab, unter dem Einfluss von Drogen- und Alkoholeinfluss mit dem Auto auf der Flughafenstraße in Dortmund unterwegs zu sein.

StadtDortmund
Fläche280,71 km²
Einwohner586.852

Autofahrer verpfeift sich selbst bei der Polizei - und ergreift mit Vollgas die Flucht

Selbstverständlich machte sich die Polizei sofort auf den Weg. An der besagten Straße in Scharnhorst wurden die Beamten auch auf einen Wagen aufmerksam, der von einem jungen Mann gefahren wurde. Sie wollten ihn kontrollieren und gaben die entsprechenden Anhaltesignale.

Entweder der 22-Jährige hatte es sich mit seiner „Selbstanzeige“ wieder anders überlegt oder er wollte genau das erreichen, was dann in den nächsten Minuten auch geschah: Es begann eine wilde Verfolgungsfahrt durch Dortmund. Denn der junge Autofahrer wendete, gab Gas und fuhr Richtung Norden davon. Laut Polizei erreichte er dabei bis zu 100 km/h.

Gefährliche Verfolgungsjagd in Dortmund - Polizei kann Unfall verhindern

Es folgten gefährliche Wende- und Fahrmanöver. Der hinter ihm her rasende Streifenwagen und die Anhaltesignale ignorierte der 22-Jährige konsequent. Er fuhr mit hoher Geschwindigkeit Schlangenlinien und geriet auch immer wieder auf die Gegenfahrbahn. Zwei entgegenkommende Fahrzeuge mussten dadurch abbremsen.

Nach einer weiteren Wendung bremste der junge Autofahrer seinen VW dann urplötzlich ab. „So abrupt, dass die Beamten nur durch eine Vollbremsung ein Auffahren verhindern konnten“, schildert die Polizei. Wer jetzt denkt, der 22-Jährige hatte sich doch umentschieden und wollte sich der Polizei stellen - Fehlanzeige.

Autofahrer verpfeift sich selbst bei der Polizei - Flucht endet zu Fuß

Er setzte seine Flucht fort, allerdings zu Fuß. Der junge Mann rannte weg, auf einer Grünfläche endete die Verfolgung allerdings: Die Polizei konnte den Raser stoppen. Unter starkem Widerstand wurde er fixitiert. Dabei beleidigte er die Beamten unentwegt.

Laut Polizei bestand der Verdacht einer Mischintoxikation, also eine Vergiftung durch eine Kombination verschiedener Substanzen. Der 22-Jährige kam mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus - eher unfreiwillig, denn er wehrte sich heftig gegen die Fahrt. Die Beamten begleiteten den Transport.

Den 22-jährigen Dortmunder erwartetet nun ein Strafverfahren unter anderem wegen des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung und des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Mit 1,8 Promille verursachte ein Volltrunkener in Hagen einen Unfall. Ihm drohen nun weitere Konsequenten. Sein Wagen ist ein wirtschaftlicher Totalschaden.

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