Seit Jahren verlassen

Dortmund-Nordstadt: Nach Jahren beginnt der Abriss des "Horror-Hauses"

Hochhaus Kielstraße Dortmund
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Das Hochhaus in der Dortmunder Nordstadt ist seit langem unbewohnt und wird nun abgerissen

Ein leerstehendes Hochhaus in der Nordstadt von Dortmund - auch "Horror-Haus" genannt - soll endgültig abgerissen werden. Es war seit vielen Jahren unbewohnt.

Update, Samstag (9. Januar 2021), 15.15 Uhr: Die ersten Schritte zum planmäßigen Abriss des Horror-Hauses an der Kielstraße in der Nordstadt von Dortmund könnten schon in der kommenden Woche anlaufen. Zunächst müssen laut Stadt Dortmund einige Bäume gefällt werden. Erst dann kann es mit den eigentlichen Abrissarbeiten losgehen.

Insgesamt müssen zwischen dem 13. und 15. Januar 16 Bäume gefällt werden, damit die Abbruchgeräte für den Rückbau des Hochhauses aufgestellt werden können. Zum Ausgleich sollen nach Angaben der Stadt an anderer Stelle später neue Bäume gepflanzt werden.

Horror-Haus wird abgebrochen: Verkehrsführung in Dortmunder Nordstadt geändert

Das „Horror-Haus“ in der Nordstadt soll der Stadt Dortmund kein Dorn im Auge mehr sein.

Aufgrund der Baumfällungen wird bereits ab Montag (11. Januar) die Verkehrsführung rund um die Kielstraße geändert: Von der Bornstraße in Richtung Nordstraße wird es eine Einbahnstraßenregelung geben. Die geänderte Verkehrsregelung soll für den gesamten Zeitraum des Abbruchs – voraussichtlich also bis zum Ende des Jahres – bestehen bleiben. Auch das Parken auf dem Parkplatz nördlich des Hauses Kielstraße 26 sowie in der Kielstraße selbst ist ab Montag nicht mehr möglich.

Dortmund: "Horror-Haus" soll Stadt nicht mehr lange ein "Dorn im Auge" sein

Erstmeldung, Donnerstag (14. Mai 2020): Dortmund/NRW - Drei Jahre lang hat die Stadt Dortmund versucht, insgesamt 102 Wohnungen in einem leerstehenden Hochhaus in der Nordstadt aufzukaufen, um es abreißen zu können. Das Gebäude war jahrelang unbewohnbar und als "Horror-Haus" verschrien, wir RUHR24.de* berichtet.

Bis es so weit ist, dauert es allerdings noch einige Monate: Planmäßig soll ab Januar 2021 mit dem Gebäuderückbau begonnen werden, wie die Stadt Dortmund mitteilt. Außerdem ist zum aktuellen Zeitpunkt unklar, ob sich die Arbeiten aufgrund des Coronavirus (aktuelle Entwicklungen in Dortmund im Live-Ticker)* noch weiter nach hinten verschieben könnten.

Das leerstehende Hochhaus an der Kielstraße in Dortmund wurde jahrelang als Horror-Haus bezeichnet.

Das Gebäude in der Kielstraße 26 wurde bereits 2002 wegen erheblicher Baumängel für unbewohnbar erklärt, rottet seitdem in der Nordstadt vor sich hin und ist in Dortmund als "Horror-Haus" bekannt. "Lange Zeit hat uns das sogenannte Horror-Haus beschäftigt, nun ist es uns hoffentlich nur noch ein Jahr ein Dorn im Auge", so Oberbürgermeister Ullrich Sierau.

Abbruch von "Horror-Haus" in Dortmund soll mehrere Millionen Euro kosten

Die Stadt Dortmund hat seit 2016 versucht, die insgesamt 102 Wohnungen in dem Gebäude zu erwerben und erreichte dieses Ziel 2019. Anschließend hat die Stadt mit der Vorbereitung des Gebäudeabbruchs begonnen. Die aktuelle Planung zeige, dass dabei mit Kosten von rund 4,5 Millionen Euro zu rechnen ist. Das ist wesentlich mehr, als ein Abriss dieser Art normalerweise kostet.

"Gründe hierfür sind im Wesentlichen detailliertere Kenntnisse über die Schadstoffbelastungen im Gebäude, die erforderliche Verlegung von Fernwärme- und Stromleitungen sowie die allgemeine Kostensteigerung im Baugewerbe", sagt Arnulf Rybicki, Dezernent für Bauen und Infrastruktur.

Am Hiltropwall in der Innenstadt in Dortmund soll auf der anderen Seite ein futuristisches Gebäude bestehen, dass sogar bundesweit Stahlkraft besitzen soll. Seit 20 Jahren plant die Stadt das Projekt.

Dortmund: Zuschüsse von Land für Abriss von "Horror-Haus" beantragt

Durch finanzielle Bezuschussung von Land und Bund in Höhe von voraussichtlich 3.612.000 Euro läge der Eigenanteil der Stadt Dortmund für den Abriss der Immobilie in der Kielstraße 26 mit 903.000 Euro bei rund 20 Prozent. Die Beseitigung des Gebäudes soll laut Stadt die Nordstadt wieder attraktiver machen.

"Mit dem Abriss des Hochhauses ist nun endlich der Weg frei für eine städtebaulich positive Entwicklung an diesem Standort in der Nordstadt", so Ludger Wilde, Dezernent für Planen, Bauen und Umwelt. Auf dem voraussichtlich gegen Ende 2021 frei liegenden Gelände könnten beispielsweise neue Wohnkomplexe gebaut werden, wie sie auch auf dem ehemaligen Thyssenkrupp-Gelände in der Nordstadt geplant sind.* Hier sollen bald 800 neue Wohnungen entstehen. RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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