Erneut zahlreiche Verstöße

Im Kampf gegen Raser und Tuner: Strategische Fahndung in Dortmund - 450 Autos kontrolliert

30.01.2021, Nordrhein-Westfalen, Dortmund: Ein Polizist mit einer Waffe steht an einem Kontrollpunkt. Im Kampf gegen die illegale Raser- und Tunerszene hat der Dortmunder Polizeipräsident eine sogenannte strategische Fahndung angeordnet. Dortmund gilt mit dem Wall um den Innenstadtkern als Hochburg der Raser- und Tunerszene in Westfalen. Foto: Bernd Thissen/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Die Polizei in Dortmund hat am Wochenende rund 450 Autos und 800 Menschen kontrolliert - im Kampf gegen die illegale Raser- und Tuner-Szene am Wall.

Die illegale Raser- und Tuning-Szene war am Samstagabend erneut im Visier der Polizei Dortmund. Kontrollen waren im Rahmen einer strategischen Fahndung auch ohne konkreten Verdacht möglich.

Dortmund - Bei einem Einsatz gegen die illegale Raser- und Tunerszene hat die Polizei Dortmund am Wochenende mehr als 450 Fahrzeuge und etwa 800 Menschen in der Innenstadt kontrolliert. Dabei seien die Einsatzkräfte vom Ordnungsamt unterstützt worden, teilte die Polizei am Sonntag mit.

Insgesamt wurden demnach 230 Platzverweise erteilt. Elf Fahrzeuge wurden wegen Erlöschen der Betriebserlaubnis sichergestellt. Zur Bilanz der Polizei zählten zudem 65 Verwarnungsgelder und 64 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten, darunter auch 16 Mal wegen Verstoßes gegen die Coronaschutzverordnung. Zudem wurden acht Strafanzeigen wegen Verkehrsdelikten gestellt. Zwei Fahrern sei wegen des Verdachts auf Betäubungsmittelkonsum eine Blutprobe abgenommen worden.

Dortmund Innenstadt: Raser und Tuner von Polizei kontrolliert - strategische Fahndung

Vor dem Einsatz am Wochenende hatte der Dortmunder Polizeipräsident eine sogenannte strategische Fahndung angeordnet. Damit ist eine Kontrolle von Fahrzeugen und Personen ohne konkreten Verdacht möglich.

Diese Erweiterung der Einsatzbefugnisse habe sich am Wochenende bewährt, teilte die Einsatzführerin am Sonntag mit. „Wir sind auch an diesem Wochenende unserem Ziel wieder ein Stück näher gekommen.“
Dortmund gilt mit dem Wall um den Innenstadtkern als Hochburg der Raser- und Tunerszene in Westfalen. Zuletzt hatte die Stadt zum Lärmschutz in der Nacht Tempo 30 auf dem Wall angeordnet. - dpa

Die Clubs geschlossen, Szenetreffen abgesagt - so wird der Dortmunder Wallring im Lockdown mehr und mehr zum Treffpunkt für junge Leute, für Raser, Tuner und Poser. Auch am vergangenen Wochenende hatte die Polizei in der Dortmunder Innenstadt bereits massiv kontrolliert - ein Mann aus Hamm lieferte sich vor den Augen der Polizei ein Rennen.

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