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Diese Folgen hat die Zugentgleisung in Dortmund für Pendler

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[Update: 13.47 Uhr] Dortmund - Der in Dortmund entgleiste ICE bringt weiter Störungen im Bahnverkehr. Von den Folgen sind vor allem Pendler betroffen. Die Ermittler forschen unterdessen nach der Unfallursache - die Einschränkungen ziehen sich daher in die Länge.

Nach dem Unfall eines ICE auf dem Dortmunder Hauptbahnhof am Montagabend hat die Untersuchungsstelle des Bundes für Eisenbahn-Unfälle die Ermittlungen aufgenommen.

Der ICE war auf dem Weg von Düsseldorf nach Berlin kurz vor dem Bahnsteig in Dortmund entgleist. Zwei Menschen wurden leicht verletzt. Am Dienstagmorgen kam es zu massiven Störungen im Berufsverkehr, weil ein Teil des Bahnhofs gesperrt blieb und Züge ausfielen oder umgeleitet wurden. 

ICE in Dortmund entgleist - Zwei Leichtverletzte

Der ICE bleibt nach Angaben der Deutschen Bahn vorerst am Unfallort liegen. Zunächst müsse die Unfalluntersuchungsstelle die Ermittlungen vor Ort abschließen, sagte ein Bahnsprecher in Berlin. Warum die beiden hinteren Wagen aus den Schienen sprangen, ist noch nicht bekannt.

Vor allem Pendler von Störungen betroffen 

Es entstand erheblicher Schaden. Am Morgen mussten vor allem Pendler in Dortmund Einschränkungen hinnehmen und ihre gewohnte Züge meist auf anderen Gleisen suchen als sonst. Die Hälfte der Bahnsteige blieb gesperrt. Vor allem Fahrten in den Süden und Westen seien schwierig, teilte eine Bahnsprecherin mit. 

Die Bahn hat ein Ersatzkonzept mit Alternativhaltestellen in Gelsenkirchen und Herne erarbeitet. Zudem wurde ein Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Dortmund Hauptbahnhof und Herdecke eingerichtet. Außerdem fuhren Taxen der DB nach Dorstfeld und Hörde. "Das dauert heute natürlich alles länger", sagte die Sprecherin. Verspätungen waren auch im Fernverkehr absehbar.

Zug soll wieder auf die Schienen gesetzt werden

Am Dienstagvormittag haben die Vorbereitungen begonnen, den Zug wieder auf die Schienen zu setzen. Der ICE soll mit einem Kran direkt auf die Gleise zurückgesetzt oder auf sogenannte Rollblöcke gehoben werden, sagte am Dienstag ein Bahnsprecher in Düsseldorf. 

Zunächst werden Oberleitungen abgebaut und der Kran in Position gebracht. Anschließend wird der ICE aus dem Bahnhof gebracht. Der Zugverkehr werde aber auch danach nicht sofort wieder ganz ungestört rollen, sagte der Sprecher. 

Die Unfallexperten untersuchen anschließend das Gleisbett. Außerdem könnten wegen des teilweise abgeschalteten Stroms und abgebauter Oberleitungen zunächst keine weiteren Gleise freigegeben werden. Wann der Verkehr wieder komplett rollt, steht noch nicht fest. 

Hier finden Sie die aktuellen Bahn-Verspätungen für NRW

dpa

Quelle: wa.de

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