Tierisch was los

Guck mal, wer da hängt: Waschbär sorgt für Einsatz der Feuerwehr

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Man weiß nicht, wer sich mehr erschreckt hat: Ein verirrter Waschbär, der in Düsseldorf Raucher in einer Seminarpause aufgeschreckt hat, verursachte einen Feuerwehreinsatz - dramatische Rettungsaktion inklusive. Auch in Bottrop sorgten verirrte Tiere für Aufsehen.

Wie die Feuerwehr mitteilt, meldete der Sicherheitsdienst einer ehemaligen Fachhochschule am Donnerstagabend gegen 19 Uhr einen verirrten Waschbären. Teilnehmer eines Seminares hatten das Tier zufällig in einer Raucherpause das Tier entdeckt und den Sicherheitsdienst verständigt. 

"Zwei Kollegen der Feuerwache Münsterstraße rückten mit entsprechendem Tierfanggerät aus zur Rettung", berichtet die Feuerwehr. Doch davon war der Waschbär augenscheinlich wenig begeistert, denn er kletterte über eine Außenfluchttreppe bis in die dritte Etage. "Dort war er jedoch gefangen, weil es nicht mehr weiter ging", schildert die Feuerwehr. 

Kescher rettet "Klettermaxe" vor dem Absturz

Da ihm die Einsatzkräfte folgten, versuchte sich das gelenkige und kletterfreudige Pelztier anschließend in die zweite Etage abzuhangeln und drohte dabei, etwa fünf Meter in die Tiefe zu stürzen. Das wollten die Feuerwehrleute aber verhindern: Sie hatten sich aber vorsorglich mit einem ausziehbaren Kescher bewaffnet und hielten ihn dem "hangelnden Klettermaxe" knapp unter seinem Körper bereit. 

Dieses Angebot nahm der Waschbär nach kurzer Überlegung an und ließ sich unter dem Applaus einiger Zuschauer ins Netz des Keschers fallen. "Von dort war es ein Leichtes, den Waschbär in eine Transportbox zu verbringen", erklärt die Feuerwehr. Nach ersten Erkenntnissen war das knuffige Tierchen unverletzt und wirkte - abgesehen von seiner verständlichen Verängstigung - gesund. 

Pfaue auf der A33 unterwegs 

Die Einsatzkräfte brachten den Waschbären "zur weiteren Abklärung" in eine Tierklinik, von wo er laut Feuerwehr wohl weiter in ein Tierheim gegeben wird. "Die Waschbärretter konnten nach 90 Minuten den Einsatz beenden", so die Feuerwehr abschließend.

Einen tierischen Einsatz gab es am Freitagmorgen auch in Bottrop: Dort waren nach Polizeiangaben auf der A33 zwei Pfaue auf dem Seitenstreifen und teilweise auf der rechten Spur rund 150 Meter vor der Anschlussstelle Gladbeck unterwegs. Der Abschnitt sei nicht gesperrt worden, teilte ein Sprecher mit. Deshalb sollten Autofahrer aufpassen. Beamte hätten den Tierhalter informiert, der seine Pfaue wieder einfangen sollte. - eB mit dpa

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Quelle: wa.de

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