70 neue Lokführer bis Mai?

Eurobahn: "Ersatzkonzept ist aufgegangen"

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Soest/Westfalen - Die Eurobahn zieht eine erste Bilanz ihres seit Weihnachten geltenden Notfahrplans. Wegen Personalmangels sind noch viele Verbindungen gestrichen.

„Unser Ersatzkonzept – so unangenehm das für die Fahrgäste auch ist – ist bislang aufgegangen und konnte von unserer Seite stabil bedient werden.“ 

Die Eurobahn zieht eine erste Bilanz ihres seit Weihnachten geltenden Notfahrplans. Wegen Personalmangels sind noch bis Freitag, 6. Januar, viele Verbindungen gestrichen; auf der Hellweg-Strecke Paderborn – Soest – Unna – Dortmund fällt vorübergehend sogar jeder zweite Zug aus; der Fahrplan ist kurzerhand vom Halbstunden- auf Stundentakt umgestellt worden. 

Samstag nun sollen alle Linien wieder bedient werden. Eurobahn-Sprecherin Danica Dowara hatte bereits vergangene Woche erklärt, das Unternehmen sei zuversichtlich, das Vollprogramm stemmen zu können.

Denn seit dieser Woche verstärken sieben neue Lokomotivführer die Mannschaft; weitere 20 neue Fahrzeugführer sollen bis Mai hinzukommen. 

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Hatte die Eurobahn in der Vergangenheit eher auf Umschulungen gesetzt und sich diese Kurse obendrein von Arbeitsämtern bezahlen lassen, nimmt sie künftig die Ausbildung selber in die Hand und sucht sich junge Leute, die den Job auf der Lokomotive aus freien Stücken anstreben. 

Bei den Umschulungen konnte die Eurobahn „nur auf Anwärter zurückgreifen, die in einem anderen Betrieb ausscheiden, den Job schmeißen und sich umschulen lassen“, so Dorawa. Folglich sei „der Radius begrenzt“. 

Der Lokomotivführer-Ausfall hatte der Eurobahn seit dem Herbst arg zu schaffen gemacht. Zwischenzeitlich hatte der Nahverkehrsverband Westfalen-Lippe als Auftraggeber bereits mit juristischen Konsequenzen gedroht, damit die Eurobahn die vertraglich vereinbarten Leistungen liefere. 

Kommenden Montag nun schlägt die Stunde der Wahrheit. Die Schulen beenden die Winterferien; die Züge am frühen Morgen werden also wieder rappelvoll sein. 

Würde dann noch jeder zweite Zug gestrichen, dürften viele Schüler an der Bahnsteigkante stehen bleiben.

Quelle: wa.de

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