Führerschein und Auto eines Mannes (41) aus Gütersloh sichergestellt

Betrunkener "Kamikaze-Fahrer" nach Flucht über A1 und A44 festgenommen

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Anhaltezeichen ignorierte ein 41-Jähriger aus Gütersloh, der sich am Dienstagnachmittag eine Trunkenheits- und Verfolgungsfahrt mit der Polizei  über die A1 und A44 leistete.

Ein rücksichtsloser Betrunkener hat am Dienstagnachmittag die Beamten der Autobahnpolizei auf Trab gehalten: Der 41-Jährige aus Gütersloh lieferte sich eine Verfolgungsfahrt mit der Polizei, die auf der A1 begann und erst auf der A44 endete. Er wurde vorläufig festgenommen.

  • Ein Mann (41) aus Gütersloh hat sich am Dienstag (3. Dezember) eine wilde Trunkenheits- und Verfolgungsfahrt mit der Polizei geleistet.
  • Von der A1 flüchtete der Mann auf die A44, nachdem er zuvor in einer Rettungsgasse mehrere Fahrzeuge beschädigt hatte.
  • Die Polizei erwischte den Autofahrer mit dem Handy in der Hand auf dem Seitenstreifen. Auto und Führerschein wurden sichergestellt.

Dortmund/Unna - Zunächst waren die Fahrmanöver des Mannes am Dienstag gegen 16.30 Uhr anderen Autofahrern auf der A1 aufgefallen, berichtete die Polizei Dortmund am Mittwoch. 

Den Angaben der Zeugen zufolge war ein Auto erst in Schlangenlinien unterwegs gewesen, war dann im Bereich einer Baustelle an der Anschlussstelle Volmarstein mit hoher Geschwindigkeit durch eine Rettungsgasse gefahren. 

"Dabei touchierte der VW nicht nur mehrere Spiegel von anderen Fahrzeugen, sondern kollidierte schließlich auch noch mit dem Heck eines Pkw", so die Polizei. 

Versicherungskarte eingesackt und aus dem Staub gemacht

Dessen 19-jähriger Insasse aus Troisdorf sei daraufhin genau wie der Auffahrende ausgestiegen, habe jedoch nur noch eine Karte seiner Versicherungsgesellschaft an sein Gegenüber ausgeben können, bevor der eingestiegen sei, zurück- und seinen Weg einfach fortgesetzt habe.

Etwa einen Kilometer vor der Raststätte Lichtendorf geriet der VW dann schließlich ins Visier einer Streifenwagenbesatzung, wie die Polizei berichtet.

Riskante Manöver und Beinahe-Crashs mit Streifenwagen

"Mehrere Versuche, den Fahrer anzuhalten, blieben erfolglos. Unter anderem weil sich der Fahrer immer wieder zu riskanten Manövern und Beinahe-Crashs mit dem Streifenwagen hinreißen ließ", schildern die Beamten das Geschehen. 

Bei einem abrupten Wechsel auf die A 44 im Autobahnkreuz Dortmund/Unna hätten die Beamten den "Kamikaze-Fahrer" dann zunächst aus den Augen verloren.

"Jedoch nicht lange, denn auf der A 44, unmittelbar vor der Ausfahrt zum Parkplatz 'Buchenhain' erkannte eine Streifenwagenbesatzung den Wagen auf dem Seitenstreifen", hieß es am Mittwochmittag.

Fahrer telefoniert auf dem Seitenstreifen

Dort habe der Fahrer angehalten und telefonierend auf dem Fahrersitz gesessen. Der Aufforderung der Beamten, die Tür zu öffnen, sei er erst nachgekommen, nachdem diese gedroht hätten, im Zweifelsfall auch die Scheibe einzuschlagen. "Die Polizisten nahmen den 41-Jährigen aus Gütersloh anschließend sofort fest", hieß es.

Neben dem unerlaubten Entfernen vom Unfallort und dem missbräuchlichen Benutzen der Rettungsgasse kommt ein weiterer Vorwurf hinzu: Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest habe ein Ergebnis von mehr als 1 Promille ergeben.

"Den Führerschein und das Auto des 41-Jährigen stellten die Polizisten sicher. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann entlassen", so die Polizei, die jetzt alle möglicherweise Geschädigten bittet, sich bei der Autobahnpolizeiwache in Hagen unter der Telefonnummer 0231/132-4623 zu melden.

Frau (24) gefährdet zahlreiche Verkehrsteilnehmer

Eine Frau aus Hamm wiederum legte ebenfalls am Dienstagnachmittag eine Zerstörungstour mit ihrem Pkw durch den Kreis Unna hin. Augenscheinlich war die 24-Jährige aber im Gegensatz zum Mann aus Gütersloh weder betrunken noch im Drogenrausch unterwegs.

Quelle: wa.de

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