Elf Jahre danach

Hagener Raubmord: Tatverdächtiger festgenommen

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Polizeisprecher Ralf Bode, der Leiter der Mordkommission, Michael Koza, und Staatsanwalt Nils Warmbold gaben am Dienstag in Hagen die Ermittlungsergebnisse bekannt.

[Update 16.28 Uhr] Hagen - Das nunmehr fast elf Jahre alte Tötungsdelikt an dem 55-jährigen Hagener Unternehmer Wolfgang Schepp, bei dem die Täter Wertgegenstände und Bargeld im Wert von mehreren hunderttausend Euro erbeuteten, steht vor der Aufklärung. Gegen zwei Verdächtige wurde Haftbefehl erlassen. 

Wie die Ermittler am Dienstag mitteilten, hatte ein Spezialeinsatzkommando bereits am Donnerstag einen der beiden Verdächtigen am Dortmunder Flughafen festgenommen. Der 45-jährige Bosnier, der sich nach der Tat in seine Heimat abgesetzt haben soll, war gerade nach Deutschland eingereist. Er sitzt nun in Untersuchungshaft. Der Festnahme gingen umfangreiche Ermittlungs- und Fahndungsmaßnahmen voraus. 

Sein mutmaßlicher Mittäter verbüßt nach Polizeiangaben bereits eine mehrjährige Haftstrafe in der JVA Werl wegen eines anderen versuchten Raubmordes in Bayern. Auch gegen den 50-Jährigen wurde Haftbefehl erlassen.

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Im November 2006 hatten zwei maskierte Männer den Hagener Geschäftsmann mit zwei Schüssen getötet und seine 52 Jahre alte Lebensgefährtin schwer verletzt. In dem Einfamilienhaus des Paares erbeuteten die Täter wertvollen Schmuck, Uhren und Bargeld im Wert von mehreren Hunderttausend Euro.

Die Beamten waren den Männern durch den Fall in Bayern auf die Spur gekommen. Im Zuge der Ermittlungen zu dem versuchten Raubmord in Rottach-Egern im Jahr 2014 war dem 50-Jährigen eine DNA-Spur zugeordnet worden, die auch am Hagener Tatort gefunden wurde. Ein zweiter DNA-Treffer führte schließlich zu dem 45-jährigen Bosnier.

Quelle: wa.de

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