Insasse zündet offenbar sein Zimmer an

Ein Toter bei Feuer in der Forensik Eickelborn

Feuerwehr und Rettungsdienst sind mit einem Großaufgebot vor Ort.

Eickelborn - Bei einem Brand in der Forensik in Lippstadt-Eickelborn ist ein Mensch ums Leben gekommen. Vier weitere kamen mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Der 47 Jahre alte Verstorbene - ein Insasse der LWL-Einrichtung - soll das Feuer in seinem Zimmer gelegt haben.

Gegen 16.20 Uhr habe der 47-Jährige ersten sein Zimmer angezündet. In der Folge sei er an schweren Brandverletzungen ums Leben gekommen. Das erklärten Thorsten Fechtner, Pressesprecher des Landschaftsverband Westfalen-Lippe und die Polizei Soest. Feuerwehr-Pressesprecher Christian Dicke erklärte, dass das Zimmer zum Beginn der Löscharbeiten in Vollbrand gestanden hätte.

Der Verstorbene sei wegen "leichterer Straftaten" - Anzeiger-Informationen habe er mehrere Einbruchsdelikte begangen - im Rahmen einer einstweiligen Unterbringung in die Forensik eingewiesen worden, da eine mögliche Schuldunfähigkeit im Raum stand, die derzeit untersucht worden sei. Thorsten Fechtner betonte, dass es im Vorfeld "keine Anzeichen auf Selbstmordgefährdung" gegeben habe.

Patient und Klinik-Mitarbeiter verletzt

Drei Mitarbeiter und ein 51 Jahre alter Patient wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen in Lippstädter Krankenhäuser gebracht. Der Patient wurde dabei von der Polizei begleitet. 

Da die Feuerwehr - Einheiten aus ganz Lippstadt und dem restlichen Kreisgebiet eilten zum Einsatzort - den Brand schnell gelöscht hatte, habe es laut Fechtner "keine weiteren Evakuierungen" geben müssen. Zunächst hatte die Brandmeldeanlage des Gebäudes ausgelöst, als der Brand bestätigt war, wurde - aufgrund der anzunehmenden Verletztenzahl - ein Großaufgebot an Einsatzkräften von Feuerwehr und Rettungsdienst zur Forensik alarmiert. Angesteuert wurde der Bereitstellungsraum "Stützpunkt West".

Einige Patientenzimmer nicht mehr bewohnbar

"Durch die Rauchentwicklung und die Löscharbeiten sind einige Patientenzimmer im Gebäude nicht mehr bewohnbar. Eine Verlegung der Patienten erfolgte innerhalb des Klinikbereiches durch das Personal der LWL-Klinik", erklärte die Polizei am Abend.

Nachdem die Flammen gelöscht und das Gebäude gelüftet war, konnte die Feuerwehr ihren Einsatz nach etwa zwei Stunden beenden.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Ursache des Brandes aufgenommen. Eine Gefahr für die Bevölkerung hatte zu keinem Zeitpunkt bestanden.

Quelle: wa.de

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