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Nach Großbrand auf Bauernhof: Erneut steht Heu in Flammen

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Von: Kai Osthoff

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Einige Tage nach einem Großbrand auf einem Bauernhof in NRW musste die Feuerwehr erneut zu einem Einsatz dort ausrücken. Es brannte Heu.

Update vom 16. April, 20.23 Uhr: Erst vor gut einer Woche (10. April) bekämpften rund 100 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Kreuztal einen Scheunenbrand auf dem Hof Wurmbach in Kreuztal-Junkernhees. Am Samstag (16. April) musste die Feuerwehr noch einmal an die gleiche Einsatzadresse ausrücken. Dort brannte es erneut.

Am Karsamstag fanden erneut Löscharbeiten auf dem Hof statt.
Am Karsamstag fanden erneut Löscharbeiten auf dem Hof statt. © Kai Osthoff

Während vor einer Woche eine rund 30 mal 15 Meter große Scheune in Brand geraten war, in der rund 160 Rundballen aus Heu gelagert waren, brannte genau dieses Heu erneut. Es war in der Nacht des Großbrandes mit Radladern und Baggern aus der Scheune auf einen Platz oberhalb des Bauernhofs gebracht und abgelöscht worden. Scheinbar war aber immer noch in dem rund 500 Kubikmeter Heuberg immer noch genug Wärme.

Mit dem Einsatzstichwort „Feuer 2 – Rauchentwicklung im Freien“ wurde die Feuerwehr Kreuztal, Fellinghausen und Osthelden am Samstagabend alarmiert. Im Pendelverkehr wurde wieder Wasser an die Einsatzstelle gebracht und das stark qualmende Heu abgelöscht. An vielen Stellen glimmte es stark, als die Einsatzkräfte das Heu auseinanderzogen. Erneut wurde das Heu mit einem Radlader auseinandergezogen und mit großen Mengen abgelöscht. 

[Erstmeldung] Kreuztal - Gegen 18 Uhr waren am Sonntag (10. April) Feuerwehrkräfte aus zahlreichen Stadtteilen in Kreuztal (NRW) mit dem Stichwort „Feuer 5 – Bauernhof brennt“ alarmiert worden. Aufgrund des Einsatzstichwortes wurde ein Großeinsatz aufgemacht, der zur Folge hatte, dass nach und nach rund 100 Feuerwehrkräfte an die Unfallstelle kamen - der Numbacher Hof in Kreuztal-Junkernhees. Beim Eintreffen stand eine rund 30x15 Meter große Scheune im Vollbrand.

Großbrand auf Bauernhof: Stall und Heu in Flammen - Hofbesitzer verletzt

Flammen schlugen aus dem Seitenteil sowie dem Wellblechdach. Im Inneren der Scheune waren große Mengen an Rundballen aus Heu gelagert. Die boten den Flammen reichlich Nahrung. Aus mehreren Richtungen gingen die Einsatzkräfte mit der Brandbekämpfung vor. Drei Einsatzabschnitte wurden gebildet, die neben der Brandbekämpfung vor allem den Aufbau und die Aufrechterhaltung der Löschwasserversorgung beinhaltete.

Eine Scheune auf dem Numbacher Hof in Kreuztal-Junkernhees stand in Flammen.
Eine Scheune auf dem Numbacher Hof in Kreuztal-Junkernhees stand in Flammen. © Kai Osthoff

Diese Aufgabe gestaltete sich in dem Kreuztaler Ortsteil als sehr schwierig. Neben einem schlecht ausgebauten Mobilfunknetz in diesem Bereich war vor allem der Wasserdruck und die eigentliche Versorgung recht schwach. Mit einer langen Schlauchleitung wurde das Wasser von der Heestraße an den Bauernhof transportiert. Parallel brachten mehrere Tanklöschfahrzeuge im Pendelverkehr Wasser zum Einsatzort. Nicht zuletzt wurde eine Zisterne auf einer naheliegenden Wiese oberhalb des landwirtschaftlichen Betriebes angezapft.

Großbrand auf Bauernhof: Kleiner Junge entdeckt die Flammen

Von einem kleinen Jungen, der mit seinem Vater auf dem Hof war, wurden die Flammen um kurz vor 18 Uhr entdeckt. Der 56-jährige Hofbesitzer und Landwirt war zu diesem Zeitpunkt gerade dabei, einige Kühe aus einem unmittelbar angrenzenden Stall zu bringen, da das Wetter an dem Abend noch so gut war. Beim Versuch, vieles vor dem Feuer zu retten und die Tiere rauszutreiben, zog sich der Mann Brandverletzungen an den Armen zu. Er wurde vom Rettungsdienst behandelt und ins Krankenhaus gebracht. Dies konnte er aber am selben Abend noch verlassen.

Scheunenbrand in Kreuztal: Ein Bagger aus Olpe wurde zum Bauernhof gebracht.
Scheunenbrand in Kreuztal: Ein Bagger von einem Buschhüttener Unternehmen wurde zum Bauernhof gebracht. © Kai Osthoff

Zahlreiche Helfer, nicht nur von der Feuerwehr, waren über viele Stunden im Einsatz. Christian und Jürgen Ochel, die einen Reiterhof einige Kilometer ebenfalls in Junkerhees betreiben, halfen mit vollen Kräften. „Es ist für uns selbstverständlich in der Nachbarschaft bei so einem schlimmen Ereignis zu helfen. Zumal uns der Hofbesitzer vor vielen Jahren auch geholfen hat, als uns der Betrieb abgebrannt ist“, erklärte Christian Ochel im Gespräch.

Stall auf Bauernhof steht in Flammen: Hilfe aus Olpe wird angefordert

Während über Stunden das Heu und brennende Balken abgelöscht und gekühlt wurden, organisierten die Helfer einen Umschlagbagger von einem Buschhüttener Unternehmen, mit dem das teils schon vom Feuer eingestürzte Gebäude abgetragen wurde, um das brennende Heu auf einer Wiese ablöschen zu können. Das technische Hilfswerk aus Siegen wurde angefordert, um die Einsatzstelle auszuleuchten. Gegen Mitternacht orderte die Einsatzleitung noch einen weiteren Bagger vom Technischen Hilfswerk aus Olpe an.

Der Bauernhof am Morgen nach dem Feuer.
Der Bauernhof am Morgen nach dem Feuer. © Kai Osthoff

Auch im Ruhrgebiet kam es zu einem Großbrand: Eine Lagerhalle mit einem Kinderkarussell stand in Flammen. Die Feuerwehr war mit über 100 Einsatzkräften vor Ort. Auch Häuser wurden evakuiert.

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