Feuerwehr Köln übt mit Pferdedummy

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Feuerwehr Köln übt mit Pferdedummy

Köln - Sam ist in seinem Anhänger zusammengebrochen - rund ein Dutzend Männer ist im Einsatz, um den Pferde-Dummy zu bergen. Die Rettung von Großtieren will gelernt sein. In einem Workshop wurden Feuerwehrmänner in Köln auf solche Einsätze vorbereitet.

Leicht taumelnd schwebt Pferde-Dummy Sam über dem Gelände der Berufsfeuerwehr in Köln. Das 250 Kilogramm schwere "Tier", aufgehängt an der Drehleiter, muss von den Einsatzkräften aus einem Anhänger gerettet werden. 

Dabei ist Teamwork gefragt: 16 Feuerwehrmänner sind im Einsatz, um Sam zu bergen. Die Aktion hat einen ernsten Hintergrund: Die Rettung von Großtieren stelle Feuerwehren vor eine enorme Herausforderung, sagt Workshop-Leiter Lutz Hauch. "Die Deutschen tun sich bei diesem Thema sehr schwer. Es ist einfach zu wenig Geld für die Ausbildung da." Der 62-Jährige ist, laut eigener Aussage, der einzige zertifizierte Ausbilder für die Rettung solcher Tiere in Deutschland. 

"Solche Einsätze kommen sehr selten vor, deswegen wird an der Stelle gerne gespart", erklärt Hauch. Die Berufsfeuerwehr Köln hat den Trainingsbedarf erkannt. Man investiere bewusst in die Ausbildung der eigenen Kräfte für solche Einsätze, heißt es dort. "Gerade weil die Einsätze mit Großtieren so selten sind, ist es umso wichtiger, sie zu üben", sagt Feuerwehrsprecher Christian Heinisch. 

Erst im Februar war während des Rosenmontagszuges in Köln ein Pferd zusammengebrochen. "Zuerst wird das Tier betäubt, um das Verletzungsrisiko für die Feuerwehrmänner zu minimieren", sagt Ausbilder Hauch. Dann sind zehn bis zwölf Kräfte nötig, um ein gewichtiges Pferd zu bergen. 

Wie schnell das Tier gerettet wird sei zweitrangig: "Viel wichtiger ist, dass alles schonend für Tier und Mensch abläuft." Beim Umgang mit Großtieren könne viel passieren. "So ein Pferd kann zum Beispiel plötzlich einfach mit dem Bein ausholen", sagt der 62-Jährige. 

Um die Feuerwehrmänner zu sensibilisieren, hat Lutz Hauch im theoretischen Teil der Ausbildung ziemlich dramatische Bilder präsentiert. "Ein verunglücktes Pferd hat einer jungen Frau ins Gesicht getreten, danach lag sie drei Monate lang im Koma", berichtet er.

Quelle: wa.de

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