160 PS, neun Sitzplätze

Ungewöhnlicher Gebrauchtwagen: Feuerwehr versteigert Löschfahrzeug

Symbolfoto

Sie sind auf der Suche nach einem neuen Fahrzeug - mit genug Platz für die ganze Familie und viel weiteres Equipment? Die Feuerwehr Meschede hat da was im Angebot.

Meschede - Im Internetportal www.zoll-auktion.de versteigert die Stadt Meschede momentan ein ausrangiertes Löschfahrzeug der Löschgruppe Eversberg. Dabei handelt es sich um einen Iveco Magirus 90-16 AW, der im Januar 1989 erstmals zugelassen wurde. 

Doch warum wollen Stadt und Feuerwehr das Fahrzeug überhaupt "loswerden"? Die Brandschützer schreiben auf ihrem Twitter-Kanal: "Wir brauchen Platz!" Wie Stadtsprecher Jörg Fröhling im Kurier-Gespräch erklärte, sei der Löschwagen außer Dienst gesetzt worden, dementsprechend habe man nicht mehr wirklich eine Verwendung dafür. 

Erlös geht an die Feuerwehr

Ungewöhnlich ist dieses Vorgehen laut Fröhling aber nicht. Dass ausrangierte Feuerwehrfahrzeuge verkauft werden, sei üblich. Während diese früher allerdings vor allem an Firmen veräußert wurden, die sie ver- oder aufgewertet haben, biete man über die Plattform Zoll-Auktion aber auch Privatpersonen - beispielsweise Sammlern - die Möglichkeit, bei der Versteigerung mitzubieten. Damit hätte die Stadt Meschede ebenso wie die Gemeinde Bestwig sehr gute Erfahrungen gemacht. "So erreichen wir einen breiteren Interessentenkreis. Im vergangenen Jahr ist ein Anhänger der Feuerwehr in die Niederlande verkauft worden", berichtet Fröhling.

Für alle Interessierten hier noch die Eckdaten des etwas anderen Gebrauchtwagens: Der Dieselmotor des Iveco Magirus hat 160 PS (118 kW) und ist laut Feuerwehr erst knappe 25.000 Kilometer gelaufen - unfallfrei. Ingesamt verfügt das Löschfahrzeug über neun Sitzplätze. Zur Sonderausstattung gehören unter anderem eine Feuerlöschkreiselpumpe, eine Maul-Anhängerkupplung sowie die Signalanlage mit zwei Rundumkennleuchten und einer Martinshornanlage mit vier Schallbechern. 

Die Auktion läuft noch bis zum 19. August um 10 Uhr. Momentan (Stand 8. August, 14.50 Uhr) sind für den Wagen fünf Gebote eingegangen. Das Anfangsgebot lag bei 3900 Euro, mittlerweile sind 4950 Euro geboten. Als Minimalgebot hat die Stadt Meschede 5000 Euro angegeben, darunter wird das Löschfahrzeug nicht abgegeben. Der Erlös der Auktion fließt laut Jörg Fröhling übrigens vollständig in den Feuerwehr-Bereich. 

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Quelle: wa.de

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