Tipps der Bezirksregierung

Sicher böllern an Silvester: Darauf sollten Sie achten

Zoll beschlagnahmt gefährliche Böller
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Die Bezirksregierung Arnsberg warnt vor nicht zugelassenen Feuerwerkskörpern.

Für viele gehört es zu Silvester wie "Ekel-Alfred" und "Dinner for one": das Feuerwerk. Damit aus dem Knaller-Spaß aber kein Böller-Horror wird, gibt die Bezirksregierung Tipps zum Kauf und richtigen Umgang.

  • Beim Kauf von Feuerwerk für Silvester gibt es einiges zu beachten.
  • Die Bezirksregierung Arnsberg sagt, welche Böller man kaufen und was man beim Umgang damit beachten sollte.
  • Immer wieder gibt es Unfälle mit Böllern und anderem Feuerwerk.

Arnsberg - Eine wichtige Info nennt die Bezirksregierung Arnsberg gleich zu Beginn ihrer Pressemitteilung: Der Verkauf der Feuerwerkskörper ist vom 28. bis zum 31. Dezember erlaubt, benutzt werden dürfen sie offiziell aber nur an Silvester und Neujahr.

Und nur wer die Sicherheitshinweise beachtete und einige Tipps beherzige, könne in der Silvesternacht Unfälle durch Böller, Kracher und Co. vermeiden. "Hände weg von Feuerwerkskörpern ohne Zulassung, sonst sind am Ende Ihre Hände weg!", warnt Klaus Dreisbach von der Bezirksregierung Arnsberg eindringlich. Die wichtigsten Merkmale seien demnach das CE-Zeichen und die Registriernummer, beispielweise 0589-F2-1234 (0589 steht für die Prüfstelle, F2 für die Feuerwerkskategorie 2 und 1234 als fortlaufende Nummer). 

Feuerwerk an Silvester: Böller kein zweites Mal anzünden 

"Feuerwerkskörper der Kategorie 2 gehören nicht in die Hände von Kindern, sondern dürfen nur an Personen über 18 Jahren abgegeben werden. Auch das Feuerwerk der Kategorie 1 darf nur an Personen ab 12 Jahren verkauft werden", erklärt Klaus Dreisbach. Bei den weit verbreiteten Mehrschussbatterien müsse besonders darauf geachtet werden, dass sie sicher aufgestellt werden und nicht umfallen können: "Einmal angezündet lassen sie sich nicht mehr stoppen!" Hinweise zum sicheren Gebrauch finde man in der Gebrauchsanleitung, die laut Bezirksregierung immer in deutscher Sprache aufgedruckt sein müsse. 

Besonders gefährlich sei das Aufsammeln und Anzünden nicht explodierter Böller. "Hier sind die Zündschnüre meist komplett abgebrannt, sodass ein weiterer Zündversuch meist zur sofortigen Explosion führt", teilt die Bezirksregierung mit. 

Deren Mitarbeiter kontrollieren zudem, ob die Feuerwerkskörper im Handel richtig gelagert und die Vorschriften beim Weiterverkauf eingehalten werden. Dabei werden nach Angaben der Bezirksregierung zum Beispiel die zugelassene Höchstlagermenge sowie Fluchtwege und Notausgänge geprüft. "Diese dürfen nicht zugestellt sein, damit das Gebäude bei Gefahr schnellstmöglich verlassen werden kann", heißt es. 

Feuerwerk an Silvester: 273 Betriebe kontrolliert

Im vergangenen Jahr seien im Einzugsgebiet der Bezirksregierung insgesamt 273 Betriebe kontrolliert worden: Dabei seien 24 Produktmängel (zum Beispiel aufgerissene Sicherheitsverpackungen) festgestellt worden. Die Bezirksregierung leitete nach eigenen Angaben sechs Bußgeldverfahren ein und stellte eine Strafanzeige wegen Überlagerung. Aber: "Die Anzahl der Verstöße geht in den vergangenen Jahren aufgrund der regelmäßigen Überwachung kontinuierlich zurück." 

Händlern, die Fragen zur Aufbewahrung oder zum Verkauf von Silvesterfeuerwerk haben, steht die Bezirksregierung Arnsberg unter 02931/820 zur Verfügung. Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter www.arbeitsschutz.nrw.de oder unter www.komnet.nrw.de

Auch in NRW kommt es jedes Jahr zu Unfällen mit Feuerwerkskörpern. Am Neujahrstag 2019 explodierte ein Kanonenschlag in der Hand eines 57-jährigen Ahleners, nachdem er ihn ein zweites Mal anzünden wollte. Doch nicht nur rund um Silvester passieren solche Fälle: In Lügde fügte im Mai ein "Polenböller" einem 33-Jährigen derart schwere Verletzungen zu, dass er mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen werden musste. Um vor solchen Unfällen zu warnen und zu zeigen, was beim falschen Umgang mit Feuerwerk passieren kann, veröffentlichte das Klinikum Dortmund ein absolutes Schock-Foto.

Quelle: wa.de

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