Fünf Stockwerke unter der Erde

Pumpspeicherwerk Rönkhausen: Kurzschluss im Turbinen-Generator sorgt für halbierte Strompower

Im Pumpspeicherwerk in Finnentrop-Rönkhausen ist es zu einer Rauchentwicklung gekommen. Die Feuerwehr war im Einsatz.
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Im Pumpspeicherwerk in Finnentrop-Rönkhausen ist es zu einer Rauchentwicklung gekommen. Die Feuerwehr war im Einsatz.

Zu einem Großeinsatz der Feuerwehr kam es am Mittwoch gegen 17.30 Uhr im Bereich des Pumpspeicherwerkes Finnentrop-Rönkhausen. Im Turbinenhaus wurde fünf Stockwerke unter der Erde eine Rauchentwicklung gemeldet. Jetzt ist klar, was den Großalarm auslöste.

[Update vom 18. März, 19.40] Die Feuerwehr, die mit rund 50 Einsatzkräften und den Löschgruppen Rönkhausen, Lenhausen und Finnentrop vor Ort war, wurde anfangs von der Drehleiter der Feuerwehr Attendorn unterstützt, die aber wieder abrückte, da der Einsatzort 20 Meter im Inneren des Turbinenhauses lag.
Zwei Trupps inspizierten das Krafthaus unter schwerem Atemschutz, um die Ursache für die Rauchentwicklung zu finden, was sich als nicht ganz einfach erwies. Letztlich wurde keine Ursache gefunden und auch die eingesetzten Wärmebildkameras lieferten keine Erkenntnisse. Nach gut einer Stunde wurde der Einsatz beendet und die Kräfte konnten wieder einrücken.

Die erste Schadensbilanz

Am Donnerstag, 18. März, zog Betriebsleiter Jörg Klages aus Plettenberg eine erste Schadensbilanz. Demnach wurde in Werdohl-Elverlingsen der Ausfall einer der Turbinen mit 70 Megawatt Leistung gemeldet. Da auch die Brandmeldeanlage auslöste, wurde die Feuerwehr alarmiert. Ursache war ein Kurzschluss im Generator der riesigen Turbinenanlage. Der sorgte auch ohne Flammen für eine enorme Rauchentwicklung. Wie hoch der Schaden an dem Generator ist oder ob dieser möglicherweise per Spezialkran aus dem Krafthaus an die Oberfläche gehoben werden muss, sollen die nächsten Untersuchungen zeigen.

Laut Enervie-Sprecher Andreas Köster werde dann auch geklärt, ob es sich möglicherweise um einen Versicherungsschaden handele. Auch nach dem Ausfall eines Generators sei das Pumpspeicherwerk weiter einsatzfähig, könne damit aber nur noch 70 statt 140 Megawatt Strom liefern.  

Feuerwehreinsatz in Finnentrop-Rönkhausen am Pumpspeicherwerk.

Zwei Trupps inspizierten das Turbinenhaus unter schwerem Atemschutz, um die Ursache für die Rauchentwicklung zu finden, was sich als nicht ganz einfach erwies. Letztlich wurde keine Ursache gefunden und auch die eingesetzten Wärmebildkameras lieferten keine Erkenntnisse. Nach gut einer Stunde konnte der Einsatz beendet werden und die Kräfte konnten wieder einrücken.

In dem Turbinenhaus, in dem es zu dem Einsatz kam, wird normalerweise Strom erzeugt, wenn das Wasser aus dem Oberbecken in das Unterbecken abgelassen wird und dabei über große Turbinen läuft. Bei einem landesweiten Stromausfall kann mit dem Pumpspeicherwerk in kurzer Zeit eine große Menge Energie in das Netz eingespeist werden, um so auch wieder Kraftwerke hochzufahren.

Feuerwehreinsatz in Finnentrop-Rönkhausen am Pumpspeicherwerk: Es war zu einer Rauchentwicklung unbekannter Herkunft gekommen.

[Erstmeldung vom 17. März, 18.56 Uhr] Finnentrop/Plettenberg - Feuerwehrleute aus Finnentrop und Attendorn sind am frühen Mittwochabend in Rönkhausen-Glinge am Pumpspeicherwerk im Einsatz - wegen einer Rauchentwicklung unbekannte Herkunft fünf Stockwerke unter der Erde. Details sind noch nicht bekannt.

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