Unglück im Siegerland

Flugzeug stürzt in Waldstück ab: Pilot (25) tot aufgefunden - Suizid vermutet

In Wilnsdorf (NRW) stürzte ein Kleinflugzeug ab und zerschellte in einem Waldstück.
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In Wilnsdorf (NRW) stürzte ein Kleinflugzeug ab und zerschellte in einem Waldstück.

Schreckliches Unglück am Montagmorgen im Siegerland: Ein Kleinflugzeug stürzte in einem Waldstück ab. Kurz darauf wurde eine Leiche gefunden - der Pilot der Maschine.

Update vom 7. September, 17.47 Uhr: „Wir müssen von einem Suizid ausgehen, es deutet einiges darauf hin und Hinweise auf andere Ursachen haben wir nicht“, sagte ein Polizeisprecher zum tödlichen Flugzeugabsturz am Montag im Siegerland. Der 25-Jährige galt als erfahrener Pilot und hatte auf dem nahen Siegerland Flugplatz Zugang zu Flugzeugen. Der Siegener Zeitung zufolge gehörte das Flugzeug einem Luftsportverein.

GemeindeWilnsdorf
Fläche72 km²
BundeslandNordrhein-Westfalen

Flugzeugabsturz im Siegerland: Pilot hob ohne Tower ab - „verboten und sehr ungewöhnlich“

Die Beamten stellten fest, dass die Maschine vom rund 20 Kilometer entfernten Siegerland Flughafen stammt - und vermutlich am Montagmorgen von dort gestartet war. Allerdings ist der Tower dort normalerweise erst ab 8 Uhr besetzt, der Absturz war aber schon um etwa 6.20 Uhr. Einen außerplanmäßig frühen Betriebsstart des Airports gab es am Montagmorgen nach Auskunft des Flughafens nicht. Dass der Pilot auf dem Rückflug war, also an einem anderen Airport abhob, hielt die Polizei für „sehr unwahrscheinlich“.

Henning Schneider, Geschäftsführer des Siegerland Flughafens, nahm an, dass der Pilot dort gestartet war, ohne dass der Tower besetzt war. Ohne Tower dürfen Flugzeuge nicht abheben, in diesem Fall geschah das wohl doch. „Das ist verboten und sehr ungewöhnlich“, sagte Schneider. Fachleute der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung begannen mit Untersuchungen an der Maschine. Auch die Kripo ermittelte.

Flugzeug stürzt in Waldstück ab: Pilot (25) tot aufgefunden - Suizid vermutet

Update vom 7. September, 14.25 Uhr: Der Flugzeug-Absturz in Wilnsdorf (NRW) war möglicherweise ein Suizid. Es gebe entsprechende Hinweise, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Leiche des 25-jährigen Piloten wurde am Montagmorgen etwa 400 Meter von der Absturzstelle entfernt auf einer Wiese gefunden - nur rund 50 Meter neben einem Wohnhaus. Mittlerweile geht die Polizei nicht mehr davon aus, dass weitere Menschen an Bord der Maschine waren und zu Schaden gekommen sind.

Update vom 6. September, 13.49 Uhr: Bei dem Mann, der am Montag bei einem Flugzeug-Absturz in Wilnsdorf (NRW) ums Leben gekommen ist, soll es sich um einen 25-jährigen Mann aus Wilnsdorf handeln. Das bestätigte die Polizei am Mittag. Der junge Mann soll die Unglücksmaschine als Pilot gesteuert haben.

Flugzeug-Absturz in Wilnsdorf (NRW): Hintergründe noch unklar - Ermittlungen laufen

Update vom 6. September, 13.26 Uhr: Die Identität des toten Mannes, der am Montagmorgen nach einem Flugzeug-Absturz in Wilnsdorf (NRW) gefunden wurde, ist noch nicht zweifelsfrei geklärt. Offenbar handelt es sich aber um den Piloten des abgestürzten Kleinflugzeugs, der wohl aus großer Höhe aus der Maschine gestürzt war, bevor sie in einem Waldstück zerschellte. Das teilte die Polizei mit.

Die Leiche des Mannes wurde auf einer Wiese etwa 400 Meter von der Absturzstelle entfernt gefunden. Mit einem Hubschrauber suchte die Polizei nach möglichen weiteren Opfern, denn das Flugzeug hatte insgesamt vier Sitzplätze. Wie ein Polizeisprecher sagte, könne man nicht mit Gewissheit ausschließen, dass weitere Menschen an Bord waren.

Rätsel geben der Polizei noch die Umstände des Absturzes bei Wilnsdorf-Niederdielfen auf: Normalerweise steht das Kleinflugzeug am etwa 20 Kilometer entfernten Siegerland Flughafen. Dort sei es auch vermutlich am Montagmorgen gestartet. Allerdings ist der Tower dort in der Regel ab 8 Uhr besetzt, während der Absturz bereits gegen 6.20 Uhr passierte. Ohne Tower dürfen Flugzeuge aber gar nicht starten.

Auf dieser Wiese - etwa 400 Meter von der Absturzstelle des Flugzeugs entfernt - wurde die Leiche gefunden.

Nach Auskunft des Flughafens gab es keinen außerplanmäßig frühen Betriebsstart. Und dass der Pilot an einem anderen Airport gestartet sein könnte, sei „sehr unwahrscheinlich“, wie der Polizeisprecher erklärte. Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung haben mit den Ermittlungen an der Absturzstelle in Wilnsdorf begonnen, um die Ursache herauszufinden. Auch die Kriminalpolizei ermittelt.

Flugzeug-Absturz in Wilnsdorf (NRW): Leiche gefunden - Großeinsatz

Erstmeldung vom 6. September, 9.55 Uhr: Wilnsdorf (NRW) - Ein Kleinflugzeug ist am Montagmorgen in einen Wald in Wilnsdorf im Kreis Siegen-Wittgenstein (NRW) gestürzt. Der Absturz passierte an einem Waldrand im Ortsteil Niederdielfen.

Augenzeugen hatten das einmotorige Flugzeug in den Wald stürzen sehen und den Notruf gewählt. Vom Piloten und möglichen weiteren Insassen fehlte zunächst jede Spur. Für die Suche beorderte die Polizei einen Hubschrauber zur Absturzstelle bei Wilnsdorf. Auch eine Drohne mit Wärmebildkamera der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) kam zu Einsatz.

Auf einer Wiese, die rund 400 Meter von der Absturzstelle entfernt liegt, wurde kurz darauf eine Leiche gefunden, wie ein Polizeisprecher am Morgen in Wilnsdorf sagte. Da noch unklar ist, wie viele Menschen an Bord des Flugzeugs waren, geht die Suche nach möglichen weiteren Insassen weiter.

Wilnsdorf (NRW): Flugzeug offenbar kurz nach dem Start abgestürzt

Offenbar startete das Flugzeug am Montagmorgen vom Siegerland Flughafen, der knapp 20 Kilometer Luftlinie von der Absturzstelle entfernt liegt.

Erst vor wenigen Wochen waren bei einem Flugzeug-Absturz in Sachsen-Anhalt drei Jugendliche aus NRW ums Leben gekommen. Auch der Pilot starb bei dem Unglück. Im Sauerland stürzte ein Flugzeug beim Landeanflug auf einen Flugplatz ab. Alle drei Insassen wurden schwer verletzt. (mit dpa-Material)

Hinweis der Redaktion: Wir berichten in der Regel nicht über Suizide, weil leider durch die Berichterstattung die Nachahmerquote erhöht wird. Wir machen eine Ausnahme, wenn viele Menschen betroffen sind wie z. B. in diesem Fall durch einen Flugzeug-Absturz. Wenn Sie sich selbst in einer Krisensituation befinden, suchen Sie sich bitte Hilfe, z. B. bei der Telefonseelsorge (Tel. 0800-1110111).

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