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Friseur in NRW nur noch mit 2G? Erstes Bundesland verschärft Corona-Regel

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Von: Sven Schneider

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Wer sich in NRW die Haare schneiden lassen möchte, der muss beim Friseurbesuch die 3G-Regel beachten. Doch das könnte sich möglicherweise bald ändern.

Hamm - Die Haare wurden länger, der Schnitt war kaum noch erkennbar - und viele Menschen in Nordrhein-Westfalen und ganz Deutschland griffen aus Verzweiflung selbst zur Schere oder Haarschneidemaschine, Haarkünstler mussten gravierende Einnahmeverluste hinnehmen. Zu Beginn der Coronavirus-Pandemie im Frühjahr 2020 war an einen Besuch beim Friseur nicht zu denken. Ein Szenario, was auf Ungeimpfte in NRW bald vielleicht erneut zutreffen könnte.

BundeslandNordrhein-Westfalen
Fläche34.098 km²
Bevölkerung17,93 Millionen (2019)
HauptstadtDüsseldorf

Friseur-Besuch in NRW nur noch mit 2G? Bundesland setzt auf neue Corona-Regel

Hamburg macht den vermeintlichen Anfang. Ab dem kommenden Samstag, 23. Oktober, erhalten Ungeimpfte wohl keinen Zutritt mehr beim Friseur. Das erklärte Hamburgs Vize-Senatssprecherin Julia Offen. Für Geimpfte und Genesene hingegen entfällt somit die Maskenpflicht beim Haareschneiden.

Mit Niedersachsen zieht nun offenbar ein weiteres Bundesland nach - wenn auch mit (noch) etwas entschärften Corona-Regeln. Künftig dürfen Friseur-Betreiber eigenständig darüber entscheiden, ob sie auf die 2G-Regel umsteigen wollen. Die Abstandsregel im Friseur-Salon würde somit für Gäste und Mitarbeiter entfallen. Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, müssten ein ärztliches Attest mitsamt negativem Corona-Test mitbringen.

Friseur-Besuch in NRW nur noch mit 2G? Arbeitgeber müssten Arbeitsschutzverordnung beachten

Für ungeimpfte Angestellte beim Friseur würde sich beim Umsteigen auf die 2G-Regel ebenso einiges ändern. Das Tragen einer FFP2-Maske sowie ein täglicher Corona-Test wären Pflicht. Zudem müsste das Unternehmen die Arbeitsschutzverordnung zum Arbeitnehmerschutz berücksichtigen und den Mitarbeiten zwei Corona-Tests pro Woche anbieten.

Ein Szenario, das bald auch auf Friseur-Besuche in NRW zutreffen könnte? Erste Bundesländer haben bereits die 2G-Regel in Supermärkten möglich gemacht. Aktuell gilt im bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands die 3G-Regel. Friseur-Salons und Fußpflege-Studios dürfen laut der Coronaschutzverordnung NRW vom 1. Oktober 2021 unabhängig von der Sieben-Tage-Inzidenz öffnen.

Vollständig Geimpfte und Genesene brauchen bei körpernahen Dienstleistungen wie einem Friseur-Besuch in NRW keinen zusätzlichen negativen Corona-Test mehr. Allen Weiteren bleibt der Besuch des Friseurs nicht verwehrt. Das Vorlegen eines negativen Antigen-Schnelltest oder PCR-Test genügt. Der jedoch darf nicht älter als 48 Stunden sein.

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