Kampf gegen Virusmutation

Zum Friseur trotz Corona-Notbremse? Das sind die Regeln in NRW

Im Kampf gegen Corona gelten in Nordrhein-Westfalen wieder strengere Regeln. Müssen Friseure wegen der Notbremse wieder schließen? Diese Regeln gelten in NRW.

Update vom 26. März, 13.03 Uhr: Die NRW-Landesregierung zieht die Notbremse - allerdings nur in Hotspots. Damit werden die Lockerungen, die ab dem 8. März gegolten haben, wieder zurückgenommen. Ausnahmen sind möglich, wenn Menschen einen tagesaktuellen negativen Test vorweisen können. Beides gilt aber nicht für Friseure - die Salons waren schon vor dem Stichtag geöffnet und dürfen weiterhin Kunden ohne Schnelltest empfangen. Auch die Fußpflege ist von der Regelung ausgenommen, die ansonsten aber für die anderen körpernahen Dienstleistungen in NRW gilt.

BundeslandNordrhein-Westfalen
Einwohnerca. 17,9 Millionen
HauptstadtDüsseldorf

[Erstmeldung] Hamm - Die Spitzen von Bund und Ländern haben beim Corona-Gipfel bis tief in die Nacht um den richtigen Weg im Kampf gegen das Coronavirus gerungen. In den Hotspots, von denen es in Nordrhein-Westfalen zahlreiche gibt, sollen die Corona-Regeln verschärft werden. Müssen nun auch Friseure wieder schließen? (News zum Coronavirus)

Corona-Regeln in NRW: Müssen Friseure jetzt wieder schließen?

Wie geht es weiter in der Corona-Krise in Deutschland? Der Corona-Gipfel sollte Antworten darauf geben. Der Lockdown wurde bis zum 18. April verlängert. Darüber hinaus soll die beschlossene Notbremse konsequent umgesetzt werden.

Wie Konsequenz geht, demonstrierte die nordrhein-westfälische Landesregierung am Tag des Corona-Gipfels mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Länderchefs um NRW-Ministerpräsident Armin Laschet. Nach erfolgreicher Klage des Media Marktes aufgrund fehlender Gleichbehandlung aller Branchen bei den Öffnungsmodalitäten, kappte NRW kurzerhand die bis dahin geltenden Sonderrechte von Buchhandel und Gartenmärkten anstatt die Öffnungsrechte vom Media Markt und anderen Geschäften des Einzelhandels zu erweitern.

Droht diese Art Konsequenz angesichts stark steigender Infektionszahlen nun auch wieder bei Friseuren in NRW? Wer zwischen den Zeilen liest, der wird eine Antwort finden. Denn durch die Notbremse sollen jene Regelungen gelten, die (unmittelbar) vor dem 8. März gegolten haben. Friseure scheinen also Glück zu haben.

Friseure in NRW: Am 1. März ging es nach Corona-Zwangspause weiter

Die Erleichterung war groß, als die Friseure nach zehn Wochen Corona-Zwangspause am 1. März wieder öffnen durften. Dass es im Zuge schärferer Corona-Bestimmungen nun wieder zur Schließung von Friseur-Salons in NRW-Hotspots kommt, ist unwahrscheinlich. Zwar ist die Gefahr einer Ansteckung da, denn beim Haareschneiden kommen sich Kunde und Friseur sehr nahe.

Allerdings deutet alles darauf hin, dass Friseure geöffnet bleiben können. Denn die „Notbremse“ sieht vor: Wenn die Sieben-Tage-Inzidenz in einer Region an drei aufeinander folgenden Tagen über 100 liegt, gelten demnach ab dem zweiten darauffolgenden Werktag wieder die Regeln, die bis zum 7. März gegolten haben. Friseure hatten zu diesem Zeitpunkt schon wieder geöffnet.

Und genau wie geplant solle die Notbremse in NRW umgesetzt werden, sagte Armin Laschet nach den Bund-Länder-Beratungen. Nordrhein-Westfalen zieht die Notbremse, sodass erfolgte Lockerungen wie Öffnungen von Geschäften, Museen und Sportanlagen wieder zurückgenommen werden. Sie gelte in NRW ab Montag (30. März), sagte Laschet. Für den Friseurbesuch in Köln ist ein negativer Coronatest* nötig, schreibt 24rhein.de*.

Demnach sind Friseure also nicht von einer neuerlichen Schließung betroffen. Bodo Ramelow, Ministerpräsident von Thüringen, dem Bundesland mit den höchsten Hotspot-Inzidenzen bundesweit, hatte bereits im Vorfeld des Corona-Gipfels gesagt, es gebe bei ihm keine Überlegungen, dass Friseure oder Anbieter von körpernahen Dienstleistungen wieder zumachen sollten. Auch NRW-Familienminister Joachim Stamp antwortete auf die Frage, ob Friseure offen bleiben: „Ja, so ist das geplant.“ - *24rhein.de ist ein Angebot von IPPEN-MEDIA.

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa

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