Quer durch die Stadt gerast

Fünf Jugendliche liefern sich mit Polizei Verfolgungsjagd von Hamm nach Dortmund 

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[Update 16:42 Uhr] Hamm/Dortmund - Eine etwa halbstündige Verfolgungsjagd über rund 60 Kilometer durch das östliche Ruhrgebiet lieferten sich Dienstagnacht fünf Jugendliche mit mehreren Streifenwagenbesatzungen der Polizei. In Hamm fielen die 15- bis 18-Jährigen mit ihrem weißen VW-Transporter durch ihre Fahrweise auf. Erst in Dortmund endete ihre Flucht.     

Die Verfolgungsjagd nahm in der Nacht von Montag auf Dienstag gegen 2.45 Uhr in Hamm ihren Anfang. Einer Streifenwagenbesatzung der Polizei war der weiße VW-Transporter auf der Münsterstraße aufgefallen. Das Fahrzeug mit Kölner Kennzeichen fuhr Schlangenlinien. Die Beamten gaben dem Fahrer Anhaltezeichen, die er jedoch missachtete. Stattdessen habe er Gas gegeben, heißt es im Polizeibericht. Der Fahrer habe mehrere Verkehrsregeln missachtet und sei zunächst quer durch Hamm gerast. 

Gegen 3 Uhr verließen die Jugendlichen das Hammer Stadtgebiet und fuhren weiter nach Kamen. In der Nachbarstadt nahm der VW-Fahrer die Autobahnauffahrt Kamen/Bergkamen zur A2 in Fahrtrichtung Oberhausen. Gegen 3.10 Uhr verließ er die Autobahn an der Ausfahrt Dortmund-Mengede und stoppte auf einem Pendlerparkplatz.

Nach kurzer Zeit gefasst

Während vier der Jugendlichen aus dem Transporter stiegen und auf das Eintreffen der Polizei warteten, versuchte der fünfte (15) noch davonzulaufen. Aber auch er wurde nach kurzer Zeit gefasst. Gefahren hatte den Transporter ein 16-Jähriger aus der Gruppe. 

Der Wagen stammt aus dem Bekanntenkreis eines der 15-Jährigen und war nicht zugelassen. Das Kennzeichen war am Montagabend nach 19 Uhr in Köln von einem anderen Fahrzeug geschraubt und entwendet worden. Dieser Fahrzeughalter bemerkte die Tat erst am Dienstagvormittag und erstattete Anzeige.

Die Polizei stellte das Fluchtauto sicher und leitete gegen die Jugendlichen aus Köln und Bergheim ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Urkundenfälschung und unbefugten Gebrauchs von Kraftwagen ein.

In der Vergangenheit schon auffällig

Was die Jugendlichen nach Hamm verschlagen hatte, war am Dienstag noch unklar. Gegen die meisten hatte die Polizei bereits in der Vergangenheit Erkenntnisse gesammelt. Bis auf einen, der Franzose ist, sind alle deutsche Staatsangehörige. Die Beschuldigten verbrachten die Nacht auf der Hammer Wache und wurden am Dienstagvormittag von ihren Eltern abgeholt. Auch die weiteren Ermittlungen werden von der Hammer Polizei geführt.

Quelle: wa.de

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