Genesene profitieren auch

Freiheiten für Geimpfte: Diese Lockerungen der Corona-Regeln gelten jetzt

Seit Sonntag haben Geimpfte und Genesene mehr Freiheiten. Statt strenge Corona-Regeln einhalten zu müssen, profitieren sie von Lockerungen. Ein Überblick.

Hamm – Eigentlich gelten in Deutschland und Nordrhein-Westfalen aktuell noch die Bundes-Notbremse und mit ihr strenge Corona-Regeln. Doch es gibt Personen, die davon nun ausgenommen sind. Seit Sonntag (9. Mai) profitieren Geimpfte und Genesene von Lockerungen und haben Freiheiten, die anderen noch nicht eingeräumt werden. (News zum Coronavirus)

LandDeutschland
HauptstadtBerlin
Bevölkerung83,02 Millionen (2019)
Staats- und Regierungsformparlamentarische Republik (Bundesrepublik)

Lockerungen für Geimpfte und Genesene: Keine Kontaktbeschränkungen mehr

Bereits am Montag wurden in NRW erste Corona-Lockerungen für Geimpfte umgesetzt. Inzwischen ist eine neue Rechtsverordnung in Kraft getreten, die Geimpften und Genesenen deutschlandweit neue Rechte zurückgibt. Unter anderem geht es darum, dass ein negativer Test nun für bestimmte Personen nicht mehr notwendig sind. Zum anderen geht es um Freiheiten, von denen auch negativ Getestete nur träumen können - Stichwort: Kontaktbeschränkungen.

Diese Vorteile haben Corona-Geimpfte und Genesene seit Sonntag (9.Mai):

  • Private Treffen: Die aktuellen Kontaktbeschränkungen sollen nicht mehr gelten, wenn ausschließlich Geimpfte oder Genesene an diesem Treffen teilnehmen. Ganz gleich, ob zum Abendessen, Filmabende oder ähnliches. Dazu kommt: Geimpfte oder Genesene werden bei privaten Treffen nicht mehr mitgezählt. Heißt also: Da, wo sich aktuell nur ein Haushalt mit einer weiteren Person (plus Kinder bis 14 Jahre) treffen darf, könnten beliebig viele Geimpfte und Genesene hinzukommen.
  • Ausgangssperre: Die in der Bundes-Notbremse verankerten Ausgangsbeschränkungen von 22 bis 5 Uhr sollen für Geimpfte und Genesene nicht mehr gelten.
  • Gleiches Recht wie Getestete: Geimpfte und Genesene sollen wie negativ Getestete zählen, was bedeutet: Sie müssen beim Einkaufen im Einzelhandel oder beim Friseur-Besuch keinen negativen Corona-Test mehr vorweisen.
  • Quarantänepflicht: Nach Reisen müssen Geimpfte und Genesene nicht mehr in Quarantäne - außer, sie reisen aus einem Virusvariantengebiet ein.

Lockerungen für Geimpfte und Genesene: Ein Nachweis ist erforderlich

Insbesondere die Abkehr von der Ausgangssperre sowie den Kontaktbeschränkungen kommen Geimpften und Genesenen zu Gute. Zudem dürfte es jenen Personen gelegen kommen, dass das Wetter in Nordrhein-Westfalen sich an diesem Wochenende von seiner sonnigen Seite zeigt.

Wer als Geimpfter und Genesener von diesen Lockerungen und Freiheiten profitieren will, sollte jedoch einen Nachweis mit sich führen. Schon bald könnte es einen bundesweiten digitalen Impfpass oder das Grüne Zertifikat der EU geben, womit eine geimpfte oder genesene Person fälschungssicher ihren Status belegen kann.

Bundesweit hat derzeit etwas mehr als 30 Prozent der Bevölkerung eine Erstimpfung zum Schutz gegen das Coronavirus erhalten. Im Juni will die Bundesregierung die Impfpriorisierung aufheben. Bis dahin gilt eine strikte Impfreihenfolge, in der kürzlich neue Berufsgruppen aufgerückt sind.

Rubriklistenbild: © Gollnow/Gambarini/dpa

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