Germany‘s next Topmodel

Mega-Skandal bei GNTM weil Model aus Dortmund blank zieht – Familienministerium greift ein

Mit der jüngsten Episode von GNTM hat Heidi Klum das Familienministerium auf den Plan gerufen - welches schockiert von Gewalt spricht. Doch auch in der Branche ist von einem No-Go die Rede.

Dortmund - Auch die Dortmunderin Elisa kämpfte in der jüngsten Episode von GNTM weiter um den Topmodel-Titel – nahezu hüllenlos. Denn bei einem Catwalk durften die Models nicht mehr tragen als einen winzigen Slip, Aufkleber auf den Brustwarzen und etwas Schaum, berichtet RUHR24.de*. Zu wenig befand das Familienministerium und spricht von „Sexismus“. Und auch in der Mode-Branche gibt man sich entrüstet.

CastingshowGermany‘s next Topmodel (GNTM)
SenderPro7
läuft im TV seit2006

GNTM: Dortmunderin entblößt sich bei Germany‘s next Topmodel (nahezu) komplett

Dabei geht es Heidi Klum eigentlich doch gar nicht darum, möglichst viel Haut zu zeigen, oder? Besonders in den ersten Folgen der neuen Staffel wurde die Modelmama laut einem Bericht der Ruhr Nachrichten (Bezahlinhalt) nicht müde zu betonen, dass es in der neuen Staffel vor allem um Akzeptanz und Vielfalt ginge.

Tatsächlich ist da Maria, die gehörlose Kandidatin, oder die aus Syrien geflüchtete Soulin. Doch am allerwichtigsten bleibt offenbar, dass die „Mädchen“ bei all‘ ihrer Diversität sexy sind. Und um das einmal so richtig zu zeigen, mussten die Kandidatinnen in der vierten Folge auch gleich sehr spärlich bekleidet über den Catwalk laufen.

Nicht jeder gefällt das, in der Folge laufen bei manchem Model die Tränen. Auch wenn dem Dortmunder Model Elisa der Walk offenbar wenig ausmacht, wollen einige andere so offenbar nicht auf den Laufsteg. Und nicht nur bei den Kandidatinnen sorgt der Walk für einige Aufregung. Und so rief die Folge auch gleich das Familienministerium auf den Plan (mehr Promi-News aus NRW* auf RUHR24.de)

GNTM auf Pro7: Ministerium spricht nach Walk von Sexismus und Gewalt

Eine Sprecherin machte gegenüber der Bild deutlich, was das Ministerium von dem Auftritt hält: „Sexismus ist nichts, das wir einfach tolerieren oder ignorieren können. Gemeinsam müssen wir Sexismus ganz klar als das bezeichnen, was er ist: nämlich eine Form von Gewalt.“

Doch nicht nur das Ministerium hält es für völlig daneben, was von den Models in der Folge gefordert wird. Auch die GNTM-Siegerin aus 2015, Vanessa Fuchs, ist empört. „Ich hätte das nicht gemacht“, wird sie von der Zeitung zitiert. Modeschauen seien keine Nacktshows. Tatsächlich hatte der Walk der hüllenlosen Models mit Mode wenig zu tun.

Auch Model-Agent Ted Linow erklärt gegenüber der Bild: „In der normalen Modewelt braucht kein Model nackt laufen, das nicht nackt laufen will.“ Er würde das nicht von den jungen Frauen einfordern – auch, weil es seine Aufgabe sei, die jungen Frauen zu schützen, für die das Modelbusiness eh ein schweres Geschäft sei.

GNTM: Heidi Klum hat mit Nackheit kein Problem

Für Heidi Klum scheint Nacktheit in ihrer Show kein Problem zu sein. Auch sie selbst saß bei der Folge wie Gott sie schuf auf dem Jury-Stuhl. Für sie war auch der umstrittene Walk nur ein weiteres Mal ein Auf-Die-Probe-Stellen der Models. Diesmal offenbar um zu testen, wie wohl sich „ihre Mädchen“ in ihrer Haut fühlen – und etwas Badeschaum.

Elisa aus Dortmund brachte den Walk jedenfalls mit Bravour hinter sich* und heimst ein Lob von Heidi Klum ein. Es folgt: das heißbegehrte Foto, welches nur jene Models bekommen, die eine Runde weiter sind. Also kann die Abiturientin auch in der nächsten Folge zeigen, was sie als Model so drauf hat. *RUHR24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks. 

Rubriklistenbild: © ProSieben/Rankin; Collage: RUHR24

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