1. SauerlandKurier
  2. Nordrhein-Westfalen

Polizei-Großeinsatz in Essen: 19-Jähriger auf Irrfahrt durch die Innenstadt

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Daniel Großert

Kommentare

Kreisverkehr
Symbolfoto © picture alliance / dpa

[Update, Samstag] Essen - Die Polizei war am Freitagmorgen mit einem Großaufgebot in Essen im Einsatz. Rund um das Geschehen gab es mehrere, zum Teil kuriose Meldungen, die sich zum Teil als falsch heraus stellten. Und gegen Abend eine überraschende Wendung.

Die Polizei hat die Irrfahrt eines 19-jährigen Mannes durch die Essener Innenstadt als versuchtes Tötungsdelikt  eingestuft. Er soll mit seinem Auto durch die Innenstadt gerast sein, Zeugenaussagen zufolge auch durch eine Fußgängerzone. 

Ein Hubschrauber war im Einsatz, Spezialkräfte der Polizei nahmen den Mann schließlich fest - nachdem er seinen Wagen bereits geparkt hatte. 

Es gebe bisher keine Hinweise auf Mittäter, sagte ein Polizeisprecher. Verletzte gab es nach aktuellem Ermittlungsstand ebenfalls nicht. Das Motiv des jungen Mannes war dem Sprecher zufolge noch unklar. Er sei polizeibekannt und werde auf Drogen- und Alkoholkonsum untersucht. Die Ermittlungen dauerten an. Die Polizei hatte den jungen Mann zunächst verfolgt, auch ein Hubschrauber war an dem Einsatz beteiligt.

Zunächst hatte es geheißen, der Mann sei mehr als eine Stunde lang durch einen Kreisverkehr gefahren. Auf Twitter teilte die Polizei später aber mit, dass diese Meldung nach derzeitigen Erkenntnissen falsch war. 

Anti-Terror-Einsätze in Ulm und NRW

Die Polizei hatte nach dem Fahrzeug gefahndet. Der Vorfall in Essen wirkte sich Medienberichten zufolge auch auf das hunderte Kilometer entfernte baden-württembergische Ulm aus. Dort hatte die Polizei demnach an mehreren Stellen in der Innenstadt bewaffnete Einsatzkräfte postiert.

Passanten wurden aufgefordert, die Innenstadt zu verlassen. Um ähnliche Vorfälle wie in Essen zu verhindern und die Sicherheit zu gewährleisten, habe sich das Polizeipräsidium Ulm dazu entschlossen, die Präsenz in der Innenstadt kurzzeitig zu erhöhen, hieß es in einer Mitteilung.

Wie am Samstag bekannt wurde, hatte die Irrfahrt des 19-Jährigen auch in zehn NRW-Städten Anti-Terror-Einsätze nach sich gezogen. Mutmaßliche Anhänger einer Splittergruppe der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) wurden festgenommen. Es stellte sich aber heraus, dass der 19-Jährige kein Teil dieser Gruppierung von IS-Sympathisanten war. - dpa

Tweet

Auch interessant

Kommentare