Streit um Lärm vor Gericht

Bahn-Tochter muss Zahlen liefern

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Hamm - Am Oberlandesgericht in Hamm hat am Dienstagmorgen ein Grundsatz-Verfahren um Bahnlärm an Güterstrecken durchs Ruhrgebiet begonnen. Die Richter müssen den Gesundheitsschutz der Anwohner gegen wirtschaftliche Interessen einer Tochter der Deutschen Bahn als Netzbetreiber abwägen.

Das Gericht betonte in der mündlichen Verhandlung, dass die Lärmbelastung der Anwohner besonders in der Nacht über den zulässigen Grenzwerten liege. Mit einer schnellen Entscheidung sei aber nicht zu rechnen. Zu viele Fragen seien noch offen. 

So forderten die Richter die Bahn-Vertreter auf, nachzuweisen, wie sich die Taktung der Güterzüge in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat. Die Anwohner beklagen eine Zunahme der Züge an den Wochenenden und in der Nacht. In der ersten Instanz hatten die Kläger vom Landgericht Bochum nur passiven Schallschutz zugesprochen bekommen. 

Demnach muss die Bahn-Tochter Kosten für Schallschutzfenster und Dämmung übernehmen. Aktive Maßnahmen wie Schallschutz-Wände sah jedoch auch das Gericht als unwirtschaftlich an. Die Bahn war dennoch gegen das Urteil in Berufung gegangen, die Kläger schlossen sich an. - dpa

Quelle: wa.de

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