Wer ist dafür verantwortlich?

Hakenkreuz auf Green verärgert Golfer am Möhnesee

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Das Hakenkreuz im Green bei Loch zwölf empört manchen Golfsportler nachhaltig. Gleichwohl bleibt dem Golfclub Möhnesee zufolge nichts anderes übrig, als zu warten bis die geschädigten Stellen wieder zugewachsen sind.

Möhnesee – Bunker voll Sand, das buschige Gras im hohen Rough oder Bäume, Teiche und Gewässer: Das sind die üblichen Hindernisse beim Golf. Auf dem Green von Bahn zwölf des Golfclubs Möhnesee besteht dagegen derzeit ein ganz anders geartetes Hindernis.

Unbekannte Übeltäter haben hier eine Art Hakenkreuz aus dem empfindlichen Grün ausgestochen. Hinweise, wer für diese Tat verantwortlich ist, nimmt die Polizei unter der Rufnummer 02921/91000 entgegen.

Die Wirkung dieses „Hindernisses“ ist allerdings unterschiedlich. Einige Golfspieler nehmen es, wie ein Mitglied des Clubs berichtet, eher mit einem Achselzucken und gleichgültig hin. 

Golfplatz-Hakenkreuz: "Das ist eine Frechheit"

Andere fühlen sich dagegen an die finstersten Zeiten der deutschen Geschichte erinnert. Auch Klaus Röper, der Geschäftsführer des Golfclubs Möhnesee, zeigte sich über den Vorfall empört: „Das ist eine Frechheit.“ 

Golfsportler mit Gespür für üble braune Umtriebe würden den Schandfleck am liebsten umgehend entfernt sehen. Das ist allerdings gar nicht so einfach, erklärte Röper. Demnach wurde die Grasnarbe bei Loch zwölf bereits im Januar verschandelt, die Zerstörung bis in den Wurzelbereich des Grases sei aber so intensiv, dass dem Club nichts anderes übrig bleibe als zu warten, bis das Grün nachgewachsen ist.

Das wiederum dauere seine Zeit, weil das empfindliche Gras, das für das Green verwendet wird, nur langsam wächst und das Wachstum auch erst in den wärmeren Frühlingstagen begonnen hat. Röper: „Das geht erst weg, wenn wir Wachstum haben.“ 

Unbekannte beschmieren Sperrmauer

Vielen Golfspielern sei das Hakenkreuz zunächst auch nicht aufgefallen, weil der Platz während des Winters nur wenig genutzt wird. Die beschädigten Stellen auszustechen und mit anderswo, etwa im Bereich der Driving Range, entnommenen Grassoden auszulegen, sei aber auch keine Lösung.

Sachbeschädigungen unterschiedlicher Art kommen Röper zufolge auf dem Areal des Golfplatzes häufiger vor. Schließlich handle es sich um eine riesige Fläche. 

Das Problem sei ähnlich vielerorts zu beobachten, etwa im Seepark. Die Polizei zu informieren, nützte in der Regel auch nicht viel.

Ein Symbol der NS-Gewaltherrschaft

Hakenkreuze wurden seit den 1920er Jahren von der NSDAP als Erkennungszeichen verwendet und waren seit 1935 Bestandteil der Reichsflagge. 

Das Hakenkreuz ist deshalb eng mit der Ideologie, der Gewaltherrschaft und den Verbrechen des Nationalsozialismus verbunden, die Verwendung hakenkreuzförmiger Symbole ist daher in Deutschland seit 1945 verboten. Wer solche verbotenen Zeichen verwendet oder verbreitet, wird nach Paragraf 86 Strafgesetzbuch mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

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